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Integration und Verbesserung von geschäftsübergreifenden Prozessen

Fallstudie in der Energiewirtschaft auf Basis der Prozessintegrationslösung SAP XI 3.0

Title: Integration und Verbesserung von geschäftsübergreifenden Prozessen

Diploma Thesis , 2005 , 218 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Oliver Budde (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

1 Motivation und Zielsetzung

Die Beschleunigung im Geschäftsleben erfordert, dass IV(1) – Systeme in Bezug auf Flexibilität und Interoperabilität zunehmend leistungsfähiger werden. Heute müssen sich Unternehmensprozesse flexibel an veränderte Rahmenbedingungen wie z.B. den globalen Wettbewerb und immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen anpassen. Neben dieser Entwicklung ist es für Unternehmen erforderlich geworden, stärker als bisher auf horizontaler Ebene entlang der Wertschöpfungskette zu kooperieren, um auf diese Weise ihre Wertschöpfungstiefe zu senken und damit eine bessere Kosteneffizienz sowie eine bessere Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. Diese Entwicklung kann man momentan am Beispiel des Lean Manufacturing(2)aus der Automobilindustrie verfolgen.
Im besonderen Maße kann man diese Entwicklungen auch in der Energiewirtschaft beobachten. In diesem Wirtschaftssektor haben sich die Unternehmensprozesse aufgrund der Liberalisierung des Energiemarktes seit 1998 und der damit vom Gesetzesgeber eingeleiteten Maßnahmen stark verändert. Die Prozesse der in diesem Sektor tätigen Energieversorgungsunternehmen unterliegen auch einem Anpassungsdruck, der nicht nur aus den sich ändernden gesetzlichen Reglementierungen resultiert, sondern auch in der Tatsache begründet liegt, dass die Unternehmen auf einem durch ein Netzmonopol gekennzeichneten Markt im Wettbewerb stehen, für den andere Wachstumsstrategien gelten bzw. erst neu entwickelt werden müssen. Die integrierten Energieversorger, die bisher die gesamte Wertschöpfungskette der Energieversorgung abdeckten, beginnen sich zu entflechten und auf bestimmte Stufen der Wertschöpfungskette zu konzentrieren. Hieraus entsteht ein Koordinationsbedarf zwischen den durch diese Entwicklung neu entstandenen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette. Die Durchführung der teilweise neuen internen wie auch unternehmensübergreifenden Prozesse muss durch die von den jeweiligen Akteuren eingesetzten IV – Systeme unterstützt werden.
Bisherige Ansätze, die das Ziel einer inner- oder zwischenbetrieblichen Anwendungsintegration (EAI) zur Durchführung eines unternehmensübergreifenden Prozesses verfolgten, haben nur selten den gewünschten Erfolg erbracht, da sie die vorgenannten Anforderungen nach Flexibilität und Interoperabilität nur unzureichend unterstützen konnten.
[...]
_____
(1) IV : informationsverarbeitende
(2) Vgl. Glossar

