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Nicht-monetäres Reporting der DAX- und M-DAX-Unternehmen - Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis

Title: Nicht-monetäres Reporting der DAX- und M-DAX-Unternehmen - Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis

Diploma Thesis , 2006 , 74 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Benedikt Burwinkel (Author)

Business economics - Controlling
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Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und future e.V. veröffentlichte Anfang 2005 in der Zeitschrift Ökologisches Wirtschaften das aktuelle Ranking der Nachhaltigkeitsberichte deutscher Unternehmen unter der Überschrift „Vertrauen durch Transparenz“. Nachhaltigkeitsberichte stellen jedoch nur einen Bruchteil des Reportings dar, welches in seiner Gesamtheit für Transparenz und somit Vertrauen sorgen soll. Die zunehmend komplexer werdenden und global ablaufenden Unternehmensprozesse führen zu einer drastischen Intensivierung des (internationalen) Wettbewerbs. Die dadurch bedingte Unsicherheit der beteiligten Akteure lässt dem Reporting eine wachsende Bedeutung zukommen. Diese Entwicklung ist für Unternehmen Herausforderung und Chance zugleich.
Die Fachliteratur verweist zusätzlich sowohl auf das gestiegene Verlangen von Anteilseignern und Stakeholdern nach einer erhöhten Transparenz seitens der Unternehmen als auch auf die fehlende Bereitschaft, auf die sie betreffenden Informationen zu verzichten. Dieser Gesichtspunkt verdeutlicht auch den Bedeutungszuwachs des Reportings und die damit verbundenen Möglichkeiten.
Im Rahmen der Kommunikation des Unternehmens mit seinen Anteilseignern und den potentiellen Investoren dient das Reporting als wichtiges Kommunikationsmedium auf dem Kapitalmarkt. DiPiazza bezeichnet hierbei die Informationen als Existenzgrundlage und Lebenselixier der Kapitalmärkte. Im Hinblick auf den Trend, dass einerseits immer mehr Unternehmen zur Finanzierung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Expansion auf den Kapitalmarkt drängen und andererseits Stakeholder mehr Transparenz fordern, gewinnt ein aussagekräftiges Reporting als Schlüssel zum Kapitalmarkt an Bedeutung. Labhart unterstreicht dies mit dem Hinweis, „dass Investoren eine hochwertige Berichterstattung mit geringeren Risikoprämien belohnen“. Dies impliziert sinkende Kapitalkosten für die Unternehmen. Unternehmen profitieren aber auch im Hinblick auf ihre Kunden von einem verbesserten Reporting. Mit der Möglichkeit zur Einsicht in die unternehmensindividuellen Charakteristika und die stattfindende Wertschöpfungskette differenziert sich ein Unternehmen einerseits von der Konkurrenz und schafft andererseits durch diese Transparenz Vertrauen. Das Marketing und der Vertrieb können dies in einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen ummünzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Transparenz schafft Vertrauen: das Reporting – eine unternehmerische Herausforderung und Chance

1.1 Die wachsende Bedeutung des Reportings für Unternehmen

1.2 Aufbau und Zielsetzung dieser Arbeit

2 Die verschiedenen Berichtsformen – das Fundament des Reportings

2.1 Das Reporting im Überblick

2.1.1 Informationsasymmetrien als theoretische Grundlage für das Reporting

2.1.2 Der Zusammenhang von Unternehmenspublizität, Reporting und Berichten

2.2 Monetäre Berichte

2.2.1 Gesetzliche Vorschriften: die Basis monetärer Berichte

2.2.2 Monetäre Berichte im Überblick

2.2.3 Darstellung ausgewählter monetärer Berichte

2.2.3.1 Geschäftsberichte und Jahresberichte

2.2.3.2 Zwischenberichte und Quartalsberichte

2.3 Nicht-monetäre Berichte

2.3.1 Normen und Richtlinien: die Basis nicht-monetärer Berichte

2.3.2 Nicht-monetäre Berichte im Überblick

2.3.3 Darstellung ausgewählter nicht-monetärer Berichte

2.3.3.1 Umweltbericht

2.3.3.2 Umwelterklärung

2.3.3.3 Corporate Social Responsibility-Bericht

2.3.3.4 Nachhaltigkeitsbericht

3 Studie zu den nicht-monetären Berichten der DAX- und M-DAX-Unternehmen

3.1 Methodik

3.1.1 Ausgewählte Kennzahlen der monetären Berichte als Grundlage der nicht-monetären Berichtsform-Wahl

3.1.2 Normen und Richtlinien als Orientierungshilfe für die Gestaltung der verschiedenen nicht-monetären Berichte

3.2 Ergebnisse

3.2.1 Ausgewählte Kennzahlen der monetären Berichte als Grundlage der nicht-monetären Berichtsform-Wahl

3.2.1.1 Übersicht über die nicht-monetäre Berichterstattung im Marktsegment DAX und M-DAX

3.2.1.2 Branchenzugehörigkeit

3.2.1.3 Unternehmensalter und „Börsenalter“ der Unternehmen

3.2.1.4 Mitarbeiterzahl

3.2.1.5 Bilanzsumme

3.2.1.6 Eigenkapital- und Fremdkapitalquote

3.2.1.7 Rating

3.2.1.8 Gesamtumsatz und europäischer Umsatzanteil

3.2.1.9 Cash Flow aus Investitionstätigkeit

3.2.1.10 Unverwässertes Ergebnis je Aktie

3.2.1.11 Beta-Faktor

3.2.2 Normen und Richtlinien als Orientierungshilfe für die Gestaltung der verschiedenen nicht-monetären Berichte

3.2.2.1 Übersicht über die angewendeten Normen und Richtlinien im Marktsegment DAX und M-DAX

3.2.2.2 Umweltbericht

3.2.2.3 Umwelterklärung

3.2.2.4 Corporate Social Responsibility-Bericht

3.2.2.5 Nachhaltigkeitsbericht

4 Entwicklung eines computerbasierten Instruments zur unternehmensindividuellen Auswahl und zum Aufbau eines nicht-monetären Berichts

4.1 Methodik

4.2 Darstellung des IT-gestützten Werkzeugs A.E.B.

4.2.1 Die unternehmensindividuelle A.E.B.-Empfehlung zur Wahl einer angemessenen nicht-monetären Berichtsform

4.2.2 Der A.E.B. als Orientierungshilfe zur Erstellung einzelner nicht-monetärer Berichte

4.2.2.1 Umweltbericht

4.2.2.2 Umwelterklärung

4.2.2.3 Corporate Social Responsibility-Bericht

4.2.2.4 Nachhaltigkeitsbericht

4.3 Kritische Aspekte des A.E.B.

5 Nicht-monetäres Reporting – eine wissenschaftliche und unternehmerische Chance und Herausforderung

5.1 Zusammenfassung der Theorie und der Ergebnisse der Studie

5.2 Fazit: Nicht-monetäres Reporting – eine Chance zum Ergreifen

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs, das Unternehmen bei der Auswahl und Erstellung eines für sie angemessenen, nicht-monetären Berichts unterstützt. Die Arbeit adressiert das Problem der fehlenden Standardisierung nicht-monetärer Berichtsformen und leitet aus einer empirischen Studie bei DAX- und M-DAX-Unternehmen Entscheidungshilfen für die Praxis ab.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Reporting und Unternehmenspublizität unter Einbeziehung der Neuen Institutionenökonomie.
  • Differenzierung zwischen monetären (standardisierten) und nicht-monetären (freiwilligen) Berichtsformen.
  • Empirische Untersuchung der Berichterstattungspraxis der größten börsennotierten deutschen Unternehmen.
  • Konzeption und Darstellung eines IT-gestützten Assistenten (A.E.B.) zur unternehmensindividuellen Auswahl und Gestaltung nicht-monetärer Berichte.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Informationsasymmetrien als theoretische Grundlage für das Reporting

Nach dem Verständnis der Neoklassik gibt es keine Daseins-Berechtigung für das Reporting. Dies ist im vollkommen informationseffizienten Markt begründet, in dem alle Marktteilnehmer zu allen Informationen kostenlos und gleichzeitig Zugang haben. Diese Annahme impliziert jedoch eine Abstraktion von den überall gegenwärtigen Informations- und Unsicherheitsproblemen sowie der bestehenden asymmetrischen Informationsverteilung seitens der Neoklassik.

Genau an diesen Problemen setzt die Theorie der Neuen Institutionenökonomie an. Sie lässt unvollkommene Märkte und Informationen sowie Unsicherheit explizit zu und thematisiert dies in ihren ökonomischen Analysen. Unterteilt wird diese Theorie nochmals in die verschiedenen Ansätze der „Property-Rights-Theorie“, „Principal-Agent-Theorie“ und „Transaktionskostentheorie“. Von großer Relevanz in Bezug auf das Reporting sind jedoch nur die zwei letztgenannten Theorien.

Die „Principal-Agent-Theorie“ beleuchtet die Problematik der Unsicherheit des Prinzipals (Stakeholder) in Bezug auf das Verhalten des Agenten (Unternehmen). Diese Unsicherheit besteht zu verschiedenen Zeitpunkten des Vertragsabschlusses bzw. der Interaktion sowohl ex-ante als auch ex-post.

