Der Weg zum dauerhaften Konsum von Heroin und Kokain: Falldokumentationen von Marco S. und Anne P.


Diplomarbeit, 2007

101 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Definition von Drogen

4. Sucht/Abhängigkeit
4.1 Körperlich-physische und psychische Abhängigkeit
4.2 Die Entstehung von Sucht/Abhängigkeit
4.3 Sucht/Abhängigkeit in Hinblick auf Heroin und Kokain

5. Heroin
5.1 Die Entdeckung vom Heroin – Geschichtlicher Rückblick
5.2 Unterteilungen von Heroin
5.2.1 Heroin Nr. 1
5.2.2 Heroin Nr. 2
5.2.3 Heroin Nr. 3
5.2.4 Heroin Nr. 4
5.2.5 Ergänzende Information
5.3 Die Wirkung von Heroin
5.4 Der Konsum von Heroin
5.5 Die Folgen des dauerhaften Heroinkonsums für den Menschen

6. Kokain (auch Cocain)
6.1 Die Entdeckung vom Kokain – Geschichtlicher Rückblick
6.2 Die Wirkung von Kokain
6.3 Der Konsum von Kokain
6.4 Die Folgen des dauerhaften Kokainkonsums für den Menschen

7. Falldokumentation Marco S.
7.1 Erster Eindruck von Marco S
7.2 Der Fall - Problemdarstellung
7.3 Das Genogramm von Marco S
7.4 Analyse und Interpretation der Falldokumentation
7.4.1 Beziehungsstrukturen innerhalb des Herkunftssystems von Marco S
7.4.1.1 Systemtheorie nach Helm Stierlin; insbesondere sein Mehrgenerationsmodell
7.4.1.2 Bindungstheorie nach John Bowlby und Mary Ainsworth
7.4.1.3 Phänomenologischer Ansatz von Bert Hellinger
7.4.1.4 Struktureller Ansatz von Salvador Minuchin
7.4.2 Beziehungsstrukturen außerhalb des Herkunftssystems von Marco S. 59 7.4.3 Schwere Traumatisierungen in Marcos Kindheit
7.5 Fazit der Analyse und Interpretation

8. Falldokumentation Anne P.
8.1 Erster Eindruck von Anne P
8.2 Der Fall - Problemdarstellung
8.3 Das Genogramm von Anne P
8.4 Analyse und Interpretation der Falldokumentation
8.4.1 Beziehungsstrukturen innerhalb des Herkunftssystems von Anne P
8.4.1.1 Systemtheorie nach Helm Stierlin; insbesondere sein Mehrgenerationsmodell
8.4.1.2 Struktureller Ansatz von Salvador Minuchin
8.4.1.3 Entwicklungsorientierter Ansatz von Virginia Satir
8.4.1.4 Den phänomenologischen Ansatz von Bert Hellinger
8.4.2 Beziehungsstrukturen außerhalb des Herkunftssystems von Anne P
8.4.2.1 Systemtheorie nach Helm Stierlin; insbesondere sein Mehrgenerationsmodell
8.5 Fazit der Analyse und Interpretation

9. Schluss

10. Literaturverzeichnis

11. Anhang: Interviewfragebogen

Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.

Carl Gustav Jung (1875-1961)

1. Vorwort

Mehrere Beweggründe haben dazu geführt, warum die Verfasserin das Thema „Der Weg zum dauerhaften Konsum von Heroin und Kokain: Falldokumentationen (Analysen, Interpretationen) von Marco S. und Anne P.“ gewählt hat. Im nachfolgenden Teil wird aufgezeigt, wie sie dazu gekommen ist, darüber zu schreiben

Die Arbeit mit Drogenabhängigen in der Drogenberatungsstelle (DROBS) Leer/Ostfriesland hat die Verfasserin geprägt. Dort hat sie während ihres Studiums ihr Projektjahr absolviert. In der Beratungsstelle zu arbeiten, fiel ihr aufgrund der Motivation für den Bereich der Suchthilfe nicht schwer. Sie fühlte sich von Anfang an vom Team akzeptiert und wurde sofort in die Arbeiten integriert. Die Klientel nahm sie auch umgehend als Mitglied der DROBS an. Während ihrer Tätigkeit hat sie den Spritzentausch durchgeführt. Das bedeutet, dass die Klienten, die Drogen injiziert haben, zu ihr kamen, um ihre alten Spritzen abzugeben und neue zu erwerben. Die Verfasserin war immer sehr erschrocken darüber, wie mitgenommen einige von den Abhängigen aussahen. Das äußere Erscheinungsbild war bei wenigen gepflegt, die meisten waren etwas ungepflegt, einige von ihnen sogar sehr ungepflegt. Beim Lesen ihrer Lebensläufe, die sie bereits für einige Therapiestellen geschrieben hatten, fiel ihr auf, dass einige sehr viele negative Erfahrungen in ihrem Leben machen mussten. Irgendwann kam es dann bei ihnen zum Drogenkonsum und dem damit, zumindest in den meisten Fällen, verbundenen sozialen Abstieg. Die Verfasserin hat in der Beratungsstelle abhängige Menschen gesehen, die körperlich und psychisch nicht mehr in der Lage waren, einen geregelten Tagesablauf zu führen. Ihre Gespräche handelten immer nur von einem Thema: Drogen. Einige kamen mit zerrissener und schmutziger Kleidung in die Beratungsstelle. Sie waren nicht gewaschen und hatten Wunden an den Armen und im Gesicht. Ihre Fingernägel waren dreckig, ihre Zähne waren entweder kaum bis nicht mehr vorhanden oder hatten dunkle Ablagerungen. Viele waren sehr schlank, hatten ein eingefallenes Gesicht und ihre Mimik drückte Verzweiflung, Traurigkeit, Hilflosigkeit und Erschöpfung aus. Da gab es aber auch Abhängige, denen sie nicht auf dem ersten Blick ansehen konnte, dass sie Drogen konsumierten. Sie sahen so aus, wie es für einen normalen Bürger üblich ist. Ihnen sah die Verfasserin meist erst auf den zweiten oder dritten Blick an, dass sie Kummer und Sorgen hatten. Da ihr die Menschen oft beim Spritzentausch begegneten, hat sie sich entschlossen, in ihrer Arbeit auf die Drogen Heroin und Kokain einzugehen, weil diese Drogen intravenös eingenommen werden und besonders abhängig machen.

Weiterhin hatte die Verfasserin Kontakt zu Drogenabhängigen, da sie sich in der Teestube, dem Kontaktbereich der DROBS, hauptsächlich aufhielt. Sie musste des Öfteren feststellen, dass viele von ihnen sehr starke Stimmungsschwankungen hatten. So wirkte z.B. ein Klient an dem einen Tag lebensfroh, hatte sehr gute Laune und war offen für jegliche Gespräche. An den folgenden Tagen war er hingegen niedergeschlagen und depressiv. Diese charakterlichen Veränderungen in einem Jojo-Effekt zu erleben, stimmte sie fraglich. Die Verfasserin wusste, dass es mit ihrem Drogenkonsum und den damit verbunden Umständen und Problemen zusammenhing, aber sie wollte es immer genauer wissen.

