Die zweite Fahrt des Sokrates in Platons Dialog Phaidon 95a-102a


Seminararbeit, 2006
20 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung: Sokrates auf der Flucht - seine ‚zweite Fahrt’ zu den ‚Logoi’ und seine Untersuchungsmethode der Hypothesis

2 Platons Dialog Phaidon - Aufbau, Datierung und literarische Eigenart

3 Sokrates´ philosophische Autobiographie im Rahmen des Phaidon

4 Zentrale griechische Begriffe im Text und ihre deutsche Bedeutung

5 Der Text Phaidon 95a-102a dargestellt und kritisch kommentiert
5.1 Zum Einwand des Kebes gegen die Unsterblichkeit der Seele (95a4-e7)
5.2 Sokrates´ philosophische Autobiographie (95e8-99d3) - seine ‚erste Fahrt’ zur Naturforschung
5.3 Sokrates´ Verfahren der Hypothesis (99d4-102a10) - seine ‚zweite Fahrt’ zur metaphysischen Ebene

6 Offene Fragen zur ‚zweiten Fahrt’ im Phaidon
6.1 Sokrates - ein Pythagoräer?
6.2 Platons Ideenlehre in Sokrates Mund?
6.3 Die hypothetische Methode (Deduktion) als Sokrates´ Vermächtnis?
6.4 Zweite Fahrt und Wiedererinnerung - die Begründung der abendländischen Metaphysik?

7 Zusammenfassung: Platons letzter Grund als Fernziel der ‚zweiten Fahrt’

Literatur

1 Einleitung: Sokrates auf der Flucht - seine ‚zweite Fahrt’ zu den ‚Logoi’ und seine Untersuchungsmethode der Hypothesis

In vier Schriften verarbeitet Platon die Verurteilung und Hinrichtung seines verehrten Lehrmeisters Sokrates, die ihm wohl zu einem Schlüsselerlebnis[1] eigenen Philo­sophierens wurde: Im Euthyphron diskutiert Sokrates noch vor dem Gerichtsgebäude das Wesen der Frömmigkeit, in der Apologie verteidigt er sich gegen den Vorwurf der Gottlosigkeit und Jugendverführung, im Kriton lehnt er eine angebotene Fluchtmöglichkeit begründend ab und im Phaidon spricht er von einer Flucht, die er in seinen Jugendjahren angetreten habe.

Diese Flucht zu den ‚Logoi’ skizziert er in einer Art autobiographischen Rückschau als notwendige Reaktion auf die Unfähigkeit der zeitgenössischen Naturwissenschaft, ihm seine Fragen nach dem Funktionieren der Weltabläufe und dem Grund der Welt vernünftig zu erklären. Sokrates fasst diese Flucht in das Bild einer ‚zweiten Fahrt’ und schließt dies zusammen mit der Forderung, bei der Suche nach dem wahren Grund und der Ursache der Dinge ausschließlich das Verfahren der Hypothesis anzuwenden.

Warum spricht Sokrates wenige Stunden vor seinem Tod von seiner Flucht zu den ‚Logoi’ und insistiert auf der Hypothesis? Was genau ist damit gemeint? Wohin führt diese Fahrt? Die Antwort auf diese Fragen erfolgt in sieben Schritten:

Nach dieser Einleitung (1) soll der kritischen Lektüre von Phaidon 95a - 102a zunächst eine literaturwissenschaftliche Analyse vorausgehen. Den Fragen zu Struktur und Sprache des Phaidon (2) schließt sich eine differenzierte Darstellung des Textes sowie der offenen oder versteckten Intentionen des Autors Platon an. Die Platzierung von Sokrates´ philosophischer Autobiographie im Gesamtrahmen des Dialoges (3) zeigt ihre zentrale Stelle, ja Schlüsselposition im Phaidon. Der begrifflichen Klärung dient die Auflistung wichtiger griechischer Wörter im behandelten Text (4) und ihrer deutschen Übersetzungen, die ja stets auch schon Deutungsmöglichkeiten einschließen. Im fünften Schritt (5) wird der Text Phaidon 95a - 102a summarisch dargestellt und abschnittsweise kommentiert, wo nötig mit Zitat[2] der Textstellen. In der Diskussion mit Kebes (5.1) stellt Sokrates sein Interesse für und seine Enttäuschung über die Naturforschung dar (5.2), um danach sein eigenes philo­sophisches Konzept kontrastierend dagegenzuhalten (5.3). Dies ist der Ort von Sokrates ‚zweiter Fahrt’. Dabei zeigen sich offen bleibende Fragen (6) formaler oder inhaltlicher Art, deren Thematik mittels vier Stichworten kurz ge­kennzeichnet sei: Abgrenzung zum Pythagoräismus (6.1), Platons Ideenlehre (6.2), Deduktion und Hypothesis als Formen der Wahrheitsfindung (6.3) und die Begründung der abendländischen Metaphysik (6.4).

