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Grundlagen der Messtheorie

Title: Grundlagen der Messtheorie

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Kristina Tischer (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Messen in der empirischen Sozialforschung
Empirische Sozialforschung dient der Beschreibung sozialer Sachverhalte und der Überprüfung sozialwissenschaftlicher Theorien zur Erklärung sozialer Sachverhalte. Beide Aufgaben können nur mit Hilfe von „Messungen“ erfüllt werden, d.h. durch die Zuordnung von Zahlen zu Objekten.
Indem wir Personen beurteilen, messen wir in grober Form den Ausprägungsgrad bestimmter Eigenschaften, z.B. von Faulheit (bzw. Fleiß), von Angst (bzw. Mut) oder Intelligenz. Messung ist ein alltägliches menschliches Phänomen: Wir mustern, beobachten und beäugen uns gegenseitig, vielleicht wir unsere Neugier befriedigen wollen oder weil wir Vergleichsmaßstäbe für die Beurteilung des eigenen Verhaltens benötigen. Häufig erweisen sich unsere Beurteilungen als falsch. Wir merken das, wenn sich eine Person völlig anders als erwartet verhält oder wenn andere Personen unsere Beurteilungen in Zweifel ziehen. Dennoch neigen wir im Alltag zu vorschnellen Kategorisierungen.
Über die grundlegenden Probleme der Messung informiert zu sein, ist nicht nur für den angehenden Forscher bedeutsam. Gemessen und beiurteilt wird spätestens seit der Geburt, denn da wird schon in einer nicht gerade hochzuverlässigen Weise der Gesundheitszustand des Neugeborenen beurteilt.
Messungen werden für die Überprüfung von Theorien verwendet. Messergebnisse sind Kriterien, anhand derer über Beibehaltung oder Verwerfung von Theorien entschieden wird. Unter sonst gleichen Bedingungen sind Entscheidungen umso besser, je präziser die Informationen sind, auf denen sie beruhen. Der Wunsch, möglichst genau Informationen zu erhalten, führt zur Forderung nach möglichst präzisen „Messungen“
Zuerst möchte ich in meiner Arbeit auf Messung eingehen, dann auf Gütekriterien der Messung, auf Skalen. Danach möchte ich zu Items und Itemanalyse kommen. Zum Schluss versuche ich Einstellungsmessung zu erklären.

Excerpt


I. Einleitung :

Messen in der empirischen Sozialforschung

II. Messtheorie

2.1.Begriffsklärüng von Messen und Messung

2.2. Gütekriterien der Messung

2.3. Skalen und Skalentypen

2.4. Die Auswahl von Messverfahren

III. Items und Itemanalyse

3.1 Items

3.2.Itemformulierungen

3.3..Itemanalyse

3.4..Itemschwierigkeit

IV. Einstellungsmessung

4.1.Definition von Einstellung

4.2. Messung von Ist-Einstellungen

4.2.1 Einstellungsmessung auf psychobiologischer Ebene

4.3. Messung durch Befragung und Interviews

4.4.Methode der gleicherscheinenden Intervalle:

4.5.Methode der summierten Bewertung:

4.6.Methode der kumulativen Skalierung:

4.7.Semantisches Differential (Polaritätsprofil):

4.8.Einstellungsmodell von Fishbein:

4.9.Erweitertes Modell von Fishbein und Ajzen:

4.10.Freie Assoziationen:

4.11.Assoziationsgeflecht:

V. Zusammenfassende Gedanke

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den methodischen Grundlagen der empirischen Sozialforschung, insbesondere mit der Messtheorie sowie der Konstruktion und Analyse von Fragebögen zur Einstellungsmessung. Ziel ist es, die systematischen Anforderungen an eine präzise Messung darzulegen und verschiedene wissenschaftliche Verfahren zur Erhebung von Einstellungen theoretisch zu fundieren und abzugrenzen.

  • Grundlagen der Messtheorie und Definition des Messbegriffs
  • Wissenschaftliche Gütekriterien der Messung
  • Methodik der Itemanalyse und Itemkonstruktion
  • Klassifizierung und Anwendung verschiedener Einstellungsskalen
  • Differenzierung zwischen reaktiven und nicht-reaktiven Messverfahren

Auszug aus dem Buch

4.4.Methode der gleicherscheinenden Intervalle:

Die Methode der gleicherscheinenden Intervalle zur Einstellungsmessung ist von Thurstone in der 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt worden. Thurstone beabsichtigte die Einstellung zur Kirche, zur Geburtenkontrolle etc. zu erfassen. Dabei wählte er folgende Vorgehensweise.