Ein weiterer Beweggrund für die Wahl des oben genannten Themas ist der Einfluss der Medien. So wird in der heutigen Zeit z. B. der Kokaingebrauch immer mit Schauspielern, Musikstars und Hochleistungssportlern assoziiert.[1] Dabei stellte die Verfasserin sich in der Vergangenheit immer die Frage, wie diese Stars es schaffen, ihre Karriere als Sänger, Model oder Schauspieler aufrecht zu erhalten, wenn sie ihre Wahrnehmung durch Drogen verändern. Sie ist zu der Auffassung gelangt, dass Stars oft ein anstrengendes Leben führen, weil der Job ihnen sicherlich viel abverlangt, da auf dem Markt die Konkurrenz groß ist. Daher nimmt sie an, dass Drogen im gewissen Maße von den Prominenten konsumiert werden, da die berauschenden Wirkungen sie leichter an ein gewünschtes Ziel bringen. Aus diesem Grund ist es unter anderem auch so, dass Kokain in der Promibranche oft als „Fotomodeldroge[2] bezeichnet wird, da sie den Appetit sehr zügelt[3] und Models bekanntlich immer schlank sein sollten. Kokain ist zudem eine Droge, die eher von Menschen konsumiert wird, die in sozial gesicherten Positionen des Kunst- und Showgeschäfts leben und weniger durch Beschaffungskriminalität auffallen.[4] Bei Hochleistungssportlern wird sie leider in manchen Fällen als Dopingmittel eingesetzt.[5]

In der Musikbranche ist oft Heroin als Droge mit inbegriffen. So kann zum Beispiel nicht vertuscht werden, dass Größen wie Janis Joplin, Ray Charles, Iggy Pop und Keith Richards jahrelang Heroin konsumierten. Janis Joplin starb sogar an einer Überdosis Heroin.[6] Da sowohl Heroin als auch Kokain zu den schlimmsten Rauschmitteln zählen[7] und sie Jahr für Jahr immer mehr Tode fordern (siehe Abbildung)*, möchte die Verfasserin aufzeigen, was sich genau hinter diesen beiden Substanzen verbirgt und was die Beweggründe der beiden Befragten Marco S. und Anne P. sind, diese Drogen zu konsumieren.

*

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Diese Statistik zeigt die Zahl der Drogentoten in Deutschland, die in etwa 80 % der Fälle infolge einer Heroin-Intoxikation nach im Durchschnitt neunjähriger Abhängigkeit gestorben sind.“[8]

2. Einleitung

Im ersten Kapitel werden Drogen definiert. Hierbei geht die Verfasserin kurz auf den Unterschied zwischen so genannten harten und weichen Drogen ein.

Im zweiten Kapitel werden die Begriffe Sucht und Abhängigkeit untersucht, da sie eine wichtige Rolle in der Drogenarbeit spielen. Weiterführend nimmt die Verfasserin Bezug auf den Unterschied der körperlich-physischen und psychischen Abhängigkeit. Das Kapitel wird abgeschlossen, indem sie Ansätze beschreibt, warum Menschen überhaupt abhängig werden und wie der Verlauf der Abhängigkeit aussieht, wenn ein Mensch Heroin und Kokain dauerhaft konsumiert.

Im dritten Kapitel beschreibt die Verfasserin detailliert die Droge Heroin. Hierbei zeigt sie auf, wie Heroin entdeckt und warum Heroin vermarktet wurde. Dann geht sie darauf ein, wie Heroin gewonnen wird und welche Unterschiede es bei der Herstellung gibt. Weiter erläutert die Verfasserin, welche Wirkung Heroin hervorrufen kann und wie es konsumiert wird. Abschließend zeigt sie auf, wie sich der dauerhafte Konsum auf den Menschen auswirken kann.

Im vierten Kapitel wird detailliert die Droge Kokain beschrieben. Zu Beginn wird erläutert, wie Kokain entdeckt wurde. Ferner erläutert die Verfasserin die Wirkung, die eintreten kann, wenn Kokain konsumiert wird. Daraufhin zeigt sie auf, wie Kokain konsumiert wird. Am Schluss des Kapitels erläutert sie, wie sich der dauerhafte Konsum von Kokain auf den Menschen auswirken kann.

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im fünften und sechsten Kapitel. Hier sind die Falldokumentationen von Marco S. und Anne P., die sie durch intensive Befragungen der Beiden erstellen konnte, beschrieben. Zuerst möchte die Verfasserin, dass der Leser eine Vorstellung gewinnen kann, welchen Eindruck die Interviewpartner bei ihr hinterlassen haben. Dann stellt sie die Zusammenfassung der Interviews vor. Abschließend fügt sie ihre Analysen und Interpretationen an, um die Gründe zu veranschaulichen, die sich hinter der Drogenabhängigkeit der Beiden verstecken.

3. Definition von Drogen

Ursprünglich wurde der Begriff Droge für pflanzliche und tierische Bestandteile verwendet, die als Heilmittel Verwendung fanden. Heutzutage jedoch versteht man unter Drogen solche Stoffe, die unmittelbar verändernd auf die Funktionen des Zentralnervensystems einwirken. Hierbei ist nicht entscheidend, ob diese Substanzen der Natur entnommen wurden oder chemisch hergestellt sind.[9]

Da sie die psychische Befindlichkeit verändern, werden sie auch als psychotrope und psychoaktive Substanzen bezeichnet. Damit umfasst der Begriff Droge sowohl Arzneimittel als auch Alkohol und Rauschmittel. Ein Unterscheidungsmerkmal für Drogen ist ihre Legalität und Illegalität. Legale Drogen werden durch ihre juristische Bezeichnung eher als ungefährlich bezeichnet, wohingegen illegale Drogen als gefährlich angesehen werden. Legale Drogen sind unter anderem Alkohol, Nikotin und Koffein. Zu den illegalen Drogen zählen unter anderem Cannabis, LSD, Kokain und Heroin.[10]

Man differenziert noch weiter in so genannte harte und weiche Drogen. Umgangssprachlich werden chemische Substanzen, deren Wirkung rasch zu einer psychischen und/oder physischen Abhängigkeit führen, als harte Drogen bezeichnet. Wohingegen es sich bei den weichen Drogen um Stoffe handelt, die nicht zu einer deutlichen psychischen und/oder physischen Abhängigkeit führen. Einige Autoren zählen auch Alkohol und Tabak zu den weichen Drogen. Diese werden wegen ihrer unterstellten Mindergefährlichkeit weitaus häufiger konsumiert als harte Drogen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die durch weiche Drogen verursachten Probleme meist deutlich höher sind als durch harte Drogen.[11] Zum Beispiel verursacht Nikotin mehr vermeidbare Krankheiten und Folgekosten als die Abhängigkeit von harten Drogen, da jeder dritte vorzeitige Tod im mittleren Alter in Deutschland auf das Rauchen zurückzuführen ist.[12]

4. Sucht/Abhängigkeit

Sucht und Abhängigkeit haben in der heutigen Zeit nahezu die gleiche Bedeutung. Das Wort Sucht ist altgermanischen Ursprungs und hat Beziehungen zum Wort siechen. Dies bezeichnet ursprünglich in erster Linie körperliche Krankheiten, da es übersetzt krank sein bedeutet. Überreste dieser Bedeutung sind in Begriffen wie Fallsucht (Epilepsie), Schwindsucht, Bleichsucht, Wassersucht (abnorme Ansammlung von Körperflüssigkeit) oder Gelbsucht zu finden.[13]