Auf eine Überprüfung der logischen Stringenz[3] der behandelten Textstelle (Phaidon 95a -102a) oder der Plausibilität des deren Argumentation aufgreifenden Unsterblichkeits­beweises[4] soll hier verzichtet werden. Wichtiger erscheint es, in der Zusammenfassung (7) die bleibende Notwendigkeit des Überstiegs von der Natur- zur Geisteswissenschaft, sowie das implizite Fernziel von Sokrates´ ‚zweiter Fahrt’ aufzuweisen, als welches wohl Platons Vorstellung eines letzten Grundes identifiziert werden kann. Das Litera­turverzeichnis listet Primärtexte, Sekundärliteratur und elektronische Ressourcen.

2 Platons Dialog Phaidon - Aufbau, Datierung und literarische Eigenart

Platon erzählt vom letzten Lebenstag und dem Tod des Sokrates in Form[5] eines umrahmten Dialoges. Ein jeweils in Gespräch und Handlung unterteilter Rahmen umfasst in einer Art Sandwich-Technik den dialogisch gestalteten Hauptteil, welcher wiederum dreifach gegliedert ist in ein Vor-, zweiteiliges Haupt- und Nachgespräch und den größten Teil des Phaidon einnimmt:

Rahmengespräch (57a-59c): Echekrates und Phaidon sprechen über die Umstände vor Sokrates´ Tod

Rahmenhandlung (59c-60b): Besuch der Verwandten und Freunde bei Sokrates im Gefängnis

Dialog, Vorgespräch (60b-62c): Philosophie und Sinnlichkeit / Geistigkeit / Tod

Dialog, Hauptgespräch, Teil 1 (62c-84b): Ist die Seele unsterblich?

Dialog, Hauptgespräch, Teil 2 (84b-115a): Was ist die Seele selbst?

Dialog, Nachgespräch (115b-116a): Auftrag an die Freunde: die rechte Sorge um die eigene Seele im Leben

Rahmenhandlung (116a-118a): Der Tod des Sokrates

Rahmengespräch (118a): Die Wirklichkeit des Sokrates im Leben und über den Tod hinaus

Der knapp gehaltene Rahmen enthält die anschaulichen, historisch wirkenden Teile und ist leicht verständlich, der umfangreiche Hauptteil macht durch seine vielschichtige und oft erklärungsbedürftige Gedankenführung den Phaidon zu einer eher schweren Lektüre. Das Rahmengespräch ermöglicht es, neben den Argumenten auch ein Stimmungsbild zu bieten.

Der fiktive Ort des Dialoges ist nicht Athen, sondern Phlius (südwestlich von Korinth), die Heimat des Echekrates. Dieser ist „einer der letzten Vertreter der ‚mathematischen’ Richtung des Pythagoreismus … Auf seinen Wunsch hin berichtet Phaidon … über Sokrates´ Sterben.“[6] Platon wählte als Titelfigur mit Phaidon einen jungen Mann (geb. 418/16 v. Chr.) aus Elis (westliche Peloponnes). Dieser soll nach der Eroberung seiner Heimatstadt „in Gefangenschaft geraten, als Sklave nach Athen verkauft und dort gezwungen worden sein, in einem Bordell Dienst zu tun. Nachdem er mit Sokrates bekannt geworden war, soll dieser einen seiner Schüler veranlaßt haben, ihn freizukaufen, und von da an soll sich Ph. der Philos. gewidmet haben.“[7] Die Hauptgesprächspartner des Sokrates im Dialog sind Kebes und sein Gefährte Simmias aus Theben. Beide trafen dort (61de) mit dem Pythagoreer Philolaos zusammen, sind jedoch selbst keine Pythagoreer, wohl aber Freunde des Sokrates. Der Dialog spielt ‚geraume Zeit’ (57a) nach den Ereignissen um Sokrates´ Tod und dürfte wohl erst „bald nach 390 entstanden sein,“[8] also mit einer zeitlichen Distanz von etwa zehn Jahren.

