Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Law

Die Europäische Aktiengesellschaft (SE). Eine Analyse der neuen Rechtsform

Title: Die Europäische Aktiengesellschaft (SE). Eine Analyse der neuen Rechtsform

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 35 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Carmen Frey (Author)

Business economics - Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Am 08.10.2004 ist die Verordnung über das Statut der Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) in der EU sowie im EWR in Kraft getreten. Damit hat der Europäische Gesetzgeber die Harmonisierung des Gesellschaftsrechts vorangetrieben und die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen für eine supranationale Rechtsform geschaffen. Die Europäische Aktiengesellschaft, die bereits als „Flaggschiff des europäischen Gesellschaftsrechts“ bezeichnet wurde, bietet europaweit tätigen Unternehmen erstmals die Möglichkeit der grenzüberschreitenden Organisation nach weitgehend einheitlichen europäischen Regeln.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Europäische Aktiengesellschaft in ihren wesentlichen Grundzügen darzustellen, um anschließend deren Bedeutung für die Unternehmenspraxis zu analysieren.
Einführend werden die Zielvorgaben, die historische Entwicklung und die Rechtsquellen, die zur Schaffung des Statuts über die SE geführt haben, aufgezeigt sowie das auf sie anwendbare Recht identifiziert.

Der dritte Teil schafft die Basis für die anschließenden Betrachtungen zur SE. Die Grundkonzeption der neuen Rechtsform wird in ihren wichtigsten Bereichen vorgestellt. Dazu zählen neben wesentlichen Eigenschaften wie bspw. Kapitalausstattung und Haftung insbesondere die Gründungsformen der SE, die Möglichkeiten bei der Ausgestaltung der Organisationsstruktur sowie die zu beachtenden Vorschriften betreffend die Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Darüber hinaus wird auf steuerliche Aspekte hingewiesen.

Das vierte Kapitel untersucht den rechtsformspezifischen Nutzen der Europäischen Aktiengesellschaft. In einem ersten Schritt werden die Potentiale, über die die SE verfügt, erörtert und anschließend deren Nachteile aufgezeigt.

Von diesen Erkenntnissen ausgehend werden im nachfolgenden Kapitel mögliche zentrale Einsatzoptionen in der Unternehmenspraxis herausgestellt. Dabei wird jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Es soll vielmehr ein grober Überblick über die wesentlichen Konstellationen gegeben werden, in denen sich die SE als Rechtsform anbietet.

Das Ergebnis der Untersuchung und damit verbunden auch mögliche Zukunftsaussichten der SE werden im letzten Teil dieser Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

1.3 Besonderheiten

2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND RECHTSQUELLEN

2.1 Zielsetzung

2.2 Entstehungsgeschichte

2.3 Rechtsgrundlagen

3. CHARAKTERISTIKA DER SE

3.1 Strukturmerkmale

3.2 Gründung

3.2.1 Gründung einer SE durch Verschmelzung

3.2.2 Gründung einer Holding-SE

3.2.3 Gründung einer Tochter-SE

3.2.4 Umwandlung einer bestehenden AG in eine SE

3.2.5 Gründung einer Tochter-SE durch eine bereits bestehende SE

3.3 Organisationsform

3.3.1 Dualistische Leitungsstruktur

3.3.2 Monistische Leitungsstruktur

3.3.3 Hauptversammlung

3.4 Beteiligung der Arbeitnehmer

3.4.1 Grundprinzipien und Begriffsdefinitionen betreffend die SE-RL

3.4.2 Verhandlungsverfahren

3.4.3 Auffangregelung

3.5 Besteuerung

3.5.1 Grundlagen

3.5.2 Steuerliche Behandlung der Gründung und Sitzverlegung

3.5.3 Laufende Besteuerung

4. CHANCEN UND RISIKEN DER NEUEN RECHTSFORM

4.1 Vorteile

4.1.1 Rechtlich einheitliche Konzernstruktur

4.1.2 Einfache Umstrukturierung über Ländergrenzen hinweg

4.1.3 Wahlmöglichkeit zwischen dualistischer und monistischer Organverfassung

4.1.4 Europäischer corporate identity und goodwill

4.2 Kritik

4.2.1 Renationalisierung der SE-VO

4.2.2 Mitbestimmung als entscheidender Standortfaktor

4.2.3 Unattraktivität für kleine und mittlere Unternehmen

4.2.4 Alternativen durch Verschmelzungsrichtlinie

5. EINSATZMÖGLICHKEITEN IN DER UNTERNEHMENSPRAXIS

5.1 Grenzüberschreitende Unternehmensverbindungen

5.1.1 Merger-SE

5.1.2 Holding-SE

5.1.3 Joint Venture-SE

5.2 Reorganisation im europäischen Konzern

5.2.1 Acquisition-SE

5.2.2 Cross-Border-SE

5.2.3 Reengineering-SE

5.2.4 Subsidiary-SE

5.3 Reorganisation eines Unternehmens aus einem Drittstaat

5.3.1 European Holding-SE

5.3.2 European Single Entity-SE

6. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Europäische Aktiengesellschaft (SE) in ihren wesentlichen Grundzügen darzustellen und ihre Bedeutung sowie Einsatzmöglichkeiten für die Unternehmenspraxis zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die supranationale Rechtsform zur grenzüberschreitenden Organisation und Reorganisation in europäischen Konzernen genutzt werden kann.

  • Grundkonzeption und Strukturmerkmale der Societas Europaea
  • Gründungsformen und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Mitbestimmung und Arbeitnehmerbeteiligung
  • Chancen und Risiken im Vergleich zu nationalen Rechtsformen
  • Strategische Einsatzmöglichkeiten in der Unternehmenspraxis

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Dualistische Leitungsstruktur

Kennzeichnend für das dualistische System ist die strikte organisatorische Trennung zwischen Geschäftsführung und Überwachung, die durch die Aufgabenverteilung zwischen zwei Organen - Aufsichts- und Leitungsorgan - erreicht wird. Dies entspricht dem deutschen gesellschaftsrechtlichen System mit Vorstand und Aufsichtsrat nach dem Leitbild der §§ 76 bis 116 AktG. Neben Deutschland haben z.B. Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden und die Niederlanden ein rein dualistisches System. Die Mitglieder des Leitungsorgans werden vom Aufsichtsorgan bestellt und führen die Geschäfte der SE in eigener Verantwortung. Aufgaben des Aufsichtsorgans, das von der Hauptversammlung bestellt wird, sind die Überwachung des Leitungsorgans, die Teilnahme an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie die Auswahl des Führungspersonals. Es darf jedoch weder selbst Maßnahmen der Geschäftsführung wahrnehmen noch ist es dem Leitungsorgan gegenüber weisungsberechtigt. Die Effektivität der Trennung von Leitungs- und Kontrollfunktion wird zudem durch ein Inkompatibilitätsgebot gesichert, nach dem niemand gleichzeitig Mitglied beider Organe sein darf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der SE durch die Verordnung über das Statut der Europäischen Aktiengesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, diese Rechtsform für die Unternehmenspraxis zu analysieren.

2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND RECHTSQUELLEN: Dieses Kapitel zeichnet die über 50-jährige Entstehungsgeschichte der SE nach und erläutert die maßgeblichen europäischen Rechtsgrundlagen, namentlich die SE-VO und die SE-RL.

3. CHARAKTERISTIKA DER SE: Hier werden die wesentlichen Merkmale der SE behandelt, darunter die Gründungsformen, die dualistische oder monistische Organisationsstruktur, die komplexe Arbeitnehmerbeteiligung sowie steuerrechtliche Aspekte.

4. CHANCEN UND RISIKEN DER NEUEN RECHTSFORM: Das Kapitel analysiert den Nutzen der SE, wie die einheitliche Konzernstruktur und Flexibilität, stellt diese jedoch den kritischen Punkten wie der teilweisen Renationalisierung und den Anforderungen der Mitbestimmung gegenüber.

5. EINSATZMÖGLICHKEITEN IN DER UNTERNEHMENSPRAXIS: Dieser Abschnitt beschreibt konkrete Anwendungsszenarien der SE, wie grenzüberschreitende Verschmelzungen, Holding-Strukturen und die Reorganisation von Konzernen im europäischen Binnenmarkt.

6. FAZIT UND AUSBLICK: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der SE als supranationale Option und einem Ausblick auf ihre künftige Bedeutung für Großunternehmen und den Mittelstand.

Schlüsselwörter

Europäische Aktiengesellschaft, Societas Europaea, SE-VO, SE-RL, grenzüberschreitende Verschmelzung, Holding-SE, Mitbestimmung, Arbeitnehmerbeteiligung, Konzernstruktur, monistische Leitungsstruktur, dualistische Leitungsstruktur, Unternehmenspraxis, Rechtsform, europäischer Binnenmarkt, Reorganisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) als neuer supranationaler Rechtsform und ihrer praktischen Bedeutung für europaweit tätige Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Strukturmerkmale, Gründungsmodalitäten, die Mitbestimmung der Arbeitnehmer sowie die strategischen Chancen und Risiken der SE.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, die wesentlichen Grundzüge der SE darzustellen und deren Einsatzmöglichkeiten in der Unternehmenspraxis kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird hierbei verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die sowohl die europäischen Rechtsgrundlagen (SE-VO, SE-RL) als auch den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zur SE einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die rechtlichen Charakteristika, eine Chancen-Risiken-Analyse sowie praktische Anwendungsoptionen wie die Merger-SE oder Holding-SE.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Societas Europaea, Mitbestimmung, grenzüberschreitende Verschmelzung und Unternehmensreorganisation geprägt.

Warum ist die Wahl zwischen dualistischer und monistischer Struktur so bedeutsam?

Die Wahlmöglichkeit bietet Unternehmen ein hohes Maß an organisatorischer Flexibilität und erlaubt erstmals in Deutschland die Einführung eines anglo-amerikanischen Board-Systems.

Was ist das „Mehrstaatlichkeitsprinzip“ bei der Gründung einer SE?

Es ist eine zentrale Voraussetzung, die sicherstellt, dass mindestens zwei beteiligte Gesellschaften aus verschiedenen Mitgliedstaaten stammen oder grenzüberschreitende Tochtergesellschaften/Niederlassungen unterhalten.

Wie bewertet die Arbeit die Attraktivität der SE für kleine Unternehmen?

Die Arbeit sieht hier eine Hürde: Aufgrund des hohen Mindestkapitals und der komplexen Satzungsanforderungen wird die SE oft nicht als optimale Lösung für kleine und mittlere Unternehmen angesehen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zum Erfolg der SE?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die SE eine äußerst flexible und interessante Option darstellt, deren Erfolg jedoch maßgeblich von den spezifischen Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens im Einzelfall abhängt.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
Die Europäische Aktiengesellschaft (SE). Eine Analyse der neuen Rechtsform
College
University of Cooperative Education Ravensburg
Grade
2,00
Author
Carmen Frey (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V69576
ISBN (eBook)
9783638620871
ISBN (Book)
9783638673631
Language
German
Tags
Europäische Aktiengesellschaft Eine Analyse Rechtsform
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carmen Frey (Author), 2006, Die Europäische Aktiengesellschaft (SE). Eine Analyse der neuen Rechtsform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69576
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint