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Konstantin der Große und die Gründe seiner Hinwendung zum Christentum

Title: Konstantin der Große und die Gründe seiner Hinwendung zum Christentum

Thesis (M.A.) , 2001 , 64 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Friederike to Baben von Trotha (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Konstantin der Große ging in die Kirchengeschichte als der erste christliche Kaiser ein. Er regierte von 306 bis 337 erst als Mitregent und später als Alleinherrscher über das Imperium Romanum. Durch ihn trat eine entscheidende Wende in der Geschichte des Römischen Reiches ein. Das Christentum wurde als eine gleichrangige Religion neben dem Heidentum anerkannt und wurde damit zu einer offiziellen Staatsreligion erklärt. Ferner führte er nach dem Regierungspluralismus das Prinzip der Alleinherrschaft wieder ein.

In dieser Magisterarbeit werden Konstantins Gründe seiner Hinwendung zum Christentum dargelegt. Dazu werden seine Religionspolitik und das politische Umfeld betrachtet. Es soll gezeigt werden, daß das Christentum im Laufe von Konstantins Regierungszeit ein gewichtiger Faktor für politische Entscheidungen und Bestrebungen darstellte und dabei eine Politisierung erfuhr.

Der Donatistenstreit und der Arianerstreit werden als wesentliche Ereignisse in der konstantinischen Christenpolitik behandelt. An diesen Beispielen sollen Konstantins Einstellung zum Christentum und die Gründe für sein Eingreifen in kirchenrechtliche und dogmatische Auseinandersetzungen dargestellt werden. Hierbei wird seine Position zu der Kirche und ihren Repräsentanten deutlich gemacht.

Die Arbeit schließt mit einer Diskussion über die Bekehrung Konstantins und einem zusammenfassenden Ergebnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konstantins Aufstieg und das politische Umfeld

2.1. Das Toleranzedikt des Galerius

3. Die politische und religiöse Situation im Römischen Reich von 311-324

3.1. Die Lage im Westen

3.2. Die Lage im Osten

3.3. Das Mailänder Abkommen

3.4. Der Donatistenstreit

3.4.1. Ergebnis

3.5.1 Licinius und Konstantin als Herrscher über das Römische Reich

3.5.1. Die Religionspolitik des Licinius

3.5.2. Konstantins Gesetzgebung

3.5.3. Der Kampf um die Alleinherrschaft

4. Konstantin als alleiniger Herrscher über das Römische Reich

4.1. Der Arianerstreit

4.1.1. Ergebnis

5. Überlegungen zur Inkorporation der christlichen Kirche in den römischen Staat

6. Diskussion über die Bekehrung Konstantins

7. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für Konstantins Hinwendung zum Christentum unter Berücksichtigung seiner Religionspolitik und des politischen Umfelds. Dabei wird analysiert, inwiefern das Christentum für Konstantin ein politisch instrumentalisierbarer Faktor zur Festigung seiner Alleinherrschaft und zur Sicherung der Stabilität des Römischen Reiches war.

  • Konstantinische Religionspolitik und kaiserliches Machtstreben
  • Transformation des Christentums zur staatlich inkorporierten Religion
  • Rolle des Christentums in den Konflikten (Donatistenstreit, Arianerstreit)
  • Integration der Kirche in das römische Staatsgefüge
  • Diskussion über die Authentizität der Bekehrung Konstantins

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Lage im Osten

Im Osten herrschten nach dem Tode des Galerius machtpolitische und religionspolitische Spannungen zwischen Maximinus Daia und Licinius.

Die machtpolitischen Auseinandersetzungen bezogen sich auf das von Galerius vererbte Herrschaftsgebiet. Maximinus Daia besetzte ganz Kleinasien bis zum Bosporus, und Licinius nahm die Donau- und Balkangebiete als sein Herrschaftsgebiet in Anspruch. Zunächst einigten sie sich vertraglich über diese neue geographische Aufteilung. Darüber hinaus wurde Maximinus Daia zum ranghöchsten Augustus des Ostens ernannt.

Religionspolitische Spannungen ergaben sich aus der unterschiedlich hohen Anzahl der Christen in den Herrschaftsgebieten. Das hatte eine unterschiedliche Religionspolitik der beiden Herrscher zur Folge.

Anfangs hatte Maximinus Daia beschlossen, dem Toleranzedikt des Galerius nachzukommen. Er hatte seinem Gardepräfekten Sabinus befohlen, das Edikt zu verbreiten. Doch Maximinus Daia tat dies nicht aus religiöser Überzeugung heraus, sondern aus Loyalität gegenüber Galerius. Im November 311 kehrte er zu seiner antichristlichen Religionspolitik zurück, die sich aus religionspolitischen, ökonomischen und ordnungspolitischen Problemen ergab.