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Motivation und Zielsetzung

2 Grundlagen

2.1 Integration

2.1.1 Integrationsmerkmale

2.1.2 Integrationsziel

2.2 Integrationskonzepte

2.2.1 Punkt zu Punkt Integration

2.2.2 Middleware – Integration

2.3 Enterprise Application Integration (EAI)

2.3.1 Architektur

2.3.2 Funktionale Bestandteile von EAI - Lösungen

2.3.3 Kritische Punkte

3 Serviceorientierter EAI - Integrationsansatz

3.1 Betriebswirtschaftliche Herausforderungen

3.2 Anforderungen an überbetriebliche IV - Systeme

3.3 Serviceorientierte Architektur (SOA)

3.3.1 Anatomie eines Service

3.3.2 Klärung des Begriffs SOA

3.3.3 Komposition von Services

3.3.3.1 Koordination

3.3.3.2 Enterprise Service Bus (ESB)

3.4 Prozessintegration mit SAP Netweaver

3.4.1 Netweaver

3.4.2 Exchange Infrastructure XI 3.0

3.4.2.1 Komponenten XI

3.4.2.2 Umsetzung der SOA in XI

3.4.2.3 Komposition von Services

3.4.2.4 Gegenüberstellung XI und ESB

3.4.2.5 Gesamtbewertung

4 Prozesse in der Energiewirtschaft

4.1 Energiewirtschaft in Deutschland

4.2 Auswirkung der Liberalisierung auf die Prozesse der EVUs

4.2.1 Unbundling- Maßnahmen

4.2.2 Wachstumsstrategien

4.3 Konsequenzen auf die IV - Systeme

4.4 Vorstellung eines neuen Geschäftsprozesses

4.4.1 Motivation

4.4.2 Ausgangssituation

4.4.3 Lieferantenwechselprozess (Sollzustand)

4.5 Fazit

5 Implementierung des Lieferantenwechselprozesses

5.1 DV Konzept

5.1.1 Einschränkungen

5.2 Implementierung

5.2.1 Servicelandschaft

5.2.2 Designphase

5.2.2.1 Beispiel sendeNeuNetzKunde_sync_abs

5.2.2.2 Beispiel ZAPI_ISU_PARTNER_CREATEFROMDATA

5.2.2.3 Business Szenario lwp_szenario_111004

5.2.3 Konfigurationsphase

5.2.4 Implementierung der Schnittstellen

5.2.4.1 ABAP Proxy – Implementierung der Schnittstelle empfangKuendigung des Service Kündigung

5.2.4.2 Java Proxy Implementierung der Schnittstelle generateKundenId_sync_in des Service Datenservice

5.3 Prozessdurchführung

5.4 Fazit

6 Bewertung der implementierten Lösung

6.1 Methode Nutzwertanalyse (NWA)

6.2 Ermittlung der Zielerträge der IST- Situation

6.2.1 Kurzbeschreibung der IT – gestützten Durchführung des Prozesses

6.2.1 Ermittlung der Kriterienwerte

6.3 Ermittlung der Zielerträge der XI - Lösung

6.3.1 Ermittlung der Kriterienwerte

6.4 Ergebnisse der Analyse

7 Zusammenfassung und Ausblick

Anhang

A Theorie

a Nutzeffekte von Integration

b Gegenüberstellung Fachkomponente und Web -Services

c SAP Produkte Entwicklung

d Bewertungskriterien für einen ESB

B Programmcode

a ABAP Programm

b Java Programm

C XI - Business Process

a Nachrichtentypen

b Ausschnitt des Business Process

c Business Process in BPEL4WS

d Übersicht über alle Message Interfaces

e IE Protokoll

D Nutzwertanalyse

a Zielhierarchie

b Beschreibung des bisherigen LWP

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie eine serviceorientierte Architektur (SOA) auf Basis der SAP Exchange Infrastructure 3.0 dazu beitragen kann, geschäftsübergreifende Unternehmensprozesse in der Energiewirtschaft effizienter zu gestalten und die Anforderungen nach Flexibilität und Interoperabilität zu erfüllen.

  • Integration und Prozessoptimierung in der Energiewirtschaft.
  • Serviceorientierte Architektur (SOA) als Basis für Enterprise Application Integration (EAI).
  • Implementierung eines Lieferantenwechselprozesses (LWP) mit SAP XI 3.0.
  • Empirischer Nachweis der Effizienzsteigerung durch Nutzwertanalyse.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Anatomie eines Service

Ein Service ist nicht etwas grundsätzlich Neues in Bezug auf die Art und Weise wie Software zur Lösung von betrieblichen Aufgaben konzipiert wird, sondern baut auf schon bewährten Konzepten der Informatik auf. Insofern kann der Service zunächst als eine Fortentwicklung dessen betrachtet werden. Die Konzepte im Einzelnen sind:

1. Objektorientierte Analyse und Design: Objekte sind nach (JACOBSEN 1994) dadurch gekennzeichnet, dass sie einerseits aus einer Menge von Operationen bestehen und andererseits aus einem Zustand, der die Effekte der Ausführung der Operationen speichert. In der Objektorientierten Analyse stammen diese Objekte aus der Fachdomäne (engl.: problem domain), und werden zur Designzeit in logische Softwareobjekte transformiert. Im Anschluss werden diese Objekte in einer objektorientierten Programmiersprache implementiert. In objektorientierten Programmen bilden Objekte die Einheiten der Datenkapselung.

2. Komponentenbasiertes Design: das komponentenbasierte Design leitet sich nach (RAUTENSTRAUCH et al. 2003, S. 276) aus dem Objekt - Paradigma ab und stellt insofern eine Weiterentwicklung von diesem dar. Eine Komponente ist ein wieder verwendbares, für sich selbst stehendes, abgeschlossenes Stück Software, das unabhängig von bestimmten Anwendungssystemen ist. Der Unterschied zu Objekten liegt sowohl in der Systemunabhängigkeit, in der unvorhersehbaren Einsetzbarkeit, in der unabhängigen Vermarktbarkeit als auch in der unterschiedlichen Granularität der gekapselten Funktionalität. Grob-körnigere Komponenten bieten wohl definierte Funktionalität, die sich aus einer kohäsiven Menge fein granularer Objekte zusammensetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Motivation und Zielsetzung: Einleitung in die Problematik der Prozessintegration in der Energiewirtschaft sowie Vorstellung des Ziels, diese durch einen SOA-basierten Ansatz zu verbessern.

