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Gestaltungselemente einer Kundenerfolgsrechnung im Handel

Titel: Gestaltungselemente einer Kundenerfolgsrechnung im Handel

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit steigender Unsicherheit in einer sich verändernden Umwelt, bedingt durch die erhöhte Wettbewerbsintensität infolge der Globalisierung und der zunehmenden Komplexität des betrieblichen Geschehens (Internationalisierung, Dezentralisierung, usw.), gewinnt das Controlling eine immer größere Bedeutung. Besonders im Bereich des Handels ist das Controlling infolge der erhöhten Dynamik des Unternehmensumfelds, insbesondere durch die immer kürzer werdenden Lebenszyklusphasen der Produkte und Märkte, unverzichtbar geworden.
Eine Aufgabe des Handelscontrollings ist es, möglichst viele der auftretenden Chancen und Risiken als solche zu erkennen und die Führung bei der Entwicklung geeigneter Strategien zu unterstützen, um den Erfolg und den Bestand der Unternehmung nachhaltig zu sichern. Somit sind korrekte und relevante entscheidungsvorbereitende und entscheidungsunterstützende Informationen seitens des Controllings von besonderer Notwendigkeit.
Ein bedeutendes Instrument des Controllings zur Erkennung und Unterstützung ist die (Kunden-) Erfolgsrechnung. Zur Gewährleistung eines aussagekräftigen Handelscontrollings sind daher verschiedene im Folgenden zu erläuternde Gestaltungselemente bei der (Kunden-) Erfolgsrechnung zu beachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Zur wachsenden Notwendigkeit eines aussagekräftigen Handelscontrollings

B. Charakterisierung von Handel und Erfolgsrechnung

I. Zusammenspiel von Handel und Erfolgsrechnung

II. Verschiedene Verfahren der Erfolgsrechnung

C. Kundenerfolgsrechnung im Handel mit einer Deckungsbeitragsrechnung

I. Kundenbezogene Deckungsbeitragsrechnung auf Basis relativer Einzelkosten

II. Erweiterung der Deckungsbeitragsrechnung um die Prozesskostenrechnung

1. Darstellung der Prozesskostenrechnung

2. Kombination der Prozesskostenrechnung mit der Deckungsbeitragsrechnung

III. Kritische Betrachtung weiterer gängiger Methoden zur Kundenerfolgsrechnung

D. Betrachtung der verschiedenen Kundentypen in der Kundenerfolgsrechnung

I. Besonderheiten von Neukunden

II. Besonderheiten von Bestandskunden

E. „Der gläserne Kunde“ als Ziel des Handelscontrollings?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Gestaltungselementen einer Kundenerfolgsrechnung im Handel, um eine aussagekräftige Grundlage für die operative und strategische Entscheidungsunterstützung zu schaffen, angesichts der Schwierigkeiten bei der indirekten Erfolgszuordnung im Dienstleistungssektor.

  • Notwendigkeit und Bedeutung des Handelscontrollings
  • Methoden der Kundenerfolgsrechnung (Deckungsbeitragsrechnung)
  • Integration der Prozesskostenrechnung zur Gemeinkostenverteilung
  • Besonderheiten bei der Bewertung von Neu- und Bestandskunden
  • Qualitative Kundenbewertungsverfahren als Ergänzung

Auszug aus dem Buch

1. Darstellung der Prozesskostenrechnung

Besonders in kundenorientierten, dienstleistungsintensiven Unternehmen existiert ein hoher Gemeinkostenblock. Eine willkürliche Verteilung anhand eines Gemeinkostenschlüssels auf Basis variabler Kostenanteile ist abzulehnen, denn sie führt im Bezug auf Kundenbeziehungen zu Fehlinformationen.

Soweit sich Kosten nicht als Einzelkosten zuordnen lassen, bietet sich die Prozesskostenrechnung an. Sie erfasst, bewertet und verrechnet kundenbezogene, standardisierbare Aktivitäten. Kosten werden je nach Inanspruchnahme des Prozesses auf das Bezugsobjekt Kunde verteilt. Das bedeutet, dass neben direkt zurechenbaren Kosten auch Kosten mit Fixkostencharakter verteilt werden – bspw. Kosten für Geräte in Verbindung mit der Reklamationsbearbeitung. In diesem Fall stellen Prozesse Sequenzen von Arbeitsabläufen dar, die sich bei erneuter Durchführung identisch wiederholen.

In der Literatur werden verschiedene Varianten der Prozesskostenrechnung diskutiert, denen, wenn man sie auf ihre Grundanwendung generalisiert, die gleiche Vorgehensweise zugrunde liegt.

Man betrachtet für einen bestimmten Kostenbereich abgrenzbare Prozesse als Kostenverursacher, für deren Bildung eine umfassende Tätigkeitsanalyse notwendig ist. In Bezug auf Kunden könnten diese bspw. das Anlegen eines Kundenstammsatzes, Bearbeitung von Reklamationen o. ä. sein. Schon bestehende Kostenstellen können als Betrachtungsgrundlage dienen. Für sachlich interpretierte Aktivitäten werden Teilprozesse definiert, die ein bestimmtes Tätigkeitsgebiet innerhalb einer Kostenstelle beschreiben. Darauf aufbauend werden Hauptprozesse bestimmt, welche die zentralen Gemeinkosteneinflussfaktoren darstellen. „Kunden betreuen“ stellt bspw. einen solchen Prozess dar, der durch die beiden oben genannten Teilprozesse entsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Zur wachsenden Notwendigkeit eines aussagekräftigen Handelscontrollings: Dieses Kapitel erläutert, warum Controlling aufgrund von Marktdynamik und Wettbewerbsdruck im Handel unverzichtbar geworden ist.

B. Charakterisierung von Handel und Erfolgsrechnung: Hier werden die Besonderheiten von Handelsleistungen und die Relevanz der Kostenträgerrechnung für die Erfolgsermittlung im Handel dargestellt.

C. Kundenerfolgsrechnung im Handel mit einer Deckungsbeitragsrechnung: Das Kapitel diskutiert die Anwendung der Deckungsbeitragsrechnung nach Riebel sowie die Integration der Prozesskostenrechnung zur genaueren Zuordnung von Gemeinkosten.

D. Betrachtung der verschiedenen Kundentypen in der Kundenerfolgsrechnung: Hier werden die spezifischen Herausforderungen bei der Erfolgsanalyse von Neu- und Bestandskunden beleuchtet.

E. „Der gläserne Kunde“ als Ziel des Handelscontrollings?: Dieses Kapitel hinterfragt, ob die zunehmende Erfassung von Kundendaten das eigentliche Ziel des Handelscontrollings sein sollte.

Schlüsselwörter

Handelscontrolling, Kundenerfolgsrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Prozesskostenrechnung, Einzelkostenprinzip, Kostenträgerrechnung, Kostenmanagement, Kundenbeziehungen, Dienstleistungsintensität, Gemeinkostenverteilung, Cost-Driver, Neukunden, Bestandskunden, Kundenattraktivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gestaltungselementen einer Kundenerfolgsrechnung im Handel, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das Management zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Deckungsbeitragsrechnung, die Integration der Prozesskostenrechnung zur verursachungsgerechten Gemeinkostenverteilung sowie die Differenzierung zwischen Kundentypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, mit denen Handelsbetriebe Kundenwerte und die Wirtschaftlichkeit von Kundenbeziehungen trotz hoher Gemeinkosten präziser erfassen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Ansätze der Kosten- und Leistungsrechnung, insbesondere des Einzelkostenprinzips nach Riebel sowie der Prozesskostenrechnung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Instrumente zur Kundenerfolgsrechnung, deren Vor- und Nachteile sowie die Notwendigkeit einer Kombination verschiedener Rechenverfahren detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Handelscontrolling, Kundenerfolgsrechnung, Prozesskostenrechnung, Deckungsbeiträge und Kundenwert.

Warum reicht eine klassische Deckungsbeitragsrechnung für den Handel oft nicht aus?

Weil Handelsbetriebe oft einen hohen Gemeinkostenblock haben, der bei einer einfachen Deckungsbeitragsrechnung zu Fehlentscheidungen führen kann, wenn die Zurechnung ungenau erfolgt.

Wie trägt die Prozesskostenrechnung zur Problemlösung bei?

Sie ermöglicht es, Gemeinkosten auf Basis von Prozessinanspruchnahmen verursachungsgerecht auf den Kunden als Bezugsobjekt zu verteilen und so versteckte Gewinne oder Verluste aufzudecken.

Inwiefern unterscheiden sich Neu- und Bestandskunden in der Rechnung?

Neukunden verursachen oft Akquisitionskosten und erfordern eine investitionsbezogene Betrachtung, während bei Bestandskunden die Pflegekosten und Folgetransaktionen im Vordergrund stehen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gestaltungselemente einer Kundenerfolgsrechnung im Handel
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V69315
ISBN (eBook)
9783638613385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gestaltungselemente Kundenerfolgsrechnung Handel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2006, Gestaltungselemente einer Kundenerfolgsrechnung im Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69315
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Leseprobe aus  24  Seiten
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