Inhaltsanalytischer Vergleich der Darstellung von HDTV in Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen und populärtechnischen Zeitschriften


Diplomarbeit, 2007

145 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 High Definition Television
2.1 Abgrenzung zentraler Begriffe
2.2 Die Entwicklung des Fernsehens bis zu HDTV
2.3 Funktionsweise
2.4 Akteure der öffentlichen Kommunikation
2.4.1 HDTV im Geflecht von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
2.4.2 Presse
2.4.2.1 Die Presse zwischen (Werbe-)Wirtschaft und Verbraucher
2.4.2.2 Frühe Berichterstattung
2.4.2.3 Kommunikation über HDTV im Internet
2.4.3 Film- und Fernsehwirtschaft
2.4.3.1 Content Produzenten
2.4.3.2 Sender
2.4.4 Infrastruktur-Provider
2.4.5 Geräteindustrie
2.4.6 Konsumenten

3 Theorien der Entstehung und Verbreitung von Technik
3.1 Die Entstehung von Technik
3.1.1 Technik und Technologie
3.1.2 Innovation
3.1.3 Soziotechnisches System
3.2 Die Diffusion von Innovationen
3.2.1 Diffusion
3.2.2 Akzeptanz
3.2.3 Adoption
3.2.4 Durchsetzungskriterien

4 Grundlagen des Wissenstransfers
4.1 Wissen und Information
4.2 Transferwissenschaft
4.3 Technikkommunikation
4.4 Fachsprache in der Experten-Laien Kommunikation
4.5 Technikjournalismus

5 Grundlagen der Textanalyse
5.1 Die Inhaltsanalyse als empirische Methode
5.2 Vorgehensweise bei der Inhaltsanalyse
5.3 Qualitative versus quantitative Inhaltsanalyse
5.4 Qualität
5.5 Lesbarkeits- und Verständlichkeitsforschung
5.6 Visualisierungen

6 Inhaltsanalytische Untersuchung der Kommunikation über HDTV
6.1 Untersuchungsgegenstand
6.1.1 Klassifikation
6.1.2 Hörzu und TV Spielfilm
6.1.3 Focus und Spiegel
6.1.4 c't und Digital Tested
6.2 Untersuchungszeitraum
6.3 Untersuchungsziel und Eingangshypothesen
6.4 Untersuchungsdesign und Kategorienbildung

7 Auswertung und Ergebnisse

8 Fazit

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen

Abb. 1: Benötigte Fernsehnorm um adäquate vertikale Auflösung bei 2,7m Betrachtungsabstand zu liefern

Abb. 2: Soziotechnisches System nach Ropohl

Abb. 3: Adoptergruppen nach Rogers

Abb. 4: Die Kategorien und Dimensionen des DART-Ansatzes

Abb. 5: Die vier Formen der Wissenstransformation nach Nonaka / Takeuchi:

Tab. 1: Vergleich der Schichteneinteilung nach Hoffmann, Ischreyt und Kirpal

Abb. 6: Untersuchungsablauf der Inhaltsanalyse nach Früh

Tab. 2: Artikelhäufigkeit

Abb. 7: Artikelumfang (gesamt)

Tab. 3: Umfang pro Artikel in cm2

Abb. 8: Grafiken

Abb. 9: Verständlichkeit

Abb. 10: Erklärungen zu grundlegenden Begrifflichkeiten (relativ)

Abb. 11: Erklärungen zu grundlegenden Begrifflichkeiten (absolut)

Tab. 4: Themen der Artikel

Abb. 12: Fehler und Ungenauigkeiten (relativ)

Abb. 13: Anzahl positiver Ausdrücke (relativ)

Abb. 14: Tendenz der Berichterstattung

1 Einleitung

Technik ist in der heutigen Gesellschaft omnipräsent. Technische Themen haben ihren Platz in den Massenmedien, wie auch in der interpersonalen Kommunikation. HDTV (vgl. Kapitel 2), digitales Fernsehen mit einer zu PAL (vgl. Kapitel 2.1) mindestens doppelt so hohen Auflösung im 16:9 Seitenverhältnis, ist potentiell für jeden Fernsehgucker interessant. Aus kommunikations- und medien-wissenschaftlicher Sicht ist das Thema interessant, da es sich um eine medientechnische Innovation handelt, die sich in der frühen Phase ihrer Diffusion befindet. Die Entwicklung, die HDTV vollziehen wird, ist nicht einfach vorherzusehen, denn sie kann von verschiedenen Akteuren (vgl. Kapitel 2.4) beeinflusst werden. Wie in Kapitel 3.2.4 näher beschrieben wird, spielen bei der Diffusion neuer Technik die Medien vor allem im frühen Verbreitungsprozess eine wichtige Rolle. Des Weiteren hat HDTV eine weitreichende wirtschaftliche Bedeutung. Die direkt beteiligten Felder reichen von der Produktion über die Programmausstrahlung bis hin zu neuen Empfangsgeräten. Es tun sich neue wirtschaftliche Möglichkeiten, aber auch Probleme auf.

Ich wurde auf das Thema HDTV durch meine Tätigkeiten während eines Praktikums aufmerksam. Die Medienproduktion ist in technische Innovationen natürlich frühzeitig involviert und muss für den Übergang zu HDTV bereits lange vor der Massenadaption hochauflösende Inhalte produzieren, um zum Sendestart ausreichend Material vorrätig zu haben.[1]

Auch in der Werbung war das Thema präsent. In meinem persönlichen Umfeld jedoch war das Wort 'HDTV' im Herbst 2005 noch wenig bekannt. Ich fragte mich deshalb, über welche Kanäle Information über das Thema verbreitet wurde.

Eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zur Beratungskompetenz der Fernsehverkäufer in Sachen HDTV zeigte kein gutes Ergebnis. „Mehr als die Hälfte der von Verbraucher Aktuell getesteten Verkäufer informierte mangelhaft über das, was Kunden beim Einstieg in diese Technik beachten sollten.“[2] Dies schien also nicht der richtige Ort zu sein.

Im Bereich des 'Home Entertainment' und Computer schien das größte Interesse an der neuen Technologie zu liegen. Ich besuchte deshalb die CeBIT 2006[3] in Hannover und Informierte mich über den Stand der Technik und den Kenntnisstand der Besucher und des Standpersonals. Dort zeigte sich mir ein geteiltes Bild vom Wissensstand der technikinteressierten Besucher. Das Standpersonal hatte immer das Gefühl, dass sich die Besucher vorher über das Thema HDTV informiert hatten und über ein gewisses Grundwissen verfügten. Einheitlich war auch die positive Wirkungskraft des Industriesiegels 'HDready' und das Interesse an hochauflösenden Geräten und Inhalten. Den Wissensstand der Besucher bewerteten manche als gut, andere bewerteten ihn als oberflächlich und bei der ARD hatte man die Erfahrung gemacht, dass viele HDTV und Digitalfernsehen nicht differenzieren können. Letzteres zeigen auch Untersuchungen der Leichtman Research Group[4] und Forrester Research[5], wonach 17 % der befragten HD-Fernsehgeräte-Besitzer bzw. 4 Mio. Haushalte in den USA fälschlicherweise glauben, hochauflösend fern zu sehen, jedoch keine HDTV Signale empfangen konnten. Dass HDTV Geräte sehr gefragt sind, obwohl die Käufer oft nicht wissen was genau die Geräte leisten, zeigt eine aktuelle Umfrage vom Monitorhersteller 'ViewSonic' unter der britischen Bevölkerung, wonach HD-Fernseher zwar mit 64 % den höchsten Attraktivitätswert aller Elektronikartikel erreichten, 50,2 % der Nicht-HDTV-Besitzer unter den 2.384 Befragten aber nur eine vage Vorstellung des Funktionsumfangs der Geräte hatten. Unter den Besitzern von HDTV-fähigen Geräten hatten 37,4 % nur vages Wissen über ihre gekauften Geräte.[6] Es herrscht offensichtlich Informationsbedarf.

Dennoch sind diese Zahlen angesichts der gerade erst beginnenden Übertragung von HDTV Signalen in Europa und dem noch spärlichen Angebot an Sendern und Sendungen alles andere als ein Zeichen von geringem Interesse an hochauflösendem Fernsehen. Das beweisen neben den rasant steigenden Umsatzzahlen der HDTV-Bildschirme die zahlreiche Internetquellen, Fach- und auch Publikumszeitschriften, die sich mit dem Thema HDTV auseinandersetzten. Unter den Beiträgen stellte ich aber in verschiedenen Punkten Unterschiede fest - eine untersuchenswerte Beobachtung.

In dieser Diplomarbeit wird der Prozess der Technikkommunikation zwischen Experten und Laien (vgl. Kapitel 4) in Zeitschriften untersucht. Anders als in Zeitungen (Beschränkung durch Rubriken und Drucktechnik) und Fernsehbeiträgen (zeitliche Beschränkungen) kann in Zeitschriften ausführlich über neue Technik berichtet werden. Die untersuchten Zeitschriften richten sich an verschiedene Zielgruppen und haben unterschiedliche Kommunikationsziele. Die Zeitschriften in ihrer Vermittler- und Übersetzerrolle zwischen Experten und Laien (vgl. Kapitel 4.4), ihrer Informationsvermittlung und ihrer meinungsbildenden Funktion haben eine wichtige Aufgabe im Innovations- und Diffusionsprozess neuer Technik (vgl. Kapitel 3.2). Empirische Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen der Diffusion von Innovationen und der Art, in der Medien Sprache strategisch zu bestimmten Zeiten einsetzen.[7]

Das nachfolgende Kapitel befasst sich mit den Grundlagen des Kommunikationsgegenstandes der Zeitschriften: HDTV. Neben technischen Grundlagen und Fachbegriffen wird die historische Entwicklung der Technologie bis zum Ende des Untersuchungszeitraums thematisiert. Kapitel 3 bis 5 behandeln theoretische Grundlagen der Technikgenese und -diffusion, des Wissenstransfers sowie der Textanalyse. Sie bilden das theoretische Fundament der Diplomarbeit. Vorherrschende Konzepte werden zusammengefasst und kritisch beleuchtet. In Kapitel 6 wird schließlich in einer quantitativen und zum Teil auch qualitativen Inhaltsanalyse von sechs Zeitschriften untersucht, ob Unterschiede in der Berichterstattung über HDTV in Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen und populärtechnischen Zeitschriften festzustellen sind. Die Ergebnisse dieser Analyse werden in Kapitel 7 dargelegt, erläutert und im Hinblick auf die in Kapitel 6.3 aufgestellten Hypothesen bewertet.

2 High Definition Television

2.1 Abgrenzung zentraler Begriffe

HDTV ist die Abkürzung für 'High-Definition Television' und bezeichnet ein Bewegtbildformat. Es gibt keinen weltweit einheitlichen Definition von HDTV. Trotz einer Bandbreite von verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Zeilenzahlen und Bildwiederholraten gibt es aber einige durchgängig gültige Parameter: HDTV arbeitet mit dem 16:9-Seitenverhältnis, einer Zeilenzahl, die gegenüber NTSC deutlich erhöht ist, sowie einer Bildrate von mindestens 24 Bildern pro Sekunde. Erste Definitionen, wie z.B. in der SMPTE[8] Norm 274M, gingen von rund 1000 Zeilen aus. Die ersten kommerziellen analogen HDTV Aufzeichnungen und Sendungen[9] wurden mit dem japanischen Hi-Vision[10] mit seinen 1125 Zeilen (brutto) und später auch dem europäischen HD-MAC mit 1250 Zeilen (brutto) realisiert. Der technische Aufwand für diese hohen Auflösungen war damals allerdings kaum bezahlbar und das heutige digitale HDTV beginnt deshalb bereits bei 720 Zeilen bei progressiver[11] Darstellung und 50 bzw. 60 Hz Bildwiederholrate. Die Auflösung von 720p50[12] (bzw. 720p60) wird beispielsweise in den DVB ('Digital Video Broadcast') und ATSC[13] Sendenormen und der SMPTE Norm 296M als HDTV verstanden. Die EBU ('European Broadcast Union') hat explizit auch eine Bildrate von 50 B/s spezifiziert und nennt vier europäische Formate: 720p50, 1080i50, 1080p25 und 1080p25[14].

Der Übergang zur nicht genau spezifizierten Bezeichnung Enhanced Definition Television (EDTV) ist unscharf. Sie deckt den Bereich zwischen dem Standard Definition Fernsehen (SDTV) mit seinen 480 (NTSC) oder 576 (PAL) Zeilen[15] im Interlaced-Modus[16] und HDTV ab. Als EDTV wird manchmal bereits das analoge PALplus Format mit seinen 576 Zeilen und 16:9 Seitenverhältnis im Zeilensprungverfahren oder das progressive PALoptimal[17] mit seinen lediglich 540 Zeilen bei 16:9 Seitenverhältnis, aber der Fähigkeit HDTV Sendungen von doppelter Auflösung herunterrechnen zu können, bezeichnet. Auf der anderen Seite des Spektrums wird 720p60 manchmal noch zu EDTV gezählt. Wegen dieser unklaren Abgrenzung tauchen in letzter Zeit vermehrt Bezeichnungen wie 'Full-HD' oder 'True-HD' auf, die eine vertikale Auflösung von 1080 Zeilen bei progressiver Darstellung bezeichnen.

Bei den Bildformaten wie beispielsweise 720p50 bezieht sich die erste Zahl auf die vertikale Auflösung, also die Zeilen. Da das Verhältnis von Bildbreite zu Bildhöhe bei HDTV immer 16:9 (bzw. 1,77:1) beträgt, ergibt sich daraus eine horizontale Auflösung von 1280 Pixeln bei 720 Zeilen und 1920 Pixeln bei 1080 Zeilen. Dieses Format ist ein Drittel breiter als das TV-Standardseitenverhältnis 4:3 (entspricht 1,33:1) und soll ein besseres Seherlebnis bieten, da es den Betrachter durch die Abdeckung eines über das zentrale Gesichtsfeld hinausgehenden Bildbereichs[18] besser in das Geschehen einbezieht.

Auf die Darstellung im Interlaced- oder Progressive-Verfahren bezieht sich das 'i' oder 'p' der Bildformatbezeichungen wie 720p. HDTV kann entweder als Progressive- oder Interlaced-Bild vorliegen. Interlacing (Zeilensprungverfahren) beschreibt eine Methode zur Anordnung der Zeilen eines Bildes als zwei (oder mehr) Halbbilder. Ein Halbbild trägt also nur Informationen jeder zweiten Zeile des gescannten Bildes. Die meisten TV-Sender verwenden 2:1-Interlacing, d.h. Halbbilder der ungeraden Zeilen (1, 3, 5 usw.), auf die ein Halbbild der geraden Zeilen (2, 4, 6 usw.) folgt. Auf diese Weise wird die vertikale Wiederholrate verdoppelt, da es doppelt so viele Interlaced-Halbbilder gibt, wie es ganze Bilder geben würde. Dies führt zu einer besseren Darstellung von Bewegungen und geringerem Flimmern, ohne dass die Anzahl ganzer Bilder oder die erforderliche Signalbandbreite zunimmt. Durch die Trägheit des Auges werden die Halbbilder als ein Bild wahrgenommen.

Bei Progessive Sendungen werden dagegen Vollbilder übertragen. Der Nachteil progressiver Scans ist die langsame vertikale Bildwiederholrate. Daher würde es bei den niedrigeren Raten (24, 25 und 30 Hz), die bei HDTV auch mit den größeren Formaten (1080 Zeilen) verwendet werden können, zu einem beträchtlichen Flimmern auf den Anzeigegeräten kommen, wenn es kein Verfahren gäbe, das jedes Bild zweimal anzeigt (ähnlich dem Doppelverschluss von Filmprojektoren). Schnelle Bewegungen oder Kameraschwenks sind bei der progressiven Aufnahme ein Problembereich, da die Bewegungen bei niedriger Wiederholrate ruckartig wirken. Das Interlaced-Scan-Verfahren hat hier Vorteile. Allerdings erfordern Interlaced-Signale auf einem progressiv arbeitenden Display, wie es die meisten HDTV Displays sind, ein rechenaufwändiges Deinterlacing, bei dem aus den beiden Halbbildern ein Vollbild erzeugt wird. Dadurch kann es zu typischen 'kammartigen' Strukturen an bewegten Kanten kommen.

Die letzte Zahl einer Formatangabe wie 720p50 bezieht sich auf die Bild- Wiederholfrequenz. Im obigen Beispiel werden also 50 Vollbilder pro Sekunde dargestellt.

Abgesehen vom Darstellungsformat unterscheidet sich HDTV vom SDTV durch eine leicht andere Farbmetrik, bei der sich ein weltweit einheitlicher Standard
(ITU-R BT.1361) etabliert hat. Im HD-System gibt es kein PAL und kein NTSC. Ebenso wenig gibt es die beiden beim digitalen SDTV. PAL ('Phase Alternating Line') ist ein analoges System für die Farbkodierung, welches die Probleme des älteren NTSC ('National Television Standards Committee') Systems bei der Farbtreue löst. Dazu wird die Farbe jeder zweiten Bildzeile zur vorhergehenden um 180° phasenverschoben übertragen, was es auf der Empfängerseite ermöglicht, durch Verrechnung der beiden Zeilen, einen auftretenden Farbtonfehler zu erkennen. Dieser kann dann in einen Farbsättigungsfehler umgewandelt werden, der für das menschliche Auge wesentlich schwerer wahrzunehmen ist. Die Farbkodierungs-systeme dienen dazu, die drei RGB (Rot, Grün, Blau) Signale auf ein einziges zu übertragendes Signal zu reduzieren, um Bandbreite zu sparen. NTSC und PAL sind zum Schwarzweiß-Fernsehen abwärtskompatibel. Das heißt, das gesendete Farb-signal kann auf einem Schwarzweiß-Fernsehgerät empfangen und unbunt dargestellt werden. Eine äquivalente Abwärtskompatibilität ist bei HDTV nicht gegeben.

