Neurolinguistisches Programmieren. Methoden und Techniken des NLP


Seminararbeit, 2006

26 Seiten, Note: 1,0 (sehr gut)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
Was bedeutet NLP?

2. Geschichte / Entstehung

3. Glaubenssätze des NLP nach Thies Stahl

4. Elemente des NLP
4.1 Kalibrieren
4.2 Rapport
4.3 Pacing
4.4 Leading

5. Worauf der Therapeut achten sollte
5.1 Augenbewegungen
5.2 Körperhaltung
5.3 Atmung, Mimik und Stimmqualität
5.4 Gestik
5.5 Sprachmuster

6. Perspektiven des NLP

7. Modelle und Techniken
7.1 Meta-Modell
7.2 Milton-Modell
7.3 Reframing (Neurahmung/ Umdeutung)
7.4 Ankern (auch klassische Konditionierung genannt):

8. Kritik

9. Schlusswort

10. Literaturverzeichnis
Bücher
Sonstige Quellen

1. Einleitung

Was bedeutet NLP?

NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren, häufig auch Neurolingu-istische Programmierung genannt.

Der Begriff NLP ist abgeleitet von:

- „ „Neuro“ bezieht sich auf die Annahme, dass die gefundenen Muster auf einer neurologischen Ebene stattfinden, also eine direkte Entsprechung auf der Funktionsebene des Nervensystems haben
- „Linguistisch“ bezieht sich darauf, dass diese Muster in der Sprache deutlich werden und durch die Sprache beeinflusst werden können.
- „Programmieren“ verweist auf die Möglichkeit dieser Methode, Menschen zu helfen, sich von problemerzeugenden, automatisch ablaufenden inneren Programmen zu befreien.“ (Stahl, S. 9) Hier beeinflussen sich Nervensystem und Sprache gegenseitig. Der Begriff versteht sich aber im NLP nicht als manipulativ.

Aber was genau ist NLP?

Stellt man diese Frage mehreren Personen, wird man wahrscheinlich mehrere verschiedene Antworten erhalten, je nachdem, wen man fragt und in welcher Verfassung sich derjenige befindet. Das liegt daran, dass NLP weder ein konkreter Gegenstand noch eine geschlossene wissenschaftliche Methode mit bestimmten Regeln ist, sondern eher eine Art stetig wachsende Sammlung von Techniken, deren Verlauf und Ergebnissen.

Die gebräuchlichste Definition heutzutage ist, dass NLP „eine Methodik zum Herausfinden und Aneignen der wesentlichen Komponenten effektiven Denkens und Handelns (Modelling)“ (Stahl, S. 13) darstellt.

NLP untersucht also die Strukturen des menschlichen Gehirns, wie der Mensch denkt und die (Um-) Welt erlebt. Es ist also völlig logisch, dass eine derart subjektive Struktur keine Patentlösung bieten kann, aber durch sie sind bereits einige Modelle erschaffen worden, die aufzeigen, wie diese Strukturen funktionieren und zusammenhängen. Von diesen Modellen ausgehend sind Techniken entwickelt worden, um hinderliche Gedanken und Verhaltensweisen zu ändern.

Stellen Sie sich nur einmal vor, ihr Computer würde ohne Anleitung geliefert werden. Unser Gehirn ist um ein Vielfaches komplizierter gestrickt als ein Computer, und doch hat uns niemand eine Anleitung mitgegeben. So ist es auch kein Wunder, dass wir oft Fehler machen, wenn unsere einfachsten Aufgaben nur leicht verändert werden.

NLP ist also die Struktur von subjektiver Erfahrung. Jede menschliche Erfahrung beruht auf fünf Teilen: man sieht, fühlt, hört, riecht und schmeckt etwas, wobei der Mensch in der Regel ein oder zwei bevorzugte Sinne besitzt.

Menschen unterscheiden sich – wie sie bestimmte Situationen, sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen. So kann ein und dieselbe Situation für den einen als wohltuend, für den anderen aber als unangenehm empfunden werden. Wie man die Ereignisse erlebt und letztendlich auch in Erinnerung behält, wird zusätzlich noch von einer Sache beeinflusst: Unser Gehirn kann nicht zwischen der Realität und einer sehr gut konstruierten Phantasie unterscheiden. Jeder, der schon einmal von einem schlechten Traum erwacht ist, kennt diese Tatsache.

Das Ziel von NLP ist es beispielsweise, eine gute Erinnerung, die aus einer bestimmten „Zusammensetzung“ der fünf Sinne besteht, einfach gesagt, mit der „Zusammensetzung“ einer schlechten Erfahrung zu verbinden. So kommt einem die schlechte Erfahrung vielleicht gar nicht mehr so schlimm vor.

