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Die Jugendbewegung 'Wandervogel' als Teil der sozialen Bewegungen im Kaiserreich 1871 - 1918

Title: Die Jugendbewegung 'Wandervogel' als Teil der sozialen Bewegungen im Kaiserreich 1871 - 1918

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anton Reumann (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Inhal
0. Einleitung

1. Vorbetrachtungen

1. 1. Agrarreformen

1. 2. Industrialisierung

1. 3. Veränderungen der Gesellschaftsstruktur

2. Der Wandervogel – eine Jugendbewegung

2. 1. Entstehung und Geschichte des Wandervogels

2. 2. Organisation und Ziele der Bewegung

2. 3. Stellung im System der Jugendbewegungen und –organisationen

3. Schlussbetrachtungen

4. Quellenverzeichnis


0. Einleitung

Die Zeit des Kaiserreichs (1871 – 1918) ist durch gravierende Veränderungen in der deutschen Gesellschaft gekennzeichnet. Es transformieren sich nahezu alle Bereiche des wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Lebens.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, am Beispiel der Wandervogelbewegung, die Veränderungen im Bereich des Alltagslebens der Jugend zu beleuchten, um diese anschließend im System der gesamten Gesellschaft des betrachteten Zeitraums zu lokalisieren. Hiezu sollen im ersten Teil die ausschlaggebenden Veränderungsprozesse (Industrialisierung, Bevölkerung, Sektoren der Arbeit) beleuchtet werden, um einen Überblick über den Zustand der Gesellschaft im Kaiserreich zu bekommen. Anschließend soll der Blick auf die sozialen Bewegungen gelenkt werden, angefangen bei den kleinsten sozialen Einheiten (Familie, Gemeinde, Schule) und endend mit den organisierten Jugendbewegungen.
Der Hauptteil der Analyse fällt der ausführlichen Untersuchung des „Wandervogels“ zu, wobei die ausschlaggebenden Fragewörter WER, WAS, WO, WARUM und WIE sein werden. Hier sollen auch die anderen Jugendorganisationen der betrachteten Zeitperiode in die Analyse miteinbezogen werden.
Letztendlich soll auf die Bedeutung und die Auswirkungen des „Wandervogels“ eingegangen werden, wobei die Begriffe „Jugend“, „Organisation“ und „Politik“ eine Rolle spielen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Vorbetrachtungen

1. 1. Agrarreformen

1. 2. Industrialisierung

1. 3. Veränderungen der Gesellschaftsstruktur

2. Der Wandervogel – eine Jugendbewegung

2. 1. Entstehung und Geschichte des Wandervogels

2. 2. Organisation und Ziele der Bewegung

2. 3. Stellung im System der Jugendbewegungen und –organisationen

3. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Entstehung der Wandervogelbewegung als Teil der sozialen Bewegungen im deutschen Kaiserreich (1871–1918) und untersucht, wie der gesellschaftliche Wandel durch Industrialisierung und Verstädterung zur Herausbildung des modernen Jugendphänomens beitrug, welches sich durch Autonomie und Distanz zur Erwachsenenwelt definierte.

  • Gesellschaftlicher Strukturwandel im Kaiserreich durch Agrarreformen und Industrialisierung.
  • Die Entstehung der Jugend als eigene gesellschaftliche Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein.
  • Organisation, Zielsetzungen und interne Hierarchien der Wandervogel-Gruppen.
  • Das Spannungsfeld zwischen der unpolitischen Subkultur der Jugend und staatlichen Erwartungen.
  • Die Bedeutung der Wanderbewegung für die Emanzipation und das neue Selbstverständnis der Jugend.

Auszug aus dem Buch

2. 1. Entstehung und Geschichte des Wandervogels

In der einschlägigen Literatur, wie den Aufzeichnungen von Angehörigen der Wandervogelbewegung, findet man das Gründungsdatum des „Wandervogel – Ausschuss für Schülerfahrten“ auf das Jahr 1901 datiert. (Die Idee stammt von Hermann Hoffmann, jedoch übernimmt Karl Fischer 1900 die ersten 25 „Wanderburschen“ des Steglitzer Gymnasiums als Hoffmann abdankt.) Genauso findet man jedoch den Verweis, dass erste voneinander unabhängige Wandergruppen aus Jugendlichen schon vorher existiert haben, und zwar schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als Vorbild für die Wandervögel dient die mittelalterlich und romantische Vorstellung vom wandernden Scholar, der durch die Natur wandert und von ihr lernt.

