In den vergangenen Jahren ist die wirtschaftliche Bedeutung des Sponsorings für kleine und große Unternehmen zunehmend interessanter geworden. Man unterscheidet zwischen Sponsoring in den Bereichen Sport, Soziales, Ökologie, Kultur, Medien und Wissenschaft. Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Phänomen des Sportsponsoring beschäftigen. Diese Form gilt heute nicht nur für den Spitzensport als wichtiges Finanzierungsinstrument , denn zusätzlich zu Eintrittsgeldern braucht der Sport die Förderung durch Sponsoren, da in vielen Fällen keine Kostendeckung ohne Sponsoringaktivitäten erfolgen kann, und neben Spesen oftmals hohe Startgelder für Weltklassesportler erforderlich sind. Die Förderung des Sports durch finanzielle Mittel des Staates hat sich sehr verringert, trotz dass der Sport zunehmend mehr finanzielle Unterstützung braucht, um neue sportliche Erfolge aufzustellen. Das kann teilweise darauf zurückgeführt werden, dass Sponsoringaufwendungen unter bestimmten Vorrausetzungen den Steueraufwand eines Sponsors verringern können. Die Arbeit will einen Überblick über diese Bedingungen und die aktuelle Steuerrechtslage bieten. Es soll deutlich gemacht werden, ob und auf welche Weise sich durch Sponsoring eine Steuerlast auf legalem Wege vermeiden lässt. Die Kernfrage für diese Arbeit heißt: “Welche steuerrechtlichen Änderungen ergeben sich für Unternehmen und Geförderte durch den Einsatz von Sponsoring.“ Das erste Kapitel zeigt Unterschiede von Sponsoring, Spenden und Mäzenatentum. Das zweite Kapitel soll die für das Themenverständnis notwendigen Grundlagen vermitteln. Dazu gehören u. a. die Definition und Entwicklung sowie ein Über-blick der Ziele der Sponsoringpartner. Anschließend werden die steuerlichen Problemstellungen des Sportsponsoring näher beleuchtet, da sich das Ertrags- (Kapitel 3), das Umsatz- (Kapitel 4) und das Schenkungsteuerrecht (Kapitel 5) auf das Sponsoring auswirken.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemdarstellung
1.1 Einleitung
1.2 Abgrenzung von sonstigen verwandten Tätigkeiten
2 Sponsoring im Allgemeinen
2.1 Zur Herkunft des Wortes „Sponsoring“ und Definition
2.2 Sportsponsoring
2.2.1 Entwicklung und Ziele des Sportsponsoring
2.2.1.1 Entwicklung des Sportsponsoring
2.2.1.2 Ziele des Sponsors
2.2.1.3 Ziele des Gesponserten
2.2.2 Erscheinungsformen des Sportsponsoring
2.2.2.1 Sponsoring von Sportlern/Sportmannschaften
2.2.2.2 Sponsoring von Sportveranstaltungen
2.2.2.3 Sponsoring von Sportverbänden und Sportvereinen
3 Ertragsteuerliche Beurteilung des Sponsoring
3.1 Sponsoring auf Seiten des Sponsors
3.1.1 Sponsoringaufwendungen im Einkommensteuerrecht
3.1.1.1 Berücksichtigung der Leistung als Betriebsausgabe
3.1.1.2 Berücksichtigung der Leistung als Spende
3.2 Sponsoring auf Seiten des Gesponserten
3.2.1 Sponsoringeinnahmen im Einkommensteuerrecht
3.2.2 Sponsoringeinnahmen im Körperschaftsteuerrecht
3.2.2.1 Einnahmen im ideelen Bereich
3.2.2.2 Einnahmen aus der Vermögensverwaltung
3.2.2.3 Einnahmen aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb
4 Umsatzsteuerliche Beurteilung des Sponsoring
5 Schenkungsteuerliche Beurteilung des Sponsoring
6 Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die steuerrechtlichen Implikationen von Sportsponsoring für Sponsoren und Gesponserte, um aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Sponsoringaktivitäten zur legalen Steuerminderung genutzt werden können. Im Fokus steht dabei die Abgrenzung zwischen Betriebsausgaben, Spenden und weiteren steuerrelevanten Tatbeständen.
- Grundlagen des Sportsponsorings und Abgrenzung zum Mäzenatentum
- Ertragsteuerliche Behandlung von Sponsoringaufwendungen beim Sponsor
- Steuerliche Einordnung der Sponsoringeinnahmen beim Gesponserten
- Umsatzsteuerliche Besonderheiten bei aktiven und passiven Werbeleistungen
- Schenkungsteuerliche Relevanz von Sponsoringzuwendungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
In den vergangenen Jahren ist die wirtschaftliche Bedeutung des Sponsorings für kleine und große Unternehmen zunehmend interessanter geworden. Man unterscheidet zwischen Sponsoring in den Bereichen Sport, Soziales, Ökologie, Kultur, Medien und Wissenschaft. Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Phänomen des Sportsponsoring beschäftigen. Diese Form gilt heute nicht nur für den Spitzensport als wichtiges Finanzierungsinstrument, denn zusätzlich zu Eintrittsgeldern braucht der Sport die Förderung durch Sponsoren, da in vielen Fällen keine Kostendeckung ohne Sponsoringaktivitäten erfolgen kann, und neben Spesen oftmals hohe Startgelder für Weltklasse-sportler erforderlich sind. Die Förderung des Sports durch finanzielle Mittel des Staates hat sich sehr verringert, trotz dass der Sport zunehmend mehr finanzielle Unterstützung braucht, um neue sportliche Erfolge aufzustellen.