In unserem heutigen Sprachgebrauch wird mit dem Wort Sucht jedoch mehr das Überhandnehmen einer Verhaltensweise, das unnormal oder störend wirkt, verstanden. In diesem Sinne ist von Geltungssucht, Arbeitssucht, Selbstsucht, Habsucht, Putzsucht, Rekordsucht, Spielsucht, Herrschsucht, Profilierungssucht oder Naschsucht die Rede. Des Weiteren werden mit Sucht auch starke Gefühle bezeichnet, die sich der willentlichen Beeinflussung weitgehend entziehen, wie Tobsucht, Eifersucht, Sehnsucht und Rachsucht.[14]Im Jahr 1957 definierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Begriff Sucht über ein unbezwingbares Verlangen nach einem Suchtmittel mit der Tendenz einer Dosissteigerung und Schädigung des Einzelnen oder der Gesellschaft.[15]

Das Wort Sucht weist auf Anteile des Verhaltens und Erlebens hin, die über das hinausgehen, was wir im Allgemeinen mit dem Wort Abhängigkeit verbinden. Abhängig sind Menschen von etwas, süchtig sind Menschen nach oder auf etwas. Sucht ist ein Wort, das nichts erklärt, sondern eigentlich nur ein bestimmtes Verhaltensmuster abgekürzt beschreibt.[16] Gerade in den letzten Jahrzehnten hat der Begriff Sucht eine erhebliche Ausweitung auf Tätigkeiten erfahren, die nichts mit der Einnahme von Stoffen zu tun haben. Im Wesentlichen ist der Begriff Sucht inhaltsgleich mit den Begriffen Substanzabhängigkeit oder Abhängigkeits-erkrankung. Deshalb hat die WHO den Begriff Sucht durch das Wort Abhängigkeit ersetzt.[17]

Selbstbestimmung und Selbstkontrolle, Freiheit, Gesundheit und soziale Funktionsfähigkeit sind hochgeschätzte Werte der Gesellschaft. Wenn ein Mensch sich seinen Leidenschaften frönt oder sich ausschweifenden Genüssen hingibt, ohne dass die Gesundheit, soziale Eingliederung oder Arbeitsfähigkeit darunter leiden, so wird dieser als nicht süchtig bezeichnet. Erst wenn die Werte verletzt werden, wenn das gesamte Interessenfeld des Menschen beginnt, sich einzuengen und sich das dranghaft äußernde Verhalten immer häufiger, aber mit immer weniger Befriedung eintritt, dann wird ein Mensch als süchtig angesehen. Ein Beispiel hierzu wäre, wenn ein Alkoholabhängiger äußert, dass er eigentlich nichts vom Trinken gehabt hat. Daran erkennt man deutlich die Verselbständigung der Sucht in eine fortschreitende Genussunfähigkeit und Freudlosigkeit. Diese Anteile der Sucht werden bei Süchten wie z.B. Spielsucht, Arbeitssucht, Eß - Brechsucht sogar deutlicher als bei den Drogensüchten. Die Ausweitung des Suchtbegriffes macht es nunmehr noch deutlicher, dass die Droge nur ein Mittel, aber nicht das Wesen der Sucht ist. Leider wird durch diese Ausbreitung aber die Grenze zum Normalen verwischt. Das bedeutet, dass z.B. ein Mensch, der viel liest, nicht gleich als lesesüchtig anzusehen ist. Der Begriff Sucht sollte somit nicht für alles verwendet werden, da dies auch die Drogenabhängigkeit verharmlosen könnte. Stoffgebundene Abhängigkeiten enthalten außerdem einige wesentliche Besonderheiten, die sich von anderen Süchten unterscheiden. Die Befindlichkeitsänderung, die durch den Konsum von Drogen angestrebt wird, kann im Extremfall ohne eigene Tätigkeit, nur allein durch das Einwirken der Droge auf das Zentralnervensystem, eintreten. Ferner sind die Entzugserscheinungen im körperlichen Bereich zwangsläufiger und stärker als bei Tätigkeitssüchten. Die körperlichen Folgeerkrankungen aufgrund der toxischen Wirkung einiger Stoffe lassen zudem den Krankheitscharakter offensichtlicher werden.[18] Mit dem Begriff Sucht sei demnach das prozesshafte Entwicklungsgeschehen von der Gewöhnung hin zum unkontrollierten, zwanghaften Konsum gekennzeichnet und mit dem Begriff Abhängigkeit der krankhafte Endzustand, der gleichzeitig die physische, die psychische und die soziale Lebensbefindlichkeit und Lebensaktivität massiv und in den meisten Fällen nur sehr schwer korrigierbar einschränkt.[19] In unserer Gesellschaft pflegt man zwischen zwei Arten der Abhängigkeit zu unterscheiden. Es gibt zum einen die körperlich-physische Abhängigkeit und zum anderen die psychische Abhängigkeit. Im Kapitel 4.1 wird diese Unterscheidung konkretisiert.

4.1 Körperlich-physische und psychische Abhängigkeit

Drogen, die eine körperlich-physische Abhängigkeit bewirken sind Opiate, Schlafmittel und Nikotin. Es ist strittig, in welche Sparte Alkohol, Tee und Kaffee einzuordnen sind. Drogen, die nach bisheriger Kenntnis eine psychische Abhängigkeit bewirken, sind Kokain, Cannabisprodukte und LSD.[20]

Der gebräuchliche Begriff für die körperliche Abhängigkeit kommt aus dem amerikanischen und heißt addiction. Eigentlich bedeutet er, von etwas gesteuert zu sein, an etwas gebunden zu sein. Die WHO benutzt diesen Begriff seit 1950 und definiert ihn als eine chronische oder periodische Vergiftung, hervorgerufen durch wiederholten Drogengebrauch mit folgenden Hauptkennzeichen:

1. Überwältigender Wunsch oder Zwang zum fortgesetzten Drogengebrauch und zur Drogenbeschaffung mit allen Mitteln.
2. Die Tendenz der Dosierungssteigerung.
3. Psychische (psychologische) und gewöhnlich auch physische Abhängigkeit von der Drogenwirkung.
4. Schädliche Wirkungen für den Einzelnen und für die Gesellschaft.[21]

Da jedoch immer wieder neue Drogen auf dem Markt kamen, hagelte es schnell Kritik gegen die ursprüngliche Definition. Im Jahr 1957 erweiterte die WHO den Begriff um „drug habituation“[22]. Damit war dem aber noch immer nicht Genüge getan, und die Kritik am Begriff der psychischen Abhängigkeit ließ nicht lange auf sich warten. Schließlich wählte die WHO im Jahr 1964 den Begriff „drug dependence“[23] .

Neben der Erkenntnis über Sucht/Abhängigkeit sollte besonders die Frage gestellt werden, wie sie eigentlich entsteht. Im Abschnitt 4.2 wird die Verfasserin darauf eingehen.