Gegründet als lose Organisation ohne genaues Programm spaltet sich jedoch der „Wandervogel“, nach Streitigkeiten unter den führenden Organisatoren, 1904 in mehrere Bünde auf. Aus dem „Wandervogel“ werden der „Alt-Wandervogel“ und der „Wandervogel e. V. zu Steglitz bei Berlin“. 1905 kommt der „Bund der Wanderer“ und der „Hamburger Wanderverein“ hinzu, 1907 wird die „Akademische Freischar“ gegründet, 1909 verbinden sich die schon zuvor gegründeten Bünde „Bund deutscher Wanderer“ und „Wandervogel Deutscher Bund“. Die Vielfalt der gleichzeitig entstehenden Jugend(wander)bewegungen ist damit jedoch noch lange nicht erfasst, sie sind alle gekennzeichnet durch feine, jedoch wichtige, Unterschiede in der programmatischen Zielsetzung. Hier kommen normativ-ethische, politische, kulturelle, körperbezogene, zwischenmenschliche und ideelle Normen der verschieden Gruppen miteinander in Konflikt, was ein geeintes, gemeinschaftliches Existieren der Organisationen unmöglich macht. Teilweise zerbrechen Wandervogelgruppen an banalen Machtinteressen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit erläutert die gravierenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse des Kaiserreichs und stellt den Wandervogel als beispielhafte Jugendbewegung vor, um den Wandel des jugendlichen Alltags zu analysieren.

1. Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel beleuchtet die ökonomischen und sozialen Grundlagen des Kaiserreichs, insbesondere die Auswirkungen der Agrarrevolution und der Industrialisierung auf die Gesellschaftsstruktur.

2. Der Wandervogel – eine Jugendbewegung: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Entstehung, Organisationsstruktur und Zielsetzung des Wandervogels sowie dessen Rolle innerhalb des breiteren Gefüges deutscher Jugendbewegungen.

3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, wie die Wandervogelbewegung die Jugend als neue gesellschaftliche Ressource etablierte und eine dauerhafte Veränderung in der Wahrnehmung jugendlicher Autonomie bewirkte.

Schlüsselwörter

Wandervogel, Kaiserreich, Jugendbewegung, Industrialisierung, Gesellschaftsstruktur, Sozialgeschichte, Jugendorganisation, Wandern, Bildungsbürgertum, Subkultur, Autonomie, Jugendpflege, Gemeinschaft, Tradition, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Wandervogelbewegung als Teil der sozialen Bewegungen im deutschen Kaiserreich zwischen 1871 und 1918 und analysiert deren Einfluss auf die Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen den sozioökonomischen Wandel, die Entstehung des Phänomens "Jugend" sowie die Organisation und interne Kultur der Wandervogel-Gruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, am Beispiel des Wandervogels den Wandel im Alltagsleben der Jugend zu beleuchten und diesen Prozess in den größeren gesellschaftlichen Kontext des Kaiserreichs einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse einschlägiger historischer Fachliteratur und zeitgenössischer Aufzeichnungen, um die Entwicklung und Wirkung der Bewegung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Geschichte des Wandervogels, seinen Organisationsformen, den Zielen der beteiligten Jugendlichen sowie der Distanzierung von der bürgerlichen Erwachsenenwelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wandervogel, Jugendbewegung, Kaiserreich, Industrialisierung, Autonomie und gesellschaftlicher Strukturwandel.

Welche Rolle spielt die Industrialisierung für die Wandervogelbewegung?

Die Industrialisierung schuf die Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Umbruch, der wiederum eine Fluchtbewegung der Jugend in die Natur begünstigte, um den neuen Anforderungen und der Entfremdung entgegenzuwirken.

Warum kam es zur Spaltung des Wandervogels?

Die Spaltung ab 1904 resultierte aus internen Streitigkeiten unter den führenden Organisatoren sowie aus unterschiedlichen programmatischen Vorstellungen und ideellen Normen der verschiedenen Untergruppen.

Wie reagierte der Staat auf diese Jugendbewegungen?

Der Staat reagierte zunächst zurückhaltend, bemühte sich jedoch später durch Institutionen wie den "Jungdeutschlandbund" und "Vorbeugepädagogik" um eine gezielte Beeinflussung und Einbindung der Jugend.

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Details

Title
Die Jugendbewegung 'Wandervogel' als Teil der sozialen Bewegungen im Kaiserreich 1871 - 1918
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2,0
Author
Anton Reumann (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V68883
ISBN (eBook)
9783638611886
ISBN (Book)
9783638776950
Language
German
Tags
Jugendbewegung Wandervogel Teil Bewegungen Kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anton Reumann (Author), 2005, Die Jugendbewegung 'Wandervogel' als Teil der sozialen Bewegungen im Kaiserreich 1871 - 1918, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68883
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