Platon verfasste also kein Protokoll von Sokrates´ Sterbestunde. „Beim ersten Lesen wirkt der Dialog wie eine wahrheitsnahe Dokumentation des philosophischen Vermächtnisses des Sokrates, dem dieser bis in den Tod treu geblieben ist. … Doch trotz der detaillierten Darstellung der Ereignisse im Gefängnis und dem engen Bezug zum Prozeß und zur Ver­urteilung des Sokrates besteht Anlaß zu bezweifeln, dass der Phaidon ein historisches Dokument sein will.“[9] Der entfernte Ort, die späte Zeit und der Umstand, dass Platon selbst nicht in der Todesstunde anwesend war (59b: „Platon aber, glaube ich, war krank“) weisen in eine andere Richtung: Sokrates soll ein literarisches Denkmal gesetzt werden als großer Philosoph, der über die Unsterblichkeit der Seele spricht und bewundernswert gefasst in den Tod geht, als ungerecht verurteilter Gerechter und als Märtyrer seiner philosophischen Überzeugungen.

3 Sokrates´ philosophische Autobiographie im Rahmen des Phaidon

Welchen Ort weist nun Platon Sokrates´ philosophischer Autobiographie im Rahmen des Phaidon zu? Sein Sokrates betreibt auch angesichts des unausweichlichen Todes keinerlei Lebensrückschau etwa der Art, eine Summe seines Lebens zu ziehen oder Begebenheiten aneinanderzureihen, die ihn im Gedächtnis der Nachwelt verankern sollen. Vielmehr philosophiert er mit seinen Freunden und Schülern über die Unsterb­lichkeit der Seele, durchaus grundsätzlich, so dass dabei der aktuelle Hintergrund der Debatte, sein naher Tod, fast aus dem Blick gerät. „Daß der historische Sokrates tatsächlich mit seinen Freunden im Gefängnis seine Einstellung zum Tod und die Frage eines Weiterlebens der Seele erörtert hat, ist sehr wahrscheinlich. Denn was liegt näher, als daß seine Freunde mehr über die Gründe für seine bemerkenswerte Gelassenheit erfahren wollten?“[10] In dieses Gespräch über die Unsterblichkeit und das Wesen der Seele flicht Platon die philosophische Autobiographie des Sokrates ein: Die von Sokrates in seiner Jugend gewonnene Einsicht, auf der Suche nach den Ursachen über die Naturforschung hinausgehen zu müssen und nach dem Wesen der Dinge zu fragen, ist zugleich die Vorbereitung und ein Teil des umfassenderen Argumentes, dass das Wesen der Seele mit der Idee des Lebens untrennbar verbunden ist und die Seele deshalb den Tod nicht annehmen kann (105b – 107b).

Der Bericht von der „zweiten Fahrt“ soll also den Einwurf des Kebes entkräften, die Seele könnte sich bei mehrfacher Reinkarnation erschöpfen und „den letzten Körper, in dem sie inkarniert ist, nicht überleben, wie ein Weber das letzte seiner Gewänder nicht überlebt. Um diesem Einwand zu begegnen … hält Platon eine gänzliche Neuaufnahme des Un­sterblichkeitsbeweises sowie eine strenge Behandlung seiner metaphysischen Grund­lagen für notwendig. Insbesondere erfordert eine systematische Antwort auf den Einwurf nach Ansicht Platons die Diskussion nach der allgemeinen Frage nach der wahren Ursache der Dinge mit der Widerlegung der Naturphilosophie und der Aneignung der Dimension des überphysischen Seins. An dieser Stelle hat der Schlüssel-Passus des Dialogs mit der systematischen Eröffnung der ‚zweitbesten Seefahrt’ seinen Ort, die Platon zur Entdeckung der übersinnlichen Welt geführt hat (95E-102A).“[11]

4 Zentrale griechische Begriffe im Text und ihre deutsche Bedeutung

Die Vielfalt von Übersetzungsmöglichkeiten eröffnet die Vielfalt von Deutungen; daher sind hier als Lese- und Verständnishilfe die zentralen Begriffe zweisprachig gelistet.