DVB ('Digital Video Broadcasting') ist eine ursprünglich europäische Initiative zur Entwicklung und Standardisierung von digitalen Fernsehübertragungen. 1993 gegründet, ist DVB mittlerweile eine weltweite Projektorganisation mit über 250 Mitgliedern aus allen fünf Kontinenten. Sitz der Organisation ist Genf. Die Standards der DVB-Familie sind heute die weltweit am meisten verbreiteten Normen für das digitale Fernsehen. Für die unterschiedlichen Übertragungswege gibt es speziell angepasste Normen: Das DVB-C (DVB-Cable) System ist für die Verbreitung im Kabelnetz optimiert. DVB-T (DVB-Terrestrial) ist die terrestrische Variante der DVB Standardfamilie. DVB-T ist besonders für den portablen und auch den mobilen Empfang über Antenne geeignet. DVB-S (DVB-Satellite) ist der DVB-Standard für die digitale Satellitenübertragung. Es ist für unterschiedliche Transponder-Bandbreiten und -leistungen konfigurierbar. DVB-S2 soll weniger das bislang verwendete DVB ablösen, als vielmehr für neue Übertragungsvarianten wie IP-basierte Dienste oder HDTV-Übertragungen genutzt werden. DVB-S2 ist nicht auf MPEG-2 als Audio/Video-Codec beschränkt, sondern ist so gestaltet, dass eine Vielzahl verschiedener Techniken zur Kodierung (z.B. H.264) genutzt werden können. Zusätzlich wird ein Multiplexing der zweiten Generation verwendet, welches nochmals den Bandbreitenbedarf reduziert.

MPEG-2 und MPEG-4 sind von der Moving Picture Experts Group standardisierte Containerformate für die Audio- und Videokodierung. MPEG-2 wird beispielsweise auf DVDs[19] verwendet. Sie werden in sogenannte Parts mit unterschiedlichen Funktionen, wie unter anderem die Videocodierung, unterteilt. MPEG-4 Part 10 ist einer der möglichen Videocodecs in MPEG-4. H.264 und MPEG-4 Part 10 sind Codierverfahren für Video-Signale, die eine hohen Effizienz bei der Datenreduktion aufweisen. Es handelt sich um den bei beiden um den selben Standard, der von unterschiedlichen Organisation zertifiziert wurde und deshalb unterschiedliche Namen trägt. Die genauen Bezeichnungen lauten ITU-T[20] Rec. H.264 (kurz H.264) bzw. ISO/IEC 14496-10 (kurz MPEG-4 AVC oder MPEG-4 Part 10[21]).

VC-1 ist H.264 sehr ähnlich, historisch gesehen aber die von der SMPTE[22] nachträglich standardisierte (SMPTE 421M) Decodiereinheit und Bitstromsyntax von WM9. WM9 ist das Videokodierungsprodukt (zur Encodierung und Decodierung) von Microsoft - also eine von vielen möglichen VC-1 Implementierungen. H.264 und VC-1 spezifizieren nur die Decodierung und die Bitstrom-Syntax, um ein Höchstmaß an Zukunftssicherheit zu erreichen, und sind in der den DVB-S2, Blu-ray und HD DVD Spezifikationen integriert.[23]

Durch die im Vergleich zum bei der DVD genutzten MPEG-2 Kompressionsverfahren höhere Effektivität von VC-1 können Filme in der HDTV Auflösung von 720p mit akzeptabler Datenrate auch auf reguläre DVD Medien gespeichert werden. Diese sogenannten WMV-HD-DVD s können mit einem roten Laser gelesen, aber nur mit spezieller (bisher nur in Computern und sehr wenigen DVD Playern integrierter) Software decodiert werden.

Bei Blu-ray Disc und HD DVD handelt es sich um spezielle Speichermedien mit höherer Datendichte und Kapazität als herkömmliche DVDs. Bei b eiden optischen Speichermedien wird kurzwelliges blau-violettes Laserlicht verwendet , um die Daten lesen zu können. Sie können zur Datenkompression zusätzlich zu den bereits in der DVD-Spezifikation festgelegten Codecs auch H.264 oder VC-1 verwenden. Für die Blu-ray Disc ist, wie für die HD DVD, das 'Advanced Access Content System' (AACS) vorgesehen. Das 'Digital Rights Management' (DRM) System dient auch als Kopierschutz und verhindert im Zusammenspiel mit der 'High-bandwidth Digital Content Protection' (HDCP) das unberechtigte Betrachten geschützter HDTV Inhalte. HDCP ist ein Verschlüsselungssystem, das zur geschützten Übertragung von Audio- und Video-Daten dient. Es ist für die HDMI Schnittstelle vorgeschrieben und kann auch in der DVI Schnittstelle integriert werden. Das 'High Definition Multimedia Interface' (HDMI) verfügt über eine hohe Bandbreite und kann digitale Audio- und Video-Daten verlustlos über ein Kabel übertragen[24]. Zusätzlich können Steuersignale für die Kommunikation zwischen Geräten übertragen werden. HDMI ist zu DVI ('Digital Visual Interface') abwärtskompatibel. DVI überträgt allerdings nur Videodaten und kann keine YCbCr-kodierten Signale übertragen.

Bei SCART[25] handelt es sich um eine europäische Standard-Schnittstelle, mit der, wie bei HDMI, Audio und Video Daten über ein Kabel übertragen werden können. Allerdings können nur verschiedene analoge Signalformen übertragen werden.

Beim vom europäischen Verband der Geräteindustrie (EICTA[26]) entwickelten ' HDready' Logo ist mindestens ein digitaler Eingang mit HDCP Kopierschutz und zusätzlich ein analoger YPbPr Komponenten-Eingang vorgeschrieben. Bei YUV, YPbPr und YCbCr handelt es sich um Formen der Farbkodierung. YUV wird bei PAL Übertragungen (z.B. über Composite oder S-Video), YPbPr bei analogen Komponenten Signalen (z.B. an DVD Playern) und YCbCr bei der digitalen Übertragung (z.B. über DVB) verwendet. 'HDready' wurde als Siegel in Europa eingeführt, um Geräte zu kennzeichnen, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Der Kunde soll, ohne sich mit technischen Einzelheiten befassen zu müssen erkennen können, ob ein bestimmtes Gerät für HDTV geeignet ist. Dies sollte das Vertrauen der Kunden in die neue HDTV Technik stärken und als Resultat den Absatz steigern. Das Logo verleihen sich die Hersteller der Geräte selbst. Sie gehen mit der EICTA einen Lizenzvertrag ein, in dem sie versichern, dass das jeweilige Gerät den im Vertrag spezifizierten Anforderungen genügt, und können dann das Logo verwenden.

Weitere Anforderungen sind eine physikalische Auflösung von mindestens 720 Zeilen bei einem Seitenverhältnis von 16:9, und die Formate 720p und 1080i müssen in 50 und 60 Hz anzeigbar sein. HDTV Receiver tragen ein 'HDTV'-Logo. Die Mindestanforderungen entsprechen den von 'HDready'. Sie müssen neben DVB[27] Signalen in MPEG-2 auch MPEG-4 AVC decodieren können.

Das Logo ist unabhängig von der verwendeten Darstellungstechnologie und legt auch keine Qualitätsmaßstäbe fest. Die vier am weitesten verbreiteten Bildschirmtechnologien sind Plasma (PDP), 'Liquid Crystal' (LCD), Rückprojektion und der herkömmliche Kathodenstrahl (CRT). Bei 'Cathode Ray Tubes' sendet eine per Heizdraht erhitzte Kathode ständig eine Elektronenwolke aus. Die Elektronen werden von der Anode abgesaugt und in Richtung Bildschirm beschleunigt. Durch Fokussierung wird ein Strahl erzeugt, der über ein magnetisches Feld abgelenkt wird. Er trifft auf der Rückseite der Mattscheibe auf eine fluoreszierende Schicht, wodurch es zu einem Lichtblitz kommt. Je nach Elektronenmenge fällt dieser heller oder dunkler aus. Bei Farbbildröhren wird das Bild aus drei Elektronenkanonen erzeugt, bei der jeder Elektronenstrahl auf eine eigene, der Grundfarbe entsprechende, Leuchtschicht trifft. Der Elektronenstrahl wird so abgelenkt, dass er die Bildzeilen von links oben nach rechts unten aufbaut. Im Zeilensprungverfahren wird abwechselnd nur jede zweite Zeile geschrieben.

