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Die Kameratechnik in Wolfgang Petersens Kinofilm "Das Boot" (Directors Cut)

Title: Die Kameratechnik in Wolfgang Petersens Kinofilm "Das Boot" (Directors Cut)

Term Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Marco Hadem (Author)

Communications - Movies and Television
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1. Einleitung

Die Verfilmung von Lothar-Günther Buchheims Bestseller „Das Boot“ aus dem Jahre 1973 wurde nicht nur von Lesern wie Filmemachern lange erwartet. Zugleich spaltete die Premiere des Filmepos im Jahr 1981 die Kritiker auch in zwei Lager. Während sich die einen – zumeist deutschen Filmexperten – bei dem Werk von Regisseur und Drehbuchautor Wolfgang Petersen überwiegend enttäuscht zeigten und dem Antikriegs-Drama fehlende Kritik an den Verbrechen der Nationalsozialisten im Dritten Reich vorwarfen, wurde „Das Boot“ im Ausland, insbesondere in England und den USA, anerkennender wahrgenommen: Die Kinoversion wurde 1982 unter anderem für den Golden Globe als bester nicht englischsprachiger Film und 1983 für sechs Oscars (Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Ton, Tonschnitt) sowie von der Director′s Guild of America für den Regiepreis nominiert.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es, den Film „Das Boot – Director’s Cut“ im Hinblick auf die verwendete Kameratechnik zu analysieren. Die Kamera ist das Zentrum der filmischen Inszenierung und der filmischen Wahrnehmung. Nur was in ihrem Bildfenster erscheint, wird auch für den Zuschauer sichtbar: Mit welchen kameratechnischen Mitteln, Tricks und Techniken gelingt es Regisseur Wolfgang Petersen und Kameramann Jost Vacano, die klaustrophobische Stimmung innerhalb des U-Bootes U 96 eindrucksvoll und möglichst realitätsnah an die Zuschauer zu vermitteln? Grundlage für die Analyse sind - neben dem Film selbst – exemplarisch angefertigte Einstellungsprotokolle.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER FILM „DAS BOOT“

2.1. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

2.2. INHALT UND FORMALER AUFBAU

2.3. ALLGEMEINE DATEN ZUM FILM „DAS BOOT – DIRECTOR´S CUT“

2.4. REGISSEUR WOLFGANG PETERSEN

2.4.1. FILMOGRAPHIE

3. EINSTELLUNGSPROTOKOLLE DER AUSGEWÄHLTEN SZENEN

3.1.DEFINITION DER PROTOKOLLRUBRIKEN

3.2. ERLÄUTERUNG DER EINSTELLUNGSGRÖßEN

3.3. EINSTELLUNGSPROTOKOLL SZENE 1: „RUNDGANG DURCH DAS U-BOOT“

3.4. EINSTELLUNGSPROTOKOLL SZENE 2: „STURMSZENE“

3.5. EINSTELLUNGSPROTOKOLL SZENE 3: „LAUFSZENE“

4. ANALYSE DER PROTOKOLLIERTEN EINSTELLUNGEN

5.SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Hausarbeit ist die filmwissenschaftliche Analyse der speziellen Kameratechniken in Wolfgang Petersens „Das Boot – Director’s Cut“. Dabei wird untersucht, wie durch den Einsatz spezifischer kameratechnischer Mittel und Methoden die klaustrophobische Atmosphäre und die Realitätsnähe des U-Boot-Alltags im Film erzeugt werden.

  • Analyse der visuellen Inszenierung durch exemplarische Einstellungsprotokolle
  • Untersuchung der technologischen Innovationen (z. B. Handkamera-Tragesystem, kardanische Aufhängung)
  • Vergleich der unterschiedlichen Kamerakonzeptionen für Innen- und Außenaufnahmen
  • Bezugnahme auf die dramaturgische Gesamtkonzeption des Werks

Auszug aus dem Buch

4. Analyse der protokollierten Einstellungen

In der folgenden Analyse werden die Ergebnisse der zuvor protokollierten Einstellungen auf die dramaturgische Gesamtkonzeption des Films bezogen. Scheinbar spielerisch gelang es Jost Vacano und Wolfgang Petersen bereits Anfang der 1980er Jahre, die räumliche Enge und beklemmende Stimmung aus dem Inneren des Schiffes auf die Kinoleinwand und später auf den Fernsehschirm zu bannen. Ohne die heutzutage üblichen Computeranimationen transportierte das deutsche Filmteam „in bester Hollywoodmanier“ die lebensfeindliche Atmosphäre des U-Boot-Alltags in die zweidimensionale Weite der Kinosäle. Auch im Jahr 2004, also rund 25 Jahre nach dem Startschuss des Projektes, fesselt das „Epos“ seine Zuschauer wie am Tag der Premiere.

