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Section 404 des Sarbanes-Oxley Act und seine Umsetzung in deutschen Unternehmen

Title: Section 404 des Sarbanes-Oxley Act und seine Umsetzung in deutschen Unternehmen

Diploma Thesis , 2006 , 69 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl. Kauffrau (FH) Linda Hohmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Fragwürdige Bilanzierungspraktiken, schlechtes Management und mangelnde interne Kontrollsysteme (IKS) führten dazu, dass sich in der Vergangenheit Aufsehen erregende Bilanzskandale in den USA häuften. Enron und Worldcom sind die wohl bekanntesten. Jahrelang wurden große finanzielle Probleme der Unternehmen von Wirtschaftsprüfern vertuscht und offensichtliche Bilanzfälschungen übersehen.
In die Kritik gerieten dadurch vor allem, die bis dato geltende Selbstregulierung des US-Prüferberufs sowie die unzureichende Corporate Governance von USbörsennotierten Unternehmen. Die Konsequenz war der nachhaltige Vertrauensverlust der Anleger in den US-Kapitalmarkt.
Vor diesem Hintergrund wurde der Sarbanes-Oxley Act (SOA) vom amerikanischen Gesetzgeber verabschiedet. Er soll die zerstörte Glaubwürdigkeit von veröffentlichten Unternehmenszahlen wieder herstellen und langfristig sichern. Nach herrschender Meinung handelt es sich beim SOA um das wichtigste und weitest gehende wirtschaftsrechtliche Gesetzeswerk seit den Erlassen während der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren.
Die US-börsennotierten Unternehmen, darunter auch viele deutsche, sind durch die Verabschiedung des neuen Kapitalmarktgesetzes nun mit einer zunehmenden Flut komplexer neuer Vorschriften konfrontiert. Besonders die Regelung zur Einrichtung und Aufrechterhaltung eines wirksamen IKS stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Gleichermaßen sind die Wirtschaftsprüfer durch die vom SOA veranlasste Regulierung des Wirtschaftsprüferberufsstandes zur Erfüllung neuer und veränderter Anforderungen gezwungen.
Auch im europäischen Raum nahm die Zahl der Bilanzskandale deutlich zu, was auch hier dazu führte, dass neue und veränderte Regelungen zum Schutz der Anleger in Kraft getreten sind. Deutsche Unternehmen mit einer Zweitnotierung am US-Kapitalmarkt sind somit einer Doppelbelastung durch die zusätzliche Erfüllung veränderter und neuer Anforderungen auf nationaler Ebene ausgesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Der Sarbanes-Oxley Act

2.1 Entstehungsgeschichte

2.1.1 Bilanzskandale in den USA

2.1.2 Kritik an der Prüfungsgesellschaft Arthur Andersen

2.1.3 Bilanzskandale in Europa

2.2 Ziel des SOA

2.3 Aufbau und Inhalt

2.3.1 Aufsichtsbehörde für die Rechnungslegung

2.3.2 Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers

2.3.3 Verantwortlichkeiten der Unternehmen

2.3.4 Offenlegungspflichten für Finanzinformationen

2.3.5 Weitere Vorschriften

2.4 Geltungsbereich und Fristen

3 Das interne Kontrollsystem

3.1 Abgrenzung von Sec. 302 und 404 SOA

3.2 Grundlagen des IKS

3.3 Das COSO-Rahmenwerk

3.4 COBIT für IT-Kontrollen

4 Sec. 404 SOA in deutschen Unternehmen

4.1 Organisation und Ablauf von SOA 404-Projekten

4.1.1 Projektumfang und -organisation

4.1.1.1 Bestimmung wesentlicher Elemente

4.1.1.2 Projektplan

4.1.1.3 Auswahl von Software-Tools

4.1.2 Bewertung und Dokumentation der Kontrollen

4.1.2.1 Standard zur Dokumentation

4.1.2.2 Ablauf- und Prozessübersicht

4.1.2.3 Dokumentation der Kontrollen

4.1.3 Beurteilung der Effektivität des IKS

4.1.3.1 Kontrolltests

4.1.3.2 Kontrollschwächen

4.1.4 Managementberichterstattung

4.2 Die Rolle des Abschlussprüfers

4.2.1 Beurteilung des IKS

4.2.1.1 Prüfungsstandards des PCAOB

4.2.1.2 IDW Prüfungsstandard 260

4.2.2 Abschluss der IKS-Prüfung

4.3 Probleme bei der Implementierung von SOA-Anforderungen

4.4 Kosten und Nutzen der Sec. 404 SOA

4.5 Konsequenzen für US-Börsennotierungen

5 Gegenüberstellung von EU-Regelungen und dem SOA

6 Einfluss auf die deutsche Gesetzgebung

6.1 Umsetzungsstand der 8. EU-Richtlinie in Deutschland

6.2 Das 10-Punkte-Programm der Bundesregierung

6.2.1 Bisherige Entwicklungen der Corporate Governance

6.2.2 Reformen in Folge des SOA

7 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Konsequenzen des Sarbanes-Oxley Act (SOA) für deutsche Unternehmen mit einer US-Börsennotierung sowie für deren Abschlussprüfer darzustellen und zu analysieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung der Section 404 zur Einrichtung eines effektiven internen Kontrollsystems (IKS) liegt.

