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"Der rasende Reporter" Egon Erwin Kischs und die Reflexion seiner Reportagen im Kontext des Nachrichtenwerts

Title: "Der rasende Reporter" Egon Erwin Kischs und die Reflexion seiner Reportagen im Kontext des Nachrichtenwerts

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jasmin Vukovic (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Reportagesammlung Der rasende Reporter von Egon Erwin Kisch. Zunächst werden seine Biographie und die Entstehung des Rasenden Reporters dargestellt. Nach einer kurzen Inhaltsangabe der beiden behandelten Reportagen Die Obdachlosen von Whitechapel und Dies ist das Haus der Opfer! wird erläutert, welche Anforderungen Kisch an die Reportage und den Reporter stellt, wie die Reportage in heutiger Zeit definiert wird und was Nachrichtenfaktoren sind. Anschließend werden beide Reportagen Kischs auf ihren Nachrichtenwert hin untersucht. Danach soll geklärt werden, ob Kisch seinen eigenen Anforderungen gerecht wird. Zum Schluss werden die Ergebnisse der Untersuchung in einem Fazit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema und in die zu besprechenden Texte

1.1. Einleitung

1.2. Egon Erwin Kischs Biographie

1.3. Der rasende Reporter

1.3.1. Unter den Obdachlosen von Whitechapel

1.3.2. Dies ist das Haus der Opfer!

2. Die Reportage

2.1. Der Wahrheitsanspruch Kischs und die heutige Reflexion der Reportage

2.2. Nachrichtenfaktoren

3. Untersuchung

3.1. Welche Nachrichtenwertkriterien finden sich in Kischs Reportagen?

3.2. Ist Kischs Reportage eine Reportage?

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Egon Erwin Kischs Reportagesammlung "Der rasende Reporter" im Hinblick auf deren Nachrichtenwert und die Einhaltung von Kischs eigenen publizistischen Anforderungen an Objektivität und Neutralität. Ziel ist es, zu klären, wie Kisch durch den Einsatz spezifischer journalistischer Techniken die Grenzen der klassischen Reportage neu definierte und ob sein Werk diesen hohen Qualitätsanspruch in der praktischen Umsetzung dauerhaft aufrechterhalten konnte.

  • Biografischer Kontext und Entwicklung von Egon Erwin Kisch
  • Analyse von "Der rasende Reporter" als literarische Reportage
  • Anwendung von Nachrichtenfaktoren auf journalistische Texte
  • Untersuchung von Authentizität und Wahrheitsanspruch
  • Vergleich zwischen theoretischem Dogma und erzählerischer Praxis

Auszug aus dem Buch

1.3. Der rasende Reporter

„Ich arbeite nicht mehr gerne für Zeitungen“2, schreibt Kisch im November 1924 seiner Mutter in einem Brief, kurz nach der Veröffentlichung seines Rasenden Reporters. Er kritisiert die Presse in der Weimarer Zeit als „ein Werkzeug der Kapitalsvermehrung“3, da sich sowohl die deutsche als auch die österreichische Presse der Kriegspropaganda unterwerfen.

Das Buch ist eine Sammlung aus 53 Reportagen, welche er selbst als die „merkwürdigsten meiner Reportagen“4 betitelt. Erschienen ist diese Sammlung im Reiß-Verlag. Kisch stellt mit dem Rasenden Reporter die Anforderung an die Reportage, eine Form der Kunst zu sein5; mit diesem Buch gelingt ihm ein journalistischer „Ansatz einer kritischen Wirklichkeitsdarstellung“6. Durch seine Reportagesammlung wird er zum „Schöpfer der literarischen Reportage“7, konkomitierend präsentiert sich diese als „Manifest der „Neuen Sachlichkeit“8, denn Kisch verbindet die detektivische Arbeit des Journalisten mit der „Entdeckung der Alltagswelt“9 und pointiert die Faktizität seiner Reportagen sowie die sachliche Realitätswiedergabe10. Die Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit impliziert nüchterne Sachbeschreibungen und die „an Tatsachen orientierte Materialaufbereitung durch einen erzählerischen (narrativen) Stil“11. Bis zur Veröffentlichung seines Buchs galt die Reportage gemeinhin als Genre ohne „wissenschaftliche Ambition und ohne literarisches Prestige“12.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema und in die zu besprechenden Texte: Dieses Kapitel liefert eine biografische Einordnung von Egon Erwin Kisch und gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte sowie den Inhalt der analysierten Reportagen.

