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Vergleich verhandlungs- und kostenbasierter Verrechnungspreise

Title: Vergleich verhandlungs- und kostenbasierter Verrechnungspreise

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sascha Kordel (Author)

Business economics - Controlling
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Eines der wichtigsten Instrumente der dezentralen Unternehmenssteuerung stellen Verrechnungspreise dar. Sie werden für Produkte oder Leistungen gebildet, die zwischen verschiedenen Teilbereichen eines Unternehmens ge-handelt werden.
In der vorliegenden Arbeit wird insbesondere Bezug auf die Untersuchung der Autoren Tim Baldenius, Stefan Reichelstein und Savita A. Sahay von 1999 genommen. Sie analysierten kostenbasierte und verhandelte Verrechnungspreismechanismen im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit. Dabei muss beachtet werden, dass jeder Mechanismus Effizienzverluste mit sich bringt. Diese resultieren z.B. aus dem Informationsvorsprung hinsichtlich der tatsächlich anfallenden Kosten, zeit- und kostenintensiver Verhandlungen oder Unterinvestitionsproblemen.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Modell

1.1 Verhandelte Verrechnungspreise

1.2 Kostenbasierte Verrechnungspreise

2. Vergleich der Verrechnungspreismechanismen

2.1 Investition der Verkaufsabteilung

2.2 Investition der Einkaufsabteilung

2.3 Investitionen in beiden Abteilungen

3. Erweiterungen

3.1. Asymmetrische Informationsverteilung

3.1.1 Investition der Verkaufsabteilung

3.1.2 Investition der Einkaufsabteilung

3.1.3 Zusammenfassung

3.2 Beschränkung bei kostenbasierten Verrechnungspreisen

3.3 Zweiteilige Verrechnungspreise

4. Resultat

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Leistungsfähigkeit von verhandlungs- und kostenbasierten Verrechnungspreis-Mechanismen als Instrumente der dezentralen Unternehmenssteuerung, insbesondere unter Berücksichtigung von Investitionsanreizen und möglichen Effizienzverlusten.

  • Analyse von Verrechnungspreissystemen (verhandelt vs. kostenbasiert)
  • Untersuchung von Investitionsanreizen in Abteilungen
  • Einfluss von Informationsverteilungen (symmetrisch vs. asymmetrisch)
  • Betrachtung von Handelsineffizienzen und Hold-up-Problemen
  • Evaluation von Lösungsansätzen wie zweiteiligen Verrechnungspreisen

Auszug aus dem Buch

1. Modell

Ein Unternehmen besteht aus zwei Abteilungen: Division 1 stellt ein Zwischenprodukt her und verkauft es an Division 2. Diese entwickelt das Produkt weiter und verkauft es schließlich an den Endkunden. Beide Bereiche können spezifische Investitionen I tätigen (z.B. effizientere Maschinen, die die variablen Kosten senken). Diese Investitionsentscheidungen müssen aber gefällt werden, noch bevor die tatsächlichen Kosten und Erlöse bekannt sind und führen zu Investitionskosten w_i(I_i) mit i=Division 1 oder 2. Beiden Abteilungen sind die Investitionsentscheidungen des jeweils anderen bekannt, es herrscht also eine symmetrische Informationsverteilung.

Division 2 bezieht von Bereich 1 für den Transferbetrag t die Menge q des Zwischenproduktes, wobei C(q, θ, I_1) = c(θ, I_1) * q die erwarteten Kosten für Division 1 darstellen. Division 2 verarbeitet diese Menge q zum Endprodukt und erlöst R(q, θ, I_2). θ beschreibt den Umweltzustand.

Der erwartete Bruttogewinn für das Unternehmen lautet demnach: M(q, θ, I) = R(q, θ, I_2) - C(q, θ, I_1)

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Verrechnungspreisen zur Unternehmenssteuerung und Darstellung der wissenschaftlichen Grundlage durch die Untersuchung von Baldenius, Reichelstein und Sahay.

1. Modell: Definition eines formalen Modells mit zwei Abteilungen, symmetrischer Information und zwei grundlegenden Verrechnungspreismechanismen.

2. Vergleich der Verrechnungspreismechanismen: Untersuchung der Leistungsfähigkeit der Mechanismen bei Investitionen in einer oder beiden Abteilungen hinsichtlich des Unternehmensgewinns.

3. Erweiterungen: Analyse komplexerer Szenarien, darunter asymmetrische Informationen, regulatorische Beschränkungen und der Einsatz zweiteiliger Verrechnungspreise.

4. Resultat: Zusammenfassende Bewertung der Mechanismen, bei der verhandelte Verrechnungspreise unter symmetrischer Information meist dominieren, jedoch bei asymmetrischen Informationen eine differenzierte Betrachtung erfordern.

Schlüsselwörter

Verrechnungspreise, Controlling-Instrumente, Dezentrale Unternehmenssteuerung, Investitionsanreize, Hold-up-Problem, Transferzahlung, Divisionen, Symmetrische Informationsverteilung, Asymmetrische Information, Verhandlungsbasierte Preise, Kostenbasierte Preise, Zweiteilige Verrechnungspreise, Handelsineffizienz, Monopoleffekt, Leistungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Effektivität von verhandlungs- und kostenbasierten Verrechnungspreisen als Steuerungsinstrumente in dezentralen Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf Investitionsanreizen, der Verteilung von Verhandlungsmacht und der Effizienz interner Handelsbeziehungen zwischen Abteilungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich, welcher Verrechnungspreismechanismus unter verschiedenen Bedingungen (z.B. Informationsstand, Investitionsfokus) zu einem höheren Unternehmenserfolg führt.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es wird ein theoretisches, mathematisches Modell verwendet, um den erwarteten Unternehmenserfolg in Abhängigkeit von Investitionsentscheidungen und Marktgegebenheiten zu analysieren.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung eines Basismodells, den Vergleich der Mechanismen bei unterschiedlichen Investitionsszenarien sowie die Diskussion von Erweiterungen wie Informationsasymmetrien.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Wichtige Begriffe sind Verrechnungspreise, Hold-up-Problem, Investitionsanreize, Informationsasymmetrie und die Leistungsfähigkeit von Steuerungssystemen.

Wie wirken sich asymmetrische Informationen auf die Preisgestaltung aus?

Bei asymmetrischen Informationen entstehen oft Handelsineffizienzen, was zu schwierigeren Trade-Offs bei der Wahl des optimalen Mechanismus führt.

Warum werden zweiteilige Verrechnungspreise diskutiert?

Sie dienen dazu, Preisaufschläge und daraus resultierende Handelsineffizienzen zu umgehen und so eine effizientere Steuerung der Divisionen zu ermöglichen.

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Details

Title
Vergleich verhandlungs- und kostenbasierter Verrechnungspreise
College
University of Bonn  (Volkswirtschaftslehre)
Course
Controllinginstrumente
Grade
2,3
Author
Sascha Kordel (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V69812
ISBN (eBook)
9783638614115
Language
German
Tags
Vergleich Verrechnungspreise Controllinginstrumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Kordel (Author), 2006, Vergleich verhandlungs- und kostenbasierter Verrechnungspreise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69812
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