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Die Zivilgesellschaft in Großbritannien

Title: Die Zivilgesellschaft in Großbritannien

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Schönfeld (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Zivilgesellschaft ist ein viel beschworener Begriff, auf den sich zunehmend auch die Politik beruft, wenn es darum geht, in der Gesellschaft Aufgaben von oben nach unten zu verlagern. Aber man verspricht sich noch einiges mehr von einer in die Verantwortung genommenen Bevölkerung. Beispiele für positive Nebeneffekte einer aktivierten Bevölkerung wären neben einem schlankeren Staat auch eine größere Identifikation der Bevölkerung mit dem Staat und eine stärkere politische Beteiligung des Volkes, womit auch die Demokratie selbst gestärkt würde. Doch ich möchte mich hier nicht primär mit den politischen Vorzügen einer lebendigen Zivilgesellschaft beschäftigen, sondern ich will versuchen, die Zivilgesellschaft selbst näher zu untersuchen, um ihre Funktionszusammenhänge aufzuzeigen.
Ich werde daher anhand des Beispiels Großbritannien versuchen, die Frage zu klären, wie sich die Entwicklung zu dem heutigen Stand der Zivilgesellschaft erklären lässt. Dabei möchte ich auch der Rolle des Staates bei der Errichtung und Unterstützung einer sozial aktiven Bevölkerung Raum geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen

1.a. Zivilgesellschaft

1.b. Soziales Kapital

2. Das Fallbeispiel: Großbritannien

2.a. Allgemeine Vorbemerkungen

2.b. Ehrenamtliche Vereine

2.c. Wohltätige Unternehmungen

2.d. Freizeitgestaltung

2.e. Soziales Vertrauen

2.f. Generationen-, Bildungs- und Klasseneffekte

3. Die Rational Choice Theory

4. Die Konstitutionentheorie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionszusammenhänge der Zivilgesellschaft in Großbritannien. Ziel ist es, den Status quo des zivilgesellschaftlichen Engagements zu analysieren und mithilfe der Rational Choice Theory sowie der Konstitutionentheorie zu erklären, inwiefern staatliche Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Wandel diese Entwicklung beeinflussen.

  • Grundlagen der Zivilgesellschaft und des Sozialkapitals
  • Empirische Analyse des britischen Vereinslebens und Vertrauensniveaus
  • Anwendung der Rational Choice Theory auf gesellschaftliches Engagement
  • Einfluss der Konstitutionentheorie nach Giddens auf moderne Gesellschaftsstrukturen
  • Wechselwirkung zwischen staatlicher Förderung und bürgerlicher Beteiligung

Auszug aus dem Buch

3. Die Rational Choice Theory

Greift man auf die Rational Choice Theory zurück, um die Beständigkeit der Briten bei der Vereinstätigkeit zu erklären, fällt sofort der stark wirtschaftliche Bezug dieser Theorie auf. Viele Begriffe und soziale Zusammenhänge werden in einem betont wirtschaftlichen Ton erklärt. Dies zeigt sich vor allem in der Grundannahme der Theorie, dass jeder Akteur, ob es sich nun um eine Person oder einen korporativen Akteur handelt, darauf bedacht ist, die Befriedigung der eigenen Interessen zu vergrößern. Dieser Grundsatz erleichtert die Untersuchung der Gesellschaft ungemein, da bei jeder Handlung nur nach dem möglichen Gewinn gefragt werden muss, um die Handlung selbst erklären zu können. Allerdings ist es nicht immer einfach die persönlichen Beweggründe nachzuvollziehen, da der Begriff „rational“ nicht bedeutet, dass die Gründe für die Allgemeinheit rational zu verstehen sind. Vielmehr drückt der Begriff nur aus, dass die Handlungsmuster des Akteurs nach seinem Verständnis rational sind. Das heißt wiederum, dass die Handlung für Außenstehende durchaus irrational erscheinen können.

