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Anforderungen von Solvency II an das operationelle Risikomanagement in Versicherungen. Konzeption und Ausgestaltung eines Risikoberichtssystems

Title: Anforderungen von Solvency II an das operationelle Risikomanagement in Versicherungen. Konzeption und Ausgestaltung eines Risikoberichtssystems

Diploma Thesis , 2006 , 103 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Master of Science in Informations Systems Michael Stichnote (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die aktuelle Situation der deutschen Versicherungslandschaft ist durch steigende Unternehmensrisiken bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Profitabilität der Unternehmen gekennzeichnet. Deregulierung und Substitutionskonkurrenz führen zu einem verschärften Wettbewerb um Marktanteile bei sinkenden Gewinnmargen. Die anhaltende Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten erschwert die Erwirtschaftung ausreichender Renditen aus laufenden Prämieneinnahmen und deren Anlage am Kapitalmarkt.

Zum Ausgleich des geringen Zinsniveaus investieren Versicherungen seit einigen Jahren zunehmend in Aktien. Die damit einhergehende erhöhte Kapitalanlagevolatilität erfordert eine umfassendere Bewertung und Kontrolle der eingegangenen Risiken als dies in der Vergangenheit notwendig war. Das Risikomanagement hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und stellt heute eine zentrale Zielgröße im Unternehmenscontrolling dar.

In der Versicherungswirtschaft ist das Risikomanagement zu einem festen Bestandteil
geworden, denn mit zunehmend steigender Anzahl der Risiken wächst die Erfordernis der
systematischen Kontrolle und Bewertung dieser Risiken. Für Versicherungsunternehmen
stellen sich in diesem Zusammenhang verschiedene Probleme und Aufgaben.
Risikomanagement durchzuführen, heißt unter anderem Risiken identifizieren, bewerten,
handhaben und kommunizieren zu können.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es daher, eine Konzeption der Gestaltungsempfehlung von
operationellen Risiken vor dem Hintergrund der Anforderungen des Projektes
Solvency II durchzuführen. Als Grundlage der Gestaltungsempfehlung eines
Risikoberichtes sollen eingangs verschiedene Berichtsarten und Modellierungstechniken
aufgezeigt und diskutiert werden, um daraus Anforderungen und eine Vorgehensweise
für die Gestaltung eines Risikoberichtes abzuleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Motivation und Zielsetzung der Risikoberichtsgestaltung

