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Untersuchung des Zusammenhangs von Elternbeziehung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern von alleinerziehenden und verheirateten Müttern

Title: Untersuchung des Zusammenhangs von Elternbeziehung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern von alleinerziehenden und verheirateten Müttern

Diploma Thesis , 2005 , 135 Pages , Grade: 2

Autor:in: Diplom-Psychologin Gabriele Guth (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Im deutschsprachigen Raum gibt es bisher wenige Untersuchungen, welche die Partnerschaftszufriedenheit bei Vergleichen von Verheirateten und Alleinerziehenden berücksichtigen. In Bezug auf die Entwicklung von Verhaltensstörungen bei Kindern fand dieser Faktor ebenfalls kaum Beachtung. Ziel dieser Untersuchung war es, einen Beitrag zu der Beantwortung der Forschungsfragen zu leisten, die sich aus dem Einfluss der Elternbeziehung auf die Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern von Alleinerziehenden und Verheirateten ergeben.
An einer großen epidemiologischen Stichprobe von alleinerziehenden und verheirateten Müttern (N = 1124) wurden durch Selbstauskünfte mittels Fragebögen die Partnerschaftszufriedenheit und soziodemographische Faktoren erhoben. Die Alleinerziehenden wurden zusätzlich zur Trennungssituation befragt, insbesondere zu Konflikten im Jahr vor der Trennung. Es wurde untersucht, ob diese Variablen im Zusammenhang mit den ebenfalls an beiden Stichproben erhobenen Daten zu Verhaltenauffälligkeiten der Kinder stehen. Außerdem wurde geprüft, ob sich das Verhalten der Kinder von Verheirateten und Alleinerziehenden unterscheidet.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Partnerschaftsqualität der Eltern und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, unabhängig von den soziodemographischen Variablen Alter und Bildung der Mutter. Je geringer die Partnerschaftsqualität war, desto mehr Verhaltensauffälligkeiten der Kinder wurden berichtet. Auch die eigenen Scheidungserfahrungen, welche die Mütter bei ihren Eltern gemacht hatten, standen damit nicht in Zusammenhang. Die Beziehungsqualität war im Vergleich zu den Verheirateten bei den Alleinerziehenden deutlich geringer, jedoch nur in der Beziehung zum leiblichen Vater der Kinder. Dieser Unterschied zeigte sich nicht bei der Partnerschaftszufriedenheit der Alleinerziehenden in Bezug auf einen neuen Partner. Alleinerziehende schätzten ihre Kinder als verhaltensauffälliger ein. Dies gilt insbesondere für die Jungen und bei diesen vor allem im Bereich externalisierender Auffälligkeiten. Für die Alleinerziehenden konnte der Zusammenhang zwischen elterlichen Konflikten und dem Verhalten der Kinder nachgewiesen werden. Hier waren auch die Konfliktthemen von Bedeutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Theoretischer Ausgangspunkt: Partnerschaftskonflikte als Risikofaktoren für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