Heutige Rückprojektionsbildschirme sind meist DLP ('Digital Light Processing') Geräte. In ihnen lenken kleine kippbare Spiegel einen konstant einfallenden Lichtstrahl in Richtung des optischen Systems oder von diesem weg. Je häufiger ein Spiegel den Lichtstrahl in Richtung Optik lenkt, desto heller leuchtet der Bildpunkt. Die Farben werden mit einem sich drehenden Farbrad erzeugt.

In LC Displays leuchtet eine konstant helle Leuchtstofflampe ('Backlight'), deren Licht von Flüssigkristallen je nach anliegender Spannung mehr oder weniger stark abgeschirmt wird. Die LCD Pixel leuchten also nicht selbst. Die Spannungsregelung erfolgt über 'Thin Film Transistors' (TFT), die Farben werden über rote, grüne und blaue Folien erzeugt. Auf Grund von interner Reflexion gelingt es nie, gar kein Licht hindurch zu lassen. Daher haben LC Bildschirme keinen optimalen Schwarzwert.

Bei Plasma Displays dagegen leuchten die Pixel selbst. Zwischen zwei Glasplatten liegen mit Edelgas gefüllte Kammern. Die untere Glasschicht ist pro Kammer mit Phosphor der Grundfarben Rot, Grün oder Blau beschichtet. An Elektroden unter den Glasplatten wird eine Spannung angelegt, die einen Entladungsprozess im Edelgas hervorruft, der ultraviolettes Licht erzeugt. Dieses Licht regt wiederum die Phosphorschicht zum Leuchten an. Die Farbe eines Pixels wird durch die Kombination aus den Grundfarben der Kammern erzeugt. PDPs zeigen bei großen Bildschirmdiagonalen und durch ihren guten Schwarzwert ihre Vorteile. Die Entladung erzeugt jedoch ein Flimmern und die Leuchtkraft des Phosphors nimmt mit der Zeit ab. Vor- und Nachteile der verschiedenen Display-Arten sind stetigen Wandlungen unterworfen und haben sich in jüngster Zeit nahezu ausgeglichen.

Es gibt einige Begriffe, die oft fälschlicherweise mit HDTV gleichgesetzt werden. DTV ist die Abkürzung für 'Digital Television'. Dies ist ein allgemeiner Begriff, der SD und HD Auflösungen umschließt. Er beschreibt keine Auflösung, Kompression oder Seitenverhältnis, sondern digital gesendete Bildsignale. Mittels Digital-Analogwandlung, etwa in einem digitalen Satellitenreceiver, können die Signale auch auf analogen Bildschirmen betrachtet werden.

Digitalfernsehen (DTV) kann über verschiedene Kanäle übertragen werden. So zum Beispiel mittels elektromagnetischer Wellen über die Luft zum Empfang mit Antennen. Diese Form der digitalen terrestrischen Übertragung (DTT[28] oder DTTV für 'Digital Terrestrial Television') wird auch 'Digital Terrestrial Broadcast' (DTB) genannt. DVB-T ist in Abgrenzung dazu ein technischer Standard, über den eine solche Übertragung realisiert wird. Das in Großbritannien verbreitete ' Freeview ' bezeichnet eine Teilmenge der DTT. Unter 'Freeview' werden lediglich kostenlose Übertragungen zusammengefasst (kein PayTV). Der Begriff bezeichnet auch die zum Empfang nötigen Set-Top-Boxen. Digitalfernsehen ist also nicht gleich HDTV. HDTV wiederum ist immer auch DTV. HDTV kann technisch auch über DVB-T übertragen werden. In vielen Statistiken sind die Zahlen zu den verschiedenen Begriffen bunt gemischt oder schon im Fragebogen nicht ausreichend abgegrenzt.

2.2 Die Entwicklung des Fernsehens bis zu HDTV

„Die Voraussetzungen für den Einsatz der Fernsehtechnik in der Massenkommunikation sind nach zwei Jahrzehnten des Experimentierens und der Erprobung seit Beginn der 1930er Jahre gegeben; die grundlegenden physikalischen Entdeckungen und technologischen Konzepte datieren aus dem 19. Jahrhundert.“[29] Anlässlich der fünften Funkausstellung in Berlin wurde die erste Fernsehversuchssendung öffentlich demonstriert. Die Übertragung von Sport-Großereignissen war von jeher ein Motor für die technische Entwicklung des Fernsehens. Die Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936 markierten den Wendepunkt von der Reproduktion auf Zelluloid zur elektronischen Aufzeichnung. Es wurde dort auch die erste fahrbare Fernsehkamera eingesetzt. Auch die Bildtelefonie erlebte zur Olympiade in Berlin ihre Geburtsstunde[30], hat sich aber bis heute nicht durchgesetzt. Das erste Mal fiel das Wort 'High Definition Television' angeblich 1936. Es handelte sich natürlich nicht um HDTV im heutigen Sinne, sondern Schwarzweiß-Fernsehen mit 405 Zeilen-System von Marconi EMI, was verglichen mit anderen damaligen Versuchen mit 240 Zeilen und 180 Zeilen viel war.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Fernsehübertragung per Breitband-kabel (nach der Zerstörung des Berliner Senders) und hochauflösende Bildschirme mit über 1.000 Zeilen entwickelt. Die technische Machbarkeit von HDTV war schon damals bewiesen. Es sollte aber 40 Jahre dauern, bevor die ersten hochauflösenden Bilder die Zuschauer in ihren Wohnzimmern erreichten.

In den USA wurde eine 525-Zeilen-Norm verwendet, in den meisten europäischen Ländern wurde in der von der CCIR[31] standardisierten 'Gerber Norm' mit 625 Zeilen gesendet. In Großbritannien wurden bis 1985 405 Zeilen, in Frankreich von 1949 bis 1983 819 Zeilen[32] verwendet. Die experimentelle Weiterentwicklung zum Farbfernsehen begann 1941[33] in den U.S.A. und wurde 1953 mit der NTSC Norm fixiert. 1956 wurde die SECAM Norm vorgestellt, welche sich in Frankreich und den Ostblockstaaten durchsetzte. In Deutschland konnte man aus den Fehlern dieser Normen lernen und entwickelte die PAL Norm, die Farbverzerrungen verhindert. 1968 wurden in den U.S.A. erstmals Olympische Spiele in Farbe übertragen. Die Olympischen Spiele in München 1972 wurden erstmals weltweit über Satellit und in Farbe übertragen. 1971 wurden erste Ultraschall-Fernbedienungen vorgeführt und 1981 wurde der Stereoton beim Fernsehen eingeführt.

Anfang der 80er Jahre veränderte sich die in der Nachkriegszeit von den Alliierten gebildete Rundfunklandschaft der BRD grundlegend. Technische und Politische Faktoren führten zu einer Internationalisierung, Kommerzialisierung und Deregulierung. Ab 1984 wurden neben den öffentlich-rechtlichen Landessendern auch private Rundfunkanstalten zugelassen. Die Satellitentechnik machte es möglich, Fernsehen grenzüberschreitend über direktstrahlende Rundfunksatelliten zu verbreiten. Französische und luxemburgische Konsortien konnten sich dabei einen Vorsprung sichern, da die Inbetriebnahme deutscher Satelliten mehrmals missglückte und verschoben werden musste[34]. Daraufhin wurden in Deutschland mit großem Aufwand Kupferkoaxialkabel verlegt, über die heute etwa 50% der Fernsehhaushalte[35] mit Fernsehprogrammen versorgt werden. 1991 ging der erste deutsche PayTV Sender 'Premiere' auf Sendung.

Der erste Versuch, hochauflösendes Fernsehen im heutigen Sinne - also mit mindestens 720 Zeilen und im Breitbildformat - am Markt einzuführen wurde in den 80er Jahren gestartet. Führend waren dabei die größte japanische öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt NHK[36] und Sony. Seit 1964 forschte die NHK an HDTV. Man produzierte ab 1982 einzelne Sendungen in HD, darunter die Olympischen Spiele 1984 und 1988.