Dreh- und Angelpunkt dieses Phänomens ist die für die damalige Zeit revolutionäre Kameratechnik. Denn auch wenn die Computerisierung des Filmemachens (insbesondere in Deutschland, in Amerika war die Entwicklung schon weiter, wie beispielsweise George Lucas mit dem Film „Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung (A New Hope)“ aus dem Jahr 1977 eindrucksvoll belegt) noch einige Jahre auf sich warten lassen sollte, bedeutet dies nicht, dass die Filmemacher auf Griffe in die Trickkiste verzichteten. Um den Zuschauern möglichst realitätsnahe Bilder zu liefern, konzipierte Kameramann Jost Vacano eigens ein kompliziertes Tragesystem für seine kleine Handkamera, welches er sich bei den Dreharbeiten vor den Bauch schnallte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Entstehungsgeschichte des Director’s Cut und Definition des Analysefokus auf die Kameratechnik.

2. DER FILM „DAS BOOT“: Überblick über die historische Produktion, den formalen Aufbau des Films sowie eine Vorstellung von Regisseur Wolfgang Petersen.

3. EINSTELLUNGSPROTOKOLLE DER AUSGEWÄHLTEN SZENEN: Methodische Herleitung der Analyse durch Definition der Protokollrubriken sowie detaillierte Protokollierung von drei Schlüsselszenen.

4. ANALYSE DER PROTOKOLLIERTEN EINSTELLUNGEN: Wissenschaftliche Auswertung der Kameratechnik und deren Einfluss auf die filmische Dramaturgie und Zuschauerwirkung.

5. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Fazit zur Bedeutung der Kameratechnik für den Gesamterfolg des Films und Reflexion über die Möglichkeiten der Filmanalyse.

Schlüsselwörter

Das Boot, Wolfgang Petersen, Kameratechnik, Jost Vacano, Handkamera, Director's Cut, U-Boot, Filmanalyse, Einstellungsprotokoll, kinematografische Mittel, kardanische Aufhängung, dramaturgische Konzeption, Kriegsfilm, Bavaria Film, Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit untersucht die spezifischen kameratechnischen Mittel, die in Wolfgang Petersens „Das Boot – Director’s Cut“ eingesetzt wurden, um die klaustrophobische Stimmung und den Realismus innerhalb des U-Bootes für den Zuschauer erlebbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Produktionstechnik, den Einsatz von Spezialkonstruktionen wie Handkameras und kardanischen Aufhängungen sowie die Analyse der filmischen Bildsprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie durch kameratechnische Innovationen und gezielte Einstellungsentscheidungen die Atmosphäre der engen, bedrohlichen Umgebung des U-Boot-Alltags transportiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der exemplarischen Einstellungsanalyse, die auf detaillierten Einstellungsprotokollen basiert, um die visuelle Struktur der Szenen objektiv auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Protokollierung und anschließende Analyse von drei Szenen: den Rundgang durch das U-Boot, die Sturmszene und die Laufszene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kameratechnik, Handkamera, kardanische Aufhängung, Filmanalyse, Realismus und das spezifische Setting eines deutschen U-Bootes.

Warum wurde für die Sturmszene eine kardanische Aufhängung genutzt?

Die kardanische Aufhängung ermöglichte es, die komplexen und realistischen Bewegungen des U-Bootes bei schwerem Seegang in den Bavaria-Studios physisch zu imitieren, wodurch die Schauspieler und das Equipment authentisch auf die „stürmische“ Umgebung reagierten.

Welche Rolle spielt die Handkamera für die Wirkung des Films?

Die Handkamera ermöglichte es dem Team, mitten im Set zu agieren, auf überflüssige Schnitte zu verzichten und dem Zuschauer durch die subjektive Perspektive das Gefühl zu geben, aktiv Teil der beklemmenden Situation im U-Boot zu sein.

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Details

Title
Die Kameratechnik in Wolfgang Petersens Kinofilm "Das Boot" (Directors Cut)
College
University of Siegen
Course
Filmanalyse
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Marco Hadem (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V69913
ISBN (eBook)
9783638622042
ISBN (Book)
9783638673846
Language
German
Tags
Kameratechnik Wolfgang Petersens Kinofilm Boot Cut) Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Marco Hadem (Author), 2003, Die Kameratechnik in Wolfgang Petersens Kinofilm "Das Boot" (Directors Cut), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69913
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