4.2 Die Entstehung von Sucht/Abhängigkeit

Vorweg sei festgestellt, dass es sich bei der Entstehung von Sucht/Abhängigkeit um einen hirnphysiologischen Vorgang handeln dürfte, zu dem bis heute kein allgemein anerkanntes Erklärungsmodell vorhanden ist.[24]

Auffällig bei der Entstehung von Sucht ist nur eine häufig wiederkehrende Symptomatik, die unter anderem auf so genannte Frühstörungen zurückgeführt werden kann. Suchtgefährdet dürften demnach vor allem aufmerksamkeits- und kontaktgestörte sowie stark motorisch unruhige, hyperaktive Kinder sein. Bereits vor Beginn des Rauschgiftkonsums sind häufig Merkmale einer sozialen und psychischen Vereinsamung gegeben, die durch den späteren Missbrauch und die Abhängigkeit verstärkt werden. Gemeint sind die so genannten Sozialisationsdefizite: Angststörungen, Depressionen sowie genetische Dispositionen spielen eine weitere Rolle. Bei den genetischen Veranlagungen möchte ich noch erwähnen, dass suchtbedingtes Verhalten in bestimmten Familien gehäuft vorzukommen scheint. Sicherlich sind auch Menschen suchtgefährdet, die empfindlich auf Stress reagieren. Bei diesen Menschen gibt es häufig keine geradlinige Entwicklung, sondern einen Wechsel zwischen unterschiedlich langen drogenfreien Phasen und solchen mit Drogenmissbrauch.[25]

4.3 Sucht/ Abhängigkeit im Hinblick auf Heroin und Kokain

Charakteristisch für die Abhängigkeit von Heroin und Kokain ist der Stoffhunger. Es kommt mit der Zeit zu einem suchtbedingten Persönlichkeitsabbau (Deprivation) einhergehend mit Kritik- und Urteilsschwäche sowie einer massiven Nivellierung des Wertgefühles. Das Interesse an der Umwelt ist für den Heroin Abhängigen ausschließlich auf die Belange des eigenen Körpers reduziert. Da der Heroinkonsument im Vergleich zu Kokainabhängigen jedoch relativ lange seine geistige Leistungsfähigkeit behält, kann dieser, wenn es um den Erwerb des Rauschgiftes geht, außerordentlich erfinderisch sein. Jedoch kann eine Verminderung der Steuerungsfähigkeit infolge schwerster Persönlichkeitsveränderungen nach jahrelangen Heroinmissbrauch oder starken Entzugserscheinungen gegeben sein.[26]

Im Kap. 5 und 6 wird die Verfasserin detaillierter auf die Drogen Heroin und Kokain eingehen.

5. Heroin

Szeneübliche Bezeichnungen sind: „H“ (englisch Aitsch ausgesprochen), „Schore“, „Dope“ und „Stoff[27].

Heroin ist ein halbsynthetisches Opioid, das aus Morphin, welches im Rohopium enthalten ist, hergestellt wird. Opioide sind synthetisch hergestellte Substanzen, die in ihrer Wirkung dem Opium ähneln. Die chemische Bezeichnung von Heroin ist Diacetylmorphin oder abgekürzt Diamorphin.[28] Da Heroin halbsynthetisch hergestellt wird, ist es somit ein Produkt eines Prozesses, den es außerhalb eines Labors nicht geben kann. Beim Opium und seinem Hauptalkaloid Morphin dagegen ist es anders, da sie in der Pflanze als Substanzen vorkommen. Ich werde im nachfolgenden Teil nun auf die Begriffe „Opium“ und „Morphin“ eingehen, damit es anschaulicher ist, wie Heroin eigentlich gewonnen wird.[29]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild entnommen aus: Hiller (u. a.) 2006, S. 11393

Der Milchsaft der unreifen Kapseln des Schlafmohns (Papaver Somniferum) wird Opium genannt. Papaver Somniferum kommt in zwei Subspezies vor. Zum einen als leuchtend rot oder violett blühender Schüttmohn mit schwarzem Samen, dessen Kapseln aufspringen und den Samen ausschütten, oder als weiß blühender Schließmohn mit weißem Samen und geschlossenen Mohnkapseln. Der im Herbst oder Frühlingsbeginn gepflanzte Schlafmohn blüht wie erwähnt rot oder weiß. Nach dem Abfall der Blütenblätter wird im Frühsommer die noch unreife, grüne, etwa walnussgroße Mohnkapsel, die den Samen enthält und in deren Kapselwand der alkaloidhaltige Saft zirkuliert, von den Opium Bauern mit einem speziellen, mehrklingigen Messer abends zwei- bis dreimal angeritzt (siehe Abbildung). Durch das Anritzen der Kapseln tritt der klebrige, weiße Milchsaft heraus und verfärbt sich durch die Reaktion mit der Luft (Oxidation) rasch zu einer bräunlich klebrigen Masse. Diese braune Mohnmilch trocknet ein, so dass sie am darauf folgenden Tag mit einem Opium-Messer von der Kapsel abgeschabt werden kann. Diese Masse wird Rohopium genannt und ist der Ausgangsstoff für die illegale Heroin Herstellung.[30] Im Rohopium sind 25 verschiedene Opiate enthalten. Dieses sind Wirkstoffe, die Alkaloide genannt werden, deren Quantität und Mischungsverhältnis je nach der Herkunft schwankt.[31] Gifte, die eine halluzinogene Rauschwirkung hervorrufen und in vielen Pflanzen vorkommen, werden Alkaloide genannt.[32]

Ausschlaggebend ist der stärkste Wirkstoff Morphin, der mit ungefähr 10-12% im Opium enthalten ist. Hierbei handelt es sich um ein Alkaloid, das auch Morphium genannt wird. Diese Begriffe wurden nach dem griechischen Gott des Schlafes Morpheus benannt. Morphin wird in der Medizin als Schmerzmittel verwand und erzeugt ein hohes Abhängigkeitspotential. Der Opiat-Rausch, den die Heroinkonsumenten erleben, wird hauptsächlich durch das Morphin ausgelöst. Die anderen Alkaloide, die im Opium enthalten sind, können die Wirkung des Morphins anheben oder senken. Andere Wirkstoffe sind Narkotin, Kodein, Papaverin, Narcein, Thebain, Laudanosin, Xanthalin und Noscapin.[33] Heroin wird durch Acetylierung aus dem Morphin hergestellt.[34] Das bedeutet, dass das Rohopium bei der Herstellung mit Wasser vermischt wird, damit das darin enthaltene Alkaloid Morphin als Wasserlösung herausgelöst wird. Die Morphinwasserlösung wird mit Schwefelsäure versetzt, wobei Kristalle entfallen. Diese werden herausgefiltert und durch eine wässrige Amoniaklösung in ihren basischen Zustand versetzt. Diese Mischung wird anschließend mit Essigsäurehydrid behandelt und zum Schluss mit Äther vermischt. Wenn die Lösung mit Salzsäure versetzt wird, fällt das Diacetylmorphin aus der Ätherlösung heraus und wird anschließend getrocknet.[35] Heroin wird in sehr unterschiedlicher Reinheit auf dem illegalen Markt angeboten. Es wird als weißes, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver angeboten. Es wird auch als körnig-krümeliges Produkt angeboten und riecht dann häufig nach Essig. Meist enthält Heroin Streck- oder Verschnittmittel, Verunreinigungen aus der Herstellung und aus dem Ausgangsmaterial sowie Zersetzungsprodukte durch Alterung.[36]