Man war bemüht, den entwickelten Standard, genannt 'Hi-Vision', als internationalen Standard durchzusetzen. Durch ein international einheitliches System stünde nicht nur ein riesiger Markt für Fernsehgeräte, sondern auch Elektronik-Artikel, Produktions- und Sendeausrüstung offen. Nach der öffentlichen Vorstellung 1984 konnte man ein Jahr später die US-Amerikanische Industriegruppe ATSC[37] von Hi-Vision überzeugen. Sowohl Japan als auch die U.S.A. reichten am 30. Mai 1985 die Hi-Vision Spezifikationen zur internationalen Standardisierung beim CCIR[38], einer Behörde der UN, ein. Durch die Opposition der EG Mitgliedsstaaten kam jedoch kein weltweit einheitlicher HDTV-Standard zustande. Der Vorschlag wurde auf der Vollversammlung des CCIR in Dubrovnik abgelehnt und eine erneute Entscheidung auf 1990 festgelegt. Lediglich die Einigung auf das Bildformat 16:9 konnte erreicht werden. Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Interessen der europäischen Fernsehhersteller Philips und Thomson. Neben wirtschaftspolitischen Gründen stellte die Abkehr von der 50Hz Frequenz ein technisches Problem dar. Die EG hatte im Rahmen des mit über einer Milliarde DM geförderten EUREKA-Projekts 'EU 95' die MAC[39] Übertragungsstandards entwickelt. Sie verbesserten die Signalqualität und sollten einen graduellen Weg zu HDTV über HD-MAC sichern, welches als Vorschlag für den weltweiten HDTV Standard bei der CCIR eingereicht wurde. Im Mai 1990 konnte sich die CCIR Vollversammlung wieder nicht auf einen einheitlichen HDTV-Standard als Normempfehlung einigen und es entstand eine Dreiteilung. In Japan beginnt man 1991 mit der Übertragung von Hi-Vision, 1997 geht man zum 24-Stunden-Regelbetrieb über. Es wurden zirka. eine Millionen Haushalte (2 %) erreicht, bevor der Übergang zum digitalen Hi-Vision begann. Die U.S.A. distanzierten sich in Folge der gescheiterten Standardisierungsversuche und der steigenden Wirtschaftsmacht und Technologieführerschaft japanischer Elektronikkonzerne von Hi-Vision und arbeiteten ebenfalls an eigenen Standards. In Europa wurde zunächst versucht, den D2-MAC Standard einzuführen. Die Produktion von hochwertigen Feature-Filmen in HDTV-Qualität wurde jahrelang durch die EU finanziell gefördert, um auf den Start von HD-MAC vorbereitet zu sein. Versuche der EU, die D2-MAC Norm für Satelliten zwangsweise einzuführen scheiterten allerdings und begünstigten die weitere Verbreitung von PAL Fernsehen z.B. über den von den EU Regelungen nicht betroffenen Medium-Power Satelliten ASTRA. Die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona wurden teilweise in HD-MAC übertragen und europaweit mit ungefähr 100 HD-MAC Empfangsgeräten an ausgewählten Standorten vorgeführt. Die Investitionskosten für Produktion und Sendung waren allerdings zu hoch und die Endgeräte zu teuer. Außerdem war der Übergang zur vollständig digitalen Übertragung bereits absehbar. Die Unterstützung der MAC-Norm war nur durch politischen Druck noch eine zeitlang aufrecht zu erhalten. Ein letzter Anlauf einer Analogtechnik zur Qualitätsverbesserung war Mitte der 90er Jahre PALplus. Da allerdings nur einige öffentlich-rechtliche Sender und Pro7 PALplus ausstrahlten und zudem die ersten PALplus-Geräte viel zu teuer waren, setzte sich auch diese Norm nicht durch. Mit der PALplus Norm ging auch das 16:9 Seitenverhältnis in Deutschland unter. Die verfügbare PAL-Technik lieferte auf den seinerzeit marktüblichen Bildschirmen mit maximal 68 cm Diagonale ausreichend gute und scharfe Bilder. Die Nachfrage nach großen, hochauflösenden Bildschirmen war, sicher auch wegen der hohen Preise, gering.

Während sich die digitale Revolution mit all ihren technischen und wirtschaftlichen Vorteilen bereits abzeichnete, setzte man damals bei Hi-Vision und HD-MAC auf eine analog-digitale Mischübertragung. In Europa arbeitet seit 1993 die DVB Gruppe, eine Vereinigung von Sendern, Herstellern, Verbänden und politischen Organisationen an der Normierung der digitalen Übertragung von Bild, Ton und Zusatzdiensten. Seit Ende der 90er Jahre werden die Verbreitungswege des Fernsehens für die digitale Übertragung via DVB aufgerüstet. Auch bei der Produktion setzten sich zunehmend digitale Aufzeichnungs- und Weiterverarbeitungswege durch. Die Fernsehindustrie befindet sich weltweit in allen Bereichen in einer Übergangsphase von analog zu digital: Produktion, Speicherung, Bearbeitung, Verbreitung, Empfang und Darstellung. Ab 1996 waren Fernsehsender auch digital zu empfangen[40] und mit der Einführung von LC und Plasma Displays reichte der digitale Verbreitungsweg dann bis zum Darstellungsgerät. Die Region Berlin war 2003 die erste, in der das analoge Antennenfernsehen abgeschaltet und durch DVB-T ersetzt wurde. Die Initiative Digitaler Rundfunk (IDR)[41] sieht die Abschaltung aller analogen terrestrischen Übertragungen bis 2010 vor.

Die FCC[42] begann im Juli 1991 mit den Tests von sechs verschiedenen möglichen HDTV-Systemen für die U.S.A., wovon vier rein digital waren. 1996 verabschiedete die FCC den 'ATSC Digital Television Standard' für DTT. Sendeanstalten konnten sich um das digitale Spektrum bewerben. Die Zuteilung war kostenlos, die Sender verpflichteten sich allerdings dazu, zu einem festgelegten Zeitpunkt[43] mit der Ausstrahlung von digitalen Signalen zu beginnen und schrittweise den Simulcast[44] auf 100 % zu erhöhen. Der endgültige Übergang von analog zu digital - also die Rückgabe des analogen Frequenzbandes an den Staat - war für den 31. Dezember 2006 vorgesehen. Die Bedingung, dass bis dahin 85% aller U.S.-Haushalte Fernsehen digital empfangen können, wurde jedoch nicht erreicht. Das Datum der Abschaltung der terrestrischen Analogtechnik der Full-Power-Sendestationen wurde daraufhin per Gesetz auf den 17. Februar 2009 festgelegt.

In Japan wird seit 1996 digitales Satellitenfernsehen angeboten. Am 1. Dezember 2000 erfolgte der Start von digitalem Hi-Vision Broadcasting via Satellit. Erste Experimente mit digitalen terrestrischen Signalen in der dem DVB-T ähnlichen ISDB-T Norm fanden 1998 statt. Anfang 2004[45] wurden die ersten drei von 30 Regionen mit DTT versorgt Bis Ende 2006 sollen 80% der japanischen Haushalte erreicht werden. Bis zum selben Zeitpunkt müssen alle 127 privaten und die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Programm auch digital terrestrisch verbreiten. Die Vergabe der DTT-Lizenzen ist an die Bedingungen geknüpft, dass mindestens zwei Drittel des Programms simultan analog und digital übertragen wird und die Hälfte der Sendezeit pro Woche hochaufgelöst gesendet wird. In einigen Gebieten wird bereits Hi-Vision über DTT gesendet[46]. Die Hi-Vision-Penetration soll via Kabel und Satellit 2005 etwa 10 % betragen haben[47]. Das Datum für die Abschaltung der analogen terrestrischen Sender wurde 2001 per Gesetz auf den 24. Juli 2011 festgelegt. Die analoge Übertragung per Satellit soll bereits 2007 beendet werden. Im Kabel ist eine graduelle Umstellung bis 2011 geplant.

Eckdaten im Verlauf der Einführung von HDTV am deutschen Markt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Internationale Funkausstellung 2005 (02. – 09. September) in Berlin bescherte HDTV ein großes Medienecho. Endlich sollte auch in Deutschland hochauflösendes Fernsehen Realität werden. Vergessen waren die fehlgeschlagenen Versuche der Qualitätsverbesserung mit MAC und PALplus. Pro7 und Sat1 sowie Premiere kündigten den Beginn der Ausstrahlung von HDTV-Kanälen im Regelbetrieb an. Bis dahin war HDTV nur ein Thema für Interessierte gewesen, die bereit waren relativ viel Geld für Technik auszugeben, die sich in Europa noch im Erprobungsstadium befand. Auf dem Markt waren HDTV-fähige DVB-S Empfänger, mit denen einige Testausstrahlungen und der Sender Euro1080[50] empfangen werden konnten. Die technischen Voraussetzungen für die Einführung von HDTV in Europa waren schon länger gegeben. Dies zeigten Länder wie die U.S.A. und Japan, aber auch Australien[51], Korea und China[52] mit der Etablierung von HDTV-Kanälen und der schrittweisen Erhöhung der darauf gesendeten originär hochauflösenden Sendungen. HDTV-Produktionen wurden in Europa jedoch nur vereinzelt in den Bereichen Film, Dokumentation und Sport erstellt. Begonnen wurde mit Produktionen für den internationalen Markt. Die NHK produziert bereits auch Nachrichtenformate in Hi-Vision, in den U.S.A. werden neben 'Primetime' Serien auch Shows wie z.B. die 'Late Show with David Letterman'[53] in HD produziert. „Am 21. Januar 2005 haben sich Rundfunkveranstalter, Empfangsgerätehersteller, Satelliten- und Kabelnetzbetreiber sowie europäische Planungsgruppen auf einen gemeinsamen Fahrplan zur Einführung hoch auflösenden Digitalfernsehens (High-definition Television, HDTV) verständigt. Die Vereinbarung enthält technische Spezifikationen der in Europa angewendeten Standards und ermöglicht den Marktakteuren so eine gewisse Planungssicherheit in Bezug auf Herstellung und Produktion. Die zu Grunde liegende Philosophie hebt noch einmal die Notwendigkeit einer übergreifenden Interoperabilität hervor. In technischer Hinsicht erwähnenswert ist die Entscheidung der Teilnehmer, den 720-Zeilen- und den 1080-Zeilen-Standard parallel einzuführen, um so schnellem technischen Wandel, etwa im Bereich der Set-Top-Boxen zuvor zu kommen.“[54] Als gemeinsame Zielvorstellungen hat sich die Arbeitsgruppe HDTV der Deutschen TV-Plattform[55] darauf verständigt, bereits zum Start von HDTV-Übertragungen die effizientesten Technologien zu verwenden. So solle etwa das MPEG 4 AVC / H.264-Format zur Datenreduktion und DVB-S2 zur Übertragung im Satellitenkanal oder DVB-C mit 256 QAM[56] im Kabelnetz verwendet werden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit adoptieren alle Sender diese Standards.

