Gott in der Person Jesu Christi - Jesus Christus: Der entgültige Bote Gottes


Seminararbeit, 2005
14 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Jesus von Nazareth
1.1 Wer ist dieser Jesus von Nazareth? Eine Frage, die nicht endet
1.2 Zu welchem Gott bekennt er sich?

2. Engel als Boten Gottes
2.1 Das Bild des Engels
2.2 Die Kommunikation Gottes mit den Menschen

3. Gott in Jesus Christus
3.1 Ist in Jesus von Nazareth Gott zu finden?
3.2 Gott der Vater
3.3 Jesus der Gottessohn

4. Jesu Leben
4.1 Das Reich Gottes
4.2 Die Auferstehung Jesu

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

Jesus von Nazareth steht in einem einmaligen, besonderen Verhältnis zu Gott Vater.[1] Er ist in der Schrift derjenige, der von Gott her zu uns kommt, der zu Gott seinem Vater betet und der opfernd vor Gott steht. Der himmlische Vater ist das Du des Menschen Jesus. Das Innere Jesu ist das Erfülltsein von diesem Du, von Gott dem Vater.[2]

Das Thema „Gott in der Person Jesu Christi. Jesus Christus: Der entgültige Bote Gottes“ ist einzuordnen in die Christologie und Soteriologie. Absicht dieser Arbeit ist es, festzustellen, inwiefern Gott in der Person Jesu Christi vorhanden ist und ob Jesus als der endgültige Bote Gottes bezeichnet werden kann. Die Schwerpunkte des Themas liegen in dem Dasein Gottes in der Person Jesu, seiner Botschaft und der Bezeichnungen Gott als den Vater und Jesus als den Gottessohn.

Zunächst wird dargestellt, wer Jesus von Nazareth ist und zu welchem Gott er sich bekennt. Danach werden Engel als Boten Gottes zur Kommunikation mit dem Menschen erläutert. Darauf folgt ein wichtiger Punkt dieser Arbeit, nämlich die Frage nach der Person Gottes in Jesus Christus. Hierbei wird zunächst die Frage bearbeitet, ob Gott in Jesus zu finden ist. Anschließend werden die Bezeichnungen „Vater“ und „Gottessohn“ erläutert. Abschließend wird Bezug auf das Leben Jesu genommen. Hierbei werden das Reich Gottes und die Auferstehung Jesu näher betrachtet.

1. Jesus von Nazareth

1.1 Wer ist dieser Jesus von Nazareth? Eine Frage, die nicht endet

Die Frage danach, wer Jesus war, ist im Laufe der Jahrhunderte nicht verstummt und auch das Geheimnis seiner Existenz ist nicht gelöst. Im 19. Jahrhundert glaubte man viele Rätsel um das Auftreten Jesu gelöst zu haben. Die Geschichte der Verbreitung der Jesus-Bewegung schien belegt werden zu können und zahlreiche Biographien über Jesus von Nazareth erschienen. Im 20. Jahrhundert jedoch wurde der historische Halt in vielen Punkten unsicher. Die Quellen sind weder als Bericht noch als Reportage gedacht, sondern dazu gehört viel Interpretation, viel Kredit, den die Jünger Jesus nachher gegeben haben und als einen sehr wichtigen Punkt der große Glaube, dass mit Jesus neue Zeiten angebrochen sind. Letztendlich kamen wir zu der Schlussfolgerung, dass es nicht um den historischen Jesus, sondern um den Jesus des Glaubens geht, den verkündeten Christus. Nun tritt auch darin seit den 60er Jahren ein Umschwung ein. Einige Theologen haben unter Anführung von Exegeten die Erzählung über Jesus erneut komponiert und stellten dabei die Geschichte einer jüdischen Reformbewegung in den Vordergrund, die in Jesus von Nazareth den endgültigen Durchbruch erlangt.[3]

Innerhalb des Hellenismus haben sich zudem viele philosophische Systeme Jesu bemächtigen wollen. Somit haben sich schon ganz von Anfang an Christologien und Soteriologien entwickelt. Diese teilten die Christenheit in viele traditionelle Strömungen.[4] „Wenn irgendwo, dann bleibt Gott, der gesucht wird, durch das Leben und die Botschaft Jesu eine offene Frage [...]“[5]

