Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Filosofía del siglo XX

Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Título: Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Trabajo Escrito , 2006 , 14 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sandra Vater (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Walter Benjamin versucht in seinem Werk die veränderte Sinneswahrnehmung, welche er in Abhängigkeit mit den geschichtlich begründeten gesellschaftlichen Veränderungen sieht aufzuzeigen. Im Rahmen dieser theoretischen Ausarbeitung der Wahrnehmungsveränderung versucht er das Wesen der Kunst rückwirkend zu erfassen. Walter Benjamin beschreibt anhand des Films und der Photographie „Die Art und Weise, in der die menschliche Sinneswahrnehmung sich organisiert - [und dienen ihm als] das Medium, in dem sie erfolgt [...] „ 1 . Er erkennt den Verfall der Aura als Merkmal der filmischen und photographischen Reproduktionstechnik an, wodurch diese zum zentralen Ausdruck der veränderten Wahrnehmung wird und somit als Terminus der grundlegenden Begebenheit in der Entwicklung der Kunst im neunzehnten Jahrhundert begriffen werden kann. Innerhalb des Kunstwerkaufsatzes betrachtet er den Prozess der Kunstentwicklung in Bezug auf die technische, industrielle Entwicklung bzw. der kapitalistischen Produktionsbedingungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Industrielle und individuelle Technik

III. Die raum-zeitliche Struktur der Aura

IV. Die Aura als eine relative Größe

V. Die Reproduktion

VI. Die Veränderung der Wahrnehmung

VII. Das Kunstwerk und seine Fundierung auf die Politik

VIII. Das Subjekt in der photographischen Reproduktion

IX. Schlussbemerkung

X. Literaturangabe

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Walter Benjamins wegweisende Thesen zur Transformation der menschlichen Sinneswahrnehmung durch die technische Reproduzierbarkeit von Kunstwerken. Dabei wird insbesondere untersucht, wie der Verlust der „Aura“ des Kunstwerks durch Massenmedien wie Fotografie und Film zu einer veränderten gesellschaftlichen Rezeption und einer neuen politischen Funktion der Kunst führt.

  • Wandel der künstlerischen Wahrnehmung durch technische Reproduktion
  • Verfall der Aura als Merkmal moderner Medien
  • Spannungsfeld zwischen Kultwert und Ausstellungswert
  • Einfluss der industriellen Technik auf den menschlichen Ausdruck
  • Politisierung der Kunst im Kontext von Faschismus und Moderne

Auszug aus dem Buch

VI. Die Veränderung der Wahrnehmung

Walter Benjamin begreift die Photographie vorrangig als eine technische Möglichkeit, weil sie innerhalb eines rein schöpferischen und ästhetischen Verständnisses der traditionellen Kunst „jede technische Erwägung“ abspricht, diese Antitechnizität kann das Kunstwerk jedoch nicht einlösen, wodurch der Begriff Kunst von vornherein als liquidiert anerkannt werden müsste. Er versucht nicht die „>>Photographie als Kunst<<“ zu betrachten, sondern einen „sozialen Tatbestand der >>Kunst als Photographie<<“ herauszuarbeiten und nach der „Wirkung der photographischen Reproduktion von Kunstwerken für die Funktion der Kunst“ zu fragen. Ihre Funktion liegt innerhalb der Wahrnehmung begründet. Ihr reproduktiver Charakter ermöglicht es ein Kunstwerk, sei dies nun ein Gemälde, eine Plastik oder ein Bauwerk, aufgrund seiner Verkleinerung, man könnte auch in diesem Zusammenhang von Reduzierung oder Isolierung sprechen, leichter zu erfassen und auf andersartige Weise wahrzunehmen als dies aufgrund der Komplexität der Realität der Fall wäre. Innerhalb dieser Verbindung kann mit Hilfe des Photoapparates das Optisch-Unbewusste, damit ist das der unsrigen Welt verschlossene gemeint, ergriffen werden, denn „Es ist ja eine andere Natur, welche zur Kamera als welche zum Auge spricht [...]“ Diese charakteristische Wahrnehmung, welche Walter Benjamin den frühen photographischen Bildern zuschreibt beruht auf der wechselseitigen Beziehung zwischen der Technik und dem Objekt. Einerseits war aufgrund des Zeitaufwendigen Verfahrens „alles an diesen frühen Bildern [...] angelegt zu dauern“ und andererseits konnte in ihnen „[...] das winzige Fünkchen Zufall, [das] Hier und Jetzt“ gefunden werden, wodurch er jenes „Verhältnis des Photographen zu seiner Technik“ und dem Objekt mit dem Begriff der Aura umschreibt. Es muss betont werden, dass die Aura nicht durch die Technik der Kamera als vielmehr eben durch ihr Zusammenspiel mit dem Aufzunehmenden entstand bzw. hervortritt. Das Portrait in der frühen Photographie gewährt „[...] den Kultwert des Bildes die letzte Zuflucht. Im flüchtigen Ausdruck des Menschengesichts winkt [...] die Aura zum letzten Mal.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in Benjamins zentrales Anliegen ein, die veränderte menschliche Sinneswahrnehmung in Abhängigkeit von gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen zu untersuchen.