Die Anzeigen der Elektronikmärkte füllten sich zum Weihnachtsgeschäft mit günstigen 'HDready' Fernsehern. Dieses Industriesiegel steht bei den Kunden als Garant für zukunftssichere, HD-kompatible Geräte. Erste Geräte genügen aber nicht immer allen Anforderungen der 'HDready'-Spezifikation.[57] Nötig geworden war dieses Siegel, weil viele Hersteller für ihre Fernseher mit HDTV Kompatibilität warben, gewisse Ansprüche, die die Verbraucher an die neue Technologie hatten, mit diesen Geräten aber nicht erfüllt wurden. Man fürchtete um den Ruf von HDTV. Über die Qualität der Bilddarstellung sagt das 'HDready' Siegel allerdings nichts aus.

Auf der CeBIT 2006 (9. – 15. März) war HDTV dann bereits kein Zukunftstrend mehr[58] und mit der Fußball Weltmeisterschaft 2006 (9. Juni – 9. Juli) wollte man das Massenpublikum für die neue Technik begeistern. Sie galt als Meilen- und Prüfstein für die Verbreitung von HDTV in Deutschland. Nachdem der Start im November wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Satellitenreceivern[59] als verpatzt bezeichnet werden kann, besserte sich die Situation auf der Hardwareseite im Frühjahr 2006. Das Programmangebot war zwar nach wie vor spärlich, es gab nun aber Zuschauer, die es empfangen konnten. Mit der Qualität ihrer Geräte waren viele allerdings nicht zufrieden. Für eine 'Early Majority' schienen die Geräte noch nicht ausgereift genug. Aber 'Firmware Updates' behoben Probleme der Receiver und jede weitere Generationen von Displays verbessert beispielsweise das Deinterlacing und Upscaling, welches für starke Qualitätseinbußen bei der Darstellung von SDTV verantwortlich war. Zu einer Zeit, in der ausschließlich SDTV Programme zu empfangen sind, ein entscheidendes Kriterium beim Kauf von Bildschirmen.

HDTV befindet sich in Deutschland und Europa derzeit noch im Anfangsstadium der Verbreitung. Die nötige Technik ist zu adäquaten Preisen für Produzenten, Sender und Rezipienten verfügbar, Produktions- und Wohnzimmereinrichtungen werden langsam erneuert. Content wird hochauflösend produziert und die Menge wird weiter ansteigen. Für die 'Free-TV' Sender stellt sich jedoch das Problem der Finanzierung zusätzlicher Übertragungskanäle ohne zusätzliche Zuschauer. Es ist verständlich und natürlich, dass während der frühen Phase der Verbreitung das Programmangebot noch gering ist. Die Entwicklung in den U.S.A. und Japan zeigt allerdings, dass das Angebot stetig steigt. Durch den Anteil an Fremdproduktionen, vor allem Serien aus den U.S.A. und Spielfilmen, scheint die Versorgung mit hochauflösenden Programminhalten sicher.

Für die Durchsetzung von HDTV ist eine durchgehend digitale Infrastruktur wichtig und auch logisch, da sie viele Vorteile bringt - in den Studios ebenso wie auf den Übertragungswegen und beim Zuschauer. Diese Infrastruktur ist in Deutschland noch lange nicht vorhanden. Vor allem beim Kabel (mit 60 % der meistgenutzte Übertragungsweg) liegt der Anteil digitaler Empfänger 2005 bei nur rund 10 %.[60] Implizit wird davon ausgegangen, dass eine schrittweise Substitution weg vom analogen hin zum digitalen Medium stattfindet. Die HD-Technik muss sich auf vielen Märkten behaupten, bevor sie als durchgesetzt gilt (siehe Kapitel 2.4). Dies ist ein langer Weg und der Übergang wird länger dauern als so mancher glaubt. Das Angebot an Komplementärleistungen spielt bei der Durchsetzung eine große Rolle. Ist jedoch erstmal eine Grenze von Adoptionen überschritten ('Critical Mass'[61]), so verbreitet sich die Innovation rasant weiter und wird zum Vehikel verschiedenster wirtschaftlicher Einnahmequellen.

2.3 Funktionsweise

Im Folgenden wird nur noch von digitalem HDTV ausgegangen. Es ist zunächst in Aufnahme, Speicherung, Bearbeitung, Übertragung und Darstellung zu unterteilen. In jedem Bereich gibt es spezifische Normen, nach denen das hochauflösende Material verarbeitet wird. Es ist zu erwähnen, dass HDTV in keinem der Bereiche abwärtskompatibel ist.

Bei der Aufnahme wird häufig noch analoges Equipment eingesetzt. Die Auflösung und der Kontrastumfang sind den digitalen Pendants noch überlegen. Wird digital Produziert, so wird oft in einer höheren Auflösung, beispielsweise 2k (2048x1080), und mit größerer Farbtiefe gearbeitet. Bei der digitalen Aufnahme wandelt ein Sensor das eintreffende Licht in elektrische Ladung um.

Die Speicherung des aufgenommenen Materials in einer Vielzahl von Formaten erfolgen. Üblicherweise wird auf Magnetband aufgenommen, es gibt jedoch auch hier eine Vielzahl von Aufnahmemedien.

Bei der 'Post-Production' wird heutzutage in den allermeisten Fällen digital gearbeitet. Die Bearbeitung erfolgt oft in niedrigerer Auflösung und erst beim Ausspielen des Materials wird wieder das hochauflösende Ausgangsmaterial verwendet. Es wird versucht, die Qualität des Ausgangsmaterials möglichst nicht durch Farbraumänderungen, Kompression oder Formatwandlung zu beeinträchtigen.

Die heute übliche digitale Übertragung von Fernseh- und Videoprogrammen ist überhaupt erst durch die enormen Fortschritte in den 90er Jahren bei der Datenreduktion möglich geworden. Für Fernsehbilder erfolgt diese Datenreduktion in der Regel in mehreren Etappen. Die erste Stufe, die sogenannte 'Quellencodierung', ist eine verlustbehaftete Kompression, die mit einer zeitlichen, bewegungskompensierenden Prädiktion und einer örtlichen Transformations-codierung arbeitet. In der zweiten Stufe, die im Wesentlichen die Fehlerkorrektur, Multiplexbildung und die digitale Modulation enthält, unterscheiden sich die Verfahren. Zum einen, um die Übertragungsparameter an die spezifischen Eigenschaften des Übertragungsweges anzupassen (Satellit, Kabel oder terrestrisch - in Deutschland im DVB Standard), zum anderen, um landesspezifischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Auf der Empfangsseite, im Receiver oder in der Kabelkopfstation, müssen die umgekehrten Funktionen durchlaufen werden: Demodulation, Kanaldecodierung, Demultiplex und Decodierung. Ein leistungsfähiger Microprozessor steuert sämtliche Abläufe. Er erzeugt zusammen mit einem Grafik-Prozessor die Darstellung auf dem Bildschirm. Er steuert den Demultiplexer an und wählt das gewünschte Einzelprogramm aus.

Die Signalleitung zum HDTV-fähigen Bildschirm kann über verschiedene Systeme realisiert werden: Analog per YPbPr Komponenten-Kabel oder digital über YCbCr per DVI- oder Komponenten-Kabel oder über digitales RGB oder YCbCr per HDMI Kabel.

