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Ethik der Globalisierung: Profit contra Moral

Title: Ethik der Globalisierung: Profit contra Moral

Seminar Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephanie Schmidt (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Abstract
Bereits seit einigen Jahren wachsen nationale Märkte zu einem Weltmarkt zusammen, in welchem sich global operierende Unternehmen einen schonungslosen Wettbewerb liefern. Der regulative staatliche Einfluss auf die Unternehmen hat sich jedoch im Zuge der Globalisierung verringert. Bereits bestehende international gültige Regelungen sind weniger umfassend als die nationalen, sodass den weltweit tätigen Unternehmen mehr Handlungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung zukommt, sich selbst ethische Regeln zu setzen. Aufgrund enormer Abfindungssummen, überhöhten Gehältern und fortschreitendem Stellenabbau trotz steigender Gewinne, befinden sich Unternehmen jedoch in der Kritik der Öffentlichkeit. Der Druck auf die Unternehmen, ethische Verantwortung zu übernehmen, wird seitens der Gesellschaft immer stärker. Doch stehen Profit und Moral in Zeiten der Globalisierung wirklich im Widerspruch wie es der Titel dieser Arbeit vermuten lässt?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierung

2.1. Begriffsdefinition

2.2. Auswirkungen der Globalisierung

2.2.1. Errungenschaften

2.2.2. Globalisierungskritik

2.2.2.1. Strukturwandel der Weltwirtschaft

2.2.2.2. Mangel an sozialer und ökologischer Verantwortung der Unternehmen

2.3. Die Rolle der Ethik im Globalisierungsprozess

2.3.1. Definition Ethik

2.3.2. Unternehmensethik als Wirtschaftsmotor

2.3.3. Ordnungsethik

2.3.4. Handlungsethik

2.4. Die Rolle der Moral im Globalisierungsprozess

2.4.1. Definition Moral

2.4.2. Globalisierung als Bedrohung oder Chance für Moral?

2.4.2.1. Die unsichtbare Hand

2.4.2.2. Die Grenzmoral

2.5. Die Rolle des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs

2.6. Die Rolle des Staates im Globalisierungsprozess

2.7. Die Rolle des Individuums im Globalisierungsprozess

2.8. Erfordernis einer globalen Rahmenordnung?

2.9. Gestaltung einer globalen Ordnung

2.9.1. Bereits bestehende Konzepte einer ethischen Rahmenordnung

2.9.1.1 (Global) Corporate Citizenship

2.9.1.2. Global Governance

2.9.1.3. Nachhaltiges Wirtschaften (Sustainability)

2.9.1.3.1. Ökonomische Nachhaltigkeit

2.9.1.3.2. Ökologische Nachhaltigkeit

2.9.2. Selbstverpflichtung oder rechtliche Kodifizierung?

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Profitorientierung und ethischer Verantwortung im Zeitalter der Globalisierung. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob sich Profitabilität und Moral grundsätzlich ausschließen oder ob sie einander ergänzen können, und welche Rolle globale Rahmenordnungen dabei spielen.

  • Grundlagen der Globalisierung und deren Auswirkungen
  • Die Funktion von Ethik und Moral im unternehmerischen Kontext
  • Zusammenspiel von Wettbewerb, Staat und individueller Verantwortung
  • Konzepte wie Corporate Social Responsibility und Global Governance
  • Die Notwendigkeit und Gestaltung einer globalen Rahmenordnung

Auszug aus dem Buch

2.4.2.1. Die unsichtbare Hand

Manche Wissenschaftler argumentieren über die moralische Selbstorganisation des Systems mit der unsichtbaren Hand des Marktes nach Adam Smith11. Sie sei es, die das Gesamtwohl durch Verfolgung von Eigeninteressen12 fördere. Zieht man jedoch die Theorie der ethischen Gefühle13 hinzu, so wird ersichtlich, dass ethisches Handeln der Akteure dabei annahmegemäß vorausgesetzt wird. Es läge in der Natur des Menschen, ein soziales Gefühl des Mitfühlens zu besitzen (Smith 1789, S. 9). Über das Konstrukt des sogenannten unparteiischen Beobachters schafft Smith dann ein Prinzip des rationalen Beurteilens sowohl des eigenen Verhaltens als auch des Verhaltens Anderer (Smith 1789, S. 109f.). Durch dieses Konstrukt werden moralische Maßstäbe gesetzt. Unter Einhaltung dieser moralischen Maßstäbe trägt dann das individuelle Streben nach wirtschaftlichem Wohlstand zur Förderung der gesellschaftlichen Wohlfahrt bei (Smith 1789, S. 69).

