Dies ist ein Unterrichtsentwurf zum Thema Ulrich Bach- Mitleid und Heil für Behinderte für eine Stunde der Sequenz „Mitleid“
Inhaltsverzeichnis
Übersicht über die Unterrichtseinheit
Stundenplanung der zweiten Stunde der vierten Doppelstunde:
ERWARTUNGSKATALOG - Wundergeschichten- Hausaufgaben
1 Aufbau der Unterrichtsreihe: Mitleid
2 Bedingungsanalyse
2.1 Allgemeine Vorraussetzungen
2.2 Spezielle Vorraussetzungen
3 Sachanalyse
4 Didaktische Analyse
5 Lernzielbestimmung
5.1 Grobziele
5.2 Feinziele
6 Begründung der methodische Entscheidungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Semesterarbeit plant eine Unterrichtseinheit für den Grundkurs evangelische Religion zum Thema „Mitleid“, mit besonderem Fokus auf die ethische Haltung gegenüber behinderten Menschen. Ziel ist es, durch die Auseinandersetzung mit theologischen Ansätzen von Ulrich Bach sowie biblischen Texten, eine kritische Reflexion bei den Schülern über Apartheitsdenken und Ausgrenzung anzuregen und soziale Verantwortung zu fördern.
- Theologische und ethische Perspektiven von Ulrich Bach auf Behinderung
- Kritische Analyse von gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen und Sozialrassismus
- Biblische Fundierung von Mitleid und dem Umgang mit Schwäche
- Methodische Gestaltung einer Unterrichtseinheit in der Sekundarstufe II
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Diese Unterrichtsstunde beschäftigt sich mit den ethische Betrachtungen des Mitleids und Heils auf der Grundlage von Ulrich Bach.
Eine Analyse der Geschichte lässt erkennen, dass das Überleben Behinderter schon immer entscheidend davon abhing, wie die Gesellschaft sie wahrnahm und das es von je her Formen der Abgrenzung gab, die oft zur Ausgrenzung führten. Bereits in der Antike war das gesellschaftliche Schönheitsideal der Griechen und Römer maßgebend in der Kunst und Literatur. Nur perfekte Menschen waren der Abbildung würdig. Selbst berühmte Philosophen wie Plato forderten die Aussetzung verkrüppelter und behinderter Kinder. Die Aufklärung führte diese Ansichte weiter fort und so schrieb Jean-Jacques Rousseau in seinem Buch „Emil oder Über die Erziehung“ (1762):
„Ich würde mich nicht mit einem kränklichen und siechen Kind belasten, und wenn es achtzig Jahre alt würde. Ich mag keinen Zögling, der sich selbst und anderen unnütz ist, der allein damit beschäftigt ist, sich am Leben zu erhalten, und dessen Leib der Erziehung der Seele schadet. Verschwende ich meine Fürsorge an ihn, so verdopple ich den Verlust, indem ich der Gesellschaft zwei statt nur einen Menschen entziehe. Mag ein anderer sich dieses Krüppels annehmen ... Ich kann nicht jemanden leben lehren, der nur daran denkt, wie er dem Tode entgeht.“
Zusammenfassung der Kapitel
Aufbau der Unterrichtsreihe: Mitleid: Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtsreihe, gegliedert in sechs Doppelstunden mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.
Bedingungsanalyse: Beschreibung der Lerngruppe, des Unterrichtsklimas sowie der räumlichen und situativen Voraussetzungen für die Durchführung der Unterrichtseinheit.
Sachanalyse: Historische und ethische Untersuchung des Umgangs mit behinderten Menschen von der Antike bis zur Gegenwart, ergänzt durch die Theologie von Ulrich Bach.
Didaktische Analyse: Begründung der didaktischen Schwerpunkte und der Auswahl der Unterrichtsformen zur Förderung der Kompetenzen der Schüler.
Lernzielbestimmung: Definition der angestrebten kognitiven, instrumentellen und affektiven Lernziele für die Unterrichtseinheit.
Begründung der methodische Entscheidungen: Erläuterung der gewählten methodischen Schritte und Sozialformen im Unterrichtsverlauf.
Schlüsselwörter
Mitleid, Ulrich Bach, Behinderung, Ethik, Religion, Inklusion, Apartheitsdenken, Sozialrassismus, Diakonie, Bibel, Menschenwürde, Heil, Exklusion, Unterrichtsplanung, Sekundarstufe II
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Unterrichtsvorbereitung im Fach evangelische Religion zum Thema „Mitleid“, mit Fokus auf das ethische Verhalten gegenüber behinderten Menschen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Theologie von Ulrich Bach, das Infragestellen von gesellschaftlichem Sozialrassismus, biblische Deutungen von Schwäche und die Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, bei Schülern der Oberstufe ein Bewusstsein für die Gleichwertigkeit aller Menschen zu schaffen und durch die Auseinandersetzung mit der Person Ulrich Bach Vorurteile gegenüber Behinderten abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert didaktische Unterrichtsplanung mit einer sachanalytischen Aufarbeitung von ethischen und theologischen Positionen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Bedingungsanalyse der Lerngruppe, die theoretische Sachanalyse, die didaktische Begründung des Unterrichtsentwurfs sowie eine detaillierte Verlaufsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Mitleid, Ulrich Bach, Behinderung, Inklusion, Ethik, Diakonie und Menschenwürde.
Warum spielt die Person Ulrich Bach eine zentrale Rolle?
Ulrich Bach wird als Theologe angeführt, der behindertenfeindliche Einstellungen in Kirche und Gesellschaft dekonstruiert und die Würde des behinderten Menschen als Ebenbild Gottes betont.
Wie soll die Klasse für das sensible Thema geöffnet werden?
Der Einstieg erfolgt visuell und akustisch, unter anderem durch einen Bezug zu Victor Hugos "Der Glöckner von Notre Dame", um Interesse zu wecken und das Thema Ausgrenzung einzuführen.
Welche Bedeutung hat das "Cafe Lichtblick" in der Planung?
Der geplante Besuch einer Behindertenwerkstatt dient als Transferleistung, um theoretisch erarbeitete Kenntnisse in einer realen Begegnung zu erproben und anzuwenden.
- Quote paper
- Anja Frank (Author), 2005, Ulrich Bach - Mitleid und Heil für Behinderte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69051