Die Eroberung des Andenraumes am Beispiel Cuzco/Peru


Hausarbeit, 2006
12 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Ablauf der Eroberung
2.1. Die Landung Pizarros und der Weg nach Cajamarca
2.2. Die Schlacht von Cajamarca
2.3. Gefangenschaft und Tod Atahualpas
2.4. Der Marsch nach Cuzco und die Allianz von Jaquijaguana
2.5. Die Etablierung der spanischen Herrschaft

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Juli 1529 erhielt Francisco Pizarro von der spanischen Krone in Toledo den offiziellen Auftrag, den Andenraum bzw. Peru und damit das Herrschaftsgebiet der Inka zu erkunden und zu erobern.[1]

Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich dieses Gebiet im Norden vom Hochland Ekuadors bis in das mittlere Gebiet des heutigen Chile im Süden. Im Osten wurde das Inka-Reich durch die Andenkette begrenzt.[2] Francisco Pizarro und seinem Heer gelang es, in nur drei Jahren dieses riesige Reich zu erobern, das Volk der Inka zu unterwerfen und den Grundstein zur Etablierung der spanischen Herrschaft zu legen.

In meiner Hausarbeit werde ich mich zunächst mit der Landung Pizarros in Peru beschäftigen (Kapitel 2.1.). Anschließend gehe ich recht detailliert auf den genauen Ablauf der Eroberung ein, wobei vor allem die blutige Schlacht von Cajamarca (Kapitel 2.2.), die Gefangennahme des Inka-Häuptlings Atahualpa (Kapitel 2.3.) und Pizarros Marsch auf die inkaische Hauptstadt Cuzco (Kapitel 2.4.) im Mittelpunkt stehen sollen. Darauffolgend erläutere ich, wie Pizarro mit der Gründung der Stadt Ciudad de los Reyes (heutiges Lima) die Basis zur Etablierung der spanischen Herrschaft geschaffen hat (Kapitel 2.5.), bevor ich am Schluss meiner Arbeit ein kurzes Fazit (Kapitel 3.) ziehen werde. Hierbei möchte ich vor allem die Frage beantworten, warum es Pizarro damals gelang, mit einem vergleichbar kleinen Heer das riesige und für ihn völlig fremde Reich der Inka in so kurzer Zeit zu erobern und unter spanisches Regiment zu stellen.

2. Der Ablauf der Eroberung

2.1. Die Landung Pizarros und der Weg nach Cajamarca

Seit den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts stießen die Spanier immer öfter in das Inka-Reich vor. Nachdem Francisco Pizarro schon 1524 und 1526 erste Erkundungsfahrten von Panama aus an die Westküste Südamerikas unternommen hatte, erhielt er, wie bereits in der Einleitung erwähnt, im Juli 1529 den offiziellen Auftrag von der spanischen Krone, den Andenraum bzw. die Provinz Peru zu erkunden und zu erobern.[3]

Im April 1532 landete Pizarro mit seinem etwa 250 Mann starken Heer in der Bucht von San Mateo. Die Angaben über die Größe des Heeres schwanken in der verwendeten Literatur zwischen 150 und 250 Mann, mit denen Pizarro den Eroberungszug startete. Im Originalvertrag zwischen der spanischen Krone und Francisco Pizarro vom 26. Juli 1529 ist jedoch von 250 Mann die Rede[4], weshalb ich im weiteren Verlauf der Arbeit diese Angabe verwenden werde.

Von der Bucht von San Mateo aus gingen die Spanier an Land und nahmen zunächst die Stadt Tumbes ein, wobei es keinerlei Angaben darüber gibt, ob es zu diesem Zeitpunkt schon kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Pizarros Truppen und den Inka gegeben hat. Von hier aus holte sich Pizarro mit Unterstützung indianischer Hilfstruppen ausführliche Erkundigungen über sein Ziel, die Stadt Cajamarca ein.[5]

An dieser Stelle ist erwähnenswert, dass Pizarro für seinen Landgang kaum einen günstigeren Moment hätte wählen können: Zum Zeitpunkt der Landung war gerade erst ein mehrjähriger Bürgerkrieg im Inka-Reich zu Ende gegangen, durch den das Land noch immer zerrüttet war. Ursache diese Bürgerkrieges war eine Pockenepidemie, die sich, nachdem sie von den Spaniern in Mittelamerika eingeschleppt worden war, nun auch unter den südamerikanischen Indianerstämmen ausbreitete und so im Jahr 1526 den Inka-Herrscher Huayna Capac dahinraffte. Daraufhin brach ein Streit zwischen seinen Söhnen Atahualpa und Huascar um die Thronfolge aus, der schließlich im Bürgerkrieg gipfelte.[6]

Im April 1532 wurde dieser dann zugunsten Atahualpas entschieden. Huascar wurde gefangengenommen und Atahualpa war von diesem Zeitpunkt an alleiniger Herrscher im Inka-Reich.[7]

Dennoch war das Land zu dem Zeitpunkt, als Pizarro nach Tumbes kam, noch immer gespalten, was sicherlich ein Grund dafür war, dass die Spanier schon jetzt Unterstützung durch indianische Truppen bekamen.

Im Mai 1532 gründete Pizarro im Tangarara-Tal schließlich die erste spanische Siedlung San Miguel de Piura. Von dort aus brach er dann am 24.September ins Landesinnere Richtung Cajamarca auf, um Atahualpa aufzusuchen, der zu diesem Zeitpunkt (der Sieg über seinen Bruder lag nun vier Monate zurück) seine Position im Inka-Reich weitgehend gefestigt hatte.[8]

[...]


[1] Vgl. König, Hans-Joachim/ Riekenberg, Michael/ Rinke, Stefan: Die Eroberung einer neuen Welt, Präkolumbische Kulturen, europäische Eroberung, Kolonialherrschaft in Amerika, Schwalbach/Ts 2005, S. 127

[2] Ebd., S. 43

[3] Vgl. König/ Riekenberg/ Rinke, S. 127

[4] Ebd., S. 128

[5] Vgl. Koch, Mario: Kampf um die Inkastadt Cuzco, Aufzeichnungen eines anonymen Zeitzeugen 1535- 1539, Berlin 2001, S. 10 f.

[6] Vgl. Diamond, Jared: Arm und Reich, 3. Aufl., Frankfurt/Main 1998, S. 82

[7] Vgl. Bernecker, Walther L./ Pietschmann, Horst (Hrsg.): Handbuch der Geschichte Lateinamerikas, Bd. 1, Stuttgart 1994, S. 183

[8] Vgl. Koch, S. 10

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Eroberung des Andenraumes am Beispiel Cuzco/Peru
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Wie aus Tempeln Kirchen wurden...
Note
1,5
Autor
Jahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V69548
ISBN (eBook)
9783638620130
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eroberung, Andenraumes, Beispiel, Cuzco/Peru
Arbeit zitieren
Christian Hungerhoff (Autor), 2006, Die Eroberung des Andenraumes am Beispiel Cuzco/Peru, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69548

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