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Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals in IFRS Jahresabschlüssen

Title: Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals in IFRS Jahresabschlüssen

Diploma Thesis , 2006 , 73 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Timo Lösche (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS hat gravierende Auswirkungen auf die Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals. Schon die Definition von Eigenkapital ist eine andere als nach HGB. Das kann sich maßgeblich auf die Höhe des Eigenkapitals und damit auf die Kennzahlen zur Unternehmensbeurteilung auswirken. Im Rahmen der Bilanzanalyse stellt sich somit die Frage, ob die Kennzahlen nach IFRS jetzt anders interpretiert werden müssen.
Den Grundstein für die Analyse des Eigenkapitals legt die Darstellung der Bilanzierung. Dabei spielt die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital eine wesentliche Rolle. Nach dem derzeit gültigen IAS 32 führt jeder Zahlungsanspruch gegenüber dem Unternehmen außerhalb der Liquidation zur Entstehung einer Verbindlichkeit. Als Folge sind Gesellschaftereinlagen bei Personengesellschaften und Genossenschaften per se sowie Mezzanine-Kapital (z.B. Genussrechte) in Abhängigkeit von ihrer vertraglichen Gestaltung abweichend vom handelsrechtlichen Verständnis als Fremdkapital zu qualifizieren.
Im Mittelpunkt meiner Analyse steht die Frage der Neuinterpretation von auf Eigenkapital basierten Kennzahlen. Bevor diese berechnet werden, ist auszumachen, inwiefern durch Wahlrechte, Ermessensspielräume und Bilanzie-rungsvorschriften der IFRS Einfluss auf das Eigenkapital genommen wurde. Eine besondere Bedeutung hat dabei das bilanzanalytische Eigenkapital, welches im Rahmen der Bilanzanalyse als bereinigtes Eigenkapital in Kennzahlen einfließt.
Sollten sich die Auswirkungen der Eigenkapitalabgrenzung in Zukunft in den Kennzahlen niederschlagen, so müssen diese anders interpretiert werden. Allerdings wären Vergleiche zwischen verschiedenen Gesellschaften erheblich erschwert. Um dem Grundziel der Bilanzanalyse, Unternehmensvergleiche anzustellen, weiterhin folgen zu können, sollten solche Einflüsse durch die IFRS bereinigt werden, die an der Werthaltigkeit des Eigenkapitals Zweifel aufwerfen. Damit zum Beispiel die Eigenkapitalquote weiterhin eine treffende Vorstellung darüber vermittelt, wie solide ein Unternehmen finanziert ist, sind Einflüsse auf Zähler und Nenner der Kennzahlen gegebenenfalls bilanzanalytisch zu korrigieren. Nicht werthaltige Positionen werden dabei vom Eigenkapital subtrahiert, werthaltige, aber nicht berücksichtigte Positionen, diesem hinzugerechnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Bilanzierung des Eigenkapitals nach IFRS

1.1 Begriff des Eigenkapitals

1.2 Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32

1.2.1 Eigenkapital als Finanzinstrument

1.2.2 Problemstellung

1.2.3 Eigenkapital oder Fremdkapital

1.2.4 Behandlung von eigenkapitalähnlichen Finanzinstrumenten

1.2.5 Auswirkungen der Abgrenzungsregeln für deutsche Unternehmen

1.2.6 Beurteilung der Eigenkapitalabgrenzung

1.3 Darstellung des Eigenkapitals im Jahresabschluss

1.3.1 Eigenkapital in der Bilanz

1.3.2 Eigenkapitalveränderungsrechnung

2 Analyse des Eigenkapitals nach IFRS

2.1 Funktionen des Eigenkapitals

2.2 Kapitalstrukturanalyse

2.3 Kennzahlen des Eigenkapitals als Beurteilungsmaßstab

2.4. Einfluss immaterieller Vermögenswerte

2.5 Das bilanzanalytische Eigenkapital

2.5.1 Aktivierte Geschäftswerte

2.5.2 Passivischer Unterschiedsbetrag

2.5.3 Latente Steuern

2.5.4 Pensionsrückstellungen

2.5.5 Mezzanine-Kapital und Einlagen in Personengesellschaften

2.6 Faktische Wahlrechte mit Eigenkapitalwirkung

2.6.1 Aktivierung von Entwicklungskosten

2.6.2 Finanzinstrumente

2.6.3 Folgebewertung des Geschäfts- und Firmenwertes

2.6.4 Sonstige Eigenkapitalwirkungen

2.7 Analyse der Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.7.1 Neubewertung von Sachanlagen

2.7.2 Währungsumrechnung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gravierenden Auswirkungen der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit durch IAS 32 geänderte Abgrenzungsregeln sowie bestehende Bilanzierungswahlrechte die Höhe des Eigenkapitals und damit verbundene Kennzahlen beeinflussen und ob daraus eine Neuinterpretation dieser Kennzahlen im Rahmen der Bilanzanalyse notwendig ist.