5.1 Die Entdeckung vom Heroin – Geschichtlicher Rückblick

Heroin (Diacetylmorphin) wurde im Jahr 1898 als Arzneimittel in Deutschland eingeführt. Die Synthese aus Morphin und anderen Morphinabkömmlingen wurde allerdings bereits im Jahr 1874 von einem britischen Chemiker namens C.R.A entdeckt. Dieser gab diese zur physiologischen Prüfung an F.M. Pierce, der die Substanzen Hunden und Kaninchen injizierte. Sie führten zur „Sedierung (Beruhigung), Atem- und Kreislaufdepression und Aktivierung des Brechzentrums.[37] 1884 und 1890 gelang es ebenfalls zwei Chemikern Diacetylmorphin herzustellen. Im Jahr 1889 fanden D.B. Scott und Ralph Stockman anhand von Experimenten mit Fröschen und Kleinsaugern heraus, dass das Morphinderivat[38] einen heftigeren Effekt auf die Atmung ausübt als Morphin. „The depressant action which it exerts on respiration is much greater than that of morphine.“[39] Der Pharmakologe von Mering untersuchte im Jahr 1895 in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Fabrik E. Merck die Wirkungen der Substanzen und verfolgte damit das Ziel, ein Mittel zu finden, welches verträglicher als Morphin war. Zu seinen Untersuchungen gehörten auch Versuche an Menschen. Er kam zu dem Ergebnis, dass Diacetylmorphin und die anderen Morphinderivate eine schwächere Wirkung als Morphin zeigen.[40] Diese Feststellung ist allerdings nicht korrekt gewesen. Heute ist bekannt, dass Heroin dem Morphin aufgrund des rascheren Wirkungseintritts von den Konsumenten vorgezogen wird.[41] Es wirkt etwa dreimal stärker als das Morphin. Das liegt daran, dass das Diacetylmorphin die Blut-Hirn-Schranke leichter durchdringen kann, da es besser fettlöslich ist als Morphin.[42] Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass Heroin eigentlich nur die bessere Transportform des Morphins im Gehirn ist, indem bei Applikation von Heroin mehr Morphin schneller den Wirkort erreicht. Somit wirkt Heroin rascher, heftiger, aber auch kürzer als Morphin. Zur Aufrechterhaltung einer gleich bleibenden Wirkstoffkonzentration im Blut sind daher mehrere Injektionen pro Tag erforderlich.[43]

Im August 1897 wurde das wirksamere Heroin auch durch den Chemiker Felix Hoffmann, der bei der Firma Bayer in Elberfeld angestellt war, entdeckt.[44] Bereits im Jahr 1890 suchten die chemische Industrie und Hochschulen nach einem wirkungsvollen und nebenwirkungsarmen Schmerzmittel, welches das sehr abhängigkeitserzeugende Morphin ersetzen sollte.[45] Es sollte ein Ersatzmittel auf Morphinbasis ohne Abhängigkeitspotential hergestellt werden.[46] Daher kam im Jahr 1898 die Firma Bayer zu dem Entschluss, ihr Morphinderivat Diacetylmorphin auf dem Markt zu bringen, da es nach dessen Ansicht nur sehr gering toxisch war und zu einer günstigeren Atmungswirkung beitrug.[47] So wurde im Jahr 1898 das Diacetylmorphin unter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild entnommen aus: de Ridder 2000, S. 137

dem Handelsnamen Heroin von der Firma Bayer auf den Markt gebracht.[48] Sie verkauften das Produkt erst als Pulver, Tablette oder Sirup und ab 1929 dann als Ampulle für Injektionszwecke.[49] Es wurde in der Werbung als ein „hervorragendes, nicht sucht-erzeugendes Mittel gegen Erkrankungen der Luftwege bei Kindern und Erwachsenen[50] angepriesen. Der Name Heroin wurde von dem griechischen Wort heros abgleitet, was übersetzt der Held heißt. Warum die Firma Bayer den Namen gewählt hat, ist unklar. Vielleicht wollten sie damit auf die übertreffende Wirkung ihres Produktes hinweisen.[51]

5.1. Unterteilungen von Heroin

Heroin wird in vier verschiedene Verarbeitungsstufen unterschieden.

5.1.1 Heroin Nr. 1

Heroin Nr. 1 ist die erste Verarbeitungsstufe des Opiums. Das Ausgangsprodukt ist Morphin in Form von Morphinbase. Es ist im Aussehen kaffeebraunem Pulver sehr ähnlich.[52]

5.1.2 Heroin Nr. 2

Heroin Nr. 2 ist die Heroinbase oder Diacetylmorphinbase, die im zweiten Produktionsschritt entsteht. Sie ist beige bis beigebraun.[53] Diacetylmorphin ist als Base nicht wasserlöslich und muss daher vor dem Konsum mit Zitronensäure vermischt und dann erhitzt werden.[54]

5.1.3 Heroin Nr. 3

Die Heroinbase kann mit Salzsäure versetzt werden. Wenn dieses geschieht, dann wird es zu einem Hydrochlorid, also zu einer Salzform. In diesem Zustand ist das Diacetylmorphin gut wasserlöslich.[55] Es ist ein grau-bräunliches Granulat mit leichtem Essiggeruch.[56] Das kristalline Heroin hat einen Reinheitsgehalt von 30-60% und wird in Süd Ost Asien hergestellt. Es wird „Hongkong Rocks[57] genannt. In den 70er und 80er Jahren war das Heroin Nr. 3 am weitesten verbreitet, weil die Nachfrage in Europa und dem USA anstieg.[58]

5.1.4 Heroin Nr. 4

Heroin Nr. 4 ist auch ein Hydrochlorid und damit auch wasserlöslich. Es ist ein weißes, kristallines Pulver und hat einen Reinheitsgehalt von bis zu 90%. Es ist hochwirksam und stammt meist aus der Türkei. Heroin Nr. 4 wird auch als „Türkischer Honig[59] bezeichnet. In mittleren Reinheitsgraden ist es auf dem Markt erhältlich, da das Heroin noch weitere hinzu gemischte Wirkstoffe, wie zum Beispiel Codein, enthält.[60] Da das Heroin auf dem Weg zum Konsumenten immer mehr gestreckt wird, schwankt der Wirkstoffgehalt zwischen 5 und 90%. Daher weiß der Fixer nie, wie viel Heroin in seinem Beutel vorhanden ist.[61]

5.1.5 Ergänzende Information

Heroin wird auch als Teer verkauft. Diese Zubereitung ist schwärzlich und riecht sehr stark nach Essig. Hierbei handelt es sich um eine einfachere Acetylierung von Opiumrohmasse, die eine große Menge weiterer Alkaloide und Beiprodukte enthält.[62]

5.3 Die Wirkung von Heroin

Die Ersteinnahme von Heroin führt häufig zu unangenehmen Erlebnissen wie Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und Verstimmtheit.[63] Des Weiteren treten häufig Mundtrockenheit und Kreislaufstörungen (Minderung des Blutdruckes, Pulsverlangsamung) auf.[64] Einige Erstanwender verzichten deshalb auf weitere Einnahmen, wogegen bei anderen höchst beglückende Gefühle ausgelöst werden. Deshalb führen sie sich weitere Dosen zu und erleben eine „Scheinwelt voller innerer Zufriedenheit“.[65] Hierbei bewirkt die Einnahme von Heroin zu Beginn des Konsums eine starke Euphorie und ein Wärmegefühl, welches allumfassend sein soll.[66] Bei intravenösem Gebrauch kann die Euphorie noch gesteigert werden und einen Orgasmus-ähnlichen Zustand (Kick) herbeiführen.[67] Die Wirkung von Heroin ist vielfältig. Soweit sich das Morphin bei der Einnahme vom Heroin in Teilen des Zentralnervensystems ablagert, befindet es sich vor allem im Thalamus und im medialen Vorhirnbündel, im seitlichen Hypothalamus, wo Sinneseindrücke, Lust- und Schmerzempfindungen zusammenlaufen. Dies gilt auch für das Kokain, das im Kap. 6 beschrieben wird. Außerdem wirkt das Morphin in dem für höhere Bewusstseinsfunktionen zuständigen Teil der Großhirnrinde. Es ist festzustellen, dass allgemein von außen kommende Sinneseindrücke emotional beladen werden und erst so ein individuelles, durch frühere Erfahrungen mitbestimmtes Bild von der Außenwelt entsteht, das, jeweils unterschiedlich, zu eher positiven oder negativen Empfindungen und Reaktionen führt. Hierdurch kann es auch ohne jeden Außenreiz zu einer eigenständigen Wirklichkeit kommen. Durch die Reizung der genannten Gehirnareale kann somit ein Glücksgefühl hervorgerufen werden, ohne das ein realer Bezug gegeben ist.[68] So kann es unter anderem als beruhigend, inspirierend, stimulierend und harmonisierend vom Konsumenten erlebt werden. Konsumenten können aber auch in eine Art angenehmen Traumzustand versinken und häufig einschlafen, wobei andere sehr aufgekratzt wirken und viel zu erzählen haben.[69]