Mit zu der Theorie gehört auch die Annahme, dass jeder Akteur nicht nur über Interessen verfügt sondern ebenfalls auch über Ressourcen, die er zur Durchsetzung der Interessen einsetzen kann. Die geschieht durch den Austausch der Ressourcen mit oder durch die Übertragung derselben auf andere Akteure. Da es hier aber nicht um die wirtschaftlichen Beziehungen geht und für den Austausch vorwiegend nicht-materielle Ressourcen zur Verfügung stehen, wird die Untersuchung natürlich nicht einfacher. Das Vertrauen kann in diesem Sinne ebenfalls als Ressource betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Zivilgesellschaft und Darlegung der methodischen Vorgehensweise anhand der Rational Choice Theory und Konstitutionentheorie.

1. Definitionen: Begriffliche Klärung von Zivilgesellschaft und Sozialkapital als notwendige Grundlage für die weitere Analyse.

2. Das Fallbeispiel: Großbritannien: Detaillierte Untersuchung der britischen Zivilgesellschaft anhand von Vereinswesen, Vertrauensstudien und demografischen Faktoren.

3. Die Rational Choice Theory: Erörterung der Theorie von James S. Coleman im Kontext der britischen Freiwilligenarbeit und des individuellen Nutzens.

4. Die Konstitutionentheorie: Anwendung des Giddens-Modells zur Erklärung reflexiver Modernisierung und deren Auswirkung auf das aktive Vertrauen im britischen Staat.

Schlüsselwörter

Zivilgesellschaft, Großbritannien, Sozialkapital, Rational Choice Theory, Konstitutionentheorie, Ehrenamt, Vertrauen, Globalisierung, Bürgergesellschaft, Vereinswesen, Wohlfahrtsstaat, Anthony Giddens, James S. Coleman, Bürgerbeteiligung, Reflexive Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den aktuellen Zustand und die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Großbritannien unter Einbeziehung soziologischer Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle des Staates, das Ausmaß ehrenamtlichen Engagements, die Bedeutung sozialen Kapitals und der Vertrauensverlust in Gesellschaft und Politik.

Welches Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Zivilgesellschaft in Großbritannien entwickelt hat und welche theoretischen Erklärungsmodelle für dieses spezifische Engagement herangezogen werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt eine Fallstudienmethode, kombiniert mit einer theoretischen Analyse basierend auf der Rational Choice Theory von James S. Coleman und der Konstitutionentheorie von Anthony Giddens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine empirische Bestandsaufnahme Großbritanniens (Vereine, Spenden, Freizeit) und die theoretische Überprüfung, ob diese Verhaltensweisen durch egoistische Interessen (Rational Choice) oder durch reflexiven gesellschaftlichen Wandel (Konstitutionentheorie) erklärbar sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Zivilgesellschaft, Sozialkapital, Vertrauen, Ehrenamt und die theoretischen Modelle von Giddens und Coleman.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Charity Shops auf das britische Sozialkapital?

Der Autor führt diese als Beispiel für Colemans Ansatz an, da sie das Vorhandensein zivilgesellschaftlicher Organisationen im Alltag ständig sichtbar machen und somit Normen und Reputation fördern.

Warum hält der Autor die Ergebnisse der Vertrauensfragen für widersprüchlich?

Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem stetig sinkenden sozialen Vertrauen in der Bevölkerung und der gleichzeitig stabilen oder sogar steigenden Bereitschaft zu zivilgesellschaftlichem Engagement.

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Details

Title
Die Zivilgesellschaft in Großbritannien
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Matthias Schönfeld (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V69705
ISBN (eBook)
9783638621458
ISBN (Book)
9783640325344
Language
German
Tags
Zivilgesellschaft Großbritannien Soziologie Ländervergleich Bürgerliches Engagement Bürgergesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schönfeld (Author), 2006, Die Zivilgesellschaft in Großbritannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69705
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