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Wovor haben Schülerinnen und Schüler Angst? Eine Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule und die Folgerungen für die Soziale Arbeit

Title: Wovor haben Schülerinnen und Schüler Angst? Eine Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule und die Folgerungen für die Soziale Arbeit

Diploma Thesis , 2005 , 108 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Köhler (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Ängsten von Kindern und Jugendlichen am Beispiel einer Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule auseinander. Um den Begriff „Angst“ besser fassen zu können, wird er aus verschiedenen Kontexten betrachtet. Die Arbeit befasst sich dabei mit den verschiedenen Erscheinungsformen, den möglichen Ursachen und den unterschiedlichen Methoden zur Bewältigung von Angst. Die wichtige gesellschaftliche Bedeutung dieser Emotion zeigt sich in epidemiologischen Daten aus der Medizin und der Sozial- sowie Erziehungswissenschaft. Der theoretische Teil diskutiert dabei inhaltlich primär die Ängste von Schülerinnen und Schülern, da sich einschlägiges Angsterleben auffällig in der Schule und in schulischer Gewalt äußert. Nach dem theoretischen Abriss werden die Methode des Fragebogens erläutert sowie die Ergebnisse einer Schülerbefragung an der Grund- und Hauptschule Benediktbeuern analysiert und den bisherigen Daten gegenübergestellt. Inhaltlich werden Unterschiede und Übereinstimmungen herausgearbeitet und es wird zwischen Jahrgangsstufen, geschlechtsspezifischen Erscheinungen sowie psychosomatischen Beschwerden unterschieden. Anhand der Daten ergeben sich Folgerungen für die Soziale Arbeit, die bereits ihren Einzug in die Schule, in Form von Schulsozialarbeit und der Sozialpädagogischen Schule, gefunden hat. F. Dostojewski sagt, „Angst ist der Fluch des Menschen“. Als Schlussfolgerung ergibt sich jedoch, dass die häufig auftretenden Ängste in ihrer schwerwiegenden Belastung für Kinder und Jugendliche gleichzeitig auch eine Warnung an die Gesellschaft sind. Sie geben die Chance, um an der Verbesserung der Lebensqualität, ihrer Sozial- und Leistungsstruktur und an der gesellschaftlichen Stellung der Familie zu arbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zugänge zum Begriff „Angst“

2.1 Psychologischer Kontext

2.2 Soziologischer Kontext

Kontinuität und Wandel in der Gesellschaft

2.3 Angst im politischen und wirtschaftlichen Kontext

2.4 Epidemiologie der Ängste

2.5 Angst im Wandel der Zeit

2.5.1 Angsterleben im Mittelalter

2.6 Zusammenfassung

3. Angst bei Kindern und Jugendlichen heute

3.1 Angst als ein Problem unserer Gesellschaft? – Darstellung der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation

3.2 Verteilungsformen von Angst bei Heranwachsenden

3.3 Auftretenswahrscheinlichkeit von Angst in Beziehung zum Geschlecht

3.4 Einflussfaktoren der Erwachsenen auf Kinderängste

3.5 Zusammenfassung

4. Angst nach dem ICD-10 in Bezug auf die klinische Kinderpsychologie

4.1 Differenzierung angemessene und unangemessene Angst

4.2 Darstellung des ICD-10

4.2.1 Somatoforme Störungen F45

4.2.2 Emotionale Störung des Kindesalters F93

4.3 Zusammenfassung

5. Angst als Lebensbegleiter im Lebensfeld Schule

5.1 Beeinträchtigung durch Erziehungsberechtigte

5.2 Beeinträchtigung durch Lehrerinnen und Lehrer

5.3 Einwirkungen durch Peer- Groups

5.4 Schulische Gewalt

5.4.1 Was ist schulische Gewalt?

5.4.2 Unterschiede im Gewaltvorkommen – Geschlecht, Alter und Schulform

5.4.3 Beziehung zwischen Opfer und Täter

5.4.4 Ursachen für schulische Gewalt

5.5 Aktuelles Geschehen im Zusammenhang mit Schule

5.6 Zusammenfassung

6. Zusammenfassung der Hypothesen

7. Erläuterung der Methode zur Angsterfassung

7.1 Fragestellung und Ziele

7.2 Erhebungsinstrument und Durchführung der Befragung

7.2.1 Grundauszählung und Stichprobenauswahl

7.3 Die Befragung im ländlichen Raum

7.4 Zusammenfassung

8. Darstellung der Ergebnisse von Angst bei Schülern und Schülerinnen

8.1 Statistische Daten zur Person

8.2 Die Ängste der Schülerinnen und Schüler an der Grundschule und Hauptschule im Vergleich

8.2.1 Schulspezifische Ängste

8.2.2 Signifikante generelle und situationsspezifische Ängste

8.2.3 Soziale Ängste - Angst und Selbstbewusstsein

8.2.4 Der Übergang in den Beruf als Angstfaktor – Die achten Klassen im Vergleich

8.2.5 Psychosomatische Ängste

8.2.6 Angst vor Gewalt im Schulkontext

8.2.7 Mädchenspezifische Auswertung

8.3 Interpretation und Schlussfolgerung

9. Aufgaben der sozialen Arbeit

9.1 Die soziale Arbeit in Auseinandersetzung mit Angst und ihrer Bewältigung

9.1.1 Angstbewältigung in und mit der Familie

9.2 Angstbewältigung im schulischen Kontext im Sinn der Schulsozialarbeit

9.2.1 Aufgaben hinsichtlich der Schule und der Lehrenden

9.2.2 Bewältigung durch Befähigung von Gleichaltrigen und Peer- Groups

9.3 Perspektiven einer Gewalt hemmenden Pädagogik

9.3.1 Prävention in Korrelation von Familie, Bildungsarbeit und Schule

9.3.2 Prävention und Intervention in der Schule

9.3.3 (Peer-) Mediation und Sozialtraining

9.4 Zusammenfassung

10. Schlusswort: Angst, ein Phänomen mit Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Angsterleben von Kindern und Jugendlichen an einer Grund- und Hauptschule, um Erkenntnisse für die schulische Prävention und die Soziale Arbeit zu gewinnen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welchen Ängsten Schülerinnen und Schüler in ihrem Alltag – insbesondere in Schule und Familie – ausgesetzt sind und welche Rolle Faktoren wie Geschlecht, Schulform und gesellschaftliche Einflüsse dabei spielen.

  • Theoretische Fundierung des Begriffs "Angst" aus psychologischer und soziologischer Sicht.
  • Analyse der Angstentwicklung bei Kindern und Jugendlichen im Kontext des aktuellen Schulsystems.
  • Untersuchung von schulischer Gewalt und Mobbing als zentrale Angstauslöser.
  • Empirische Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule zur Erfassung spezifischer Ängste.
  • Ableitung von Handlungsansätzen für Schulsozialarbeit, Mediation und Präventionsprogramme.

Auszug aus dem Buch

2. Zugänge zum Begriff „Angst“

„Angst ist ein biochemischer Prozess im Körper, bei dem das Nebennierenmark innerhalb weniger Sekunden eine Botenstoffmischung aus 80% Adrenalin und 20% Noradrenalin ausschüttet. Die Hormone wirken auf unseren Sympathikus, einen Teil unseres Nervensystems, den wir nicht beeinflussen können. Es kommt zu einer kurzfristigen Bereitstellung von Energie, durch die wir entweder verbessert reagieren können, oder aber bei überwältigender Angst blockiert werden“ (Düsenberg, Svantje 2005: Moderne Säbelzahntiger, In: ZKSA 2. Quartal (2005) H 8763, 6).

Angst ist eine Emotion, die jedoch mehr ist als ihr biochemischer Vorgang beschreibt. Im Folgenden wird sie deswegen in verschiedenen Kontexten betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problematik von Ängsten bei Heranwachsenden sowie Erläuterung des persönlichen Forschungsanliegens der Autorin.