97c: αιτίa / aitia: Grund, Ursache; das, was in der Antwort auf eine Warum-Frage erscheint

97d: άριστον καὶ βέλτιστον / ariston kai beltiston: das Zweckmäßigste (Trefflichste) und Beste

98a: υπὸ νου̃ κεκοσμη̃σθαι / hypo nū kekosmēsthai: von der Vernunft geordnet;

νου̃ς / nūs: Vernunft; Geist (Verb: νοει̃ν / noein: denken )

99c: αγαθὸν καὶ δέον / agathon kai deon: das Gute und Erforderliche / Angebrachte / Notwendige

99d: δεύτερος πλου̃ς / deuteros plūs: „zweite Fahrt“; zweitbeste Seefahrt; sicheres Verfahren

99e: ψυχὴ / psychē: Lebensodem, Kraft; Person; Seele; Gemüt, Herz; Verlangen

99e: εις τοὺς λόγους καταφυγόντα / eis tūs lógūs kataphygónta: zu den „Logoi“ Zuflucht nehmend;

λόγος / lógos: Wort; Rede; Sinn; Satz; Argument; Teil von Schlüssen; Theorie; Idee; Rechenschaft

100a: υποθέmenoς λόγον / hypothémenos lógon: zugrunde legend ein „Logos“

101c: metascὸn th̃V idίaV ousίaV / metaschon tēs idias ūsias: teilhabend am eigenen Wesen;

( mέθexiV / methexis: Teilnahme, Teilhabe; Partizipation )

101d: υπόθεsiς / hypothesis: Unterlage, Grundlage; Grundgedanke; Thema; Voraussetzung

101e: antilogikòi / antilogikoi: Gegen-Sprecher, Streitredner; sophistische Disputierkünstler

101e: th̃V arch̃V dialegόmenoV / tēs archēs dialegómenos vom Urgrund / Prinzip sprechend

5 Der Text Phaidon 95a-102a dargestellt und kritisch kommentiert

Die Übersetzungsvielfalt und die begriffliche Unschärfe wie etwa bei ψυχὴ und λόγος nötigen zu einer kurzen hermeneutischen Reflexion über die Auslegung eines Phaidon -Textes. „Die Erzählung vom letzten Tag des Sokrates und von seinem Tod ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, sondern läßt den Leser auch an philosophischen Diskus­sionen von hohem Niveau teilnehmen.“[12] Jede Übersetzung eines platonischen Dialoges steht in der Spannung, Texttreue und Lesbarkeit zu vereinbaren. „Im Fall des Phaidon wird die Aufgabe des Übersetzers noch dadurch erschwert, daß dieser Dialog sehr unterschiedliche Stilebenen enthält. Neben die urbane Unterhaltung tritt die dialektische Untersuchung, neben der Darstellung wissenschaftlicher Theorien findet sich die Erzählung eines Mythos, hinzu kommen Partien, in denen Sokrates sich der Mittel der zeitgenössischen Redekunst bedient, oder Stellen, in denen er die Sprache religiöser Erweckung und Erlösung spricht.“[13] Die Übersetzungen und Kommentare zum Phaidon spiegeln zudem die ganze Bandbreite der Sokrates- bzw. Platon-Interpretationen: die existentialistische, religiös - christliche, metaphysisch - rationalistische und analytische Deutung[14] sowie die Interpretation mit Hilfe der ‚ungeschriebenen Lehre’[15].

Die folgende Darstellung versucht in der Textauswahl die Leitlinien platonischen Denkens zu berücksichtigen und Sokrates´ unbedingtes λόγος-Vertrauen herauszustellen. „Sokrates, das wird im ‚Phaidon’ deutlich, vertraut auf den Logos. Er vertraut nicht auf alte Göttersagen, ihm steht keine Offenbarung zur Verfügung, wenn man so technisch sprechen darf, er hat nichts anderes – aber dies hat er – als die Kraft der Rede, der vernünftigen Rede“[16].

5.1 Zum Einwand des Kebes gegen die Unsterblichkeit der Seele (95a4-e7)

Dieses λόγος-Vertrauen beseelt Sokrates, wenn er (in 89b-91c) seine Schüler, die durch Einwände des Simmias (85b-86e) und Kebes (86e-88b) irritiert wurden, vor Verzagtheit und der daraus entstehenden ‚Redefeindschaft’ (Misologie) warnt. Nach Widerlegung von Simmias Einwand (91c-95b) referiert Sokrates in 95a-e nochmals die kritische Anfrage des Kebes, dass die Seele zwar viele Körper überdauern könne, dabei aber ungewiss bleibe, ob sie sich verschleiße. Kebes hält „eine im Vergleich zum Körper größere Dauerhaftigkeit der Seele nicht schon für eine Garantie ihrer Unsterblichkeit“[17]. Auf die damit angezielte Frage nach der Unzerstörbarkeit der Seele geht Sokrates allerdings nirgends ein. Vielmehr erweitert er den ursprünglichen Einwand des Kebes mit dessen Erlaubnis um die These, das Eingehen in den Körper eines Menschen „könne schon der Anfang ihres Untergangs gewesen sein, gleichsam als eine Krankheit“ (95d).