Heroin mindert Angstanfälle und paranoide Zustände, die von anderen Drogen wie z.B. Kokain ausgelöst werden können.[70] Bei der Einnahme von Heroin vermindert sich der Stoffwechsel, die Atmung wird langsamer, das Hungergefühl nimmt ab und es kommt aufgrund einer nachlassenden Darmmotorik zu Verstopfungen. Die Konzentration und Aufmerksamkeit können stark nachlassen. Der Heroinkonsument hat weniger sexuelles Verlangen, da sich sein Orgasmusaufbau verzögert. Bei dauerhaftem Konsum kann das sexuelle Verlangen verdrängt werden. Bei Frauen wird die Menstruation unregelmäßig oder sie bleibt aus.[71] Äußerlich ist eine Verkleinerung der Pupillen bis auf Stecknadelgröße zu erkennen (medizinisch: Miosis).[72]

5.2 Der Konsum von Heroin

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[73]

Heroin wird als Hydrochlorid in der Regel intravenös injiziert. Des Weiteren kann es auch inhaliert oder geschnupft werden. Am häufigsten jedoch ist der intravenöse Konsum, weil beim Schnupfen (Sniefen) des Heroins kein so genannter kick (plötzliche Anflutung der Substanz im zentralen Nervensystem mit schlagartig einsetzendem, überwältigendem Euphoriegefühl) eintritt. Ein weiterer Grund ist, dass beim Spritzen weniger Substanz benötigt wird als beim Schnupfen.[74] Bei der Injektion wird das Heroin auf einem Löffel in Wasser eingebracht und mit Ascorbinsäure (Zitronensäure) versetzt, damit es besser löslich ist. Dann wird das Gemisch erhitzt, bis sich der größte Teil aufgelöst hat. Der Löffelrücken wird bei diesem Vorgang rußgeschwärzt und am Löffel setzten sich braune Rückstände ab. Die Lösung wird meist durch einen Wattebausch oder einen abgerissenen Zigarettenfilter gedrückt, um sie ein wenig zu filtern. Abschließend wird das gelöste Heroin in eine Spritze aufgezogen und in die Vene injiziert. Heroinkonsumenten greifen oft auf das Inhalieren zurück. Zum einen wollen sie damit verräterische Einstichstellen verbergen und zum anderen haben viele Konsumenten einfach Angst vor dem „Drücken“.[75] Wie bereits angeführt, ist der Reinheitsgehalt bei Heroin meist ungewiss und kann somit schnell zur Überdosierung führen. Daher greifen intravenöse Benutzer nach einer Abstinenzphase eher auf das Inhalieren zurück, um nicht versehentlich eine Überdosierung zu riskieren.[76] Ein weiteres Kriterium für eine andere Konsumform ist zudem das HIV Risiko, dem Heroinkonsumenten durch das wechselseitige Benutzen der Spritzen stark ausgesetzt sind.[77]

Beim Inhalieren wird das Heroinpulver auf ein Blatt Aluminium gelegt und von unten erhitzt. Die dadurch entweichenden Heroindämpfe werden mit einem Rohr durch die Nase inhaliert. Im Szenenjargon bezeichnet man diesen Vorgang Chasing the dragon oder Chinesen. Der erste Begriff, der ins Deutsche übersetzt den Drachen jagen heißt, erhält seinen Namen aufgrund des Rauches, der wie ein Drachenschwanz aussieht. In den siebziger Jahren war das Inhalieren durch ein kleines Röhrchen in Holland üblich. Da das Heroin überwiegend aus China kam, wurde diese Art des Konsumierens Chinesen genannt.[78] Eine weitere Form des Inhalierens ist das so genannte Blowen, bei dem das Heroin in ein Stückchen Stanniolpapier gegeben wird und anschließend zu einer kleinen Kugel geformt wird. Dann wird ein Strohhalm oder Ähnliches in das rundgeformte Gebilde gesteckt, wobei das Stanniolpapier ganz dicht um den Strohhalm gedrückt wird. Die Kugel wird dann von unten erhitzt, und der Konsument inhaliert den entstehenden Qualm durch den Strohhalm ein.[79] Bei vernachlässigter Körperhygiene fallen die Konsumenten, die Heroin inhalieren, dadurch auf, dass ihre Zähne schwarz belegt sind, was auf das Rauchkondensat zurückzuführen ist.[80]

Die letzte Form des Heroinkonsums ist das Schnupfen oder Schniefen. Hierbei wird das Heroinpulver mittels eines Röhrchens über die Nasenscheidewände in den Körper aufgenommen. Nebenwirkungen sind Entzündungen der Nasenscheidewände.[81]

5.4 Die Folgen des dauerhaften Heroinkonsums für den Menschen

Heroin ist sehr abhängigkeitserzeugend, daher zählt es zu den harten Drogen. Es entsteht sowohl eine psychische als auch eine physische Abhängigkeit.[82] In der Medizin wird das kontinuierliche Verlangen nach der Droge Craving genannt.[83]

Viele Abhängige geraten bei dauerhaftem Konsum in einen Zustand, über allen alltäglichen Problemen zu stehen oder sie gar gelöst zu haben. Die euphorisierende Wirkung nimmt zudem ab, und der Benutzer benötigt in steigendem Maße Heroin. Hierbei wird deutlich, dass bei regelmäßigem Konsum nicht mehr auf ein Rauscherlebnis abgezielt wird, sondern nur noch auf einen Normalzustand.[84] Für den Heroinabhängigen gibt es nichts Sehnlicheres als einen erlösenden Kick, wenn die Substanz in den Kreislauf und dann ins Gehirn eintritt und die Entzugsschmerzen löscht. Er gerät in ein Nirwana-Gefühl, indem er zunehmend seine Persönlichkeit verliert. Nur die ersten paar Spritzen sind aufregend, was danach kommt ist nur eine Flucht vor der Zeit, in der die Wirkung des Heroins nachlässt und der Abhängige schnell reizbar, verstimmt und depressiv wird.[85] Entzugssymptome zeichnen sich durch Muskelschmerzen, Tränenfluss, Zittern, Fieber, Schnupfen und Schlafstörungen bis hin zu Kreislaufzusammenbrüchen, starken Schmerzzuständen und Krämpfen aus. Derartige Entzugserscheinungen werden in der Drogenszene als „Affe“, „turkey“ oder „cold turkey[86] bezeichnet. Im Spätstadium der Abhängigkeit fixt der Konsument nur noch, um den Entzugserscheinungen zu entgehen, die etwas 5-15 Stunden nach der letzten Heroin-Zufuhr einsetzen. Der Konsum ist erforderlich, damit der Abhängige sich einer erträglichen psychischen und körperlichen Verfassung halten und sich um die erneute Beschaffung von Heroin kümmern kann.[87] Bei einer stationären Entzugsbehandlung ist ein körperlicher Entzug nach einigen Wochen durchstanden. Das eigentliche Problem bei einem Heroinabhängigen ist vielmehr der psychische Suchtdruck, der nach der Substanz verlangt und schnell zum Rückfall führt, da er von dem Süchtigen unterschätzt wird. Des Weiteren setzt sich der Abhängige bei intravenösem Gebrauch der zusätzlichen Gefahr aus, sich durch den Nadeltausch unter den Benutzern („Needle Sharing[88]) mit HIV zu infizieren. Seit Mitte der 80er Jahre ist die Viruskrankheit Aids unter den europäischen Fixern verbreitet. Aids wird vor allem auf sexuellem Wege und durch gemeinsame Benutzung eines infizierten Fixerbestecks oder der noch warmen Kanüle, die Blutanhaftungen aufweist, übertragen. Bei weiblichen Heroinabhängigen, die sich das notwendige Geld oft durch Beschaffungsprostitution verdienen, stellt diese eine wesentliche Infektionsquelle dar. Die Infektionsrate bei Frauen, die sich für das Heroin prostituieren, dürfte bei 30% liegen.[89]