Hochauflösendes Fernsehen kann von verschiedenen Display-Technologien dargestellt werden. Sogar auf Kathodenstrahl Röhrenbildschirmen ist dies möglich. HDTV macht allerdings bei durchschnittlichem Abstand zum Fernseher nur mit großen Bildschirmdiagonalen Sinn. Auf Grund des sehr hohen Gewichtes der großen Glasröhren ist diese Möglichkeit unpraktikabel. Der Betrachtungsabstand in Abhängigkeit von der Bildschirmgröße ist für die Notwendigkeit von HDTV entscheidend. Verringert man bei konstanter Auflösung des Bildes den Abstand zum Fernsehgerät, oder vergrößert die Bildschirmdiagonale, so sind ab einem bestimmten Punkt die einzelnen Bildpunkte zu erkennen. Das Bild wirkt unscharf. Bereits zu Zeiten der Markteinführung der DVD mit dem Breitbildformat 16:9 wurde ein Verlangen nach größeren Bildschirmen erkannt, doch auf den damals erhältlichen Röhrenfernsehern sah das PAL Signal unbefriedigend aus. Denn der optimale Betrachtungsabstand für Darstellungen im PAL Standard beträgt etwa das fünffache der Bildschirmhöhe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Abstand zum Bildschirm in einer Wohnsituation nicht verändert wird und meist auch nicht verändert werden kann. Das Bedürfnis nach größeren Bildschirmdiagonalen ist ungebrochen. Als zu verändernde Variable bleibt die Auflösung. Ausgehend von einer Auflösungsfähigkeit des menschlichen Auges von 1/60º kann der Betrachtungsabstand bei einem HDTV Bild mit 1080 Zeilen etwa auf das Dreifache der Bildschirmhöhe verringert werden[62]. So tauchen jetzt große Fernseher im 16:9 Seitenverhältnis wieder auf - mit zwei neuen Verkaufsargumenten: flach und HDTV-fähig. Die Darstellung von PAL Bildern ist auf den neuen Displays nicht besser als auf den damaligen, zumal heute aufwändige Elektronik die Skalierung und das Deinterlacing eines komprimierten Digitalbildes übernehmen muss, und wird (auch in einigen der untersuchten Zeitschriftenartikel) noch immer bemängelt. Es handelt sich bei den Berechnungen zum Betrachtungsabstand allerdings um mathematisch-biologische Idealisierungen. Dass die Beurteilung der nötigen Auflösung eine sehr subjektive Angelegenheit ist, verdeutlichten die in der folgenden Abbildung dargestellten Ergebnisse einer empirischen Untersuchung der BBC[63] an Hand von verschiedenen statischen Bildern in progressiver Darstellungsweise.

Abb. 1: Benötigte Fernsehnorm um adäquate vertikale Auflösung bei 2,7m Betrachtungsabstand zu liefern[64]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei einer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll bewerten mehr als die Hälfte der Probanden die Auflösung von 720 Zeilen, die niedrigere der beiden gebräuchlichen HDTV Auflösungen, als adäquat. Für fast 40 % ist jedoch die PAL Auflösung noch ausreichend. Bei der Bewertung des Bildes spielen auch Faktoren wie das subjektive Sehempfinden des Betrachters, die Darstellungsart ('progressiv' oder 'interlaced'), der Bildinhalt (z.B. Action Szenen oder Landschaftsaufnahmen), Übertragungsparameter, Raumhelligkeit, Farbsättigung, Bildhelligkeit und ähnliches eine Rolle.

Für die Zukunft ist auch die HDTV-Übertragung per Internet denkbar. Allerdings ist allein für die Bildübertragung mindestens eine Bandbreite von 6 MBit nötig. Als Download könnten HDTV Inhalte jedoch über das Internet vertrieben werden.

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, HDTV sozusagen 'offline' zu nutzen. Dies kann mittels Blu-ray Disk, HD DVD, WMV-HD-DVD oder HDTV-fähigem Festplattenrecorder geschehen. Optimalerweise werden die Abspielgeräte digital mit dem HDTV Display verbunden und liefern hochaufgelöste Bilder mit hoher Datenrate.

Die analog mittels elektromagnetischer Wellen übertragenen Fernsehbilder zeigten Rauschen und sogenanntes 'Ghosting' (Bilddopplungen), da atmosphärische Störungen und Reflexionen die Übertragung störten und die D/A-Wandlung vom DVD Player zum Röhrenfernseher war durch Umrechnungen und Quantisierungen Verlustbehaftet. HDTV ist zwar nicht zwangsweise ein digitaler Standard, die frühere analoge Übertragung von HDTV Signalen hatte allerdings mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Digitalisierung kann deshalb als eine Komponente der Durchsetzung von HDTV angesehen werden.

2.4 Akteure der öffentlichen Kommunikation

2.4.1 HDTV im Geflecht von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Jede technische Neuerung erweist sich als kleine oder größere Veränderung menschlicher Lebenspraxis. Das System Politik versucht, mit seiner legislativen und exekutiven Macht regulierend darauf Einfluss zu nehmen. In der Interaktion mit der Gesellschaft werden Grad und Art dieser Intervention beeinflusst. Nicht zuletzt durch politische Interessen, die technische Projekte lenken, stehen Technik und Macht in engem Zusammenhang. Der dem Fernsehen zugeschriebene hohe Einfluss auf die Einstellungen und Handlungsmuster der Bevölkerung ruft den regulierenden Eingriff der Politik auf den Plan. Der Einfluss von Medienunternehmen wird durch staatliche Rahmenbedingungen begrenzt. HDTV bringt Veränderung in die Medienlandschaft. Es werden neue Sender gegründet, neue Kanäle eingerichtet, neue Formate entwickelt. Die Diversifikation verändert auch den Werbemarkt. Durch die Digitalisierung und Konvergenz der Fernsehtechnik mit der Computertechnik entstehen neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle, die das Machtgeflecht verschieben und für Diskursbedarf sorgen. Konkret ist beispielsweise die Frequenzvergabe beim Übergang von analoger zu digitaler Sendetechnik ein Thema. Der Staat reguliert die Nutzung der knappen Frequenzbänder und erhofft sich durch die Versteigerung der analogen Frequenzen - die nach der Abschaltung der analogen terrestrischen Übertragung zurückgegeben werden müssen - hohe Erlöse. In einigen Ländern ist der zeitliche Ablauf der Rückgabe gesetzlich geregelt worden. In Deutschland beschloss das Bundeskabinett am 17.12.1997 die Initiative 'Digitaler Rundfunk', die besagt, dass der terrestrische Rundfunk[65] bis zum Jahr 2010 uneingeschränkt digital übertragen werden soll.

Außerdem sind technische Innovationen immer auch an ihre Verwertbarkeit im System Wirtschaft gebunden. „Der Digitalisierungsprozess aber wird im Wesentlichen vom wirtschaftlichen Wettbewerb in den Märkten und damit von den Verbrauchern gesteuert.“[66] Die wirtschaftliche Komponente des Übergangs zu hochauflösendem Fernsehen ist nicht zu verkennen. Sender und Produzenten müssen kostspielige Investitionen in neues Produktions- und Sendeequipment tätigen und auf Verbraucherseite entsteht ein neuer Markt für Fernseher, Sat-Receiver, HD-Content und angrenzende Produkte wie Surround-Systeme und Festplattenrecorder. Der Markt für Flachbildschirme ist 2005 geradezu explosionsartig gewachsen. Samsung z.B. führt im aktuellen Frühjahrskatalog bereits keine Röhrenmonitore mehr auf. Der Umsatz von LCD- und Plasmabildschirmen übertraf 2005 in Deutschland den von Röhrenmonitoren. Der Anteil lag bei 63 % der insgesamt 3,5 Milliarden Euro Umsatz bei hundertsechziger (LCD) respektive zweihundert-prozentiger (PDP) Steigerung der Absatzzahlen[67].

Gerade anhand der Wechselbeziehungen zwischen den funktionalen Systemen wird deutlich, dass der Streit um Technik und Technikentwicklung immer einen Streit um Herrschaft und Macht darstellt. Die Öffentliche Diskussion erfüllt eine für die Demokratie essentielle Legitimationsfunktion, ohne die die Gesellschaft den wissenschaftlich-technischen Entwicklungen eines zunehmend selbstreferentiell werdenden soziotechnischen Systems ausgeliefert wäre. Die Funktion der Herstellung öffentlicher Auseinandersetzung mit einem Thema wird von vielen verschiedenen Organisationen erfüllt: Bürgerinitiativen, Lokalpolitik, Schulen, Verbände, etc. und natürlich den Medien.

2.4.2 Presse

2.4.2.1 Die Presse zwischen (Werbe-)Wirtschaft und Verbraucher

Öffentlichkeit ist heutzutage vor allem Medienöffentlichkeit. Journalismus kann als Subsystem von Öffentlichkeit gesehen werden[68], das den Austausch zwischen den einzelnen Systemen antreibt. Die journalistischen Produkte schaffen Orientierung, Erfahrbarkeit und Überschaubarkeit in der Gesellschaft. Das System Journalismus schafft dadurch Öffentlichkeit wie kein anderes Funktionssystem. Es stellt vor allem die Themen zur öffentlichen Kommunikation bereit, was für den Diffusionsprozess von Innovationen von Bedeutung ist. Presseerzeugnisse verbreiten Informationen über Technik. Mittlerweile hängen viele Kaufentscheidungen von Testergebnissen ab. Die Bedeutung der Markennamen im Kaufentscheidungsprozess geht zurück. Soll ein technisches Sachsystem sich auf dem Käufermarkt durchsetzen, so muss es ins Licht der Öffentlichkeit oder einer Teilöffentlichkeit (z.B. über Fachzeitschriften) gebracht werden. Die technikproduzierende Wirtschaft ist also abhängig von den Medien, bzw. den Funktionen, die diese erfüllen.