  • Grundlagen der Eigenkapitalabgrenzung nach IAS 32
  • Darstellung und Analyse des bilanzanalytischen Eigenkapitals
  • Einfluss von immateriellen Vermögenswerten und Mezzanine-Kapital
  • Kritische Würdigung der Eigenkapitalrentabilität und Eigenkapitalquote
  • Bilanzanalytische Korrekturmaßnahmen zur Sicherung der Unternehmensvergleichbarkeit

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Problemstellung

Aufgabe der IFRS ist es, die Qualität der Finanzberichterstattung zu erhöhen. Durch sie soll eine höhere Transparenz und eine bessere internationale Vergleichbarkeit der Rechnungslegungsvorschriften erreicht werden. Im Vergleich zur HGB-Rechnungslegung sollen Jahresabschlussadressaten einen deutlich besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erhalten. Durch die Novellierung von IAS 32 (also die Veränderung von IAS 32 bzw. der Übergang von IAS 32 (rev. 1998) auf IAS 32 (rev. 2003)) wird dieses Ziel jedoch teilweise nicht mehr verfolgt. Hierdurch kommt es zu einem Bilanzbild, welches für den Abschlussadressaten kaum noch nachvollziehbar ist, denn die geplanten Änderungen in der Eigenkapitalabgrenzung können schwerwiegende Auswirkungen auf die Höhe des Eigenkapitals mit sich führen.

Die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS lässt allgemein eine Erhöhung des Eigenkapitals erwarten. Durch Vorfälle wie z. B. der Aktivierung von Entwicklungskosten, einer geänderten Nutzungsdauer und Abschreibungsmethode sowie Unterschiede in der Bilanzierung von Leasingverhältnissen und sonstigen Rückstellungen kann das Eigenkapital stark ansteigen. So erhöhte sich beispielsweise das Eigenkapital der Volkswagen AG beim Übergang von HGB auf IFRS im Jahr 2000 um stattliche 11 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Plus von 113%! Doch obwohl ein höherer Eigenkapitalausweis empirisch bestätigt wird, können vor allem die internationalen Grundsätze zur Eigenkapitalabgrenzung den Effekt im Einzelfall erheblich dämpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bilanzierung des Eigenkapitals nach IFRS: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Eigenkapitals und erläutert die komplexe Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital nach IAS 32 sowie die Darstellung im Jahresabschluss.

2 Analyse des Eigenkapitals nach IFRS: Hier werden die Funktionen des Eigenkapitals, verschiedene Analyse-Instrumente wie die Kapitalstrukturanalyse und Kennzahlen sowie der Einfluss spezifischer Bilanzierungswahlrechte auf die Aussagekraft des Eigenkapitals detailliert untersucht.

Schlüsselwörter

Eigenkapital, IFRS, IAS 32, Bilanzanalyse, Fremdkapital, Eigenkapitalquote, Eigenkapitalrentabilität, Mezzanine-Kapital, Bilanzierung, Finanzinstrumente, Unternehmensvergleich, Passivierung, Verbindlichkeiten, Bewertungswahlrechte, Eigenkapitalabgrenzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals durch den Wechsel von HGB auf IFRS verändert und welche Auswirkungen dies auf die Bewertung von Unternehmen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Eigenkapitalabgrenzung gemäß IAS 32, der Ermittlung des bilanzanalytischen Eigenkapitals sowie der kritischen Prüfung von Kennzahlen wie der Eigenkapitalquote und -rentabilität unter Berücksichtigung von Bilanzierungswahlrechten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob durch IFRS-Vorschriften beeinflusste Kennzahlen eine neue Interpretation erfordern und wie Bilanzanalytiker methodisch vorgehen sollten, um trotz Bilanzstrukturänderungen aussagekräftige Unternehmensvergleiche anzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, basierend auf einer fundierten Auswertung der IFRS-Standards (insbesondere IAS 32) sowie aktueller Fachliteratur und Bilanzanalyse-Methodiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital, der Analyse von Funktionen und Kennzahlen des Eigenkapitals sowie der Korrektur bilanzanalytischer Verzerrungen durch aktivierte Geschäftswerte, latente Steuern und Pensionsrückstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Eigenkapital, IFRS, IAS 32, Bilanzanalyse, Eigenkapitalabgrenzung und Kennzahlen zur Unternehmensbeurteilung.

Warum sind Personengesellschaften laut IFRS besonders betroffen?

Da das deutsche Recht Gesellschaftern ein unbedingtes Kündigungsrecht einräumt, müssen deren Einlagen nach IAS 32 häufig zwingend als Fremdkapital klassifiziert werden, was das ausgewiesene Eigenkapital signifikant reduziert.

Was bedeutet das "bilanzanalytische Eigenkapital"?

Es handelt sich um ein bereinigtes Eigenkapital, das der Analyst ermittelt, indem er nicht werthaltige Positionen (z. B. aktivierte Geschäftswerte) abzieht oder berücksichtigte, aber bisher nicht erfasste werthaltige Posten hinzufügt, um eine realistische Vergleichsbasis zu schaffen.

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Details

Title
Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals in IFRS Jahresabschlüssen
College
University of Paderborn
Grade
2,0
Author
Timo Lösche (Author)
Publication Year
2006
Pages
73
Catalog Number
V69744
ISBN (eBook)
9783638607568
Language
German
Tags
Bilanzierung Analyse Eigenkapitals IFRS Jahresabschlüssen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Lösche (Author), 2006, Bilanzierung und Analyse des Eigenkapitals in IFRS Jahresabschlüssen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69744
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