Unterrichtsstunde: Fußball in der Halle - Kopfballspiel (13. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2007

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lernziele
1.1 Grobziel
1.2 Feinziele
1.2.1 Motorische Lernziele
1.2.2 Kognitive Lernziele
1.2.3 Sozial-affektive Lernziele

2. Bemerkungen zum Kurs
2.1 Eigene Tätigkeit
2.2 Bild des Kurses
2.3 Stand des Kurses
2.4 Äußere Voraussetzungen

3. Begründung der didaktischen Entscheidungen

4. Begründung der methodischen Entscheidungen

Anhang

1. Lernziele

1.1 Grobziel

Die Schülerinnen und Schüler[1] sollen das Kopfballspiel nach Absprung differenziert ausführen [und als Torabschluss anwenden können].

1.2 Feinziele

1.2.1 Motorische Lernziele

Die Schüler sollen:

- eine günstige Position zum Ball einnehmen,
- den Ball mit der Stirnvorderseite treffen,
- zum Schwung holen den Oberkörper nach hinten legen (Bogenspannung),
- den Ball durch Vorschnellen aus der Bogenspannung in Spielrichtung köpfen,
- den Ball zielgerichtet zum Partner [auf das Tor] spielen,
- einen beidbeinigen Absprung vor dem Kopfball ausführen,
- [geradlinig zum Ball anlaufen und einbeinig zum Kopfball abspringen],
- [eine Richtungsänderung des Balles durch eine Oberkörperrotation in Spielrichtung erzielen],
- die koordinativen Fähigkeiten (Kopplungs-, Rhythmisierungs- und Orientierungsfähigkeit) und die konditionellen Fähigkeiten verbessern (langfristiges Ziel).

1.2.2 Kognitive Lernziele

Die Schüler sollen:

- die zentralen Bewegungsmerkmale des Kopfballs erkennen und beschreiben,
- die Einsatzmöglichkeiten des Kopfballspiels nennen,
- die Bedeutung des Kopfballspiels im Spiel erkennen und aufführen,
- Fehler in der Technik erkennen und verbessern,
- ihre Fähigkeit der Bewegungsbeobachtung erweitern.

1.2.3 Sozial-affektive Lernziele

Die Schüler sollen:

- in Anlehnung an das Konzept der Handlungsfähigkeit im Sport nach Kurz[2] 1992 langfristig zu außerschulischem Sporttreiben animiert werden,
- selbständig und verantwortungsbewusst üben, sich gegenseitig helfen und aufeinander Rücksicht nehmen,
- Freude am Kopfballspiel entwickeln.

2. Bemerkungen zum Kurs

2.1 Eigene Tätigkeit

Der Leistungskurs Sport der Jahrgangsstufe 13 ist mir schon aus den vorangegangen Schulhalbjahren bekannt, in denen ich in diesem Kurs zunächst einige Stunden hospitiert und unter anderem eine Unterrichtsreihe zum Thema „Weitsprung“ gehalten habe. Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2006/2007 unterrichte ich den Kurs zwei Stunden pro Woche selbst. Die Lehrprobenstunde ist die insgesamt fünfte Stunde, die ich in diesem Kurs in der Unterrichtsreihe „Fußball in der Halle“ unterrichte. Durch meine langjährige Erfahrung als aktiver Fußballspieler (Verbandsliga) bin ich mit dem Themengebiet „Fußball“ bestens vertraut und eng verbunden.

2.2 Bild des Kurses

Der Leistungskurs besteht aus sechs Schülerinnen und neun Schülern im Alter von 18 bis 19 Jahren. Der Kurs erweist sich insgesamt als sehr heterogen, sowohl in Bezug auf das Leistungsvermögen als auch hinsichtlich der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten. Dabei kommt es auch innerhalb der Geschlechtergruppen zu deutlichen Unterschieden. Dies macht eine Differenzierung in Bezug auf die Anforderungen unabdingbar, worauf im Verlauf des Entwurfs noch eingegangen wird. Das Leistungsniveau im Fußball, speziell im technischen und taktischen Bereich ist in diesem Leistungskurs deutlich zweigeteilt. Während der überwiegende Teil der Jungen gute bis sehr gute Fertigkeiten und Fähigkeiten aufweist, werden bei den Mädchen bis auf eine Ausnahme erhebliche Mängel in allen Bereichen des Fußballspiels sichtbar. In dem Kurs gibt es sechs Vereinsspieler, wobei ein Mädchen unter anderem schon zu DFB-Lehrgängen eingeladen wurde. Neun der Schüler sind Rechtsfüßer, vier spielen den Ball überwiegend mit dem linken Fuß und zwei Schüler beherrschen das Spiel mit beiden Füßen. Der Großteil der Lerngruppe steht dem Thema Fußball positiv gegenüber und zeigt eine engagierte Lern- und Leistungsbereitschaft. Hierbei ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den Schülern aber auch zwischen Schülern und Lehrkraft zu beobachten. Global- und Individualkorrekturen werden offen angenommen und umgesetzt. Allerdings erweist sich der Kurs in Kognitionsphasen manchmal etwas träge, wodurch es zu langatmigen Lehrgesprächen kommen kann. Insgesamt herrscht ein angenehmes Lernklima, wodurch es mir viel Freude bereitet, die Schüler zu unterrichten.

2.3 Stand des Kurses

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2006/2007 beschäftigt sich der Kurs in Hinblick auf das Praxis-Abitur mit dem Spiel Fußball und der Individualsportart Turnen. Die letzte Einheit, die bis zur heutigen Stunde vier Stunden umfasste, verlief parallel zu den Übungsstunden „Turnen“, wobei der Schwerpunkt für den Themenbereich Fußball neben der Wiederholung und Verbesserung der technischen Grundfertigkeiten vor allem auf der Erweiterung des individualtaktischen Angriffs- und Abwehrverhaltens lag. Hierbei wurden in den ersten beiden Stunden die Grundfertigkeiten der Ballkontrolle, des Dribblings, des Passens und des Schusses wiederholt und im Spiel entsprechend angewandt. In der anschließenden Stunde erfolgte eine gemeinsame Erarbeitung von drei einfachen Finten (Tip-Tap, Ausfallschritt, Übersteiger) in Form einer Stationenarbeit, bei der die unterschiedlichen Täuschungen anhand von Lehrbildreihen und Bewegungsanweisungen von den einzelnen Gruppen erlernt, präsentiert und gegen einen passiven Gegenspieler angewandt wurden. Die darauf folgende Stunde befasste sich schwerpunktmäßig mit der Wiederholung und Verbesserung der drei Finten, sowie deren Anwendung gegen einen Gegenspieler mit anschließendem Torabschluss. Dabei wurde der Heterogenität des Kurses insofern Rechnung getragen, als dass die Anwendung in differenzierter Form erfolgte (Beschränkung auf eine Finte, passiver Gegenspieler). Die geplanten Methoden, Arbeitsweisen und Organisationsformen sind den Schülern aus vorangegangenen Stunden bekannt.

2.4 Äußere Voraussetzungen

Zur Durchführung der heutigen Stunde stehen zwei Drittel (32 x 28 m) der Sporthalle des Schulzentrums zur Verfügung. Dies hat den Vorteil, dass aufgrund des ausreichenden Platzes Aufstellungsformen gewählt werden können, die eine bewegungsintensive Beschäftigung aller Schüler gewährleisten. Da ausreichend Markierungskegel vorhanden sind, können Abgrenzungen und Orientierungspunkte für die einzelnen Übungsformen gut sichtbar in der ganzen Halle verteilt werden. Durch eine genügende Anzahl an Fuß- und Volleybällen ist eine Zuteilung für jeden einzelnen Schüler gewährleistet. Neben zwei Handballtoren können zwei Weichbodenmatten als Ersatztore dienen. Die Akustik der Sporthalle ist aufgrund ihrer Größe als schlecht zu bezeichnen, wodurch eine gezielte Unterbrechung des Übungsbetriebs für Globalkorrekturen und Ansagen unumgänglich sein wird. Für die Kognitionsphasen werden die Schüler vor der mittleren Lehrerkabine zusammengerufen.

[...]


[1] Im Folgenden wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur der Begriff Schüler verwendet.

[2] Vgl. Pohl, R.: Grundriss der Sportpädagogik, Wiebelsheim 1999, S.109f

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Fußball in der Halle - Kopfballspiel (13. Klasse)
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V69551
ISBN (eBook)
9783638621885
ISBN (Buch)
9783638922531
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Fußball, Halle, Kopfballspiel, Klasse)
Arbeit zitieren
Steffen Nöhrbaß (Autor), 2007, Unterrichtsstunde: Fußball in der Halle - Kopfballspiel (13. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69551

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