Darüber hinaus besteht für den Konsumenten die Gefahr, sich durch die verunreinigten Bedingungen, denen er meist ausgesetzt ist, Infektionen mit Hepatitisviren zuzuführen.[90] Eine Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die schnell chronisch werden kann. Besonders eine Hepatitis-C verläuft in 70-80% der Fälle chronisch. Eine erhöhte Infektionsgefahr mit Hepatitis-C-Viren besteht für Konsumenten, die Heroin intravenös konsumieren und sich die Nadeln mit anderen Benutzern teilen. Werden bei Vorliegen einer Leberentzündung weiterhin Drogen konsumiert, so ist der Verlauf oft negativ. Bei einer chronischen Hepatitis C verfettet die Leber zunächst. Später vernarbt sie unter Bildung von Narbengewebe. Man spricht hierbei von einer Leberzirrhose. Die Leber kann in diesem Zustand das Blut nicht mehr richtig entgiften und die nicht abgebauten Giftstoffe greifen die Organe und besonders das Gehirn an. Bei drogenabhängigen Menschen mit einer Leberzirrhose steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Leberkrebs bekommen.[91]Die Durch-seuchung der Drogenszene mit dem Hepatitis-C-Virus wird bis auf 90% geschätzt.[92] Bei den Konsumenten kann es durch die septischen (verunreinigten) Gegebenheiten außerdem zu einer bakteriellen Entzündung der Herzklappen kommen.[93] Des Weiteren kann es zu Nieren-, Leber- und Gelenkerkrankungen kommen.[94] Durch das Spritzen können sich Abszesse bilden, die sogar lebensgefährlich sein können, wenn sie Anschluss an die Blutbahn gewinnen und sich im ganzen Körper verteilen.[95] Abszesse sind Ansammlungen von Eiter, die zu Schwellungen führen und Narben nach sich ziehen. Die Narbenbildung kann dauerhafte Schädigungen und Funktionsstörungen der Extremitäten mit sich bringen.[96]

Der Abhängige setzt sich somit durch den Heroinkonsum vielen gesundheitlichen Gefahren aus. Aber das ist noch nicht alles. Gefürchtet ist die so genannte Atemdepression, weil sie bei einer Überdosierung für die meisten Todesfälle verantwortlich ist. Bei einer Atemdepression ist die Atmung unzulänglich, und es kann zum Stillstand der Atemmuskulatur kommen. Eine Atemdepression ist unter dem Namen Hyperventilation eher bekannt. Todesursache kann auch in vielen Fällen ein Lungenödem sein. Hierbei kommt es zu einer akuten Ausbildung einer Überwässerung der Lungen. Das größte Risiko für einen Heroinkonsumenten ist die versehentliche Überdosierung. Aufgrund des schwankenden Reinheits-gehaltes der Substanz ist bei mangelnder Selbstkontrolle (z.B. schnelles Spritzen nach Abstinenzphasen oder die Kombination mehrerer verschiedener Drogen) die Gefahr hoch, sich tödlich zu vergiften.[97] Neben dem angeführten Atemstillstand kommt es bei einer Überdosierung zum Herzstillstand. Sowohl das Schmerzempfinden als auch die Schutzreflexe fallen beim Betroffenen aus und der Tod tritt nach einigen Minuten aufgrund von Sauerstoffmangel ein.[98]

Äußerlich auffallend sind bei einem Heroin-Abhängigen häufig eine labile Stimmungslage, Aphatie, fahlgelbes Aussehen sowie Einstichstellen mit Hämatomen und Injektionsnekrosen in den Venen der Arme oder dem Handrücken. Zusätzlich ist häufig ein Zahnverfall bis auf bloße Zahnstummel zu beobachten, der durch die Analgesie des Mundraumes infolge der Heroin-Zufuhr begünstigt wird.[99]

6. Kokain (auch Cocain)

Szeneübliche Bezeichnungen sind je nach Verarbeitung „Koks“, „Schnee“, „Rocks“, „Freebase[100] und „Steine[101].

Kokain ist ein Alkaloid[102] und wird aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauches (Erythroxylum Coca) gewonnen. Es ist zu 0,2 bis 1,5 % in den Blättern enthalten.[103] In Übereinstimmung mit den Anlagen zum Betäubungsmittelgesetz (BtMG) 1994 verwandten Sprachgebrauch soll im Folgenden die Schreibweise Cocain sowohl für die natürliche Blattdroge als auch für das isolierte Alkaloid verwandt werden. Ebenso gebräuchlich ist bei uns die Schreibweise Kokain.[104] Chemisch gesehen ist Kokain ein Benzoylmethylecgonin und ein Ester aus Benzoesäure und einer schwefelhaltigen Base.[105] Daher ist seine chemische Bezeichnung Benzoylecgoninmethylester.[106] Klinisch-pharmakologisch wird Kokain zur Gruppe der Stimulantien gezählt.[107] Diese werden in der Szene als Upper bezeichnet. Sie unterdrücken Müdigkeit, erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, steigern das Selbstbewusstsein, heben die Stimmung und verbessern den Antrieb.[108] Die getrockneten Kokablätter werden bei der Herstellung in einer alkalischen Base (z.B. Calciumoxid), einer Lösung von Kerosin, Sodakarbonat und Schwefelsäure eingeweicht. Aus der daraus resultierenden Flüssigkeit entsteht die so genannte Kokapaste, welche braun ist. In der Paste sind neben dem Kokain noch weitere Kokaalkaloide, Sulfate, Streckmittel und Verdünnungsmittel vorhanden. Wenn der Kokapaste Salzsäure zugeführt wird entfällt Kokainhydrochlorid.[109] Dieses ist ein weißes, bitter schmeckendes Pulver, das als Kokain bezeichnet wird.[110] Es wird vor dem Verkauf z.B. mit Laktose oder Glukose gestreckt, um die Menge zu erhöhen und mehr Profit zu erlangen. Des Weiteren werden Koffein, Amphetamine, Lidokain, Chinin und manchmal auch Heroin beigemischt, um dem Kokain zusätzliche Wirkung und Geschmack zu geben.[111] Straßenkokain enthält in den meisten Fällen nur 20 % Kokain, der Rest ist Streckmittel.[112]

[...]


