Auf Wunsch des Papstes Julius II. wurde in der Zeit von 1508 bis 1512 die Sixtinische Kapelle im Vatikanischen Palast in Rom mit Fresken von Michelangelo ausgestattet. Im Folgenden wird ein Fresko besonders herausgehoben: „Die Erschaffung Adams“, die in den zentralen Bildfeldern an der Decke der Sixtinischen Kapelle dargestellt ist. Dieses Werk zählt sicherlich zu den bekanntesten Bildmotiven der Kunstgeschichte und keines der anderen Fresken in der Kapelle hat die Nachwelt mehr beeindruckt, als die Szene des sechsten Schöpfungstages in der Bibel. Nach einer Bildbeschreibung des Freskos möchte ich auf die künstlerische Umsetzung der Erschaffung Adams in Bezug auf die ikonographische Tradition des Abendlandes kommen. Es soll analysiert werden, ob der Künstler sich an früheren Darstellungen der Erschaffungsszene orientiert hat, oder ob er sich an die Beschreibung der Szene aus der Bibel gehalten hat. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden warum Michelangelo die Erschaffung Adams auf diese Weise dargestellt hat. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bildbeschreibung
- Ikonographische Betrachtung der Erschaffung Adams im Kontext der abendländischen Tradition
- Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert Michelangelos Fresko "Die Erschaffung Adams" in der Sixtinischen Kapelle. Die Zielsetzung ist es, das Fresko im Kontext der ikonographischen Tradition der abendländischen Kunst zu betrachten und die künstlerischen Entscheidungen Michelangelos im Bezug auf die Erschaffungsszene in der Genesis zu untersuchen.
- Ikonographische Tradition der Erschaffung Adams
- Michelangelos künstlerische Interpretation
- Analyse der Figuren und Symbole im Fresko
- Bedeutung des Freskos im Kontext der Sixtinischen Kapelle
- Michelangelos künstlerische Sprache und Einfluss auf die Kunstgeschichte
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung stellt das Fresko "Die Erschaffung Adams" in den Kontext der Sixtinischen Kapelle und der künstlerischen Tätigkeit Michelangelos vor. Die Arbeit skizziert die Forschungsfrage und den Aufbau der Analyse.
2. Bildbeschreibung
Dieses Kapitel analysiert das Fresko "Die Erschaffung Adams" detailliert. Es beschreibt die Figuren, die Komposition, die Farbpalette und die künstlerischen Techniken, die Michelangelo verwendet hat.
3. Ikonographische Betrachtung der Erschaffung Adams im Kontext der abendländischen Tradition
Dieses Kapitel untersucht die ikonographische Tradition der Darstellung der Erschaffung Adams in der abendländischen Kunst und vergleicht diese mit Michelangelos Interpretation. Es analysiert die Bedeutung der Figuren und Symbole im Fresko im Kontext der biblischen Geschichte und der Renaissancekunst.
Schlüsselwörter
Michelangelo, Sixtinische Kapelle, Erschaffung Adams, Ikonographie, Renaissancekunst, Genesis, biblische Geschichte, Figuren, Symbole, künstlerische Interpretation, Komposition, Farbpalette.
Häufig gestellte Fragen
Wann und für wen schuf Michelangelo „Die Erschaffung Adams“?
Das Fresko wurde zwischen 1508 und 1512 im Auftrag von Papst Julius II. als Teil der Deckenmalereien in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan geschaffen.
Hielt sich Michelangelo bei der Darstellung strikt an die Bibel?
Die Arbeit analysiert, ob Michelangelo sich an die biblische Beschreibung der Genesis hielt oder sich stärker an der ikonographischen Tradition des Abendlandes und eigenen künstlerischen Visionen orientierte.
Was ist das Besondere an der Komposition des Freskos?
Besonders bekannt ist der fast berührende Kontakt zwischen den Fingern Gottes und Adams, der die Übertragung des Lebensfunkens symbolisiert und eine Dynamik erzeugt, die die Nachwelt nachhaltig beeindruckte.
Welche Rolle spielen die Figuren und Symbole im Werk?
Die Figuren unter Gottes Mantel und die anatomische Präzision Adams werden ikonographisch untersucht, um ihre tiefere Bedeutung im Kontext der Renaissance-Theologie zu verstehen.
Welchen Einfluss hatte das Werk auf die Kunstgeschichte?
„Die Erschaffung Adams“ gilt als eines der bekanntesten Bildmotive weltweit und prägte die künstlerische Sprache der Hochrenaissance sowie das Verständnis der Darstellung des Göttlichen maßgeblich.
- Quote paper
- Carina Danzer (Author), 2004, Ikonographische Betrachtung der Erschaffung Adams im Kontext der abendländischen Tradition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69293