Nachdem Sokrates die Kritik des Kebes zusammengefasst bzw. erweitert hat, tritt für lange Zeit ein Schweigen ein. Damit schafft Platon eine Zäsur, die den folgenden Darlegungen ein besonderes Gewicht verleiht; zugleich ändert er an dieser Stelle den Sprachstil: weg vom Dialog hin zu einem längeren Monolog des Sokrates, in dem er dessen intellektuelle Autobiographie mitteilt, quasi sein ‚philosophisches Coming-out’ schildert.

[...]


[1] So etwa Böhmer, Otto: Neue Sternstunden Philosophie. Schlüsselerlebnisse großer Denker von Platon bis Adorno, München 1995 (Beck´sche Reihe BsR 1130, C. H. Beck, ISBN 3-406-39230-X), S.17-23.

[2] Die Zitate mit Stephanus-Zählung (in Schleiermachers Übersetzung von 1809) entstammen der CD-ROM: Quellen>Philosophie. Griechisch-römische Antike. Berlin: Digitale Bibliothek, o. J. [ISBN 3-89853-071-X].

[3] Ausgezeichnet hierzu der Kommentar von Theodor Ebert: Platon, Phaidon. Göttingen 2004.

[4] Vgl. die philosophische und theologische Kritik von Romano Guardini: Der Tod des Sokrates. Mainz 2002 sowie den ergänzenden Vergleich mit den grundlegenden philosophischen Todes- und Jenseitsauffassungen der Vorsokratik von Torsten Menkhaus: Eidos, Psyche und Unsterblichkeit. Frankfurt 2003.

[5] Diese Aufbauskizze folgt dem überzeugendsten Entwurf der genannten Übersetzungen und Kommentare, nämlich der Gliederung von Barbara Zehnpfennig, Phaidon, 1991.

[6] Cancik, Hubert / Schneider, Helmuth (Hg.): Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike Bd. 3 Cl-Epi. Stuttgart: Metzler 1997 [ISBN 3-476-01473-8], Sp. 866.

[7] Cancik, Hubert / Schneider, Helmuth (Hg.): Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike Bd. 9 Or-Poi. Stuttgart: Metzler 2000 [ISBN 3-476-01479-7]. - Bei Sokrates´ Tod 399 v. Chr. war Phaidon also etwa 18 Jahre alt.

[8] Frede, Phaidon, 1999, S. 5.

[9] Frede, Phaidon, 1999, S. 1.

[10] Frede, Phaidon, 1999, S. 7.

[11] Reale, Metaphysik, 1996, S. 68.

[12] Ebert, Phaidon, 2004, S. 7.

[13] Ebert, Phaidon, 2004, S.10.

[14] Vgl. Martens, Ekkehard: Sterben lernen im Leben - das Vertrauen des Sokrates. In: Röhring, Klaus (Hg.): Dialog über die (Un-)Sterblichkeit. Symposion zu Themen aus Platons „Phaidon“. Hofgeismar: Evangelische Akademie 1989 [ISBN 3-89281-169-5], S. 37f.

[15] Das sog. neue hermeneutische Paradigma der Tübinger Schule (Konrad Gaiser, Hans Krämer, G. Reale).

[16] Martens, a.a.O., S. 37.

[17] Ebert, Phaidon, 2004, S. 336.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die zweite Fahrt des Sokrates in Platons Dialog Phaidon 95a-102a
Hochschule
Universität Augsburg  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar: Sokrates - Die Wirkungsgeschichte eines Unbekannten
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V69091
ISBN (eBook)
9783638600965
ISBN (Buch)
9783656068105
Dateigröße
573 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die "zweite Fahrt" ist eine epochale Metapher der Antike, mit der Platon in seinem Dialog Phaidon seine Entdeckung der intelligiblen Welt und die Sphäre des meta-physischen Seins charakterisiert hat. Diese Seminararbeit interpretiert Phaidon 95a-102a ausführlich und diskutiert die philosophischen Implikationen: Sokrates´ Autobiographie, die hypothetische Methode, Platons Ideenlehre u.v.a. Sie wurde mit der Bestnote 1,0 bewertet. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
Schlagworte
Fahrt, Sokrates, Platons, Dialog, Phaidon, Seminar, Wirkungsgeschichte, Unbekannten
Arbeit zitieren
Thomas Josef Frommel (Autor), 2006, Die zweite Fahrt des Sokrates in Platons Dialog Phaidon 95a-102a, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69091

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