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Städtewachstum durch informellen Wohnungsbau

Title: Städtewachstum durch informellen Wohnungsbau

Presentation (Elaboration) , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jasmin Tarhouni (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Dieses Referat soll einen Einblick in die Grundlagen des Städtewachstums durch informellen Wohnungsbau und den damit verbundenen Einfluss auf die Stadtstruktur geben. In Zukunft wird eine halbe Milliarde Menschen in großen und sehr großen Städten leben. Vor allem die Metropolen der Südhalbkugel sind in ihrer Stadtstruktur geprägt durch informelle Siedlungen. Für die Unterschicht bieten Marginalsiedlugen einen Ausweg aus der Wohnmisere, denn die Auswirkungen der Globalisierung, sowie Tertiärisierung und Gentrifizierung der Metropolen führen zu hohen Bodenpreisen, die von der marginalen Bevölkerungsgruppe nicht getragen werden können. Die grundlegenden Fragen dieser Arbeit haben sich wie folgt gestellt: Was ist informeller Wohnungsbau? - Wiegliedert sich die Genese des Städtewachstums (push-/pull-Faktoren)? - WelchenEffekt hat das Städtewachstum auf die städtische Bevölkerung? - Wiegestaltet sich das Leben der städtischen Bevölkerung? - WelcheZukunftsaussichten gibt es für die städtische Bevölkerung bzw. welche Lösungs- - wegekönnten aus der Informalität führen? Der Schwerpunkt dieses Referates liegt auf der theoretischen Deskription von Marginalsiedlungen, deren Auftreten an einem vergleichenden Fallbeispiel erläutert wird. Die soziokulturelle Misere der Marginalbevölkerung wird besonders im vierten und fünften Kapitel dargestellt. Die Arbeit von Eike Jakob Schütz „Barrio - Entwicklung und Wohnbau“ ist hierbei sehr zu empfehlen, da sie eine umfassende Darstellung der Wohnungsnot der Unterschicht Lateinamerikas dokumentiert. Zwei Artikel von Jürgen Bähr und Günter Mertins, die in der Geographischen Rundschau publiziert wurden, sind besonders erwähnenswert: „Marginalsiedlungen in Großstädten der Dritten Welt“ und „Marginalviertel in Großstädten der Dritten Welt“. Die Aufsätze zeigen neben theoretischen Kennzeichen von informellen Siedlungen auch interessante Konzepte zur Lösung jener auf. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Entstehung von Marginalsiedlungen

4. Differenzierung und Deskription von Marginalsiedlungen

4.1. Innerstädtische Marginalsiedlungen

4.2. Randstädtische Marginalsiedlungen

4.2.1. Illegale randstädtische Marginalsiedlungen

4.2.2. Semilegale randstädtische Marginalsiedlungen

4.2.3. Legale randstädtische Marginalsiedlungen

4.3. Theoretischer Hintergrund anhand des Turner-Modells

5. Fallbeispiel: Mexiko-Stadt vs. Mumbai

6. Lösungsansätze Slumsanierung

6.1. Site-and-Service-Projekte

6.2. Core-housing-Projekte

6.3. Upgrading-Projekte

6.4. Unterstützte Selbsthilfe als Lösung?

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Städtewachstums durch informellen Wohnungsbau in Metropolen der sogenannten Dritten Welt, um die Auswirkungen auf die Stadtstruktur und die Lebensbedingungen der betroffenen marginalisierten Bevölkerungsschichten zu analysieren.

  • Grundlagen des informellen Wohnungsbaus und der Verstädterung
  • Differenzierung und Deskription verschiedener Typen von Marginalsiedlungen
  • Theoretische Betrachtung durch das Turner-Modell
  • Vergleichende Analyse der Fallbeispiele Mexiko-Stadt und Mumbai
  • Evaluation von Lösungsansätzen zur Slumsanierung und unterstützter Selbsthilfe

Auszug aus dem Buch

4.1. Innerstädtische Marginalsiedlungen

„Unter innerstädtischen Marginalsiedlungen versteht man die barrios der Armen, die sich im Kern der Städte gebildet haben.“ Sie werden im Allgemeinen als Slums bezeichnet und stellen die abgewerteten Wohnviertel der Ober-, Mittel- und oft ehemalige Arbeiterquartiere (vecindades) dar. Neben den allgemeingültigen Charakteristika der Marginalsiedlungen (siehe Kapitel 2) können zusätzliche Kriterien aufgeführt werden: zimmerweise Aufteilung der Wohnungen oder Häuser und der größtenteils nachträglich erstellten Hinterhofbehausungen; zimmerweise Vermietung oder Untervermietung, oft auch nur von Schlafstätten; starkes Auftreten sozialer Anomien (Diebstahl, Raub, Überfall, Schmuggel, Rauschgiftdelikte, Prostitution usw.).