[1] Vgl. Loviscach 1996, S. 159

[2] Parnefjord 2005, S. 85

[3] Vgl. ebd., S. 85

[4] Vgl. Loviscach 1996, S. 154

[5] Vgl. Püschel 1995 a, S. 32

[6] Vgl. van Treeck 2004, S. 287

[7] Vgl. Schmidtbauer (u. a.) 2004, S. 186

[8] Geschwinde 2003, S. 270

[9] Vgl. Wessler 1996 a, S. 57

[10] Vgl. Schneider 2001, S. 14

[11] Vgl. van Treeck 2004, S. 175 f.

[12] Vgl. Schneider 2001, S. 14

[13] Vgl. Hirschmüller 1996 a, S. 296

[14] Vgl. Schneider 2001, S. 11

[15] van Treeck 2004, S. 587

[16] Vgl. Schneider 2001, S. 11

[17] Vgl. van Treeck 2004, S. 587 f.

[18] Vgl. Schneider 2001, S. 12 f.

[19] Vgl. Schmidt 2001 a, S. 47

[20] Vgl. Christie (u. a.) 1997, S. 58

[21] ebd., S. 58 f.

[22] ebd., S. 58

[23] ebd., S. 58

[24] Vgl. Geschwinde 2003, S. 326

[25] Vgl. ebd., S. 326

[26] Vgl. ebd., S. 327

[27] Püschel 1995 a, S. 41

[28] Vgl. van Treeck 2004, S. 285

[29] Vgl. Geschwinde 2003, S. 244

[30] Vgl. Geschwinde 2003, S. 244 f.

[31] Vgl. Schmidtbauer (u. a.) 2004, S. 294

[32] Vgl. van Treeck 2004, S. 37

[33] Vgl. Schmidtbauer (u. a.) 2004, S. 296

[34] Vgl. van Treeck 2004, S. 285

[35] Vgl. Parnefjord 2005, S. 73 f.

[36] Vgl. Püschel 1995 a, S. 40

[37] de Ridder 2000, S. 33

[38] Derivat: Hierbei handelt es sich um eine chemische Verbindung, die Abkömmling einer anderen Verbindung ist. Sie entsteht durch einfache oder mehrfache Substitution (Ersetzung) eines oder mehrerer Wasserstoffatome der ursprünglichen Verbindung. (Vgl. Geschwinde 2003, S. 668)

[39] de Ridder 2000, S. 33

[40] Vgl. ebd., S. 33 f.

[41] Vgl. Beubler 2003, S. 45

[42] Vgl. Püschel 1995 a, S. 42

[43] Vgl. Geschwinde 2003, S. 294

[44] Vgl. de Ridder 2000, S. 36

[45] Vgl. ebd., S. 25

[46] Vgl. Parnefjord 2005, S. 68

[47] Vgl. de Ridder 2000, S. 26

[48] Vgl. Parnefjord 2005, S. 68

[49] Vgl. de Ridder 2000, S. 184

[50] Parnefjord 2005, S. 68

[51] Vgl. de Ridder 2000, S. 180

[52] Vgl. van Treeck 2004, S. 293

[53] Vgl. Schmitt-Kilian 1999, S. 45

[54] Vgl. Parnefjord 2005, S. 74

[55] Vgl. ebd, S. 74

[56] Vgl. Schmitt-Kilian 1999, S.45

[57] Schmidtbauer 2004, S. 295

[58] Vgl. Parnefjord 2005, S. 68

[59] Schmidtbauer 2004, S. 295

[60] Vgl. http://www.dhs.de/substanzen_heroin.html

[61] Vgl. Schmitt-Kilian 1999, S.45

[62] Vgl. Parnefjord 2005, S. 68

[63] Vgl. Wessler 1996 a, S. 65

[64] Vgl. Parnefjord 2005, S. 71

[65] Wessler 1996 a, S. 65

[66] Vgl. van Treeck 2004, S. 289

[67] Vgl. Loviscach 1996, S. 145

[68] Vgl. Geschwinde 2003, S. 294

[69] Vgl. Parnefjord 2005, S. 71

[70] Vgl. van Treeck 2004, S. 289

[71] Vgl. Parnefjord 2005, S. 71

[72] Vgl. Loviscach 1996, S. 146

[73] Bilder entnommen aus: ebd., S. 67 ff.

[74] Vgl. Püschel 1995 a, S. 41

[75] Schmitt-Kilian 1999, S.45 f.

[76] Vgl. Parnefjord 2005, S. 69

[77] Vgl. Schmitt-Kilian 1999, S. 46

[78] Vgl. Heudtlass 1995, S. 75

[79] Vgl. Schmitt-Kilian 1999, S. 47

[80] Vgl. Parnefjord 2005, S. 69

[81] Vgl. Heudtlass 1995, S. 75

[82] Vgl. van Treeck 2004, S. 285

[83] Vgl. Beubler 2003, S. 45

[84] Vgl. Parnefjord 2005, S. 71 f.

[85] Vgl. Schmidtbauer (u. a.) 2004, S. 303

[86] Püschel 1995 a, S. 44

[87] Vgl. Geschwinde 2003, S. 328

[88] Heudtlass 1995, S. 114

[89] Vgl. Geschwinde 2003, S. 330

[90] Vgl. Parnefjord 2005, S. 72

[91] Vgl. van Treeck 2004, S. 282

[92] Geschwinde 2003, S. 329

[93] Vgl. Parnefjord 2005, S. 72

[94] Vgl. Beubler 2003, S. 47

[95] Vgl. van Treeck 2004, S. 24

[96] Vgl. Parnefjord 2005, S. 72

[97] Vgl. Püschel 1995 a, S. 44

[98] Vgl. Parnefjord 2005, S. 72

[99] Vgl. Geschwinde 2003, S. 328 f.

[100] Püschel 1995 a, S. 31

[101] Haasen 2004 a, S. 17

[102] ebd., S. 16

[103] Vgl. van Treeck 2004, S. 335

[104] Vgl. Geschwinde 2003, S. 373

[105] Vgl. Haasen 2004 a, S. 16

[106] Vgl. Püschel 1995 a, S. 31

[107] Vgl. Haasen 2004 a, S. 16

[108] Vgl. van Treeck 2004, S. 560

[109] Vgl. Haasen 2004 a, S. 16 f.

[110] Vgl. Püschel 1995 a, S. 31

[111] Vgl. Haasen 2004 a, S. 17

[112] Vgl. Parnefjord 2005, S. 86

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten

Details

Titel
Der Weg zum dauerhaften Konsum von Heroin und Kokain: Falldokumentationen von Marco S. und Anne P.
Hochschule
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Emden
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
101
Katalognummer
V69476
ISBN (eBook)
9783638607278
ISBN (Buch)
9783638699815
Dateigröße
1146 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Diploarbeit besteht aus einem theoretischen Teil (Heroin, Kokain) und zwei Interviews mit theoretischer Analyse und Interpretation anhand von Hellinger, Bowlby, Minuchin, Satir, Stierlin sowie traumatheoretischer Analyse und Interpretation
Schlagworte
Konsum, Heroin, Kokain, Falldokumentationen, Marco, Anne
Arbeit zitieren
Nadine Strubbe (Autor:in), 2007, Der Weg zum dauerhaften Konsum von Heroin und Kokain: Falldokumentationen von Marco S. und Anne P., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69476

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