In Anlehnung an eine Erweiterung des individualtaktischen Angriffs- und Abwehrverhaltens liegt der Schwerpunkt dieser Stunde deutlich auf der Schulung des Kopfballspiels. Dieses stellt eine komplexe Fertigkeit dar und verlangt somit vom Schüler hohe koordinative Fähigkeiten, bestimmte technische Fertigkeiten und physische Grundeigenschaften. In den vorangegangenen Stunden wurden drei verschiedene Finten erlernt, woran diese Stunde im Sinne einer Ausweitung der technischen Fertigkeiten im Fußball anknüpft.
In der Aufwärmphase wird bewusst auf Vorübungen aus vorangegangen Stunden zurückgegriffen. Die in den Kognitionsphasen im Hauptteil der Stunde zu erarbeitenden Inhalte bezüglich der Bewegungsmerkmale des Kopfballspiels sollen zu einem besseren Bewegungsverständnis führen und den Schülern eine klare Vorstellung von der Bewegung geben. Des Weiteren soll die Einsatzmöglichkeit des Kopfballs im Spiel gerade in Hinblick auf den Leistungskurs Sport erarbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Lernziele
1.1 Grobziel
1.2 Feinziele
1.2.1 Motorische Lernziele
1.2.2 Kognitive Lernziele
1.2.3 Sozial-affektive Lernziele
2. Bemerkungen zum Kurs
2.1 Eigene Tätigkeit
2.2 Bild des Kurses
2.3 Stand des Kurses
2.4 Äußere Voraussetzungen
3. Begründung der didaktischen Entscheidungen
4. Begründung der methodischen Entscheidungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Entwurf für eine Prüfungslehrprobe im Fach Sport und verfolgt das Ziel, Schülern der gymnasialen Oberstufe die Technik des Kopfballspiels systematisch zu vermitteln. Im Zentrum steht dabei die differenzierte Ausführung des Kopfballs sowie dessen Anwendung als spielrelevantes Element, wobei methodisch vom Einfachen zum Schweren vorgegangen wird, um den heterogenen Lernvoraussetzungen des Kurses gerecht zu werden.
- Systematische Erarbeitung der Kopfballtechnik
- Differenzierung zur individuellen Leistungsförderung
- Integration in taktische Spielsituationen
- Methodik der Bewegungsdemonstration und -korrektur
- Einsatz von Übungsreihen zur Bewegungsstabilisierung
Auszug aus dem Buch
3. Begründung der didaktischen Entscheidungen
Durch die Offenheit des heutigen Themas „Fußball in der Halle – Kopfballspiel“ ist bei der Unterrichtsplanung eine Bandbreite unterschiedlicher Inhalte und Schwerpunksetzungen möglich. In dieser Stunde soll die Technik des Kopfballspiels vermittelt werden. Im Lehrplan Sport für die Sekundarstufe II wird im Bereich B der Mannschaftsspiele das Fußballspiel aufgeführt. Hierbei wird im Bereich der Technik bei der Ballbehandlung zwischen Ballannahme und Ballmitnahme, Dribbling und Pass- und Schusstechniken unterschieden, wobei letztere mit der Innenseite, mit dem Spann und mit dem Kopf erfolgen sollen. Auf Kursniveau 2, welches im Leistungskurs Sport erreicht werden soll, findet man die Durchführung der genannten Techniken unter erschwerten Bedingungen. Weiterhin besteht für die Schüler im praktischen Teil des Abiturs die Möglichkeit, sich im Bereich der Spiele, speziell im Fußballspiel überprüfen zu lassen. (Lehrplan Sport, Sek. II, 1998, S. 53).
In vielen Spielsituationen kommt dem Kopfballspiel eine erhebliche Bedeutung zu. Insbesondere wenn im Freien auf einer größeren Fläche gespielt wird, kommt diese fußballspezifische Fertigkeit öfter zum Einsatz als in der Halle. Kopfbälle werden angewendet, wenn hohe Bälle im Mittelfeld weitergespielt oder aus der Gefahrenzone vor dem Tor geklärt werden müssen. Natürlich sind Kopfbälle auch eine äußerst erfolgreiche Möglichkeit, Bälle aus einer aussichtsreichen Position auf oder in das Tor zu befördern. Auch bei so genannten Standardsituationen spielt das Kopfballspiel oft eine entscheidende Rolle. Aufgrund der hohen taktischen Bedeutung sollte das Kopfballspiel so früh wie möglich erlernt und auch systematisch geübt werden. Bei den Schülern ist diese Technik beliebt, obwohl sie oftmals technische Probleme bei der Ausführung haben. Dies kommt in der Regel daher, dass der Ball nicht mit der Stirn sondern eher mit dem Kopf berührt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lernziele: Definition des Grobziels sowie der motorischen, kognitiven und sozial-affektiven Feinziele für den Unterricht.
2. Bemerkungen zum Kurs: Analyse der Rahmenbedingungen, inklusive der eigenen Lehrervorerfahrung, der Zusammensetzung der Lerngruppe und der räumlichen Voraussetzungen.
3. Begründung der didaktischen Entscheidungen: Erläuterung der fachlichen Einordnung im Lehrplan sowie der didaktischen Prinzipien, die zur Auswahl der Übungsabfolge führen.
4. Begründung der methodischen Entscheidungen: Darstellung der methodischen Planung, der Organisationsformen sowie der Korrekturmaßnahmen zur Sicherung des Lernerfolgs.
Schlüsselwörter
Fußball, Kopfballspiel, Sportunterricht, Lehrprobe, Didaktik, Methodik, Sportpädagogik, Techniktraining, Bewegungslehre, Differenzierung, Leistungskurs, Handball-Kopfball, Motorik, Bewegungsabläufe, Leistungsbewertung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine Sportlehrprobe in einem Leistungskurs der 13. Klasse mit dem Schwerpunkt Fußball.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Technikvermittlung des Kopfballspiels, die methodische Aufbereitung komplexer Bewegungsabläufe und die didaktische Reduktion für unterschiedliche Leistungsniveaus.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen das Kopfballspiel nach einem Absprung differenziert ausführen und in spielnahen Situationen anwenden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein geschlossener Lehrweg unter Anwendung der Ganzheitsmethode verfolgt, um die Kopfballbewegung schrittweise zu entwickeln und zu festigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Kognitionsphase zur Bewegungsanalyse, gefolgt von praktischen Übungsphasen mit steigendem Schwierigkeitsgrad und einer abschließenden Spielform.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kopfballspiel, sportliche Leistungsdifferenzierung, methodische Bewegungsreihen und schülerorientierte Sportpädagogik.
Wie geht der Autor mit der Heterogenität der Klasse um?
Durch Binnendifferenzierung, etwa durch die Wahl zwischen Volleybällen und Fußbällen oder Zusatzaufgaben für Fortgeschrittene, wird den unterschiedlichen Voraussetzungen Rechnung getragen.
Warum wird als Abschluss ein "Handball-Kopfball"-Spiel gewählt?
Dieses Spiel dient der Motivation und der spielnahen Anwendung des Gelernten, wobei durch die erlaubten Zuspiele mit der Hand der Schwierigkeitsgrad reguliert wird, um Frustration zu vermeiden.
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- Steffen Nöhrbaß (Author), 2007, Unterrichtsstunde: Fußball in der Halle - Kopfballspiel (13. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69551