Der Kolonialismus und seine Folgen


Studienarbeit, 2007

14 Seiten, Note: noch keine


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Definitionen
1.1 Kolonialismus
1.2 Kolonie
1.3 Imperialismus
1.4 Kolonisation / Kolonialzeit

2. Kolonialformen
2.1 Sträflingskolonie
2.2 Herrschaftskolonie
2.3 Stützpunktkolonie
2.4 Siedlungskolonie

3. Elemente des Kolonialismus
3.1 Tributzahlungen
3.2 Räumliche Segregation
3.3 Paternalismus / Zivilisierungsbemühungen
3.4 Gewalt / Ausbeutung
3.5 Kultureller Austausch
3.5.1 Die Goldene Horde

4. Entwicklungen der Kolonialzeit
4.1 Kolonialisierung Amerikas
4.2 Industrielle Revolution
4.3 Zeitalter der Aufklärung

5. Migration

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Definitionen

1.1 Kolonialismus

Der Ausdruck Kolonialismus stammt vom lateinischen „colonia“, was Länderei, Niederlassung oder Ansiedlung bedeuten kann. Ebenso bezieht sich der Ursprung des Begriffs auf das lateinische Wort „colere“ das als bebauen oder bewohnen übersetzt wird.[1]

Der Kolonialismus sei eine "Herrschaftsbeziehung zwischen Kollektiven, bei welcher die fundamentalen Entscheidungen über die Lebensführung der Kolonisierten durch eine kulturell andersartige und kaum anpassungswillige Minderheit von Kolonialherren unter vorrangiger Berücksichtigung externer Interessen getroffen und tatsächlich durchgesetzt werden. […]

Mit einfacheren Worten: „Auf die Unterwerfung und Ausbeutung von Kolonien gerichtete Politik.“[2]

1.2 Kolonie

Der Koloniebegriff kann sich in der naturwissenschaftlichen Begriffswelt auf verschiedenartige Verbände von Tieren oder Pflanzen beziehen.

Im Sinne dieser Arbeit betrachten wir diesen Begriff jedoch als ein auswärtiges, abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht.

Die Bildung von Kolonien ist ein wesentliches Instrument der Machtausdehnung imperialistischer Staaten.[3]

1.3 Imperialismus

Für die Zeit seit dem Ende des 19. Jh. wird der Kolonialismus als Imperialismus bezeichnet, wobei hierunter alle politische Anstrengungen subsumiert werden können, die ein Staat zur Schaffung und Erhaltung eines Imperiums unternimmt.“[4]

Darunter sind alle Aktivitäten zu verstehen, die dem Aufbau transkontinentaler Imperien als Ausdruck von Weltpolitik mit einem Einflussbereich, weit über die kolonialen Grenzen hinaus, dienen sollen.

1.4 Kolonisation / Kolonialzeit

Während die Kolonisation ein Phänomen ist, das sich in allen Epochen und Weltregionen wieder finden lässt wird mit dem Begriff der Kolonialzeit die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus von der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 bezeichnet.[5]

Merkmale des Kolonialismus

Die Geschichte der Kolonialisierung war kein einheitlicher Prozess.

Da verschiedene Kolonialmächte oft nebeneinander, zeitweise länderübergreifend existierten, herrschte wiederholt ein komplexes Konkurrenzgeflecht.

Jedoch nicht nur die Interessenswahrnehmung der expandierenden Nationen lässt eine Katalogisierung bzw. Gliederung der Kolonialgeschichte schwierig erscheinen, sondern auch wechselnde, interne Widerstände als auch Arrangements der Kolonialisierten.

Ebenso die vielfältigen Einflüsse auf Wirtschaft, Gesellschaft und die politische Landkarte erschwert eine geradlinige Auflistung der Geschehnisse.

Nichtsdestotrotz lassen sich einheitliche Formen der Kolonialisierung und Mittel, mit denen diese durchgesetzt worden sind, erkennen und an Beispielen von verschiedenen Staatsexpansionen verdeutlichen.

2. Kolonialformen

Zur Differenzierung der Kolonialformen sind folgende Bezeichnungen gebräuchlich:

2.1 Sträflingskolonie

Zur dauerhaften Verbannung von Sträflingen werden Gebiete, auch mit Hilfe militärischer Methoden, eingenommen. Exemplarisch dafür ist der Kontinent Australien, der dem britischen Empire ab dem 26. Januar 1788 als Sträflingskolonie diente.[6]

2.2 Herrschaftskolonie

Durch militärisches Handeln wird das betreffende Gebiet besetzt und wirtschaftlich ausgebeutet. Dabei wird ebenso die imperiale Macht der Besatzer strategisch geschützt und ausgebaut. Die Regierungsgewalt besitzt das Mutterland der Kolonialisten. Oft hatten die nativen Einwohner wenig oder gar keine Rechte. Die Präsenz von Siedlern des Mutterlandes ist nicht von Dauer.

Diese Form entspricht den meisten europäischen Kolonien, die zwischen dem 16. – und 18. Jh. gegründet worden sind.[7]

[...]


[1] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus#_ref-1, 19.02.2007

[2] Vgl. „Aktuelles Fremdwörter Lexikon“, ISBN 3-930882-68-X , Königswinter, Tandem Verlag,

[3] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonie, 19.02.2007

[4] Vgl. Prof. Dr. Osterhammel, J., ISBN 3-596-15351-4, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, „Kolonialismus-Geschichte, Formen, Folgen“, Frankfurt am Main, 1995

[5] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus#_ref-1, 19.02.2007

[6] Vgl. http://www.lsg.musin.de/Gesch/geschichte/aussie.htm, 19.02.2007

[7] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonie, 19.02.2007

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Der Kolonialismus und seine Folgen
Hochschule
Karlshochschule International University
Note
noch keine
Autor
Jahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V69766
ISBN (eBook)
9783638622462
ISBN (Buch)
9783638853538
Dateigröße
410 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Quellen dieser Arbeit stammen grösstenteils aus dem Internet (Anm. der Red.)
Schlagworte
Kolonialismus, Folgen
Arbeit zitieren
Michael Bosak (Autor), 2007, Der Kolonialismus und seine Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69766

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