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Unterrichtseinheit: Beeinflussung der HCl-Addition an Alkene durch elektronische Effekte

Title: Unterrichtseinheit: Beeinflussung der HCl-Addition an Alkene durch elektronische Effekte

Lesson Plan , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Steffen Nöhrbaß (Author)

Didactics - Chemistry
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Summary Excerpt Details

In den letzen Stunden wurden die Schüler bereits mit den Begriffen der elektrophilen Addition und der Reaktion eines Alkens mit HCl vertraut. Auf diese soll dann in der Einführung der Thematik der Beeinflussung der elektrophilen Addition zurückgegriffen werden.
Inhalt dieser Stunde soll die Betrachtung des Einflusses des induktiven Effektes auf die Stabilität der Carbeniumionen und die daraus resultierende Konsequenz für die Produktbildung über die Formulierung eines Reaktionsmechanismus darstellen.
Über die Vorstellung der Reaktion von 2-Methylpropen mit HCl und der Präsentation der Produkte und deren Verteilung sollen die Schüler anfangs Ideen zur Erklärung der deutlichen Verteilung formulieren. Im Anschluss an die Hypothesenbildung erfolgt die genauere Betrachtung des Reaktionsmechanismus. Weiterhin erscheinen dann eine Betrachtung von elektronischen Einflüssen und der Vergleich beider Carbeniumionen unumgänglich. Abschließend erfolgt einerseits eine Zuordnung in ein Energieschema und andererseits die Formulierung einer allgemeinen Gesetzmäßigkeit für die elektrophile Addition von Halogenwasserstoffen an unsymmetrische Alkene.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Lernziele

1.1 Grobziel

1.2 Feinziele

2. Unterrichtsvoraussetzungen

2.1 Eigene Tätigkeit

2.2 Bild der Klasse

2.3 Stand der Klasse

2.4 Äußere Voraussetzungen

3. Begründung der didaktischen Entscheidungen

4. Begründung der methodischen Entscheidungen

5. Geplanter Unterrichtsverlauf

6. Anhang

6.1 Geplante Folien

6.2 Geplante Arbeitsblätter

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Unterrichtseinheit ist es, den Schülern das Verständnis für den Einfluss elektronischer Effekte, insbesondere des induktiven Effekts, auf die elektrophile Addition von Chlorwasserstoff an unsymmetrische Alkene am Beispiel von 2-Methylpropen zu vermitteln. Die Arbeit stellt die Forschungsfrage, wie die Produktverteilung bei dieser Reaktion durch die Stabilität intermediär auftretender Carbeniumionen begründet werden kann.

  • Reaktionsmechanismus der elektrophilen Addition an unsymmetrische Alkene
  • Einfluss des induktiven Effekts auf die Stabilität von Carbeniumionen
  • Ableitung der Markovnikov-Regel aus energetischen Betrachtungen
  • Differenzierung zwischen π-Komplexen und Carbeniumionen
  • Anwendung des erworbenen Wissens auf verschiedene Alkenstrukturen

Auszug aus dem Buch

Begründung der didaktischen Entscheidungen

Das Themengebiet der „elektrophilen Addition“ ist im Lehrplan der Sekundarstufe II im Bereich des Leistungskurses im Pflichtmodul 115 zusammen mit der Eliminierung einzuordnen. Innerhalb des Spiralcurriculums ist das Themengebiet „Kohlenstoffverbindungen (Substitution, Eliminierung, Addition)“ oberhalb von „Kohlenwasserstoffen und Derivaten“ vorgesehen, um hier auf eine vertiefte Betrachtung von Reaktionen der verschiedenen Kohlenwasserstoffe aufbauend auf dem Vorwissen aus der Mittelstufe eingehen zu können.

Die heutige Stunde hat sowohl weiterführenden, als auch einführenden Charakter, da die Schüler in den letzen Stunden bereits mit den Begriffen der elektrophilen Addition und der Reaktion eines Alkens mit HCl vertraut wurden. Auf diese soll dann in der Einführung der Thematik der Beeinflussung der elektrophilen Addition zurückgegriffen werden. Neu ist für die Schüler die Verwendung eines unsymmetrischen Alkens als Substrat. Inhalt der heutigen Stunde soll die Betrachtung des Einflusses des induktiven Effektes auf die Stabilität der Carbeniumionen und die daraus resultierende Konsequenz für die Produktbildung über die Formulierung eines Reaktionsmechanismus darstellen.

Aus fachwissenschaftlicher Sicht wird bei der Addition von HCl an ein unsymmetrisches Alken zunächst ein Proton elektrophil an die Doppelbindung und danach das Chlorid-Ion nucleophil an das Carbeniumion angelagert. Die Gesamtreaktion verläuft dabei über vier Schritte. In einem ersten Schritt kommt es zu Wechselwirkungen zwischen den π-Elektronen der Doppelbindung und dem HCl-Molekül, wobei sich ein π-Komplex bildet und die Polarisierung des HCl-Moleküls durch die Elektronenabstoßung erhöht wird. Im zweiten Schritt wird die HCl-Bindung aufgelöst und das Proton lagert sich elektrophil an die Doppelbindung. Es kommt zu einem intermediären zyklischen Carboniumion mit einer 3-Zentren-2-Elektronen-Bindung, das sich im darauf folgenden Schritt direkt in ein Carbeniumion umlagert. Im letzten schnell verlaufenden Schritt greift das Chlorid-Ion nucleophil am positiv geladenen Kohlenstoffatom des Carbeniumions an. Ausschlaggebend für die Art des Produktes ist der dritte Schritt, an dem es zur Ringöffnung kommt. Hierbei wird nach der Regel von MARKOVNIKOV stets das stabilere Carbeniumion gebildet. Die Stabilität wiederum wird maßgeblich durch elektronische Effekte von Substituenten beeinflusst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lernziele: Definition der fachlichen Lernziele (Grob- und Feinziele) hinsichtlich des Reaktionsmechanismus und der induktiven Effekte bei der Addition an Alkene.

2. Unterrichtsvoraussetzungen: Analyse der Rahmenbedingungen, einschließlich der Lehrerfahrung, der Klassenzusammensetzung sowie des fachlichen Vorwissens und der technischen Voraussetzungen.

3. Begründung der didaktischen Entscheidungen: Einordnung des Themas in den Lehrplan und fachwissenschaftliche sowie didaktische Herleitung des Unterrichtsgegenstands.

4. Begründung der methodischen Entscheidungen: Erläuterung der Auswahl der Unterrichtsformen wie Gruppenarbeit und der Verzicht auf Experimente zugunsten einer deduktiven Erarbeitung.

5. Geplanter Unterrichtsverlauf: Übersicht der geplanten Zeitstruktur, Unterrichtsschritte, Lerninhalte und Medieneinsatz.

6. Anhang: Auflistung der verwendeten Unterrichtsmaterialien, inklusive Folienentwürfen und Arbeitsblättern.

Schlüsselwörter

Elektrophile Addition, 2-Methylpropen, Chlorwasserstoff, Induktiver Effekt, +I-Effekt, Carbeniumion, Carboniumion, π-Komplex, Markovnikov-Regel, Reaktionsmechanismus, Organische Chemie, Leistungskurs, Substitutionsreaktion, Produktverteilung, Reaktionskoordinate

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?

Der Entwurf beschreibt die Planung einer Lehrprobenstunde in einem Chemie-Leistungskurs zur elektrophilen Addition von HCl an unsymmetrische Alkene.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Reaktionsmechanismus der Addition, die Stabilität von Carbeniumionen durch induktive Effekte sowie die daraus resultierende Regioselektivität (Markovnikov-Regel).

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Die Schüler sollen verstehen, wie elektronische Effekte die Produktbildung bei der Addition an unsymmetrische Alkene beeinflussen, indem sie den Mechanismus analysieren und energetisch begründen.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es wird eine Gruppenarbeitsphase zur Erarbeitung des Mechanismus genutzt, kombiniert mit Unterrichtsgesprächen und der deduktiven Einführung komplexer Reaktionsschritte durch die Lehrkraft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil begründet die fachwissenschaftlichen, didaktischen und methodischen Entscheidungen für den Unterrichtsaufbau und die gewählten Lerninhalte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Fachbegriffe wie 2-Methylpropen, +I-Effekt, Carbeniumionen, π-Komplexe und die Markovnikov-Regel.

Warum wurde 2-Methylpropen als Alken gewählt?

2-Methylpropen wurde gewählt, weil es den Einfluss des induktiven Effekts der Methylgruppen auf die Stabilität des entstehenden Carbeniumions besonders deutlich hervorhebt.

Warum verzichtet der Autor auf ein Experiment?

Ein Experiment wird ausgeschlossen, da es die einzelnen Schritte des Mechanismus und die statistische Produktverteilung bei dieser spezifischen Reaktion nicht adäquat verdeutlichen könnte.

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Details

Title
Unterrichtseinheit: Beeinflussung der HCl-Addition an Alkene durch elektronische Effekte
Grade
1,7
Author
Steffen Nöhrbaß (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V69552
ISBN (eBook)
9783638620833
ISBN (Book)
9783638922555
Language
German
Tags
Unterrichtseinheit Beeinflussung HCl-Addition Alkene Effekte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Nöhrbaß (Author), 2006, Unterrichtseinheit: Beeinflussung der HCl-Addition an Alkene durch elektronische Effekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69552
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