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Die Contingent Valuation Method zur Bewertung von Umweltschäden: Theorie und Empirie

Title: Die Contingent Valuation Method zur Bewertung von Umweltschäden: Theorie und Empirie

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simon Pietschmann (Author)

Economy - Environment economics
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Umweltkatastrophen, wie z.B. der Chemie-Unfall vor der chinesischen Millionenstadt Harbin 2005 oder der Exxon Valdez Tankerunfall von 1989, verdeutlichen im besonderen Maße eine anhaltende Übernutzung bzw. Zerstörung von Umweltressourcen. Diese lässt sich vielfach auf eine Ursache zurückzuführen: Umweltgüter stellen zwar für viele Menschen einen Wert dar, aber keinen Preis. Damit fehlt auf der einen Seite ein effizienter Lenkungsmechanismus im Umgang mit zunehmend knapper werdenden natürlichen Ressourcen, andererseits ein Maßstab für die Bewertung von Umweltschäden z.B. vor Gericht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie der Wert der Umwelt bzw. materielle Schäden (Produktions-, Einkommens-und Vermögenseinbußen) und immaterielle Schäden (ästhetische Einbußen, abnehmendes Wohlbefinden) monetarisiert werden können. Im Folgenden soll mit der Contingent Valuation Method (CVM) ein Kurzüberblick über die gebräuchlichste und gleichzeitig auch flexibelste unter denjenigen Methoden gegeben werden, welche zur volkswirtschaftlichen Bewertung des Nutzens von Umweltgütern mit Öffentlichkeitscharakter eingesetzt werden. Im Fokus stehen dabei die historische Entwicklung, Aufbau und Struktur sowie Stärken und Schwächen der CVM. Zunächst sollen allerdings wesentliche wohlfahrtstheoretische Grundlagen skizziert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WOHLFAHRTSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN

3. CONTINGENT VALUATION METHOD

3.1. Idee und historische Entwicklung

3.2. Aufbau und Struktur

3.3. Stärken und Schwächen

4. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Contingent Valuation Method (CVM) als ein zentrales ökonomisches Instrument zur monetären Bewertung von Umweltschäden, für die kein direkter Markt existiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich materielle und immaterielle Umweltschäden theoretisch fundiert erfassen lassen und welche Herausforderungen in der praktischen Anwendung des Verfahrens bestehen.

  • Wohlfahrtstheoretische Grundlagen der monetären Umweltbewertung
  • Historische Entwicklung und politischer Kontext der CVM
  • Methodischer Aufbau und Strukturierung einer CVM-Studie
  • Diskussion von Verzerrungseffekten (Bias) und Validität
  • Stärken und Schwächen der Methode im Vergleich zu Alternativen

Auszug aus dem Buch

3.1. Idee und historische Entwicklung

Was versteht man unter der CVM?

„The contingent valuation method involves the use of sample surveys (questionnaires) to elict the willingness of respondents to pay for (generally) hypothetical projects or programs”.17

Ausgehend von dem Problem, dass für Umweltgüter mit Kollektivgutcharakter kein Markt existiert, auf dem sich Markthandlungen beobachten ließen, wird nun in einer Stichprobe von Haushalten ein hypothetischer Markt gebildet, auf welchem die Befragten Veränderungen der Umweltqualität kaufen bzw. verkaufen können. Aus diesem simulierten Marktverhalten lassen sich Nachfragefunktionen nach dem zu bewertenden Umweltgut ableiten. Weil die Höhe der Zahlungsbereitschaft der Interviewten von den Charakteristika des hypothetischen Marktes abhängt, wird dieses Verfahren im Englischen als „Contingent Valuation Method“ und in Deutschland als kontingente Bewertung bzw. kontingenter Bewertungsansatz bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Übernutzung von Umweltressourcen und führt die CVM als flexibles Instrument zur Monetarisierung von Umweltgütern ein.

2. WOHLFAHRTSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert den ökonomischen Gesamtwert (Total Economic Value) und die Herleitung von Schadensmaßen wie der Kompensierenden Variation (CV) und Äquivalenten Variation (EV).

3. CONTINGENT VALUATION METHOD: Der Hauptteil analysiert die historische Genese, den methodischen Aufbau sowie die spezifischen Vor- und Nachteile des Verfahrens.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Bedeutung der CVM für die umweltpolitische Entscheidungsfindung zusammen und betont den Bedarf an weiterer qualitativer Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Contingent Valuation Method, CVM, Umweltökonomie, Monetarisierung, Zahlungsbereitschaft, Willingness to Pay, Nichtgebrauchswerte, Wohlfahrtstheorie, hypothetischer Markt, Umweltschaden, Verzerrungseffekte, Embedding-Bias, Kosten-Nutzen-Analyse, Ressourcenbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Contingent Valuation Method (CVM) als wissenschaftliches Instrument, um den ökonomischen Wert von Umweltgütern zu bestimmen, für die kein regulärer Markt existiert.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert auf wohlfahrtstheoretische Grundlagen, die historische Entwicklung der CVM in den USA, den strukturellen Aufbau von Befragungsstudien sowie die kritische Auseinandersetzung mit methodischen Schwachstellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die CVM zu geben und aufzuzeigen, wie sie zur Bewertung von materiellen und immateriellen Umweltschäden eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär betrachtet?

Es handelt sich um die kontingente Bewertung (CVM), bei der durch hypothetische Marktsimulationen in Befragungen die Zahlungsbereitschaft für Umweltveränderungen ermittelt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Idee und Historie, den konkreten Aufbau und die Struktur einer CVM-Studie sowie die systematische Analyse von Stärken und Schwächen des Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind CVM, Zahlungsbereitschaft (WTP), ökonomischer Gesamtwert, Nichtgebrauchswerte und verschiedene Verzerrungseffekte wie der Strategische Bias oder der Embedding-Effekt.

Warum spielt die Unterscheidung von Gebrauchs- und Nichtgebrauchswerten eine so wichtige Rolle?

Weil viele Umweltschäden über den reinen Nutzungsaspekt hinausgehen; die CVM ist eine der wenigen Methoden, die auch immaterielle Existenz- oder Vermächtniswerte erfassen kann.

Wie unterscheidet sich die "Offene Frage" vom "Referendum"?

Bei der offenen Frage nennen Befragte einen eigenen Betrag, während beim Referendum ein fester Betrag zur Akzeptanz oder Ablehnung vorgegeben wird, um eine realitätsnähere Kaufsituation zu simulieren.

Inwieweit spielt die "Embedding-Debatte" für die Validität der Methode eine Rolle?

Sie thematisiert die Kritik, dass Befragte oft generelle ideologische Werte statt konkreter Schadenshöhen ausdrücken, was die Validität der Ergebnisse in Frage stellen kann.

Welchen Stellenwert nimmt die CVM derzeit in Deutschland ein?

Laut Arbeit führt die CVM in Deutschland ein Schattendasein, da Kosten-Nutzen-Analysen selten systematisch eingesetzt werden und die Monetarisierung von Umweltschäden bisher kaum in die Rechtsprechung integriert ist.

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Details

Title
Die Contingent Valuation Method zur Bewertung von Umweltschäden: Theorie und Empirie
College
University of Münster  (Institut für Ökonomische Bildung)
Course
Hauptseminar Umweltökonomik
Grade
1,7
Author
Simon Pietschmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V69804
ISBN (eBook)
9783638614061
Language
German
Tags
Contingent Valuation Method Bewertung Umweltschäden Theorie Empirie Hauptseminar Umweltökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Pietschmann (Author), 2006, Die Contingent Valuation Method zur Bewertung von Umweltschäden: Theorie und Empirie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69804
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