Die Hausarbeit zum Thema Road Movie befasst sich unüblicherweise mit dem geographischen Blickwinkel auf Road Movies.
Dabei soll dargestellt werden welche Funktionen die Landschaft in einem Road Movie inne haben kann.
Um sich damit auseinandersetzen zu können, wird ersteinmal geklärt, was unter dem Genre "Road Movie" überhaupt zu verstehen ist.
Anschließden wurden in der Arbeit einzelne Road Movies heraus kristallisiert und einzeln nach den möglichen Landschaftfunktionen analysiert. Dabei wurde das Road Movie "Easy Rider" als wohl typischstes und bekanntestes Beispiel in den Vordergrund gestellt und mit Road Movies, wie "Pricilla - Königin der Wüste" und "Straight Story" verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Bestimmung des Genres “Road Movie”
2.1 Kurze Filmbeschreibung
2.2 Easy Rider: Beschreibung und Begründung der Szenenauswahl
3 “Pricilla – Königin der Wüste”
3.1 Kurze Filmbeschreibung
3.2 Beschreibung und Begründung der Szenenauswahl
4 “The Straight Story”
4.1 Kurze Filmbeschreibung
5 Landschaft im Film und ihre Bedeutung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Seminararbeit untersucht das Genre des „Road Movies“ als filmisches Medium zur Darstellung von räumlicher Bewegung und gesellschaftlicher Rebellion. Im Zentrum steht die Analyse, wie Landschaften als Handlungsträger, Symbole oder Metaphern fungieren und das Freiheitsstreben der Protagonisten in verschiedenen kulturellen und geographischen Kontexten spiegeln.
- Definition und Wesensmerkmale des Road-Movie-Genres
- Analyse der Filmsubstanz und Szenenauswahl von „Easy Rider“
- Charakterisierung des australischen Pendants „Priscilla – Königin der Wüste“
- Dekonstruktion des klassischen Road Movies am Beispiel von „The Straight Story“
- Bedeutung von Landschaftsräumen im filmischen Narrativ
Auszug aus dem Buch
2.2 Easy Rider: Beschreibung und Begründung der Szenenauswahl
Auf der beiliegenden CD 2 Filmteil Road Movie zeigen die ersten neun Minuten Zusammenschnitte des Films „Easy Rider“, bei dem nun die Kriterien eines Road Movies deutlich gemacht werden sollen.
Im Film „Easy Rider“, der 1968 veröffentlicht wurde, beginnt die Fahrt am Flughafen (0:01 Min.) in Los Angeles, nachdem durch einen Drogenhandel die finanzielle Grundlage für die Suche nach Freiheit gelegt worden ist. Das weite Land durch das die Helden fahren, dass Freiheit und Glück zu versprechen scheint (BERTELSEN 1991:37), wird im Laufe des Films immer düsterer (0:40 Min.). Man sieht gleich zu Beginn karge Landschaften mit verlassenen zum Teil zerstörten Holzhäusern. In der 1:10 Minute kann man die Perspektive eines Helden übernehmen, da die umgebene Landschaft aus seiner Sicht gezeigt wird. Die Wahrnehmung des Freiheitsgefühls der Helden soll verdeutlicht werden. Wüsten und Gebirge sind bei 1:50 Min. und 2:58 Min. zu sehen. Die Kameraeinstellung wechselt hier von der Totalen, die Handlung im Gesamtüberblick, auf die Weiteinstellung, die die Atmosphäre vermitteln soll (GAST 1993:16-19), um die Landschaft als Handlungsträger mit einzubeziehen. In Abbildung 3 sieht man die drei Hauptakteure des Films „Easy Rider“: Billy, Wyatt und die Landschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bestimmung des Genres “Road Movie”: Dieses Kapitel definiert die historischen Wurzeln und inhaltlichen Kernaspekte des Road Movies, wie die Rebellion gegen gesellschaftliche Normen und die symbolische Bedeutung des Fahrzeugs.
