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Die strategische Bedeutung des organisationalen Wissens

Titel: Die strategische Bedeutung des organisationalen Wissens

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: André Berndt (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wissensmanagement - das Schlagwort des ausgehenden 20. Jahrhunderts hat trotz oder gerade wegen seiner inflationären Verwendung in zahllosen Veröffentlichungen - noch keine völlig klaren Konturen. Dem damit verbundenen Eindruck der Überflüssigkeit muss durch eine exakte Abgrenzung des Konstruktes Wissen begegnet werden. Wissen wird oft als „wichtigste Ressource”, „Generator von anhaltenden Wettbewerbsvorteilen” respektive „größte Quelle der Wertschöpfung und Garant für zukünftige Wettbewerbsvorteile” bezeichnet und kann sowohl als Produktionsfaktor als auch Produkt des organisationalen Transformationsprozesses auftreten, da es weder im Transformationsprozeß untergeht, noch durch Nutzung seinen Wert verliert, sondern regelmäßig durch Nutzung an Wert gewinnt. Aus der Nutzung von Wissen ergibt sich folglich kein Abschreibungs-, sondern allenfalls Zuschreibungsbedarf auf dessen Wert.

Das in dieser Arbeit mit dem Begriff Wissen titulierte Konstrukt, soll unter anderem durch folgende Eigenschaften charakterisiert sein: Wissen entsteht und organisiert sich durch den Fluß von Informationen. Das heißt, dass das immaterielle Gut Wissen durch Verarbeitung respektive Vernetzung von Informationen entsteht und somit letztlich eine Struktur darstellt. Wissen ist ferner in der inneren Verpflichtung (commitment) und den Überzeugungen (beliefs) seiner Inhaber (holder) verankert und folglich eng mit dem Menschen als Wissensträger verbunden. Da Wissen in seiner Sach-, Sozial- und Zeitdimension abgelehnt werden kann, impliziert es nicht grundsätzlich ein bestimmtes Verhalten, sondern besitzt „Umsetzungsfähigkeit oder Orientierungspotenz”. Die genannten Charakteristika des Konstruktes Wissen können keine klare Grenze ziehen, sondern allenfalls fragile, peripheriebildende Elemente um das Konstrukt Wissen setzen, denn: "Niemand weiß genau, was Wissen überhaupt ist."

In dieser Arbeit soll unbeachtet dieser Schwierigkeiten vor allem die Bedeutung der Ressource Wissen für Organisationen untersucht werden. Aufbauend auf einer knappen Darstellung des ressourcenorientierten Ansatzes der Unternehmensführung wird eruiert, welche Charakteristika organisationales Wissen aufweisen muss, um Wettbewerbsvorteile generieren zu können und somit strategische Bedeutung für die Organisation zu erlangen. Abschließend wird der so aufgespannte Rahmen kritisch, insbesondere hinsichtlich der begrifflichen Voraussetzungen sowie im Vergleich zum Konzept der organisationalen Kompetenz, hinterfragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A. Ressourcenorientierte Unternehmensführung

B. Wissen als Ressource und als Basis von Wettbewerbsvorteilen

I. Heterogenität und Immobilität von Wissen

II. Werthaltigkeit von Wissen

III. Seltenheit von Wissen

IV. Nicht-Imitierbarkeit von Wissen

1. Historizität von Wissen

2. Kausale Ambiguität von Wissen

3. Soziale Komplexität von Wissen

V. Nicht-Substituierbarkeit von Wissen

C. Kritische Würdigung und Implikationen zur Anwendung des Models

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung von organisationalem Wissen unter Anwendung des ressourcenorientierten Ansatzes der Unternehmensführung. Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen zu identifizieren, die Wissen erfüllen muss, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren und als strategische Ressource zu fungieren.

  • Grundlagen der ressourcenorientierten Unternehmensführung
  • Analyse der Werthaltigkeit und Seltenheit von Wissen
  • Untersuchung der Imitierbarkeitsbarrieren (Historizität, kausale Ambiguität, soziale Komplexität)
  • Beurteilung der Nicht-Substituierbarkeit von Wissensressourcen
  • Kritische Abgrenzung und begriffliche Konsolidierung

Auszug aus dem Buch

IV. Nicht-Imitierbarkeit von Wissen

Auch Werthaltigkeit und Seltenheit allein sind keine hinreichenden Bedingungen zur Beschreibung des strategischen Potentials von Wissen wenn dieses durch Wettbewerber imitiert wird. Die Beschränkung des Grades an Imitierbarkeit stellt folglich eine weitere notwendige Bedingung dar, damit organisationales Wissen strategische Bedeutung erlangen kann. Sind Inhalt und/oder Kontext des Wissens weder vom aktuellen noch vom potentiellen Wissensträger (Imitator) verstanden, so ist der Grad an Imitierbarkeit relativ gering und das strategische Potential relativ hoch. Die Ursache für die unvollständige Imitierbarkeit von Wissen kann sowohl in der einzigartigen Vergangenheitsentwicklung (Historizität) des Wissens, im Unverständnis der vermuteten Kausalzusammenhänge zwischen vorhandenem Wissen und Wettbewerbsvorteilen (kausale Ambiguität) sowie in der Interdependenz des Wissens mit anderen Ressourcen (soziale Komplexität) oder einer Kombination dieser drei Faktoren begründet sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema Wissensmanagement und Abgrenzung des Konstrukts Wissen als strategische Ressource.