NLP bezieht sich, wie der Titel besagt, auf das Nervensystem und auf die menschliche Sprache, sowie deren Interaktion. Diese Interaktion findet in immer sich wiederholenden Schleifen statt. Durch diese schaffen sich Menschen ihre innere, individuelle Realität und daraus auch ihre Programmierung. Jeder ist selbst für seine Programmierung verantwortlich und kann sie auch als einziger ändern. NLP wird oft als Bedienungsanleitung für das Gehirn bezeichnet und soll nur als Anregung gedacht sein. Es ist normalerweise ratsam, einen NLP- Therapeuten aufzusuchen, da dieser sich besser auskennt und objektiv an die Sache herangeht. Allerdings gibt es Anleitungen zur Lösung von kleineren Problemen, die man alleine zu Hause ausführen kann.

Wir können die Techniken von NLP nutzen, um wirkungsvoll mit uns selbst und anderen zu kommunizieren. Es ermöglicht uns, unsere Mitmenschen besser zu verstehen und unsere Persönlichkeit zu entfalten.

NLP ist immer zielgerichtet, kann aber sowohl effektiv als auch ineffektiv sein.

2. Geschichte / Entstehung

Anfang der 70er Jahre arbeiteten zwei ehrgeizige Männer in Kalifornien an einer Studie zur menschlichen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung. Einer von ihnen, John Grinder (geb. 1939), war ein junger Linguistik-Professor an der University of California in Santa Cruz. Der andere, Richard Bandler (geb. 1950), ein Student der Mathematik, Informationswissenschaft und Psychologie an der hiesigen Universität. Beide waren später als Psychologen tätig.

Ihr Forschungsfeld diente dazu, eine Frage zu beantworten: Sie wollten wissen, was der Unterschied ist zwischen einem Psychologen mit Kompetenz und einem, der in derselben Fertigkeit überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Also beobachteten und untersuchten sie die drei bekanntesten und besten Psychologen jener Zeit:

- Fritz Perls,

Begründer der Gestalttherapie

- Virginia Satir,

Begründerin der Familientherapie

- Milton H. Erickson,

Begründer einer neuen Form der therapeutischen Hypnose und Kurzzeittherapie

Bandler und Grinder waren weniger an ihren Theorien interessiert als an ihrem tatsächlichen beobachtbaren Handeln. Also untersuchten sie die Sprache, das nonverbale Verhalten und die mentalen Prozesse der drei Psychologen in ihren Gesprächen mit Patienten. Dadurch entdeckten sie spezifische Muster, die bei allen drei Psychologen vorkamen. Alle drei hatten diese Muster unbewusst angewendet; wie man so schön sagt: „man hat es im Bauch“. Dadurch war es ihnen aber nicht möglich, ihr Können weiterzugeben.

Nachdem Bandler und Grinder diese Muster untersucht hatten, entwickelten sie lernbare Techniken und Strategien. Basierend auf den Erkenntnissen, macht NLP bewusst, welche Faktoren es sind, die unser Erleben steuern, und auf welche Weise wir unsere Erfahrungen selbst erzeugen.

Somit waren Bandler und Grinder ihrem Ziel, der Entzauberung des Zaubers, schon wesentlich näher gekommen. Nach dem Prinzip „was der kann, kann ich auch“ kopierten sie das Verhalten der einzelnen Psychologen bis ins kleinste Detail, z.B. trugen sie sogar die gleichen Schuhe oder rauchten die gleichen Zigarren. Und mit Erfolg. Sie erzielten die gleichen Resultate wie ihre Vorbilder. Um aber die wichtigen, grundlegenden Verhaltensformen herauszufiltern, entfernten sie nach und nach das „unnötige“ Verhalten und erhielten dennoch den Erfolg. Dies machten sie solange, bis sie letztendlich die Verhaltensformen gefunden hatten, auf die heute noch alle Formen des NLP zurückgehen.

Obwohl Bandler und Grinder nie die Absicht hatten, eine neue Therapieform zu begründen, ist ihnen genau das gelungen. Auf der Sprache basierend, entwickelten sie schnelle und schmerzfreie Therapievorschläge, die zu der Therapieform NLP wurden.

Frühen Einfluss auf das NLP bzw. mitverantwortlich für dessen Weiterentwicklung waren vor allem: Judith DeLozier, Leslie Cameron-Bandler, Robert Dilts, David Gordon, Charles Faulkner und Steven Connirae Andreas (alle USA).

NLP wird heute nicht nur in therapeutischen Bereichen angewendet, sondern auch in Management, Verkauf, Schule und vielen anderen Alltagssituationen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Neurolinguistisches Programmieren. Methoden und Techniken des NLP
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,0 (sehr gut)
Autor
Jahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V69477
ISBN (eBook)
9783638619905
ISBN (Buch)
9783638788168
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neurolinguistisches, Programmieren, Methoden, Techniken
Arbeit zitieren
Katharina Maier (Autor), 2006, Neurolinguistisches Programmieren. Methoden und Techniken des NLP, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69477

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