1.1 Problematik der Informationsversorgungslage von operationellen Risiken

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Struktur & Aufbau

2 Risiko & Solvency II

2.1 Begriffsdefinitorische Grundlagen

2.1.1 Risiko

2.1.2 Risikomanagement

2.2 Entwicklung und Ausgestaltung von Solvency II

2.2.1 Solvabilität

2.2.2 Aufsichtsrechtliche Grundlagen

2.2.3 Zielsetzung und Grundkonstruktion

2.3 Operationelle Risiken in der Risikolandschaft der Versicherungen

2.4 Risikomanagementprozess

2.4.1 Phasen des Risikomanagement-Zyklusses

2.4.2 Identifikationsphase

2.4.3 Bewertungsphase

2.4.4 Handhabungsphase

2.4.5 Kontrollphase

3 Berichte im Unternehmensberichtswesen und methodische Hilfsmittel

3.1 Grundlagen zum Berichtswesen

3.1.1 Definition

3.1.2 Berichtsarten

3.1.3 Gestaltungsdimensionen

3.1.4 Gestaltungsgrundsätze

3.2 IT-Systeme für das Berichtswesen

3.2.1 Systematisierung der Anwendungssysteme

3.2.2 Anwendungssysteme zur Aufbereitung von Führungsinformationen

3.2.2.1 Data Warehouse

3.2.2.2 Online Analytical Processing

4 Berichte für Risiken unter Solvency II

4.1 Vorgehen zur Konzeption eines Berichtes für Risiken

4.2 Informationsbedarfsanalyse

4.2.1 Informationsbedarf, -angebot und -nachfrage

4.2.2 Verfahren der Informationsbedarfsanalyse

4.2.2.1 Techniken

4.2.2.2 Methoden

4.2.3 Kritische Betrachtung

4.3 Riskoidentifikations- und Bewertungsverfahren

4.3.1 Self Assessment

4.3.2 Risikoindikatoren-Methode

4.4 Modellierungstechniken

4.4.1 Erweiterte Ereignisgesteuerte Prozessketten

4.4.2 Modellierungstechnische Grundlagen von H2-for-Reporting

4.4.2.1 Elementare Sprachkonstrukte

4.4.2.2 Komplexere Sprachkonstrukte

4.5 Methodenintegration von eEPKs und H2-for-Reporting

5 Gestaltungsempfehlungen zur Abbildung von Berichtsstrukturen

5.1 Ziel der exemplarischen Gestaltungsempfehlung für Berichte von Versicherungen

5.2 Vorgehensweise

5.3 Beschreibung und Modellierung des Beispielszenarios

5.4 Gestaltungsvariante eines Bedarfsberichtes

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Konzeption zur Gestaltung von Risikoberichten für operationelle Risiken in Versicherungsunternehmen unter Berücksichtigung der Anforderungen von Solvency II. Dabei werden Methoden des Berichtswesens mit Modellierungstechniken integriert, um eine effiziente und entscheidungsrelevante Risikokommunikation zu ermöglichen.

  • Grundlagen des Risikomanagements und Solvency II
  • Methoden des betrieblichen Berichtswesens
  • IT-gestützte Informationssysteme (DWH, OLAP)
  • Analyse und Modellierung operationeller Risiken
  • Gestaltungsempfehlungen für Risikoberichte

Auszug aus dem Buch

1.1 Problematik der Informationsversorgungslage von operationellen Risiken

Die aktuelle Situation der deutschen Versicherungslandschaft ist durch steigende Unternehmensrisiken bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Profitabilität der Unternehmen gekennzeichnet. Deregulierung und Substitutionskonkurrenz führen zu einem verschärften Wettbewerb um Marktanteile bei sinkenden Gewinnmargen. Die anhaltende Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten erschwert die Erwirtschaftung ausreichender Renditen aus laufenden Prämieneinnahmen und deren Anlage am Kapitalmarkt. Zum Ausgleich des geringen Zinsniveaus investieren Versicherungen seit einigen Jahren zunehmend in Aktien. Die damit einhergehende erhöhte Kapitalanlagevolatilität erfordert eine umfassendere Bewertung und Kontrolle der eingegangenen Risiken als dies in der Vergangenheit notwendig war. Das Management von Risiken gehört daher verstärkt zu den elementaren Bestandteilen des Versicherungsgeschäftes.

Die Kapitalmarktkrise 2001/2002 hat gezeigt, dass Versicherungsunternehmen Defizite im Risikomanagement aufweisen. Es wurden die zwei Initiativen Solvency I und II ins Leben gerufen, da der systematische Umgang mit Risiken in der Versicherungslandschaft nicht den notwendigen Standards entspricht. Das Aufsichtssystem für Versicherungsunternehmen unterliegt somit derzeit einem fundamentalen Wandel. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bemisst gegenwärtig die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmens hauptsächlich am Geschäftsvolumen. Künftig soll jedoch die tatsächliche Risikolage als Maßstab gelten. Die unternehmensspezifische Risikosituation muss durch ein systematisches Risikomanagement realitätsgenau und umfassend abgebildet werden. Demzufolge müssen alle wesentlichen Risiken in die Risikoanalyse einbezogen werden. Der Fokus des Managements verlagert sich hierbei sukzessive von Marktrisiken über Kreditrisiken hin zu operationellen Risiken. Der Risikoberichterstattung als Teilaufgabe des Risikomanagements kommt hierbei die Aufgabe einer präzisen Vermittlung der Risikolage zu.

Zusammenfassung der Kapitel

Motivation und Zielsetzung der Risikoberichtsgestaltung: Dieses Kapitel erläutert die aktuelle Problematik der deutschen Versicherungsbranche hinsichtlich steigender Risiken und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie deren Aufbau vor.

Risiko & Solvency II: Hier werden theoretische Grundlagen zu Risiko und Risikomanagement sowie die Ziele und die Grundkonstruktion des Solvency II-Projekts sowie operationelle Risiken thematisiert.