2 Grundlagen: Definition und Erläuterung der Konzepte Anwendungsintegration, EAI sowie der grundlegenden Integrationsarten.

3 Serviceorientierter EAI - Integrationsansatz: Vorstellung der serviceorientierten Architektur (SOA), des Enterprise Service Bus (ESB) und Untersuchung des Produkts SAP Exchange Infrastructure (XI) 3.0.

4 Prozesse in der Energiewirtschaft: Analyse der Auswirkungen der Marktliberalisierung und des Unbundlings auf die Geschäftsprozesse von Energieversorgungsunternehmen (EVU).

5 Implementierung des Lieferantenwechselprozesses: Praktische Umsetzung des Lieferantenwechselprozesses auf Basis der EAI-Lösung SAP XI 3.0 innerhalb einer beispielhaften SAP-Systemlandschaft.

6 Bewertung der implementierten Lösung: Anwendung der Methode der Nutzwertanalyse zum Vergleich der Effizienz zwischen der ursprünglichen Prozessdurchführung und der neuen SOA-basierten Lösung.

7 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse und Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung von SOA-Lösungen in der Unternehmens-IT.

Schlüsselwörter

Serviceorientierte Architektur, SOA, SAP XI 3.0, Energiewirtschaft, Prozessintegration, EAI, Enterprise Service Bus, ESB, Unbundling, Lieferantenwechselprozess, Nutzwertanalyse, Workflowmanagement, Interoperabilität, Geschäftsprozesse, Datenintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration und Verbesserung geschäftsübergreifender Prozesse in der Energiewirtschaft unter Verwendung der Prozessintegrationslösung SAP XI 3.0 auf Basis einer serviceorientierten Architektur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der serviceorientierten Architektur (SOA), der Enterprise Application Integration (EAI), den speziellen Herausforderungen der liberalisierten Energiewirtschaft sowie der Implementierung und Bewertung eines konkreten Lieferantenwechselprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass durch den Einsatz einer SOA-basierten Integrationslösung (SAP XI 3.0) eine effizientere Durchführung von unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen gegenüber traditionellen Integrationsansätzen möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur empirischen Untersuchung und zum Nachweis der Effizienzsteigerung wird eine Nutzwertanalyse (NWA) angewandt, um die neue Lösung mit der bestehenden IT-gestützten Prozessdurchführung zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Integration und SOA, die Analyse der Energiewirtschaft, die detaillierte technische Implementierung des Lieferantenwechselprozesses in SAP XI 3.0 sowie die abschließende Bewertung mittels Nutzwertanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Serviceorientierte Architektur, SAP XI 3.0, EAI, Energiewirtschaft, Prozessintegration, Unbundling und Lieferantenwechselprozess.

Wie wird das Unbundling in der Arbeit bewertet?

Die Unbundling-Vorgaben werden als wesentlicher Treiber für die Komplexität und den Bedarf an flexiblen IT-Integrationslösungen in der Energiewirtschaft identifiziert, wobei insbesondere die Notwendigkeit der informatorischen Trennung von Netz und Vertrieb hervorgehoben wird.

Inwieweit konnte SAP XI 3.0 die Anforderungen erfüllen?

Die Arbeit stellt fest, dass SAP XI 3.0 wichtige Eigenschaften eines Enterprise Service Bus (ESB) besitzt und eine effektive Integration ermöglicht, weist jedoch auch auf Mängel bei der Transaktionsunterstützung und bei der Umsetzung bestimmter SOA-Standards hin.

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Details

Title
Integration und Verbesserung von geschäftsübergreifenden Prozessen
Subtitle
Fallstudie in der Energiewirtschaft auf Basis der Prozessintegrationslösung SAP XI 3.0
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Wirtschaftsinformatik)
Grade
1,0
Author
Oliver Budde (Author)
Publication Year
2005
Pages
218
Catalog Number
V69733
ISBN (eBook)
9783638607544
ISBN (Book)
9783640860166
Language
German
Tags
Integration Verbesserung Prozessen Fallstudie Energiewirtschaft Basis Prozessintegrationslösung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Budde (Author), 2005, Integration und Verbesserung von geschäftsübergreifenden Prozessen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69733
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