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Anteilsbasierte Vergütungen: Bilanzierung nach IFRS 2 und Überprüfung der erstmaligen Anwendung bei ausgewählten deutschen börsennotierten Unternehmen

Title: Anteilsbasierte Vergütungen: Bilanzierung nach IFRS 2 und Überprüfung der erstmaligen Anwendung bei ausgewählten deutschen börsennotierten Unternehmen

Diploma Thesis , 2006 , 111 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Jan-Philipp Das (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In Deutschland ist es vor allem aufgrund von Gesetzesänderungen im Jahr 1998 zu einer Erleichterung und in der Folge zu einer Zunahme von anteilsbasierten Vergütungen gekommen. Auch in anderen europäischen Ländern sind anteilsbasierte Vergütungen mittlerweile verbreitet. Durch die Verbreitung der anteilsbasierten Vergütungen wuchs der Druck auf das IASB (International Accounting Standards Board), einen entsprechenden Bilanzierungs-standard zu erstellen. Im November 2002 veröffentlichte das IASB den Entwurf „Exposure Draft“ 2 (ED 2) zum Thema anteilsbasierte Vergütung, der schließlich in den IFRS 2 „Share-Based Payment“ mündete. Mit dem IFRS 2 liegt innerhalb der IAS/IFRS erstmals eine fundierte Grundlage für die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen an Mitarbeiter oder fremde Dritte vor. Zuvor gab es lediglich im IAS 19 Regelungen zu Leistungen an Arbeitnehmer, wovon aber eigenkapitalbasierte Leistungen ausgeschlossen waren. Allerdings stellt die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung einen der Hauptkritikpunkte am Standard dar. Trotzdem wurde der IFRS 2 am 4. Februar 2005 von der Europäischen Kommission für Unternehmen innerhalb der Europäischen Union übernommen und ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2005 anzuwenden. Ziel der vorliegenden Arbeit bildet zum einen die Vorstellung der Vorschriften des IFRS 2 und deren kritische Würdigung. Zum anderen soll die erstmalige Umsetzung des Standards überprüft werden. Zunächst erfolgt in der Arbeit eine Darstellung der Grundlagen der anteilsbasierten Vergütungsformen, woran sich eine kritische Betrachtung der Bilanzierung gemäß den Regeln des IFRS 2 anschließt. Schließlich wird im letzten Teil der Arbeit die erstmalige Anwendung des Standards in ausgewählten Geschäftsberichten 2005 von deutschen börsennotierten Unternehmen überprüft. Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit den wesentlichen Gründen, die zu der weiten Verbreitung der anteilsbasierten Vergütung geführt haben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für anteilsbasierte Vergütungen