Berichte im Unternehmensberichtswesen und methodische Hilfsmittel: Das Kapitel bietet eine Einführung in das betriebliche Berichtswesen, behandelt verschiedene Berichtsarten und stellt informationstechnische Grundlagen wie DWH und OLAP vor.

Berichte für Risiken unter Solvency II: Dieser Teil befasst sich mit der Konzeption von Risikoberichten, analysiert den Informationsbedarf und stellt Methoden wie Self Assessment und Risikoindikatoren vor.

Gestaltungsempfehlungen zur Abbildung von Berichtsstrukturen: Hier werden praktische Empfehlungen durch ein Versicherungsszenario entwickelt und Modellierungstechniken für Bedarfsberichte diskutiert.

Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines systematischen Risikomanagements für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Solvency II, Risikomanagement, Operationelle Risiken, OpRisk, Risikoberichterstattung, Informationsbedarfsanalyse, Risikobericht, Data Warehouse, OLAP, eEPK, Kennzahlensystem, Risikomodellierung, Risikomanagementprozess, Unternehmenscontrolling, Versicherungsaufsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Anforderungen des Projekts Solvency II an das operationelle Risikomanagement in Versicherungsunternehmen und entwickelt eine Konzeption zur Gestaltung eines Risikoberichtssystems.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die regulatorischen Anforderungen unter Solvency II, der Risikomanagementprozess, die methodischen Grundlagen des betrieblichen Berichtswesens sowie die IT-gestützte Modellierung von Berichtsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung einer Gestaltungsempfehlung für Berichte, die operationelle Risiken unter Berücksichtigung von Solvency II transparent und entscheidungsrelevant für das Management aufbereiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus Literaturanalyse zu Risiko- und Berichtstheorien, die prozessorientierte Modellierung mittels eEPKs und die Anwendung multidimensionaler Modellierungskonzepte wie H2-for-Reporting.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Risiko, Solvency II, Berichtswesen) und die praktische Konzeption (Informationsbedarfsanalyse, Identifikationsverfahren, methodische Integration und Gestaltungsvarianten für Berichte).

Was sind die charakteristischen Schlüsselbegriffe der Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Solvency II, Risikomanagement, operationelle Risiken (OpRisk), Risikoberichterstattung, Self Assessment, Risikoindikatoren und IT-Systeme wie Data Warehouse und OLAP.

Warum ist das Self Assessment ein wesentlicher Teil des Risikomanagements?

Das Self Assessment ermöglicht eine subjektive qualitative Bewertung von Risiken durch Experten und Mitarbeiter, was besonders bei nicht vollständig quantifizierbaren operationellen Risiken (OpRisk) von entscheidender Bedeutung ist.

Wie unterscheidet sich der Bedarfsbericht von anderen Berichtsarten?

Im Gegensatz zu Standard- oder Abweichungsberichten ist der Bedarfsbericht fallweise definiert und bietet eine höhere Empfängerorientierung für aktuelle, ad-hoc Entscheidungsbedarfe, benötigt jedoch eine umfangreichere Informationsbedarfsanalyse.

Welche Rolle spielen Risikoportfolios bei der Steuerung?

Risikoportfolios dienen als visuelle Grundlage für das Management, um einen Gesamtüberblick über die Risiken anhand von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit zu erhalten und darauf basierend Steuerungsmaßnahmen abzuleiten.

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Details

Title
Anforderungen von Solvency II an das operationelle Risikomanagement in Versicherungen. Konzeption und Ausgestaltung eines Risikoberichtssystems
College
University of Münster
Grade
2,3
Author
Master of Science in Informations Systems Michael Stichnote (Author)
Publication Year
2006
Pages
103
Catalog Number
V69161
ISBN (eBook)
9783638600989
ISBN (Book)
9783638728614
Language
German
Tags
Anforderungen Solvency Risikomanagement Versicherungen Konzeption Ausgestaltung Risikoberichtssystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Science in Informations Systems Michael Stichnote (Author), 2006, Anforderungen von Solvency II an das operationelle Risikomanagement in Versicherungen. Konzeption und Ausgestaltung eines Risikoberichtssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69161
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