Jedoch gibt es auch im Innenstadtbereich informelle Hüttensiedlungen, ihre Anzahl ist indes gering und nimmt seit den 1960er Jahren stetig ab. Die Ursache hierfür liegt in den hohen Bodenpreisen hervorgerufen durch die Ausweitung der Citybildung (→ Tertiärisierung), sowie der Mangel an geeigneten Bebauungsflächen. Diese erscheinen oft anökumenisch, wie z.B. überschwemmungsgefährdete Flächen, Schluchten, steile Hänge etc.. Die durch die Bewohner im Stadtkern erbauten Hüttenviertel sind keineswegs legale Bauten. Die Baugrundstücke befinden sich meist weder im Eigentum des Bebauers, noch besteht eine Baugenehmigung; die Bebauung erfolgt demnach durch die „Legitimation“ der Landbesetzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Städtewachstums durch informellen Wohnungsbau ein und stellt die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe wie Marginalität, Marginalsiedlung, Slum, Konsolidierung und Metropolisierung erläutert.

3. Entstehung von Marginalsiedlungen: Es werden die Ursachen für Verstädterung und Landflucht, inklusive der Push- und Pull-Faktoren, analysiert.

4. Differenzierung und Deskription von Marginalsiedlungen: Dieses Kapitel klassifiziert informelle Siedlungen in innerstädtische und randstädtische Typen und diskutiert den theoretischen Hintergrund anhand des Turner-Modells.

5. Fallbeispiel: Mexiko-Stadt vs. Mumbai: Ein Vergleich der zwei Metropolen dient dazu, unterschiedliche Ausprägungen und den Umgang mit Marginalsiedlungen in verschiedenen Kulturkreisen aufzuzeigen.

6. Lösungsansätze Slumsanierung: Es werden verschiedene Strategien wie Site-and-Service-, Core-housing- und Upgrading-Projekte als Alternativen zum sozialen Wohnungsbau kritisch bewertet.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Selbsthilfe für die Stadtentwicklung zusammen und betont das enorme Potential der Marginalbevölkerung.

Schlüsselwörter

Informeller Wohnungsbau, Marginalsiedlungen, Verstädterung, Metropolisierung, Selbsthilfe, Slums, Landflucht, Stadtstruktur, Turner-Modell, Mexiko-Stadt, Mumbai, Wohnungsmisere, Segregation, Infrastruktur, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Ursachen des Städtewachstums durch informellen Wohnungsbau, insbesondere in Metropolen der Dritten Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Marginalsiedlungen, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Siedlungstypen, sowie Lösungsansätze zur Verbesserung der Wohnsituation.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, informellen Wohnungsbau zu definieren, die Genese des Städtewachstums zu beleuchten und Lösungswege aufzuzeigen, die aus der Informalität führen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Deskription von Marginalsiedlungen und vergleicht diese anhand von Fallbeispielen der Städte Mexiko-Stadt und Mumbai.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Differenzierung von Marginalsiedlungen, das Turner-Modell sowie konkrete Lösungsansätze wie Site-and-Service- oder Upgrading-Projekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Informeller Wohnungsbau, Marginalsiedlungen, Metropolisierung, Selbsthilfe und städtische Segregation.

Was unterscheidet illegale von legalen randstädtischen Siedlungen?

Illegale Siedlungen entstehen meist durch Landbesetzung ohne Rechte, während bei legalen Siedlungen der Erwerb rechtmäßig ist und die Bebauung offiziell genehmigt wurde.

Warum ist das Turner-Modell relevant für die Arbeit?

Das Turner-Modell erklärt Wohnstandortentscheidungen durch die drei Bedürfnisse Lage (location), Sicherheit (security) und Wohnwert (amenity) und hilft, Wanderungsbewegungen zu verstehen.

Wie unterscheidet sich die Situation in Mumbai von Mexiko-Stadt?

In Mexiko-Stadt ist das Selbsthilfebauen etablierter, während in Mumbai die öffentliche Hand restriktiver agiert und die Wohnungsnot, etwa durch Obdachlosigkeit (pavement dwellers), noch extremer ausgeprägt ist.

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Details

Title
Städtewachstum durch informellen Wohnungsbau
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut)
Course
Bevölkerungsprobleme der Dritten Welt
Grade
1,7
Author
Jasmin Tarhouni (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V68912
ISBN (eBook)
9783638612043
Language
German
Tags
Städtewachstum Wohnungsbau Bevölkerungsprobleme Dritten Welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Tarhouni (Author), 2006, Städtewachstum durch informellen Wohnungsbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68912
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