A. Ressourcenorientierte Unternehmensführung: Darstellung der theoretischen Grundlagen des ressourcenbasierten Ansatzes zur Erklärung von Wettbewerbsvorteilen.

B. Wissen als Ressource und als Basis von Wettbewerbsvorteilen: Analyse der Kriterien Werthaltigkeit, Seltenheit, Imitierbarkeit und Substituierbarkeit in Bezug auf Wissen.

I. Heterogenität und Immobilität von Wissen: Erörterung der Voraussetzungen für die strategische Nutzung von Wissen durch dessen spezifische Verteilung und Mobilitätsbarrieren.

II. Werthaltigkeit von Wissen: Untersuchung der Notwendigkeit von Wissen zur Steigerung von Effektivität und Effizienz sowie dessen Abhängigkeit von der externen Umwelt.

III. Seltenheit von Wissen: Betrachtung des Zusammenhangs zwischen der Verbreitung von Wissen und dessen Potential zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen.

IV. Nicht-Imitierbarkeit von Wissen: Analyse von Hindernissen, die eine Imitation durch Wettbewerber verhindern oder erschweren.

1. Historizität von Wissen: Erläuterung, wie die spezifische Entwicklung und Vergangenheit einer Organisation die Imitierbarkeit ihres Wissens beeinflusst.

2. Kausale Ambiguität von Wissen: Untersuchung der Unklarheit über Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen Wissen und Wettbewerbsvorteilen als Schutz vor Imitation.

3. Soziale Komplexität von Wissen: Beschreibung der Rolle interpersoneller Netzwerke und komplexer Wissensinterdependenzen als Imitationsbarriere.

V. Nicht-Substituierbarkeit von Wissen: Bewertung der Gefahr, dass Wissen durch andere Ressourcen oder Wissensformen ersetzt werden könnte.

C. Kritische Würdigung und Implikationen zur Anwendung des Models: Zusammenfassende Diskussion der begrifflichen Notwendigkeiten und der Anwendung des Modells auf organisationale Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Strategisches Management, Ressourcenorientierter Ansatz, Wettbewerbsvorteil, Organisationales Wissen, Werthaltigkeit, Seltenheit, Imitierbarkeit, Historizität, Kausale Ambiguität, Soziale Komplexität, Substituierbarkeit, Wissensressource, Organisationale Kompetenz, Implizites Wissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die strategische Relevanz von Wissen als Ressource für Unternehmen im Rahmen des ressourcenorientierten Managementansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Kriterien für strategische Ressourcen (Werthaltigkeit, Seltenheit, Imitierbarkeit, Substituierbarkeit) angewandt auf Wissen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu eruieren, welche spezifischen Charakteristika organisationales Wissen aufweisen muss, um als Quelle für anhaltende Wettbewerbsvorteile zu dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem ressourcenbasierten Ansatz der Unternehmensführung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die vier strategischen Indikatoren von Wissen und erläutert insbesondere die Barrieren gegen eine Nachahmung durch Wettbewerber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Wissensmanagement, strategischer Wettbewerbsvorteil, Imitationshindernisse und die Differenzierung zwischen implizitem und explizitem Wissen.

Warum ist die Abgrenzung von Wissen zu anderen Begriffen so wichtig?

Da viele Begriffe wie Information oder Kompetenz oft synonym verwendet werden, ist eine präzise Arbeitsdefinition notwendig, um die strategische Wirkung von Wissen objektiv bewerten zu können.

Welche Rolle spielen „communities of practice“ in der Argumentation?

Sie werden als Beispiel für eine informelle Wissensgenerierung genannt, die durch die soziale Einbettung zur kausalen Ambiguität beiträgt und somit die Imitierbarkeit für Wettbewerber senkt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen echten und unechten Substituten für Wissen?

Ein echtes Substitut muss den strategischen Aspekt (Werthaltigkeit, Seltenheit) beibehalten, während ein unechtes Substitut den strategischen Nutzen für die Organisation obsolet macht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die strategische Bedeutung des organisationalen Wissens
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Management)
Veranstaltung
Wissensmanagement
Note
1,7
Autor
André Berndt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
19
Katalognummer
V6940
ISBN (eBook)
9783638143875
ISBN (Buch)
9783656328919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissen Wissensmanagement ressourcenorientierte Unternehmensführung Wettbewerbsvorteile
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
André Berndt (Autor:in), 2002, Die strategische Bedeutung des organisationalen Wissens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6940
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Leseprobe aus  19  Seiten
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