  • Regulatorischer Kontext und Entstehungsgeschichte des SOA
  • Aufbau und Kernvorschriften des SOA für Unternehmen und Abschlussprüfer
  • Anforderungen an ein internes Kontrollsystem (IKS) nach COSO
  • Implementierung und Dokumentation von SOA 404-Projekten in der Praxis
  • Vergleich der US-Regelungen mit EU-Richtlinien und deren Einfluss auf die deutsche Gesetzgebung

Auszug aus dem Buch

4.1.1.1 Bestimmung wesentlicher Elemente

Das oberste Entscheidungsgremium (Steering Committee), welches sich aus CFO, Projektleiter oder Vertretern des Vorstandes zusammensetzt hat festzulegen, welche Positionen der Rechnungslegung von Kontrollen erfasst werden müssen. Laut PCAOB sind Kontrollen für alle wesentlichen Positionen (Significant Accounts) des Jahresabschlusses notwendig. Ein Konto ist dann wesentlich, wenn es nicht außerordentlich unwahrscheinlich ist, dass dieses Konto Fehler enthält, die einzeln oder kumuliert eine bedeutende Wirkung auf den Jahresabschluss haben können. Beispielsweise dürfen Steuerpositionen im Unternehmen auf keinen Fall als unwesentlich gelten, denn durch permanente und schwierig vorhersehbare Schwankungen spielen sie eine wichtige Rolle für die Finanzberichterstattung und müssen daher mit ausreichenden Kontrollen abgedeckt werden.

Bereits mehrere US-amerikanische Konzerne, wie Eastman Kodak Co., MCI Inc. und Kroger Co. haben Aufgrund von Mängeln des IKS im Bereich Steuern bei der Umsetzung der Sec. 404 SOA versagt. Sie erhielten eine sog. „adverse opinion“, d.h. der Apr hat keine Bestätigung über das Bestehen ausreichender interner Kontrollen erteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch Bilanzskandale in den USA und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen, sowie Erläuterung des Zieles und Aufbaus der Arbeit.

2 Der Sarbanes-Oxley Act: Analyse der historischen Entstehung des Gesetzes, seiner Ziele, seines Aufbaus sowie des Geltungsbereichs für Emittenten.

3 Das interne Kontrollsystem: Erläuterung der Grundlagen eines internen Kontrollsystems unter Einbeziehung des COSO-Rahmenwerks und COBIT für IT-Kontrollen.

4 Sec. 404 SOA in deutschen Unternehmen: Detaillierte Untersuchung der Organisation, Dokumentation, Prüfung und Implementierungsproblematik der Section 404 in der deutschen Unternehmenspraxis.

5 Gegenüberstellung von EU-Regelungen und dem SOA: Vergleich der europäischen Abschlussprüferrichtlinie mit dem SOA hinsichtlich der Anforderungen an Abschlussprüfer und Berufsaufsicht.

6 Einfluss auf die deutsche Gesetzgebung: Analyse der Reaktion des deutschen Gesetzgebers auf den SOA durch Gesetzesreformen und das 10-Punkte-Programm.

7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung für börsennotierte Unternehmen.

Schlüsselwörter

Sarbanes-Oxley Act, SOA, Section 404, internes Kontrollsystem, IKS, Corporate Governance, Abschlussprüfer, Finanzberichterstattung, PCAOB, US-Börsennotierung, COSO, Risikomanagement, Compliance, Bilanzskandale, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des US-amerikanischen Sarbanes-Oxley Act auf deutsche Unternehmen mit einer Notierung an einer US-Börse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Anforderungen an interne Kontrollsysteme, die Rolle der Abschlussprüfer, die Dokumentationspflichten sowie der regulatorische Vergleich zwischen US-Recht und EU-Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Konsequenzen des SOA für deutsche Unternehmen darzustellen, insbesondere die organisatorischen und finanziellen Herausforderungen bei der Implementierung von Sec. 404.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse regulatorischer Rahmenwerke, offizieller Standards (PCAOB, IDW) sowie auf empirische Studien zur Umsetzung von SOA-Anforderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung von SOA-Projekten, der Dokumentation von Kontrollen, der Rolle des Abschlussprüfers bei der Effektivitätsprüfung sowie den Kosten-Nutzen-Aspekten für deutsche Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind SOA, Section 404, internes Kontrollsystem (IKS), Corporate Governance und Abschlussprüfer.

Wie unterscheidet sich Sec. 302 von Sec. 404 SOA?

Sec. 302 betrifft die allgemeine Offenlegung und Verfahrenskontrolle durch das Management, während sich Sec. 404 spezifisch auf die Wirksamkeit interner Kontrollen in Bezug auf die externe Finanzberichterstattung konzentriert.

Welche Bedeutung hat das COSO-Rahmenwerk in diesem Kontext?

COSO dient als international anerkannter Standard und Rahmenkonzept, an dem sich deutsche Unternehmen bei der Gestaltung und Dokumentation ihres internen Kontrollsystems orientieren, um den Anforderungen des SOA gerecht zu werden.

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Details

Title
Section 404 des Sarbanes-Oxley Act und seine Umsetzung in deutschen Unternehmen
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,5
Author
Dipl. Kauffrau (FH) Linda Hohmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
69
Catalog Number
V69005
ISBN (eBook)
9783638595216
Language
German
Tags
Section Sarbanes-Oxley Umsetzung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kauffrau (FH) Linda Hohmann (Author), 2006, Section 404 des Sarbanes-Oxley Act und seine Umsetzung in deutschen Unternehmen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69005
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