2.1 Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

2.1.1 Definition, Erscheinungsformen und Auftretenshäufigkeiten

2.1.2 Altersunterschiede

2.1.3 Geschlechtsunterschiede

2.1.4 Verlaufsmuster

2.1.5 Komorbidität

2.1.6 Erklärungsmodelle

2.2 Partnerschaftszufriedenheit

2.2.1 Stress und Belastungen

2.2.1.1 Stress: Auswirkungen und Bewältigung

2.2.1.2 Übergang zur Elternschaft

2.2.2 Erklärungsmodelle

2.2.3 Auswirkungen auf die Kinder

2.2.4 Zufriedenheit in der Partnerschaft

2.3 Konflikte zwischen den Eltern

2.3.1 Art der Konflikte

2.3.2 Inhalte von Konflikten

2.3.3 Auffälligkeiten der Kinder

2.3.3.1 Geschlechtsunterschiede

2.3.3.2 Alter der Kinder

2.3.4 Vermittelnde Faktoren zwischen Elternkonflikten und dem Verhalten von Kindern

2.3.4.1 Theorien und Modelle

2.3.4.2 Erziehungsverhalten

2.3.4.3 Eltern-Kind-Beziehungen

2.3.4.4 Emotionale Sicherheit

2.3.4.5 Konflikte und Trennung

2.4 Scheidung

2.4.1 Scheidungsrisiken

2.4.2 Auswirkungen auf die Kinder

2.5. Alleinerziehende und ihre Kinder

3. Forschungsfragen

4. Methode

4.1 Stichprobenbeschreibung, Untersuchungsdurchführung

4.2 Versuchsplan

4.2.1 Prädiktorvariablen

4.2.2 Kriteriumsvariable

4.2.3 Hypothesen

4.3 Instrument

4.3.1 Strength and Difficulties Questionnaire (SDQ)

4.3.2 Zufriedenheit in Paarbeziehungen (ZIP)

4.3.3 Sozialfragebogen

4.3.4 Trennungsfragebogen (T-FB)

4.4 Statistische Auswertungstechniken (Inferenzstatistik)

5. Ergebnisse

5.1 Deskriptive Statistik zu soziodemographischen Variablen

5.2 Hypothesengeleitete inferenzstatistische Analysen

5.2.1 Hypothese 1: Partnerschaftsqualität

5.2.2 Hypothese 2: Verhaltensauffälligkeiten

5.2.3 Hypothese 3: Geschlecht des Kindes

5.2.4 Hypothese 4: Konfliktpotential

5.2.5 Hypothese 5: Trennungszeitpunkt

5.2.6 Hypothese 6: Konfliktlösung

6. Diskussion

6.1 Deskriptive Statistik

6.2 Hypothese 1: Partnerschaftsqualität

6.3 Hypothese 2: Verhaltensauffälligkeiten

6.4 Hypothese 3: Geschlechtsunterschiede

6.5 Hypothese 4: Konfliktpotential

6.6 Hypothese 5: Trennungszeitpunkt

6.7 Hypothese 6: Konfliktlösung

6.8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Qualität der Elternbeziehung und dem Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern im Alter von 5-7 Jahren. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen verheirateten und alleinerziehenden Müttern unter Berücksichtigung von soziodemographischen Faktoren und Konfliktverhalten.

  • Einfluss der elterlichen Partnerschaftsqualität auf das kindliche Verhalten.
  • Vergleich von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern aus verschiedenen Familienformen.
  • Rolle von Elternkonflikten, Trennungszeitpunkt und Konfliktlösung als Risikofaktoren.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei externalisierenden und internalisierenden Verhaltensstörungen.
  • Analyse der Situation alleinerziehender Mütter und deren Beziehungsgeschichte.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition, Erscheinungsformen und Auftretenshäufigkeiten

Zeigen Kinder von den zeit- und kulturspezifischen Erwartungsnormen abweichende, maladaptive bzw. dysfunktionale Verhaltensweisen, welche in ihrem Schweregrad die Entwicklungs-, Lern- und Arbeitsfähigkeit sowie das Interaktionsgeschehen in der Umwelt beeinträchtigen und nicht oder nur unzureichend ohne professionelle Hilfe überwunden werden können, werden sie als verhaltensauffällig bzw. verhaltensgestört im klinischen Sinne bezeichnet (Myschker, 2002).

Die Erscheinungsformen der Verhaltensauffälligkeiten konnten empirisch in zwei Hauptfaktoren, die „Externalisierenden Störungen“ und die „Internalisierenden Störungen“ differenziert werden. Während sich die externalisierenden Symptome eher gegen die Umwelt richten und sich in Form von zum Beispiel Aggressivität, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen zeigen, sind die Verhaltensweisen der internalisierenden Störungen eher nach innen gerichtet und zeigen sich in Symptomen wie Zurückgezogenheit, Ängstlichkeit, Depressivität und psychosomatischen Belastungen (Myschker, 2002; Petermann, Döpfner, Lehmkuhl & Scheithauer, 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zusammenfassung: Diese Einführung gibt einen Überblick über die Forschungsziele und die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der kindlichen Verhaltensentwicklung in verschiedenen Familienstrukturen.

2. Theoretischer Ausgangspunkt: Partnerschaftskonflikte als Risikofaktoren für Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern: Das Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand zu kindlichen Verhaltensstörungen, der Qualität von Partnerschaften und dem Einfluss von elterlichen Konflikten sowie Trennungserfahrungen.

3. Forschungsfragen: Hier werden die aus der Literatur abgeleiteten spezifischen Fragestellungen und die theoretischen Vermutungen der Arbeit dargelegt.

4. Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenerhebung in Düsseldorfer Schulen sowie die eingesetzten psychometrischen Messinstrumente und statistischen Auswertungsmethoden.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Analyse der soziodemographischen Daten und die Überprüfung der sechs aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Partnerschaftsqualität und kindlichem Verhalten.

6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse im Kontext bisheriger Forschung, erörtert Einschränkungen der Untersuchung und leitet Implikationen für zukünftige Studien und präventive Maßnahmen ab.

Schlüsselwörter

Verhaltensauffälligkeiten, Partnerschaftsqualität, Alleinerziehende, Verheiratete Mütter, Kinder, Elternkonflikte, Scheidung, Trennung, Psychosomatische Medizin, Psychotherapie, SDQ, Erziehungsverhalten, Externalisierende Störungen, Internalisierende Störungen, Familiendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Qualität der elterlichen Partnerschaft (oder deren Trennung) mit der Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern im Vorschulalter zusammenhängt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Partnerschaftszufriedenheit, elterliche Konflikte, kindliche Verhaltensauffälligkeiten, Scheidungsfolgen und die spezifische Lebenssituation alleinerziehender Mütter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Beitrag zur Beantwortung der Frage zu leisten, inwieweit die Elternbeziehung die Entwicklung externalisierender oder internalisierender Verhaltensstörungen bei Kindern beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie an einer Stichprobe von 1122 Müttern, bei der Fragebögen (SDQ, ZIP, Sozialfragebogen, Trennungsfragebogen) und inferenzstatistische Verfahren (z.B. ANOVA, Korrelationen) eingesetzt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu den Risikofaktoren für Kinder, eine detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die Darstellung sowie Diskussion der statistischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Verhaltensauffälligkeiten, Partnerschaftsqualität, Alleinerziehende, Elternkonflikte, Scheidung und Psychosomatik.

Welche Rolle spielt die "Parentifizierung" in der Argumentation?

Der Begriff wird genutzt, um Situationen zu beschreiben, in denen Kinder durch dysfunktionale familiäre Prozesse oder Substanzmissbrauch der Eltern emotional überfordert werden und eine Art Partnerrolle für die Eltern übernehmen, was wiederum zu Verhaltensproblemen führen kann.

Warum wird der Trennungszeitpunkt als moderierende Variable betrachtet?

Der Zeitpunkt der Trennung wird untersucht, um festzustellen, ob ein längerer zeitlicher Abstand zur Trennung (Restabilisierung) zu einer Verringerung der Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern führt.

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Details

Title
Untersuchung des Zusammenhangs von Elternbeziehung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern von alleinerziehenden und verheirateten Müttern
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
2
Author
Diplom-Psychologin Gabriele Guth (Author)
Publication Year
2005
Pages
135
Catalog Number
V69248
ISBN (eBook)
9783638601160
Language
German
Tags
Untersuchung Zusammenhangs Elternbeziehung Verhaltensauffälligkeiten Kindern Müttern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Psychologin Gabriele Guth (Author), 2005, Untersuchung des Zusammenhangs von Elternbeziehung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern von alleinerziehenden und verheirateten Müttern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69248
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