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Erving Goffman - „Der dramaturgische Ansatz“ und die Analyse totaler Institutionen

Title: Erving Goffman - „Der dramaturgische Ansatz“ und die Analyse totaler Institutionen

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tom Seidel (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Einer der bekanntesten neueren Soziologen ist Erving Goffman (1922 – 1982). Diese Hausarbeit bezieht sich auf Goffmans Werke „Wir allen spielen Theater“ (1998) und „Asyle“ (1973). Dabei werden die wichtigsten Aspekte der Interaktion aus seinem "dramaturgischen Ansatz" beschrieben und erläutert. Im Anschluss folgt eine Beschreibung und Erläuterung totaler Institutionen, so wie des Verhaltens von Insassen und Mitgliedern dieser Institutionen. Den Abschluss dieser Arbeitet bildet eine ansatzweise Betrachtung einer empirischen Studie mithilfe Goffmanns Analysen


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der dramaturgische Ansatz

2.1 Rolle, Rollenerwartung und Rollendistanz

2.2 Aspekte des Rollenspiels

3. Umformung des Selbst des Insassen

3.1 Neugestaltung der sozialen Situation

3.2 Totale Institutionen

3.3 Eintritt des Insassen in die totale Institution

3.4 Anpassung an die totale Institution

3.4.1 Anpassungsstrategien

3.4.2 Institutionelle Zeremonien

3.4.3 Primäre und sekundäre Anpassung

4. Das Stanford-Prison-Experiment

4.1 Überblick

4.2 Die Studie

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die soziologischen Konzepte von Erving Goffman, insbesondere seinen dramaturgischen Ansatz und die Analyse totaler Institutionen, um zu erklären, wie sich das Selbst eines Individuums unter extremen Bedingungen grundlegend umformen kann. Als praktische Anwendung dieser Theorien dient das Stanford-Prison-Experiment.

  • Der dramaturgische Ansatz und das Verständnis von Interaktion als Rollenspiel.
  • Die Definition und Struktur totaler Institutionen.
  • Prozesse der Identitätsveränderung bei Insassen durch Erniedrigung und Fremdbestimmung.
  • Strategien der Anpassung an totale Institutionen.
  • Empirische Illustration durch das Stanford-Prison-Experiment.

Auszug aus dem Buch

2.1 Rolle, Rollenerwartung und Rollendistanz

„Wenn ein Einzelner mit anderen zusammentrifft, versuchen diese gewöhnlich, Informationen über ihn zu erhalten oder Informationen, die sie bereits besitzen, ins Spiel zu bringen“ (Goffman 1998, S. 5). Sie interessieren sich dabei für seine Erscheinung, seine Handlungen, seinen Status, seine Einstellung zu ihnen und seine Fähigkeiten, so wie vergleichbare Aspekte. Wenn der Einzelne dabei seinen Gegenüber nicht kennt, so kann er seinen eigenen Beobachtungen bestimmte Hinweise entnehmen, die er dann mit früheren Beobachtungen anderer, ähnlicher Personen vergleicht. Kennt der Beobachter seinen Gegenüber bereits, so kann er Voraussagen über dessen Verhalten, aufgrund früherer Interaktionen mit ihm, treffen. Was und wie viel „wahre“ Informationen der Beobachter dem Verhalten des Einzelnen entnehmen kann, ist aber auch stark davon abhängig, was der Einzelne tatsächlich von sich Preis gibt. Der Einzelne kann sich anders geben und präsentieren als er tatsächlich ist. Jedes Individuum versucht dem Anderen ein bestimmtes Bild zu vermitteln. Das, was der Einzelne zeigt, seine Handlungen, seine Mimik und Gestik, sein Verhalten in einer unmittelbaren Interaktion mit einem Gegenüber nennt Goffman Darstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Goffmans Theorien ein und umreißt die Zielsetzung, die dramaturgischen Aspekte und die Untersuchung totaler Institutionen mithilfe einer empirischen Studie zu verknüpfen.

2. Der dramaturgische Ansatz: Dieses Kapitel erläutert Goffmans Konzept des Rollenspiels, bei dem Interaktionen als Theaterstück betrachtet werden, und führt zentrale Begriffe wie Rolle, Fassade und Ausdruckskontrolle ein.

3. Umformung des Selbst des Insassen: Hier wird analysiert, wie sich Identitäten verändern, wenn Individuen in totale Institutionen eintreten, und welche Mechanismen und Anpassungsstrategien dabei zum Einsatz kommen.

4. Das Stanford-Prison-Experiment: Das Kapitel wendet Goffmans Theorien auf die Simulationsstudie des Stanford-Prison-Experiments an, um den Umformungsprozess des Selbst unter Haftbedingungen zu veranschaulichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie die Ergebnisse das dramaturgische Konzept bestätigen und wie der Verlust von Rollendistanz zur Identitätsumformung in totalen Institutionen führt.

Schlüsselwörter

Erving Goffman, Dramaturgischer Ansatz, Totale Institution, Soziale Situation, Rollenspiel, Rollendistanz, Identität, Selbstbild, Eindrucksmanipulation, Stanford-Prison-Experiment, Insassen, Aufsichtspersonal, Anpassung, Institutionelle Zeremonien, Sekundäre Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt soziologische Theorien von Erving Goffman, um zu erklären, wie soziale Interaktion funktioniert und wie Institutionen die Identität von Individuen verändern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf Goffmans dramaturgischen Ansatz der sozialen Interaktion sowie auf die Analyse totaler Institutionen und deren Einfluss auf das Selbst der Insassen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Goffmans Theorien darzulegen und diese anhand des Stanford-Prison-Experiments empirisch zu validieren, insbesondere im Hinblick auf den Umformungsprozess der Identität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur, ergänzt durch die Anwendung dieser Theorien auf eine konkrete empirische Fallstudie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des dramaturgischen Ansatzes, die Analyse totaler Institutionen und die Anwendung dieser Konzepte auf das Stanford-Prison-Experiment.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Goffman, Rollenspiel, totale Institution, Identitätsumformung, soziale Situation und Eindrucksmanipulation.

Was versteht Goffman unter einer totalen Institution?

Goffman definiert sie als Wohn- und Arbeitsstätte, in der eine Vielzahl ähnlich gestellter Individuen für längere Zeit von der übrigen Gesellschaft abgeschnitten ist und ein formal reglementiertes Leben führt.

Was ist der sogenannte "Looping-Effekt"?

Dies ist ein von Goffman beschriebener Effekt, bei dem ein negatives Image eines Insassen dazu führt, dass jede seiner Handlungen, unabhängig von der Intention, diesem negativen Bild zugeschrieben wird, was dem Insassen kaum Fluchtmöglichkeiten lässt.

Warum spielt die "Rollendistanz" eine so wichtige Rolle?

Die Rollendistanz schützt laut Goffman die eigentliche Identität eines Individuums. In totalen Institutionen wird diese Distanz jedoch oft unmöglich gemacht, was zur Umformung des Selbst führt.

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Details

Title
Erving Goffman - „Der dramaturgische Ansatz“ und die Analyse totaler Institutionen
College
Technical University of Chemnitz  (Soziologie)
Course
Neuere Theorien
Grade
1,7
Author
Tom Seidel (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V69259
ISBN (eBook)
9783638613293
ISBN (Book)
9783638768733
Language
German
Tags
Erving Goffman Ansatz“ Analyse Institutionen Neuere Theorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Seidel (Author), 2006, Erving Goffman - „Der dramaturgische Ansatz“ und die Analyse totaler Institutionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69259
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