II. Industrielle und individuelle Technik: Das Kapitel kontrastiert die individuelle Technik der klassischen Kunst mit der industriellen Reproduktionstechnik und konstatiert den Verlust der Subjektivität des Kunstwerkes.

III. Die raum-zeitliche Struktur der Aura: Hier wird die Aura als „einmalige Erscheinung einer Ferne“ definiert und ihre Verwurzelung in einer räumlich-zeitlichen Tradition analysiert.

IV. Die Aura als eine relative Größe: Dieses Kapitel erläutert, wie der Status des Kunstwerks durch den Grad der Verehrung und das Abhängigkeitsverhältnis des Rezipienten zur relativen Größe wird.

V. Die Reproduktion: Es wird die historische Entwicklung der Reproduktionstechnik beleuchtet und dargelegt, wie die technische Vervielfältigung das Original von seiner auratischen Umgebung entfremdet.

VI. Die Veränderung der Wahrnehmung: Hier liegt der Fokus auf der Photographie und dem Film, die den Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung zwingen und das „Optisch-Unbewusste“ erschließen.

VII. Das Kunstwerk und seine Fundierung auf die Politik: Das Kapitel diskutiert den Übergang der Kunstfundierung vom Ritual zur Politik und den Missbrauch der Reproduktionstechnik im Faschismus.

VIII. Das Subjekt in der photographischen Reproduktion: Diese Untersuchung widmet sich der Portraitfotografie und der Reduktion des menschlichen Abbildes zur anonymen, standardisierten Ware.

IX. Schlussbemerkung: Zusammenfassend wird Benjamins Diagnose des Wandels der Kunstrezeption bekräftigt, wobei die Befreiung vom Kult als zentrales, wenn auch politisch ambivalent wirkendes Moment hervorgehoben wird.

X. Literaturangabe: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, technische Reproduzierbarkeit, Aura, Sinneswahrnehmung, Film, Photographie, Kultwert, Ausstellungswert, Industrielle Technik, Faschismus, Politisierung der Kunst, Massenkultur, Optisch-Unbewusstes, Warencharakter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Walter Benjamins Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ und analysiert, wie moderne Medien die Wahrnehmung von Kunst und Gesellschaft verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Verlust der Aura, der Wandel von der manuellen zur industriellen Kunstproduktion, die Funktion des Films sowie das Verhältnis von Kunst, Politik und Faschismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Benjamin die durch technische Reproduktion induzierte Wahrnehmungsänderung begreift und welche Konsequenzen diese für die Rezeption von Kunst als gesellschaftlichem Gut hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Textanalyse von Benjamins Werk, ergänzt durch Bezüge zu kulturhistorischen und medienwissenschaftlichen Zusammenhängen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die begriffliche Abgrenzung auratischer und auraloser Kunst, die psychologischen Auswirkungen der Reproduktion auf den Betrachter und die Politisierung der Kunst im 20. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Aura, technische Reproduktion, Wahrnehmungswandel, Kultwert, industrielle Technik und Politisierung der Kunst sind die zentralen Begriffe.

Wie definiert Benjamin laut dieser Arbeit die „Aura“?

Die Aura wird als „einmalige Erscheinung einer Ferne“ beschrieben, die strukturell an das Hier und Jetzt eines Kunstwerks gebunden ist und durch die technische Kopie verflüchtigt wird.

Welche Rolle spielt der Film bei der Wahrnehmungsveränderung?

Der Film ermöglicht laut Benjamin eine „begutachtende Haltung“ und erzeugt eine Chockwirkung, die den Rezipienten aus der traditionellen, kontemplativen Betrachtungsweise löst.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
Universidad
University of Erfurt
Calificación
2,3
Autor
Sandra Vater (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
14
No. de catálogo
V69654
ISBN (Ebook)
9783638626255
Idioma
Alemán
Etiqueta
Walter Benjamin Kunstwerk Zeitalter Reproduzierbarkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Vater (Autor), 2006, Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69654
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint