Konservative Pfitzner-Kreise haben lange versucht, den Fokus im Zusammenhang mit diesem Komponisten auf Hans Pfitzners "Palestrina" zu beschränken. Dass Pfitzner mit seiner ersten Oper bereits bestrebt war, auch neue Wege der Moderne zu beschreiten, wird an einer vordem in der Pfitzner-Literatur vernachlässigten eigenen Fassung des Komponisten deutlich: Pfitzners Rundfunkbearbeitung seines "Armen Heinrich" besitzt eine deutlich veränderte Ästhetik.
Inhaltsverzeichnis
- Der arme Heinrich als Höroper
- 1. Der arme Heinrich als Höroper
- 1. Der arme Heinrich als Höroper
- 1. Der arme Heinrich als Höroper
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Abhandlung befasst sich mit der Rundfunkbearbeitung von Hans Pfitzners Oper "Der arme Heinrich". Dabei liegt der Fokus auf den Besonderheiten dieser medienspezifischen Adaption und ihrer Bedeutung im Kontext der Entwicklung des unsichtbaren Theaters.
- Die Entstehung des unsichtbaren Theaters im Rundfunk
- Pfitzners Einstellung zum Medium Rundfunk
- Die Rundfunkbearbeitung von "Der arme Heinrich" als Beispiel für medienspezifische Adaption
- Die Rolle des Melodrams in der Rundfunkbearbeitung
- Die Dramaturgie der Rundfunkbearbeitung im Vergleich zur Bühnenfassung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Entstehung des unsichtbaren Theaters im Rundfunk und zeichnet die Entwicklung von der frühen Schallplatte bis hin zur Tonbandaufnahme nach. Es werden die Vor- und Nachteile des Rundfunks im Vergleich zur Schallplatte sowie die Bedeutung der Unmittelbarkeit und Unwiederholbarkeit für die Entwicklung des unsichtbaren Theaters diskutiert.
Im zweiten Kapitel wird Hans Pfitzners Einstellung zum Medium Rundfunk beleuchtet. Es wird die Bedeutung seiner Rundfunkbearbeitung von "Der arme Heinrich" im Kontext seiner kompositorischen Praxis und seines Engagements für die "Werktreue" analysiert.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der konkreten Umsetzung der Rundfunkbearbeitung von "Der arme Heinrich". Es werden die spezifischen Änderungen, Kürzungen und Ergänzungen im Vergleich zur Bühnenfassung untersucht, sowie die Rolle des Melodrams und die Dramaturgie der Sendespiele analysiert.
Schlüsselwörter
Hans Pfitzner, Der arme Heinrich, Rundfunk, unsichtbares Theater, Höroper, Melodram, Dramaturgie, Werktreue, Sendespiele, Adaption, Medien
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter "unsichtbarem Theater" im Kontext von Hans Pfitzner?
Es bezieht sich auf die medienspezifische Adaption von Opern für den Rundfunk, bei der die visuelle Komponente fehlt und durch akustische Dramaturgie ersetzt wird.
Wie unterscheidet sich die Rundfunkfassung von "Der arme Heinrich" von der Bühnenfassung?
Die Rundfunkbearbeitung nutzt spezifische Kürzungen, Ergänzungen und das Melodram, um der geänderten Ästhetik des Hörfunks gerecht zu werden.
Welche Einstellung hatte Hans Pfitzner zum Rundfunk?
Obwohl er als konservativ galt, nutzte Pfitzner den Rundfunk für neue Wege der Moderne und legte dabei Wert auf "Werktreue" in der akustischen Umsetzung.
Welche Rolle spielt das Melodram in der Höroper?
Das Melodram dient als wichtiges Gestaltungsmittel in der Rundfunkbearbeitung, um Handlungen und Emotionen ohne visuelle Unterstützung zu vermitteln.
Warum wurde diese spezielle Fassung in der Pfitzner-Literatur lange vernachlässigt?
Konservative Kreise konzentrierten sich oft nur auf sein Werk "Palestrina", wodurch die innovativen Ansätze seiner Rundfunkadaptionen übersehen wurden.
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- Prof. Dr. Peter P. Pachl (Author), 2006, Unsichtbares Theater - Pfitzners Rundfunkbearbeitung seiner Oper 'Der arme Heinrich', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68924