2. Zugänge zum Begriff „Angst“: Theoretische Herleitung des Angstbegriffs aus psychologischer, soziologischer und historischer Perspektive.

3. Angst bei Kindern und Jugendlichen heute: Untersuchung gesellschaftlicher und familiärer Einflüsse auf das Angsterleben der heutigen Generation.

4. Angst nach dem ICD-10 in Bezug auf die klinische Kinderpsychologie: Diagnostische Klassifizierung von Angststörungen nach medizinischen Leitlinien.

5. Angst als Lebensbegleiter im Lebensfeld Schule: Analyse der Schule als primären angstbesetzten Ort durch Leistungsdruck, Gewalt und Peer-Interaktionen.

6. Zusammenfassung der Hypothesen: Kurze Darlegung der Forschungsfragen, die im empirischen Teil verifiziert werden sollen.

7. Erläuterung der Methode zur Angsterfassung: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl und der eingesetzten Fragebögen.

8. Darstellung der Ergebnisse von Angst bei Schülern und Schülerinnen: Präsentation und Interpretation der empirisch gewonnenen Daten der Schülerbefragung.

9. Aufgaben der sozialen Arbeit: Konzeptionelle Vorschläge für Prävention, Intervention und Angstbewältigung im schulischen Umfeld.

10. Schlusswort: Angst, ein Phänomen mit Zukunft: Abschließendes Resümee über die Notwendigkeit von Aufmerksamkeit für kindliche Ängste in einer wandelnden Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Angst, Kindheit, Jugend, Schule, Sozialarbeit, Schülerbefragung, Leistungsdruck, Schulausfall, Gewaltprävention, Peer-Groups, Psychosomatik, Angststörungen, ICD-10, Sozialisation, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Ängsten von Kindern und Jugendlichen am Beispiel einer Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule und leitet daraus konkrete Konsequenzen für die Soziale Arbeit ab.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Bereiche sind die psychologischen und soziologischen Ursachen von Angst, die Rolle des Schulsystems bei der Entstehung von Ängsten sowie der Einfluss von Gewalt und Medienkonsum auf das Angsterleben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wovor Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit Angst haben, und welche Unterstützungsangebote (z.B. Schulsozialarbeit) notwendig sind, um diese Ängste abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen quantitativen Datenerfassung mittels Fragebögen an 126 Schülerinnen und Schülern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Angstbegriff sowie eine empirische Auswertung, die Vergleiche zwischen Schularten, Geschlechtern und Altersstufen zieht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Angst, Schulangst, Soziale Arbeit, Leistungsdruck, Gewaltprävention und Kindheit im Wandel.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Angstentstehung laut der Autorin?

Die Schule wird als ein Ort beschrieben, der durch Leistungszwang, Notendruck und soziale Hierarchien (Peer-Groups) signifikante Ängste auslösen kann, was die Einführung von Konzepten wie Mediation notwendig macht.

Welche besonderen Erkenntnisse liefert die Auswertung bezüglich des Geschlechts?

Die Studie zeigt, dass Mädchen signifikant höhere Ängste äußern als Jungen, wobei die Autorin dies auf geschlechtsspezifische Sozialisationsmuster und den Erziehungsdruck zurückführt.

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Details

Title
Wovor haben Schülerinnen und Schüler Angst? Eine Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule und die Folgerungen für die Soziale Arbeit
College
Catholic University of Applied Sciences München
Grade
1,0
Author
Sandra Köhler (Author)
Publication Year
2005
Pages
108
Catalog Number
V69401
ISBN (eBook)
9783638602679
Language
German
Tags
Wovor Schülerinnen Schüler Angst Eine Schülerbefragung Grund- Hauptschule Folgerungen Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Köhler (Author), 2005, Wovor haben Schülerinnen und Schüler Angst? Eine Schülerbefragung an einer Grund- und Hauptschule und die Folgerungen für die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69401
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