2. Die Reportage: Hier werden Kischs theoretische Anforderungen an den Reporter, wie Neutralität und Sachlichkeit, den heutigen journalistischen Definitionen und Nachrichtenfaktoren gegenübergestellt.

3. Untersuchung: In diesem Hauptteil wird analysiert, welche Nachrichtenfaktoren in den ausgewählten Texten wirken und inwiefern Kischs Praxis von seinen eigenen formulierten Prinzipien abweicht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kisch trotz gelegentlicher Abweichungen von seinem Dogma der Neutralität durch die Symbiose von Sachlichkeit und literarischer Gestaltung eine wegweisende Form der Reportage geschaffen hat.

Schlüsselwörter

Egon Erwin Kisch, Der rasende Reporter, literarische Reportage, Nachrichtenfaktoren, Neue Sachlichkeit, Investigativer Journalismus, Journalistische Ethik, Objektivität, Subjektivität, Whitechapel, Leichenschauhaus, Nachrichtenwert, Journalismus Weimarer Zeit, Beobachtung, Medienkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der journalistischen Arbeit von Egon Erwin Kisch, insbesondere mit seinem Werk "Der rasende Reporter", und untersucht dieses auf seine publizistische Qualität und Wirkung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rolle des Reporters als Beobachter, die historische Einordnung der Reportage in die "Neue Sachlichkeit" sowie die journalistische Technik der Wirklichkeitsdarstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nachrichtenwert der Reportagen von Kisch anhand etablierter Kriterien zu prüfen und zu bewerten, inwiefern Kisch seinen Anspruch an objektive Berichterstattung in der Praxis erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Nachrichtenfaktoren nach dem "ABC des Journalismus", um die Publizität und die stilistische Struktur der ausgewählten Texte zu entschlüsseln.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Untersuchung der Reportagen "Unter den Obdachlosen von Whitechapel" und "Dies ist das Haus der Opfer!" unter Anwendung der Personalisierung, des Negativismus und der Bedeutsamkeit.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Begriffe wie "Neue Sachlichkeit", "Literatur und Journalismus" sowie "investigativer Ansatz" beschreiben den Kern der Analyse am besten.

Wie unterscheidet sich "Unter den Obdachlosen von Whitechapel" von anderen Texten?

Besonders ist hier die Rolle des Reporters als teilnehmender Beobachter, der sich durch Verkleidung in ein für ihn fremdes Milieu begibt, um authentische Einblicke in die Obdachlosenszene zu gewinnen.

Warum wird im Fazit von Kischs eigenem Dogma abgewichen?

Die Autorin stellt fest, dass Kisch zwar Objektivität fordert, seine Texte jedoch durch persönliche Empfindungen, Metaphern und literarische Ausschmückungen bereichert, was seinem Anspruch der strikten Neutralität teilweise entgegensteht.

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Details

Title
"Der rasende Reporter" Egon Erwin Kischs und die Reflexion seiner Reportagen im Kontext des Nachrichtenwerts
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Jasmin Vukovic (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V69184
ISBN (eBook)
9783638595384
ISBN (Book)
9783638754354
Language
German
Tags
Reporter Egon Erwin Kischs Reflexion Reportagen Kontext Nachrichtenwerts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Vukovic (Author), 2007, "Der rasende Reporter" Egon Erwin Kischs und die Reflexion seiner Reportagen im Kontext des Nachrichtenwerts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69184
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