Vor Vertragsabschluss sind dem Prinzipal die Qualitätseigenschaften des Agenten unbekannt bzw. nicht sicher überprüfbar. Diese „hidden characteristics“ führen zu einer negativen Auslese, der Adverse Selection. Vereinfacht dargestellt bedeutet dies, dass sich die „besseren Agenten“ vom Markt zurückziehen und nur noch „schlechtere Agenten“ dem Markt zur Verfügung stehen, da der Prinzipal nicht zwischen besseren und schlechteren Agenten differenzieren kann und somit für beide Eigenschaften denselben Preis zahlt. Dies hat zur Folge, dass nur noch „schlechte Agenten“ auf dem Markt sind, da die „guten Agenten“ nicht angemessen bezahlt werden. Dieses Problem kann beispielsweise mittels Signalling, also auch Reporting, beseitigt werden. Durch Berichte signalisiert ein „guter Agent“ dem Prinzipal seine guten Eigenschaften und Qualitäten. Dieser differenziert sich so von den „schlechten Agenten“ und kann eine höhere Entlohnung verlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Transparenz schafft Vertrauen: das Reporting – eine unternehmerische Herausforderung und Chance: Das Kapitel führt in die Bedeutung des Reportings als Mittel zur Schaffung von Transparenz und Vertrauen in einem komplexen Wettbewerbsumfeld ein und definiert den Zweck der Arbeit.

2 Die verschiedenen Berichtsformen – das Fundament des Reportings: Hier werden theoretische Grundlagen des Reportings erörtert sowie eine Abgrenzung zwischen gesetzlich vorgeschriebenen monetären Berichten und freiwilligen, nicht-monetären Berichten vorgenommen.

3 Studie zu den nicht-monetären Berichten der DAX- und M-DAX-Unternehmen: Dieses Kapitel präsentiert die Methodik und Ergebnisse einer empirischen Studie, welche die nicht-monetäre Berichterstattung der größten deutschen Unternehmen im Hinblick auf Kennzahlen, Normen und Richtlinien untersucht.

4 Entwicklung eines computerbasierten Instruments zur unternehmensindividuellen Auswahl und zum Aufbau eines nicht-monetären Berichts: Das Kapitel beschreibt das entwickelte IT-Werkzeug (A.E.B.), das Unternehmen dabei unterstützt, basierend auf spezifischen Kennzahlen eine passende Berichtsform auszuwählen und strukturiert aufzubauen.

5 Nicht-monetäres Reporting – eine wissenschaftliche und unternehmerische Chance und Herausforderung: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Reporting als Chance für Unternehmen zur Wettbewerbsdifferenzierung sowie für die Wissenschaft als relevantes Forschungsfeld.

Schlüsselwörter

Nicht-monetäres Reporting, Unternehmenspublizität, Transparenz, Stakeholder, Principal-Agent-Theorie, Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Social Responsibility, CSR, Umweltbericht, Umwelterklärung, IT-gestütztes Werkzeug, DAX, M-DAX, Kennzahlen, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis, das bei der Auswahl und dem Aufbau von nicht-monetären Berichten unterstützt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Theorien zum Reporting mit einer empirischen Analyse der Berichterstattungspraxis deutscher Großunternehmen und der Entwicklung einer praktischen Lösung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Unternehmen ein computerbasiertes Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie unternehmensindividuell die angemessene Form eines nicht-monetären Berichts bestimmen und eine Anleitung für dessen Erstellung erhalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen deskriptiven Studie der DAX- und M-DAX-Unternehmen zur Ermittlung von Korrelationen zwischen Unternehmenskennzahlen und Berichtsformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die empirische Studie sowie die Konzeption und Darstellung des IT-gestützten Werkzeugs A.E.B.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nicht-monetäres Reporting, Transparenz, Nachhaltigkeit, CSR und IT-gestützte Entscheidungshilfen charakterisiert.

Was unterscheidet den Umweltbericht von der Umwelterklärung?

Der Umweltbericht ist ein freiwilliges, weitgehend nicht standardisiertes Instrument, während die Umwelterklärung an die validierungspflichtige EMAS-Verordnung gebunden und damit standardisierter ist.

Warum ist das "Börsenalter" eines Unternehmens für die Berichterstattung relevant?

Die Studie deutet darauf hin, dass länger börsennotierte Unternehmen aufgrund umfassenderer Publizitätspflichten und gewachsener Stakeholder-Beziehungen eher gewillt sind, nicht-monetäre Berichte zu veröffentlichen.

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Details

Title
Nicht-monetäres Reporting der DAX- und M-DAX-Unternehmen - Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis
College
University of Hohenheim
Grade
1,7
Author
Benedikt Burwinkel (Author)
Publication Year
2006
Pages
74
Catalog Number
V69311
ISBN (eBook)
9783638601283
Language
German
Tags
Nicht-monetäres Reporting DAX- M-DAX-Unternehmen Entwicklung IT-gestützten Werkzeugs Unternehmenspraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt Burwinkel (Author), 2006, Nicht-monetäres Reporting der DAX- und M-DAX-Unternehmen - Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69311
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