In der Praxis lassen sich jedoch immer häufiger Gegenbeispiele unmoralisch Handeln-der aufzeigen14. Ist die moralische Selbstorganisation des Marktes somit in der heutigen Zeit überhaupt noch mit der Theorie von Smith zu erklären? Smith betrachtete in seiner Theorie lediglich den Wohlstand der Nationen, nicht jedoch den der Welt. Wird nun aber durch die Globalisierung der Märkte eine Investition nicht mehr nur innerhalb einer Nation getätigt, weil sie in einer anderen Nation ökonomisch günstiger ist als in der eigenen, verändert sich auch die Wirkung auf den Wohlstand dieser Nation (Ruh 1998, S. 197f). Die Internationalisierung und Globalisierung des Handels setzt also das Gesetz der unsichtbaren Hand außer Kraft. Desweiteren hat sich die Sozialstruktur seit Smiths Theorie geändert. Man kann nicht mehr annahmegemäß von zwangsläufig moralisch handelnden Individuen ausgehen, da die informelle Kontrolle15 nicht mehr erfolgt, die sich im Zuge der Globalisierung und Mobilität16 der Menschen eingestellt hat. Die Stabilität der sozialen Ordnung entsteht nicht mehr nur allein aus ethischen Gefühlen17 heraus (Homann 2003, S. 47f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den schwindenden staatlichen Einfluss auf global operierende Unternehmen und den daraus resultierenden Druck, ethische Standards selbst zu setzen.

2. Globalisierung: Dieses Kapitel definiert den Globalisierungsprozess, erläutert dessen ökonomische Errungenschaften sowie die kritischen Auswirkungen wie Machtverschiebungen und fehlende soziale Verantwortung.

3. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Moral und Profit keinen zwingenden Gegensatz bilden müssen, betont jedoch, dass für eine nachhaltige Glaubwürdigkeit Unternehmen nicht nur moralische Ansprüche formulieren, sondern diese auch aktiv in ihrer Handlungsweise verankern müssen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Wirtschaftsethik, Unternehmensethik, Moral, Profitabilität, Wettbewerb, Ordnungsethik, Handlungsethik, Corporate Social Responsibility, CSR, Global Governance, Nachhaltigkeit, Rahmenordnung, Weltmarkt, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen ökonomischem Gewinnstreben und ethisch-moralischem Handeln von Unternehmen unter den Bedingungen einer globalisierten Weltwirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Globalisierung, die Bedeutung von Wirtschafts- und Unternehmensethik, die Rolle des Staates und des Marktes sowie Konzepte für ein nachhaltiges, verantwortungsbewusstes Wirtschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass wirtschaftliche Profitabilität und moralisches Verhalten sich nicht grundsätzlich ausschließen, sondern sich unter bestimmten Rahmenbedingungen gegenseitig fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und wirtschaftsethische Konzepte in den Kontext globaler Handelsbeziehungen einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und den Auswirkungen der Globalisierung, der Rolle von Ethik und Moral für Akteure, sowie mit konkreten Ansätzen wie Corporate Citizenship und Global Governance zur Gestaltung einer globalen Ordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Globalisierung, Wirtschaftsethik, Corporate Social Responsibility, Profitabilität, Moral, Nachhaltigkeit und Global Governance.

Warum spielt die Theorie der unsichtbaren Hand laut der Autorin in der heutigen Zeit eine begrenzte Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass Smiths Theorie auf einem nationalen Kontext und informeller Kontrolle basierte, was durch die internationale Mobilität, soziale Veränderungen und die globale Ausrichtung heutiger Investitionen in der modernen Praxis an Erklärungskraft verloren hat.

Welche Rolle spielt die Grenzmoral für die ökonomische Argumentation der Arbeit?

Die Grenzmoral dient als ökonomisches Modell, um zu veranschaulichen, dass ethisch motiviertes Handeln trotz höheren Aufwandes wirtschaftlich vorteilhaft sein kann, da es das Unternehmen vor den negativen wirtschaftlichen Folgen eines Imageschadens bewahrt.

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Details

Title
Ethik der Globalisierung: Profit contra Moral
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Course
Seminar zur Wirtschaftsethik
Grade
1,7
Author
Stephanie Schmidt (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V69611
ISBN (eBook)
9783638620963
ISBN (Book)
9783638671668
Language
German
Tags
Ethik Globalisierung Profit Moral Seminar Wirtschaftsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Schmidt (Author), 2007, Ethik der Globalisierung: Profit contra Moral, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69611
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