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Ostasiens multilaterale Organisationen zwischen den USA und China. Analyse des Verhaltens der USA und Chinas in ARF und APEC

Title: Ostasiens multilaterale Organisationen zwischen den USA und China. Analyse des Verhaltens der USA und Chinas in ARF und APEC

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 41 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Tobias Dondelinger (Author)

Politics - Region: Far East
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Der asiatisch-pazifische Raum ist eine der Regionen, die nach dem Ende des Kalten Krieges auf besonderes Interesse in der wissenschaftlichen Forschung des Bereichs der Internationalen Beziehungen stieß. Neben den Tigerökonomien, die zu dieser Zeit schon auf einen Jahrzehnte andauernden wirtschaftlichen Boom zurückblicken konnten, erregten auch China, dessen Wirtschaft begann Fahrt aufzunehmen, das aber auch durch den Tiananmen-Zwischenfall ungewollt den Blick der Weltöffentlichkeit auf sich gezogen hatte, zunehmend ins Blickfeld des Interesses. Ein weiteres Ereigniss, das viele Länder Ost- und Südostasiens in den Fokus der Welt rückte war die Asienkrise, die in den betroffenen Ländern erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichtete und dem vorher viel umjubelten ökonomischen Aufstieg dieser Staaten (vorerst) ein abruptes Ende bereitete. Neben dem ökonomischen Themenbereich ist diese Region aber auch im Feld der Sicherheitspolitik ein permanenter Brennpunkt. Sowohl im ökonomischen als auch im sicherheitspolitischen Bereich sind die USA und die VR China regionale Hauptakteure. Für die USA als einzige verbliebene Supermacht mit vitalen Wirtschaftsinteressen in der Region stellt der Erhalt der Stabilität dort auch nach Ende des Kalten Krieges ein zentrales Interesse dar. Gleichzeitig wurde (und wird) der Aufstieg der VR China, mit Misstrauen betrachtet. Die VR China wiederum, als aufstrebende Regionalmacht mit langfristig auch globalen Ansprüchen, steht den USA ebenfalls mit Misstrauen gegenüber.
Das Verhältnis dieser beiden Staaten ist von einem beständigem Auf und Ab gekennzeichnet. Die bestehenden ungelösten Konflikte und die zunehmenden wirtschaftlichen Interdependenzen, deren Schattenseiten vor allen Dingen durch die Asienkrise sichtbar wurden, sowie das Ende der relativ stabilen bipolaren Strukturen, die während des Kalten Krieges in der Region geherrscht hatten, sind nicht zuletzt als Gründe dafür zu nennen, dass zu Beginn der neunziger Jahre nach neuen Lösungen für die existierenden und zukünftigen Probleme im Bereich der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik gesucht wurde. Die Gründung des ASEAN Regional Forum (ARF) und der Asia Pacific Economic Co-operation (APEC), die regionale Sicherheits- bzw. Wirtschaftskooperationen darstellen, fällt in den Zeitraum des geopolitischen Umbruchs nach Ende des Kalten Krieges und ist nicht zuletzt diesem Umbruch geschuldet. In beiden multilateralen Institutionen sind sowohl die USA als auch China wichtige Akteure.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis Chinas und der USA zu multilateralen Institutionen

2.1. China

2.2. USA

3. Die Asia Pacific Economic Co-operation (APEC)

3.1. China und die APEC

3.1.1. Motive innerhalb der APEC

3.1.2. Verhalten innerhalb der APEC

3.2. Die USA und die APEC

3.2.1. Motive innerhalb der APEC

3.2.2. Verhalten innerhalb der APEC

3.3. Zwischenfazit

4. Das ASEAN Regional Forum (ARF)

4.1. China und das ARF

4.1.1. Motive für die Teilnahme am ARF

4.1.2. Chinas Verhalten im ARF

4.2. Die USA und das ARF

4.2.1. Motive innerhalb des ARF

4.2.2. Verhalten innerhalb des ARF

4.3. Zwischenfazit

5. Analyse des Verhaltens Chinas und der USA in ARF und APEC

5.1. Konstruktivismus

5.2. Neorealismus

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten der USA und Chinas innerhalb der multilateralen Organisationen APEC und ARF im asiatisch-pazifischen Raum. Ziel ist es, die unterschiedlichen Interessen und Strategien beider Akteure sowie deren jeweilige Rolle in diesen Institutionen vor dem Hintergrund ihrer Konkurrenzsituation zu analysieren und theoretisch einzuordnen.

  • Analyse der nationalen Interessen Chinas und der USA in Bezug auf multilaterale Kooperationen.
  • Untersuchung der spezifischen Rollen beider Staaten in APEC und ARF.
  • Vergleich der sicherheitspolitischen und ökonomischen Motivlagen.
  • Theoretische Einordnung der Ergebnisse mittels Konstruktivismus und Neorealismus.
  • Bewertung des Einflusses der bilateralen Rivalität auf die multilaterale Zusammenarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Motive innerhalb der APEC

Die allgemeinen Ziele und Interessen, die die USA in der asiatisch-pazifischen Region vertreten, sind geprägt von einer großen Konsistenz und Dauerhaftigkeit. Hauptsächlich wollen die USA mit ihrer Politik den sicheren Zugang für ihre Wirtschaft sicheren, das eigenen liberale Wertesystem weiter verbreiten und die eigene Vormacht sichern bzw. verhindern, dass andere Akteure ihre regionale Vormacht brechen. Während des Kalten Krieges war das amerikanische Engagement in Südostasien geprägt von Antikommunismus.

Als der Kalte Krieg beendet war, gelangte anfänglich die Verbreitung der Menschenrechte an die Spitze der regionalen wie globalen Agenda der USA. Allerdings standen durch den Status der USA als einzige Supermacht und dem damit verbundenen weltweiten Engagement, sowie durch die innenpolitische Diskussion über die zukünftige Rolle der USA, nur begrenzte Ressourcen für diese Region zur Verfügung. Des weiteren sind die spezielleren Interessen in der Region oftmals unklar, schwammig und manchmal sogar gegensätzlich, da eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen in den Prozess der amerikanischen Politikformulierung Eingang findet.

Jedoch bestand Konsens darüber, dass der ökonomische Zugang zu der Region verbessert werden sollte. Multilaterale Institutionen in der Region spielten dabei insofern eine Rolle, dass sie in der Region zu einer dauerhaften Verbesserung der Stabilität beitragen konnten. Vom ökonomischen Standpunkt betrachtet konnte der Aufbau einer regionalen ökonomischen Kooperation die Transaktionskosten mindern und so den wirtschaftlichen Zugang erleichtern. Außerdem konnte die APEC als ein Druckmittel gegen die Europäische Union bei den zu diesem Zeitpunkt äußerst schwierigen Verhandlungen zur Uruguay Runde des GATT dienen. Ferner hätte aus der APEC auch ein möglicher Ersatzmechanismus beim Zusammenbruch des GATT entwickelt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des asiatisch-pazifischen Raums ein, skizziert die ökonomische und sicherheitspolitische Relevanz nach dem Kalten Krieg und benennt die USA sowie die VR China als zentrale Akteure in diesem Kontext.

2. Das Verhältnis Chinas und der USA zu multilateralen Institutionen: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der chinesischen Außenpolitik hin zu einem aktiveren Multilateralismus sowie die pragmatische, oft von Unilateralismus geprägte Haltung der USA gegenüber internationalen Institutionen.

3. Die Asia Pacific Economic Co-operation (APEC): Hier werden die Gründungsgeschichte, die wirtschaftlichen Ziele und die Rolle der APEC beleuchtet, wobei speziell die unterschiedlichen strategischen Motive und Verhaltensweisen von China und den USA innerhalb dieser Wirtschaftskooperation analysiert werden.

4. Das ASEAN Regional Forum (ARF): Das Kapitel thematisiert die Entstehung des ARF als Sicherheitsforum, dessen Ziele sowie die differenzierten Teilnahmemotive und Interaktionen von China und den USA in diesem sicherheitspolitischen Rahmen.

5. Analyse des Verhaltens Chinas und der USA in ARF und APEC: In diesem Kapitel werden die Beobachtungen der vorherigen Abschnitte mithilfe der theoretischen Ansätze des Konstruktivismus und des Neorealismus untersucht und in Bezug auf ihre Erklärungskraft bewertet.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Staaten APEC und ARF primär instrumentell nutzen, wobei die USA an Einfluss verlieren, während China erfolgreich Strukturen für die eigenen Interessen adaptiert.

Schlüsselwörter

APEC, ARF, USA, China, Multilateralismus, Südostasien, Sicherheitspolitik, Wirtschaftskooperation, Konstruktivismus, Neorealismus, regionale Stabilität, Taiwan, Interessenpolitik, ASEAN, Institutionenanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Verhalten der USA und Chinas innerhalb der multilateralen Organisationen APEC und ARF im asiatisch-pazifischen Raum.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die außenpolitischen Strategien beider Großmächte im Kontext von Wirtschaftskooperation (APEC) und sicherheitspolitischer Zusammenarbeit (ARF).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der Beweggründe für die Teilnahme beider Staaten an diesen Foren sowie der spezifischen Rolle, die sie im institutionellen Alltag einnehmen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse der Interessen und Verhaltensmuster, die anschließend theoretisch durch den Konstruktivismus und den Neorealismus untermauert wird.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von China und den USA in den jeweiligen Institutionen sowie eine theoretische Reflexion ihrer Interaktionsstrategien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Multilateralismus, hegemoniale Konkurrenz, regionale Stabilität und das Konzept des "Hedging" in den internationalen Beziehungen.

Wie hat sich die Haltung Chinas gegenüber multilateralen Institutionen gewandelt?

China wandelte sich von einer anfangs skeptischen und defensiven Haltung hin zu einer aktiven, nutzenorientierten Beteiligung, um eigene Interessen zu wahren und Einfluss auszubauen.

Welche Rolle spielt die Taiwan-Frage in den untersuchten Organisationen?

Die Taiwan-Frage ist ein sensibles Thema, bei dem China den Ausschluss Taiwans als politischer Akteur durchsetzt, während informelle Kanäle (Track II) für fachlichen Austausch genutzt werden.

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Details

Title
Ostasiens multilaterale Organisationen zwischen den USA und China. Analyse des Verhaltens der USA und Chinas in ARF und APEC
College
University of Trier
Course
Südostasien im Kräftefeld der Großmächte
Grade
2.0
Author
Tobias Dondelinger (Author)
Publication Year
2006
Pages
41
Catalog Number
V69246
ISBN (eBook)
9783638613224
ISBN (Book)
9783640346158
Language
German
Tags
Ostasiens Organisationen China Südostasien Großmächte USA APEC
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Dondelinger (Author), 2006, Ostasiens multilaterale Organisationen zwischen den USA und China. Analyse des Verhaltens der USA und Chinas in ARF und APEC, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69246
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