Vorgehensweise: Als erstes wurden 130 kirchenfreundliche und kirchenfeindliche Aussagen gesammelt. Anschließend wurden diese einer Jury von Experten vorgelegt, die die Skalenwerte der einzelnen Items bestimmen sollten. Diese Items wurden dann zusammen mit 11 alphabetisch von A bis K geordneten Zetteln den Vpn übergeben. Den Zettel mit dem Buchstaben A sollten die Beurteiler, also die Vpn, zu demjenigen Item legen, der ihrer Meinung nach die größte Wertschätzung für die Kirche ausdrückte. Den Zettel mit dem Buchstaben K sollten sie der Aussage zuordnen, die den höchsten Grad an Ablehnung ausdrückte, und der Buchstabe F war für eine neutrale Aussage reserviert. Die übrigen Zettel sollten sie nach Grad der Ablehnung oder Wertschätzung den restlichen Aussagen zuordnen (nach Thomas, 1991).

Um jedem Item seine Position auf der 11 Punkte Dimension zu geben, wurde der Medianwert bestimmt, den das Item aufgrund der Beurteilung durch die Experten erhalten hat; dieser Medianwert stellt den Skalenwert der Aussage dar (Thomas, 1991).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung : Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Messungen als Grundlage der empirischen Sozialforschung zur Überprüfung theoretischer Annahmen.

II. Messtheorie: Das Kapitel behandelt die Definition von Messvorgängen, stellt die klassische Testtheorie vor und definiert zentrale Gütekriterien wie Validität, Reliabilität und Objektivität.

III. Items und Itemanalyse: Hier werden die Grundlagen der Itemformulierung sowie die Bedeutung der Itemanalyse als zentrales Instrument der Testkonstruktion erläutert.

IV. Einstellungsmessung: Dieses umfangreiche Kapitel vergleicht zahlreiche Messverfahren, darunter psychobiologische Ansätze sowie verschiedene Skalierungstechniken wie die Methoden von Thurstone, Likert und Guttman.

V. Zusammenfassende Gedanke: Der abschließende Teil reflektiert die Vielfalt der Messtechniken und betont die Abhängigkeit der Verfahrenswahl vom Untersuchungsziel und dem erforderlichen Aufwand.

Schlüsselwörter

Messtheorie, Gütekriterien, Validität, Reliabilität, Objektivität, Itemanalyse, Einstellungsmessung, Likert-Skala, Guttman-Skala, Thurstone, Semantisches Differential, Skalenniveaus, Sozialforschung, Messverfahren, Testkonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die wissenschaftlichen Standards und Methoden zur Erhebung von Daten in der empirischen Sozialforschung, mit einem Fokus auf Einstellungsmessungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Messtheorie, Gütekriterien, Testkonstruktion sowie verschiedene Skalierungstechniken zur Erfassung von Einstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Prozess von der theoretischen Messbestimmung bis hin zur praktischen Anwendung und Analyse von Messinstrumenten in der Sozialforschung zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der klassischen sozialwissenschaftlichen Methodenlehre, wobei Konzepte wie die klassische Testtheorie und verschiedene Skalierungsmodelle diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: die theoretischen Grundlagen des Messens, die technischen Anforderungen an Items und die spezifischen Techniken zur Einstellungsmessung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Messtheorie, Validität, Reliabilität, Itemanalyse und Einstellungsmessung charakterisiert.

Was unterscheidet reaktive von nicht-reaktiven Messverfahren?

Bei reaktiven Verfahren sind die Probanden aktiv am Messprozess beteiligt, was zu Verzerrungen durch soziale Erwünschtheit führen kann, während bei nicht-reaktiven Verfahren die Messung oft ohne Wissen der Teilnehmer erfolgt.

Was ist der Zweck des "Semantischen Differentials"?

Das Semantische Differential dient dazu, die Bedeutung von Begriffen anhand von Adjektivpaaren in einem semantischen Raum abzubilden, um beispielsweise Stereotype oder Produktimages zu messen.

Wie funktioniert das "Assoziationsgeflecht"?

Das Assoziationsgeflecht erfasst spontane Gedanken und Gefühle zu einem Begriff, wobei die Zusammenhänge und die Wertigkeit der Assoziationen visuell durch Linien und Kategorisierungen analysiert werden.

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Details

Title
Grundlagen der Messtheorie
College
University of Augsburg  (Phil. - Soz. Fakultät Professur für Elementarpädagogik )
Course
Fragebogenkonstruktion und Auswertungsmethoden
Grade
2,5
Author
Kristina Tischer (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V69070
ISBN (eBook)
9783638612531
Language
German
Tags
Grundlagen Messtheorie Fragebogenkonstruktion Auswertungsmethoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Tischer (Author), 2006, Grundlagen der Messtheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69070
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