2.1 Gründe aus Unternehmenssicht

2.2 Gründe aus Aktionärssicht

3. Formen der anteilsbasierten Vergütung und ihre Finanzierung

3.1 Gestaltungen und Arten der anteilsbasierten Vergütung

3.1.1 Ausgabe von echten Anteilen

3.1.2 Ausgabe von echten Aktienoptionen

3.1.3 Ausgabe von virtuellen Aktien oder virtuellen Aktienoptionen

3.2 Finanzierungsarten

3.3 Der Verwässerungseffekt

4. Bewertung der anteilsbasierten Vergütung

4.1 Bewertung von echten und virtuellen Aktien

4.2 Bewertung von echten und virtuellen Aktienoptionen

4.2.1 Das Black-Scholes-Merton-Modell

4.2.2 Das Binomialmodell und die Monte-Carlo-Simulation

5. Kritische Würdigung der Bilanzierung gemäß IFRS 2

5.1 Anwendungsbereich und Grundlagen des Standards

5.2 Ausgleich durch echte Eigenkapitalinstrumente

5.2.1 Fair-Value-Bestimmung der Eigenkapitalinstrumente

5.2.1.1 Risikoloser Zinssatz und erwartete Dividenden

5.2.1.2 Das Problem der frühzeitigen Ausübung

5.2.1.3 Das Problem der Volatilitätsschätzung

5.2.2 Vereinbarung von Ausübungsbedingungen

5.2.3 Unbestimmbarkeit des Fair Value

5.3 Ausgleich durch Barzahlung

5.4 Wahlmöglichkeit zwischen Ausgleich in bar oder durch Eigenkapitalinstrumente

5.4.1 Die Gegenpartei entscheidet

5.4.2 Das Unternehmen entscheidet

5.5 Anhangsangaben und Übergangsvorschriften

6. Kritische Überprüfung der Anwendung des Standards bei deutschen börsennotierten Unternehmen

6.1 Gegenstand der Untersuchung und Auswahl der Unternehmen

6.2 Adäquanz der Darstellung der aktienbasierten Vergütungsvereinbarung

6.3 Adäquanz der Anwendung und Darstellung der Bewertungsmodelle

6.4 Darstellung der Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage

6.5 Zusammenfassung und Folgerungen der Untersuchung

7. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 2 für anteilsbasierte Vergütungen darzustellen, kritisch zu würdigen und die erstmalige praktische Anwendung dieses Standards anhand von Geschäftsberichten deutscher börsennotierter Unternehmen aus dem Jahr 2005 zu überprüfen.

  • Grundlagen und Beweggründe für anteilsbasierte Vergütungen aus Unternehmens- und Aktionärssicht.
  • Differenzierung der Vergütungsformen (echte vs. virtuelle Instrumente) und deren Finanzierung.
  • Analyse der Bewertungsmodelle (Black-Scholes-Merton, Binomialmodell, Monte-Carlo-Simulation).
  • Kritische Untersuchung der Bilanzierungspraktiken und der Offenlegungspflichten gemäß IFRS 2.
  • Überprüfung der praktischen Umsetzung und Transparenz in den Geschäftsberichten deutscher Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Das Black-Scholes-Merton-Modell

Zu den bekanntesten Optionspreismodellen gehört das Modell von Fischer Black, Myron Scholes und Robert Merton (Black-Scholes-Merton-Modell), das im Jahr 1973 erstmals publiziert wurde. Das Hauptaugenmerk liegt im Folgenden auf den die verbal formulierbaren Grundannahmen der Black-Scholes-Merton (BSM)-Formel, da diese für den weiteren Verlauf der Arbeit von Bedeutung sind. Deshalb soll auf eine mathematische Herleitung der BSM-Formel verzichtet werden.

Grundannahme des BSM-Modells ist die Diversifikationsmöglichkeit der Investoren. Sie können ihr Portfolio ständig an die veränderten Aktienkurse anpassen, damit die Rendite des Gesamtportfolios aus verschiedenen Anlagen immer dem risikolosen Zinssatz entspricht. Dies setzt voraus, dass die Investoren in der Lage sind zu hedgen. Ein Ausgleichen der Kursbewegung eines Finanzinstruments durch ein anderes Instrument wird als Hedging bezeichnet. Es dient zur Absicherung von Risiken. Da die Rendite des Portfolios dem risikolosen Zinssatz entspricht, wird keine Risikoprämie fällig. Als Folge ist das Portfolio unabhängig von der Risikoeinstellung der Investoren. Sowohl risikoneutrale als auch risikoscheue Investoren zahlen denselben Preis.

Weitere Annahme ist, dass der Aktienkurs einer Brown’schen Bewegung folgt. Das Modell der Brown’schen Bewegung wird in der Physik für die Bewegung von Teilchen verwendet. Es besagt, dass sich Teilchen im Laufe einer Zeitspanne immer gleich verteilen werden. Dieses Prinzip lässt sich ebenfalls auf Aktienkurse übertragen. Dies führt dazu, dass Aktienkurse innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit derselben Wahrscheinlichkeit fallen oder steigen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Verbreitung anteilsbasierter Vergütungen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen bei der Überprüfung des IFRS 2.

2. Gründe für anteilsbasierte Vergütungen: Dieses Kapitel erörtert die personalwirtschaftlichen Motive auf Unternehmensseite sowie die Anreiztheorie aus der Perspektive des Principal-Agent-Konflikts.

3. Formen der anteilsbasierten Vergütung und ihre Finanzierung: Es werden die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von Vergütungsplänen sowie die Methoden der Aktienbeschaffung und der Verwässerungseffekt analysiert.

4. Bewertung der anteilsbasierten Vergütung: Hier werden die mathematischen Grundlagen und verschiedenen Bewertungsverfahren wie BSM-Modell, Binomialmodell und Monte-Carlo-Simulation für Aktien und Optionen erläutert.

5. Kritische Würdigung der Bilanzierung gemäß IFRS 2: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Anwendungsbereiche, die Fair-Value-Bestimmung und die spezifischen Herausforderungen bei Ausübungsbedingungen und Barzahlungen.