Nach dem Erlaß des Toleranzediktes traten viele Bürger zum christlichen Glauben über und verdrängten dadurch zunehmend die alten Kulte. Es bestand die Gefahr, daß die alten religiösen Zentren in Syrien und Kleinasien durch das Anwachsen des Christentums verfallen würden. Die heidnischen Kultbetriebe litten unter dem nachlassenden Tourismus und drohten zusammenzubrechen. Das zog eine Verkümmerung ganzer Berufs- und Produktionszweige nach sich, so daß die Finanzkraft der Städte sank und als Folge die Wirtschaft im Osten des Reiches geschwächt wurde. Maximinus Daia war überzeugt, daß die Erhaltung der christlichen Religion den Untergang der heidnischen Götter nach sich ziehen müsse. Daher versuchte er die altgläubigen Kräfte zu festigen, und die Organisation der alten Kulte und der Priesterschaften zu verbessern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, den christlichen Kaiser Konstantin und seine Religionspolitik zu analysieren.

2. Konstantins Aufstieg und das politische Umfeld: Darstellung des Regierungspluralismus unter Diokletian und der Machtkämpfe nach dessen Abdanken bis zur Konsolidierung Konstantins.

3. Die politische und religiöse Situation im Römischen Reich von 311-324: Untersuchung der Spannungen zwischen den Herrschern und deren Einfluss auf die Ausbreitung des Christentums sowie die Bedeutung des Mailänder Abkommens und des Donatistenstreits.

4. Konstantin als alleiniger Herrscher über das Römische Reich: Analyse der Alleinherrschaft Konstantins, des Arianerstreits und der kaiserlichen Gesetzgebung zur Integration der Kirche.

5. Überlegungen zur Inkorporation der christlichen Kirche in den römischen Staat: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Kirche von einer pseudostaatlichen Struktur hin zu einer in den römischen Staatsapparat inkorporierten Institution.

6. Diskussion über die Bekehrung Konstantins: Kritische Untersuchung der historischen Quellen und Debatten zur Echtheit und Motivation von Konstantins Hinwendung zum Christentum.

7. Gesamtergebnis: Fazit zur Politisierung des Christentums unter Konstantin und zur strategischen Nutzung der Kirche zur Stabilisierung des Reiches.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Römische Reich, Christentum, Religionspolitik, Alleinherrschaft, Donatistenstreit, Arianerstreit, Inkorporation, Staatsreligion, Kirchengeschichte, Sol invictus, Toleranzedikt, Licinius, Nicaea, Pontifex maximus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit befasst sich mit Konstantin dem Großen und analysiert die politischen sowie strategischen Beweggründe für seine Hinwendung zum Christentum.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Themen sind die Religionspolitik der römischen Kaiser, die Transformation der Kirche zur staatlich inkorporierten Institution und der Einfluss von Machtinteressen auf religiöse Entscheidungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Konstantins Christenpolitik primär machtpolitisch motiviert war, um das Imperium zu stabilisieren und die Alleinherrschaft zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse kaiserlicher Dekrete, zeitgenössischer Berichte (wie Eusebius und Laktanz) und der wissenschaftlichen Forschungsliteratur zur Spätantike.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die politische Situation von 311 bis 324, den Donatisten- und Arianerstreit als Beispiele für staatliche Eingriffe in kirchliche Belange sowie die Gesetzgebung Konstantins.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Inkorporation, Pseudostaatlichkeit, Alleinherrschaft, Pontifex maximus und die konstantinische Wende.

Wie bewertet der Autor Konstantins Rolle im Arianerstreit?

Konstantin agierte als über der Kirche stehender Staatsmann, der Synoden einberief und dogmatische Entscheidungen beeinflusste, um die kirchliche Einheit und damit den staatlichen Frieden zu erzwingen.

Warum war das Mailänder Abkommen für die Entwicklung des Staates bedeutsam?

Es veränderte den Status des Christentums von einer geduldeten zu einer gleichrangigen Religion und legte den Grundstein für die Integration der Kirche in das römische Staatsgefüge.

Welche Rolle spielte der Sonnengott Sol invictus im Vergleich zum Christengott?

Der Autor zeigt auf, dass Konstantin den Christengott lange Zeit im Sinne paganer Traditionen verehrte, wobei der Übergang zu einer exklusiven christlichen Bekehrung historisch nicht eindeutig belegbar ist.

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Details

Title
Konstantin der Große und die Gründe seiner Hinwendung zum Christentum
College
Technical University of Berlin  (Institut für Geschichte und Kunstgeschichte)
Grade
sehr gut
Author
Friederike to Baben von Trotha (Author)
Publication Year
2001
Pages
64
Catalog Number
V69729
ISBN (eBook)
9783638607537
ISBN (Book)
9783640336371
Language
German
Tags
Konstantin Große Gründe Hinwendung Christentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike to Baben von Trotha (Author), 2001, Konstantin der Große und die Gründe seiner Hinwendung zum Christentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69729
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