Das kann teilweise darauf zurückgeführt werden, dass Sponsoringaufwendungen unter bestimmten Vorrausetzungen den Steueraufwand eines Sponsors verringern können. Die Arbeit will einen Überblick über diese Bedingungen und die aktuelle Steuerrechtslage bieten. Es soll deutlich gemacht werden, ob und auf welche Weise sich durch Sponsoring eine Steuerlast auf legalem Wege vermeiden lässt. Die Kernfrage für diese Arbeit heißt: “Welche steuerrechtlichen Änderungen ergeben sich für Unternehmen und Geförderte durch den Einsatz von Sponsoring.“ Das erste Kapitel zeigt Unterschiede von Sponsoring, Spenden und Mäzenatentum. Das zweite Kapitel soll die für das Themenverständnis notwendigen Grundlagen vermitteln. Dazu gehören u. a. die Definition und Entwicklung sowie ein Überblick der Ziele der Sponsoringpartner. Anschließend werden die steuerlichen Problemstellungen des Sportsponsoring näher beleuchtet, da sich das Ertrags- (Kapitel 3), das Umsatz- (Kapitel 4) und das Schenkungsteuerrecht (Kapitel 5) auf das Sponsoring auswirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemdarstellung: Einführung in die ökonomische Relevanz des Sportsponsorings und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der steuerrechtlichen Auswirkungen.
2 Sponsoring im Allgemeinen: Erläuterung der Begriffsherkunft, der Definition von Sportsponsoring sowie der Motive und Zielsetzungen von Sponsoren und Gesponserten.
3 Ertragsteuerliche Beurteilung des Sponsoring: Analyse der steuerlichen Abzugsfähigkeit beim Sponsor sowie der Einordnung der Einnahmen beim Gesponserten in den verschiedenen steuerlichen Sphären.
4 Umsatzsteuerliche Beurteilung des Sponsoring: Untersuchung der Steuerbarkeit von Werbeleistungen und der umsatzsteuerlichen Differenzierung zwischen unternehmerischem und nichtunternehmerischem Bereich.
5 Schenkungsteuerliche Beurteilung des Sponsoring: Erörterung der Kriterien, unter denen Sponsoring als freigebige Zuwendung oder steuerbefreite Maßnahme gewertet wird.
6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur Bedeutung des Sponsorings als Werbeplattform unter Berücksichtigung steuerlicher Gestaltungsspielräume.
Schlüsselwörter
Sportsponsoring, Steuerrecht, Betriebsausgabe, Spende, Mäzenatentum, Ertragsteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Schenkungsteuer, Werbeleistung, Steuerminderung, Gemeinnützigkeit, Sponsoringaufwand, Sponsoringeinnahmen, Unternehmenskommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt die steuerrechtliche Einordnung und Behandlung von Sportsponsoring in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die ertrag-, umsatz- und schenkungsteuerlichen Auswirkungen für sowohl den Sponsoringgeber als auch den Sponsoringnehmer.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, unter welchen steuerrechtlichen Bedingungen Unternehmen durch Sponsoring legal ihre Steuerlast beeinflussen können und wie diese Leistungen korrekt verbucht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse, der Auswertung steuerlicher Regelungen sowie aktueller Rechtsprechung und Verwaltungsschreiben basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entwicklung des Sponsorings, die detaillierte ertragsteuerliche Beurteilung auf beiden Seiten, sowie die Analyse der Umsatz- und Schenkungsteuerpflicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sportsponsoring, Betriebsausgabenabzug, Gemeinnützigkeit, Werbeleistung und Steueroptimierung.
Wann liegt ein "verunglücktes Sponsoring" vor?
Von einem verunglückten Sponsoring spricht man, wenn die Leistungen bei einer Kapitalgesellschaft als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden, da kein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht.
Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung beim Sponsor?
Der Sponsor kann die Leistung entweder als Betriebsausgabe (bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Interesses) oder als Spende (bei privater oder altruistischer Motivation) geltend machen.
Warum spielt die aktive Mitwirkung des Gesponserten eine Rolle?
Die aktive Mitwirkung, wie z.B. bei Trikotwerbung, ist ausschlaggebend für die Zuordnung zu einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und damit für die Umsatz- und Ertragsteuerpflicht.
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- Ute Fiedler (Author), 2006, Sponsoring im Steuerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69657