In meiner Hausarbeit beschäftigte ich mich mit Robert Schumanns Biografie, speziell mit der Düsseldorfer Zeit von 1850 bis 1854 und mit den beiden Gedichtsautoren Joseph von Eichen-dorff und Adalbert von Chamisso. Ferner analysierte ich die „Mondnacht“ (op. 39), das fünfte von insgesamt 12 Liedern des Liederkreiszyklus von Joseph von Eichendorff, und „Die Löwenbraut“ (op. 31), das erste von drei Gesängen von Adalbert von Chamisso. Abschließend überlegte ich, wie man die beiden Lieder, vor allem die Mondnacht in den Musikunterricht der Primarstufe und der Sekundarstufe I einsetzen könnte.
Die Mondnacht halten viele für Schumanns berühmtestes Lied. Viele sprechen sogar von einer Perle und es wäre das schönste, am tiefsten charakteristische Lied Schumanns überhaupt. Es gibt daher eine große Anzahl von Literatur mit vielen Interpretationsansätzen. Die Mondnacht und die etwas weniger bekannte Löwenbraut sind zwei von insgesamt 138 Liedern, die Schumann im Liederjahr 1840 geschrieben hat. Sie zeigen die Gleichberechtigung von Klavier und Gesang, die zu einer lyrischen Einheit verschmelzen.
Abschließend weise ich in meiner Hausarbeit auf die neue Rechtschreibung hin, die ab dem vorletzten Schuljahr verbindlich an den Grundschulen gelehrt werden muss. Ich halte es daher für sinnvoll, mich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und diese anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Robert Schumann – Biographie
II. Chamisso und Eichendorff
III. Die „Mondnacht“ (op. 39.5) – 1840
IV. „Die Löwenbraut“ (op. 31.1) – 1840
V. Didaktische Zielsetzungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Robert Schumanns Liedschaffen im Liederjahr 1840 anhand der Beispiele „Die Löwenbraut“ (op. 31.1) und „Mondnacht“ (op. 39.5), analysiert deren musikalische Struktur im Kontext der Biografie des Komponisten und erarbeitet didaktische Ansätze für den Einsatz dieser Werke im Musikunterricht der Primar- und Sekundarstufe.
- Biografischer Kontext von Robert Schumann, insbesondere die Düsseldorfer Zeit (1850-1854).
- Analyse der Dichterpersönlichkeiten Adalbert von Chamisso und Joseph von Eichendorff.
- Musiktheoretische und interpretatorische Untersuchung von Schumanns Liedern „Mondnacht“ und „Die Löwenbraut“.
- Didaktische Konzepte zur Implementierung dieser Kunstlieder im schulischen Musikunterricht.
Auszug aus dem Buch
Textliche Annäherung
Es war, als hätt´ der Himmel
die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt´.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Das Gedicht „Mondnacht“ besteht aus drei Strophen mit je vier Versen in dreihebigem, jambischen Metrum. Die Verse (durchgehend im Kreuzreim) enden abwechselnd weiblich/männlich. Die vorliegenden Assonanzen (Himmel/Schimmer) und unreine Reime sind höchstwahrscheinlich ohne symbolhaften Rückschluss auf den Textgehalt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung der behandelten Lieder und Autoren sowie der Zielsetzung, diese Werke für den Musikunterricht zu erschließen.
I. Robert Schumann – Biographie: Überblick über das Leben Schumanns, sein Wirken als Dirigent in Düsseldorf und sein Krankheitsbild.
II. Chamisso und Eichendorff: Porträts der beiden Dichter und ihre Bedeutung als Textgrundlage für Schumanns Lieder.
III. Die „Mondnacht“ (op. 39.5) – 1840: Analyse des Liedes hinsichtlich seiner poetischen Struktur, seines Inhalts und seiner musikalischen Ausgestaltung.
IV. „Die Löwenbraut“ (op. 31.1) – 1840: Untersuchung der Ballade, ihrer musikalischen Form als variiertes Strophenlied und der Textbehandlung durch den Komponisten.
V. Didaktische Zielsetzungen: Entwicklung von Unterrichtskonzepten für die Primar- und Sekundarstufe zur Vermittlung dieser Kunstlieder.
Schlüsselwörter
Robert Schumann, Musikunterricht, Kunstlied, Mondnacht, Die Löwenbraut, Joseph von Eichendorff, Adalbert von Chamisso, Liedanalyse, Romantik, Didaktik, Klavierlied, Komponistenportrait, Musikpädagogik, Strophenlied, Musikgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert zwei ausgewählte Lieder Robert Schumanns aus dem Jahr 1840 und erörtert deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten im Musikunterricht.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Felder sind die Biografie Schumanns, die literarischen Vorlagen von Eichendorff und Chamisso sowie die musikalische Analyse der beiden Lieder.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel besteht darin, eine fundierte musikalische Analyse zu liefern, die gleichzeitig als Grundlage für eine praxisorientierte Didaktik in Schulen dient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Analyse, ergänzt durch didaktische Überlegungen basierend auf aktuellen Lehrplänen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in biografische Hintergründe, literaturwissenschaftliche Porträts der Dichter sowie eine detaillierte formale und harmonische Analyse der Lieder „Mondnacht“ und „Die Löwenbraut“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kunstlied, Robert Schumann, Romantik, Musikpädagogik und Liedanalyse geprägt.
Wie interpretiert der Autor die „Mondnacht“?
Die „Mondnacht“ wird als ein vom Klavier stark mitgestaltetes Kunstwerk begriffen, bei dem die musikalische Stimmung das romantische Sehnsuchtsmotiv des Textes einfängt.
Was unterscheidet „Die Löwenbraut“ von einem einfachen Strophenlied?
Obwohl eine strophische Anlage erkennbar ist, variiert Schumann das Material in Abhängigkeit vom Text so stark, dass eher von einem „variierten Strophenlied“ zu sprechen ist.
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- Marco Oster (Author), 2000, Robert Schumanns Liedschaffen am Beispiel der "Löwenbraut" (op. 31) und der "Mondnacht " (op. 39), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69580