6. Kritische Überprüfung der Anwendung des Standards bei deutschen börsennotierten Unternehmen: Dieser Abschnitt vergleicht die tatsächliche Umsetzung des IFRS 2 in deutschen Geschäftsberichten mit den Anforderungen des Standards und bewertet die Transparenz.

7. Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Erkenntnisse zur Bilanzierung und weist auf den weiteren Forschungsbedarf bezüglich der Schätzungsspielräume und der Standardisierung hin.

Schlüsselwörter

IFRS 2, anteilsbasierte Vergütung, Mitarbeiteraktienoptionen, Bilanzierung, Fair Value, Black-Scholes-Merton-Modell, Binomialmodell, Monte-Carlo-Simulation, Aktienbeschaffung, Verwässerungseffekt, Ausübungsbedingungen, Geschäftsberichte, Transparenz, Risikoneutralität, Personalaufwand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungsprogramme (z.B. Aktienoptionen) nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS 2 und deren Umsetzung bei deutschen börsennotierten Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Die Arbeit umfasst die theoretischen Grundlagen der Vergütungsformen, mathematische Bewertungsmodelle für Optionen, die spezifischen Bilanzierungsregeln des IFRS 2 sowie eine empirische Untersuchung der Berichterstattung börsennotierter Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Vorschriften des IFRS 2 vorzustellen, kritisch zu würdigen und die Qualität der erstmaligen Umsetzung bei deutschen börsennotierten Unternehmen anhand der Geschäftsberichte 2005 zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es werden eine Literaturanalyse zu den Bilanzierungsgrundlagen sowie eine deskriptive empirische Analyse der Geschäftsberichte von 37 deutschen Unternehmen durchgeführt, um die praktische Anwendung der Bewertungsmodelle und Offenlegungspflichten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Vergütungsformen, die Erläuterung der Bewertungsverfahren (BSM, Binomial, Monte-Carlo) und eine kritische Auseinandersetzung mit der Bilanzierung gemäß IFRS 2, inklusive einer umfangreichen empirischen Bestandsaufnahme.

Welche Schlüsselbegriffe sind zentral für das Verständnis?

Zentrale Begriffe sind der Fair Value, die Volatilitätsschätzung, die frühzeitige Ausübung von Optionen, der Verwässerungseffekt und die verschiedenen Arten der Leistungsbedingungen.

Warum wird das Black-Scholes-Merton-Modell kritisch gesehen?

Das Modell wird kritisch bewertet, da es von konstanten Parametern ausgeht und speziell für europäische Optionen konzipiert ist, weshalb es für die Bewertung von Mitarbeiteroptionen mit frühzeitigen Ausübungsmöglichkeiten oft ungeeignet ist.

Welche Rolle spielt der Verwässerungseffekt in dieser Analyse?

Der Verwässerungseffekt ist ein zentraler Nachteil für Altaktionäre, wenn neue Aktien zur Erfüllung von Vergütungsplänen ausgegeben werden; die Arbeit zeigt, wie dieser Effekt die Unternehmens- und Aktionärsperspektive beeinflusst.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung zwischen echten Anteilen und Barausgleich?

Während ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten meist zu einer Gegenbuchung im Eigenkapital führt, erfordert ein Barausgleich die Bildung einer Rückstellung, was zu einer erfolgswirksamen Wertanpassung an jedem Bilanzstichtag führt.

Was bemängelt der Autor an der Offenlegung in Geschäftsberichten?

Der Autor stellt fest, dass viele Unternehmen wichtige Parameter (wie den Aktienkurs oder die Basis der Volatilitätsberechnung) unzureichend angeben, was die Nachvollziehbarkeit des Fair Values für Investoren erschwert.

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Details

Title
Anteilsbasierte Vergütungen: Bilanzierung nach IFRS 2 und Überprüfung der erstmaligen Anwendung bei ausgewählten deutschen börsennotierten Unternehmen
College
RWTH Aachen University
Grade
1,3
Author
Dipl.-Kfm. Jan-Philipp Das (Author)
Publication Year
2006
Pages
111
Catalog Number
V69329
ISBN (eBook)
9783638601306
ISBN (Book)
9783656455936
Language
German
Tags
Anteilsbasierte Vergütungen Bilanzierung IFRS Anwendung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Jan-Philipp Das (Author), 2006, Anteilsbasierte Vergütungen: Bilanzierung nach IFRS 2 und Überprüfung der erstmaligen Anwendung bei ausgewählten deutschen börsennotierten Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69329
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