Das Neue Testament ist ein langgestrecktes Zeugnis für die Wahrhaftigkeit des Anspruchs Jesu, im Namen Gottes zu sprechen und zu handeln. Jesus stellt in seinen Gleichnissen die Herrschaft Gottes dar. So muss er auf seine Jünger gewirkt haben. Noch im vierten und fünften Jahrhundert wurde darüber geredet, dass nicht der Kaiser gottgleich ist, Gottes rechte Hand, wie sein Titel lautet, sondern der Gekreuzigte, Jesus. Bis heute gilt, dass nicht Thronreden und goldene Kutschen bestimmen, ob wir gut handeln, sondern die Frage, wie viele Menschen kein Brot zu essen haben und ob wir es ihnen, im Namen des Gottes Jesus, täglich geben wollen.[6]

Zu der Gestalt Jesu gehören seine Reden und seine Taten.[7] Jesus bleibt ein Geheimnis. Er stellt uns Fragen und nur fragend und suchend können wir seine Jünger sein.[8] Uns entgeht, wer Jesus in seinem tiefsten Wesen ist, aber darüber, wer er für Menschen war und über das, was Menschen von ihm bezeugen, kommen wir auf die Spur Gottes. Die Menschen, die behaupten zu wissen, wer Jesus ist, von denen ist gewiss, dass sie ihn nicht begriffen haben.

Jesus ist gerade in seinen Fragen an die Menschen jemand, der Wege eröffnet. Jesus war jemand, dessen Herkunft nicht bekannt war, so sagen die Synoptiker. Die Rolle des Messias bleibt ebenfalls verborgen und Jesus kann nur auf die Werke Gottes, die er verrichtet, verweisen. Das er der Sohn Gottes, Gottes eigener Gesandter ist, zeigt sich erst am Ablauf.[9] Jesu Rolle ist die eines lebenden, suchenden, leidenden Menschen.[10] In der Liebe, mit der Jesu Vater jeden Menschen liebt, findet Jesus seine Liebe zu jedem Menschen.[11]

1.2 Zu welchem Gott bekennt er sich?

Diese Frage kann nicht von der Tradition getrennt werden, in der Jesus steht. Jesus stiftete Israels Glauben an den einen Gott JHWH nicht, sondern er bestätigte ihn.[12] Alle unsere lebenden Gefährten verdienen Respekt, denn sie spiegeln das Bild Gottes wieder. Die Natur und die Schöpfungsgeschichte richtet den Blick des Menschen auf das Gute, auf das, was Gott will und nimmt die Welt als geschenkte Möglichkeit zum Sieg über Leid und Schlechtigkeit.[13]

Wenn es einen Gott gibt, der als ein Vater, eine Mutter, als Hirte und Hüter alles dessen, was lebt, schöpfend sorgt, dann sprechen sie, die zu anderen in ihrem Elend sagen: ,selbst schuld¢ also voreilig, denn das letzte Urteil, die letzte Qualifikation des Lebens eines jeden Menschen steht nur Gott zu.[14]

Gott kann es niemals nur um den Stärksten willen begonnen haben, sondern um aller Geschlechter und auch der geringsten unter den Menschen willen. Wer sich selbst als groß ansieht, kann immer noch vor Gottes Augen durch seine Maschen fallen und wer viel gelitten hat, der ist immer noch nicht abgeschrieben.

Jesus selbst bezeugt, dass er eins mit Gott, eins im Geist mit dem heiligen Pneuma Gottes ist, das er an diejenigen weitergibt, die ihm nachfolgen und durch dessen Kraft alle vom Tode befreit werden sollen.[15]

[...]


[1] Vgl. Geiselmann: Jesus der Christus, S. 225.

[2] Vgl. Schoonenberg: Ein Gott der Menschen, S. 73.

[3] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 212.

[4] Ebd., S. 213.

[5] Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 213.

[6] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 218.

[7] Vgl. Schelkle: Theologie des Neuen Testaments II, S. 84.

[8] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 221.

[9] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 222.

[10] Ebd., S. 223.

[11] Vgl. Schoonenberg: Ein Gott der Menschen, S. 108.

[12] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 213.

[13] Ebd., S. 214.

[14] Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 214.

[15] Vgl. Houtepen: Gott – eine offene Frage, S. 214.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Gott in der Person Jesu Christi - Jesus Christus: Der entgültige Bote Gottes
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V69111
ISBN (eBook)
9783638612678
ISBN (Buch)
9783638774031
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gott, Person, Jesu, Christi, Jesus, Christus, Bote, Gottes
Arbeit zitieren
Katharina Heinen (Autor), 2005, Gott in der Person Jesu Christi - Jesus Christus: Der entgültige Bote Gottes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69111

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