2.1 Kurze Filmbeschreibung: Hier erfolgt eine Einführung in den Kultfilm „Easy Rider“, wobei die Protagonisten und ihr Streben nach Unabhängigkeit im Kontext der 1960er Jahre beleuchtet werden.
2.2 Easy Rider: Beschreibung und Begründung der Szenenauswahl: Dieses Kapitel analysiert spezifische Schlüsselszenen des Films und arbeitet heraus, wie Kameraeinstellungen und Landschaftsbilder den Freiheitsbegriff visuell unterstützen.
3 “Pricilla – Königin der Wüste”: Dieses Kapitel stellt eine Ausnahme im Genre dar, indem es ein australisches „phantasievolles, sinnenfrohes Road Movie“ und dessen transkulturelle Besonderheiten thematisiert.
3.1 Kurze Filmbeschreibung: Hier wird die Reise der drei Travestiekünstler von Sydney nach Alice Springs als Suche nach beruflichem Erfolg und persönlicher Freiheit beschrieben.
3.2 Beschreibung und Begründung der Szenenauswahl: Der Fokus liegt auf der Analyse der Filmsequenzen, die den Kontrast zwischen urbaner Enge und der weiten australischen Wüstenlandschaft verdeutlichen.
4 “The Straight Story”: Das Kapitel kontrastiert das „Anti-Road Movie“ von David Lynch mit den klassischen Genre-Konventionen und unterstreicht die lebensphilosophische Tiefe der Geschichte.
4.1 Kurze Filmbeschreibung: Hier wird der langsame, reflektierte Weg eines alten Mannes auf einem Rasenmäher zur Versöhnung mit seinem Bruder detailliert nachgezeichnet.
5 Landschaft im Film und ihre Bedeutung: Der theoretische Abschluss beleuchtet die sieben verschiedenen Funktionen von Landschaft im Film und deren spezifische Anwendung auf die untersuchten Road Movies.
Schlüsselwörter
Road Movie, Easy Rider, Priscilla, The Straight Story, Freiheitsbegriff, Landschaft, Geographie im Kino, Rebellion, American Dream, Reisemotiv, Filmanalyse, Individuelle Freiheit, Road-Movie-Genre, Landschaft als Metapher, Transvestiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Filmgenre „Road Movie“ hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur und der besonderen Rolle, die Landschaften bei der Vermittlung von Themen wie Freiheit, Identität und Rebellion spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Themen umfassen die Definition des Genres, den Einfluss von Musik und Bildsprache auf das Narrativ sowie die spezifische Funktion der geografischen Umgebung in amerikanischen und australischen Road Movies.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie verschiedene filmische Herangehensweisen – vom klassischen „Easy Rider“ bis zum „Anti-Road Movie“ „The Straight Story“ – die Suche nach Freiheit durch das Motiv des Reisens und der Transformation darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Bestimmung des Genres und einer filmwissenschaftlichen Analyse ausgewählter Szenenausschnitte, um die Wirkung filmischer Gestaltungsmittel zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Filme „Easy Rider“, „Priscilla – Königin der Wüste“ und „The Straight Story“ detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Filmbeschreibung sowie der Begründung für die gewählte Szenenauswahl analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe „Road Movie“, „Freiheitsbegriff“, „Landschaft im Film“ sowie „Filmanalyse“ definieren.
Warum wird „The Straight Story“ als „Anti-Road Movie“ bezeichnet?
Da der Film mit den üblichen Konventionen des Genres bricht, insbesondere durch das extrem langsame Reisetempo auf einem Rasenmäher und die stoische Ruhe, statt auf Rebellion oder Flucht zu setzen.
Welche Rolle spielt die Landschaft in „Easy Rider“?
Die Landschaft fungiert in „Easy Rider“ primär als Freiheitssymbol und zugleich als Spiegel der Einsamkeit, die mit einer totalen Loslösung von gesellschaftlichen Normen einhergeht.
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- Annegret Bäßler (Author), Sabrina Weber (Author), 2006, Das Genre 'Road Movie'. Bestimmung anhand ausgewählter Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69415