Massenmedien sind Institutionen, die wiederum eigenen Zwängen und Gesetzmäßigkeiten unterliegen, die sich auf Struktur und Inhalt der Kommunikation auswirken[69]. Ihr Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung ist nicht zu unterschätzen. Die Medien sind allerdings auch von der Wirtschaft abhängig. Wirtschaftsunternehmen liefern Themen (entweder zielgerichtet durch ihre PR Abteilungen oder durch ihre Tätigkeiten) und stellen gleichzeitig neben dem Rezipientenmarkt die zweite Einnahmequelle vieler Medienunternehmen dar: den Anzeigenmarkt. Die Publikationen sind nicht nur Informations- sondern auch Werbeträger. Die Medien agieren also nicht nur als Dienstleister für ihre Leser, sondern auch für ihre Werbekunden. Das Konfliktpotential wird noch deutlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass bei Testberichten die oben genannte Lieferung von Themen privilegierten Zugriff auf Hardware oder Insiderinformationen darstellen kann. Journalisten laufen Gefahr, als Popularisierer technischer Produkte missbraucht zu werden. Die Botschaften, vor allem der Geräteindustrie, werden von den Medien verbreitet, verstärkt und unterstützt. Wie kritisch sich Journalisten in dieser Rolle verhalten kann vielleicht auch durch diese Arbeit beleuchtet werden. Vor allem im Anfangsstadium der Entwicklung ist es sehr wichtig, die potentiellen Käufer bzw. potentiellen Rezipienten von HD-Inhalten über die ihnen neue Technik aufzuklären, ihnen eine Einschätzung der neuen Technik und deren Umfeld zu ermöglichen und für einen transparenten Markt zu sorgen, anstatt nur Werbebotschaften zu verbreiten.

„Angesichts der vielschichtigen Entwicklungen auf den Medienmärkten sehen sich Printmedien vielfältigen Herausforderungen gegenübergestellt. In diesem Zusammenhang müssen sich die Verlage sowohl in einem verschärften inter- als auch intramedialen Wettbewerb behaupten.“[70] Wirtschaftlicher Erfolg eines Medienunternehmens setzt eine hohe Sensibilität für Publikumsinteressen voraus und geht mit einer zunehmenden Kommerzialisierung der Inhalte einher. Der Inhalt muss nicht mehr nur journalistischen, sondern verstärkt auch wirtschaftlichen Kriterien genügen. Der sogenannte 'Market of Lemons', in dem die Qualität medialer Produkte nicht vor deren Erwerb bzw. Konsum ersichtlich ist, begünstigt diese Entwicklung. Der Ruf, den sich Unternehmen über die Zeit erarbeiten können und Qualitätsforderungen der Rezipienten steuern der Entwicklung gegen.

Es stellt sich die Frage, welche medialen Grundfunktionen von Zeitschriften abgedeckt werden. „Printmedien übernehmen mehr und mehr eher Funktionen der Information, wenn sie Beratung und Sachinformation zur Verfügung stellen. Das Fernsehen profiliert sich hingegen zunehmend als Unterhaltungsmedium.“[71]

Ob neben der Informationsfunktion auch die meinungsbildende Funktion der Presse im Zusammenhang mit Technik wahrgenommen wird, soll ein Aspekt der in Kapitel 6 folgenden Untersuchung sein. Dabei interessiert, ob die Einstellung gegenüber HDTV eher positiv oder negativ ist und ob es in der Tendenz Unterschiede zwischen den Zeitschriften gibt.

In Fachzeitschriften wird frühzeitig, intensiv und tiefgründig über neue Entwicklungen berichtet. In ihnen wird zudem über andere Medien berichtet und debattiert. In der zunehmenden Differenzierung der Presselandschaft bilden sich vermehrt zu neuen Techniken Spartenzeitschriften wie beispielsweise HD+TV[72], die sich ausschließlich mit dem Thema HDTV befasst, oder ComputerFoto[73], die sich dem Feld der digitalen Fotografie widmet. Neue Technologien können also auch die Basis neuer Lesermärkte sein.

2.4.2.2 Frühe Berichterstattung

Über neue Technik wird in den Medien bereits Jahre vor ihrer Marktreife berichtet. Auch über neue Theorien oder theoretische Ansätze wird des Öfteren berichtet. Schlagzeilen wie: „AIDS in 2 Jahren heilbar?“ eignen sich hervorragend, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erlangen und damit die Auflagen oder Reichweiten zu erhöhen. Neben der geradezu ins Fiktionale gezogenen Aktualität macht die „neusten der neusten“ Technologien und technischen Artefakte ihre Losgelöstheit von der Alltagswelt attraktiv für Journalisten und ihr Publikum. Eine Innovation auf einem bestimmten Wissenschaftsgebiet, ein noch nie öffentlich gezeigtes technisches System oder nur die Ankündigung einer Neuerung wecken Aufmerksamkeit, aber eventuell auch Bedürfnisse und Kaufverlangen. Ein Zweck dieser 'Vorfeld-Kommunikation' ist es, Einstellungen und Stimmungen zu erzeugen, um positive (oder negative - man denke z.B. an Greenpeace) Voraussetzungen für die Gestaltung und Aufnahme der folgenden Kommunikation und Adaption der Technik zu schaffen. Hierzu gehören unter anderem der Aufbau von Verstehenshorizonten und das Steuern von Rezipientenerwartungen.

Die frühe Berichterstattung über HDTV in Deutschland beschränkte sich größtenteils auf den Content-Produzenten-Markt und angrenzende Berufsfelder wie 'Post-Production' oder Sendeleitung. Allein dadurch versteht sich, dass die frühe Kommunikation sehr technikfundiert war. Neben der Kommunikation durch Fachzeitschriften für Kameramänner und die Film- und Broadcastindustrie wird in diesem Bereich und Stadium sehr viel über interpersonale Kommunikation erreicht. Das direkte Feedback der ersten Nutzer ist extrem wichtig für die Optimierung der Technik und der Arbeitsabläufe. Auf jeder Ebene der Produktion, Bearbeitung, Verwertung und Rezeption muss Aufklärungsarbeit geleistet werden, müssen Informationen vermittelt werden. Dort, wo Produktionsabläufe optimiert und eingefahren sind, muss auch gegen viele Vorurteile angegangen werden.

Bis also überhaupt die Möglichkeit besteht, dass hochauflösender Content den Kunden erreicht, müssen viele Schritte durchlaufen werden. Frühe Kommunikation spielt sich also ab, bevor der Kunde darüber nachdenkt, sich eventuell neue Technik anzuschaffen, um HDTV empfangen zu können. Es muss sich neue Technik auf vielen Ebenen durchsetzen. Verschiedene Akteure, die alle ein gemeinsames Ziel haben, interagieren zu diesem Zweck miteinander. Ihre Kommunikation spielt sich allerdings größtenteils hinter den Kulissen ab: in Briefings, Konferenzen, Fachzeitschriften oder Expertenberichten. Es handelt sich größtenteils um Fachkommunikation höherer Abstraktionsstufe zwischen Experten[74].

2.4.2.3 Kommunikation über HDTV im Internet

Deutschsprachige Onlinemagazine[75] für den professionellen Nutzer von HD- Technik bieten dieser kleinen Zielgruppe aktuelle, kostenlose und fundierte Informationen. Die ersten Artikel zur HD-Produktion stammen meist aus dem Jahre 2002, News-Meldungen sind bereits 2000 zu finden, als z.B. Avid sein neues Nonlineares Schnitt-System DS HD vorstellte[76].

Die frühe Kommunikation über HDTV spielte sich zu dieser Zeit unter interessierten Technikbegeisterten, die entweder in Beruf oder Freizeit eher früher als später mit der neuen Technik in Berührung kommen würden ab. Das Medium Internet wurde dazu rege genutzt. Es ist für die Kommunikation während dieser frühen Phase auf der Diffusionskurve ideal, da kostengünstig eine kleine Gruppe von Menschen angesprochen werden kann und diese Gruppe auch untereinander schnell, kostengünstig und effizient kommunizieren kann.

[...]


[1] Da bei der Spielfilmproduktion schon von jeher mit höheren Auflösungen gearbeitet wird, ist die Fernsehproduktion beim Umstieg auf HDTV stärker betroffen.

[2] Verbraucher Aktuell (2006), S. 1

[3] In diesem Jahr zum ersten Mal mit separater Home Entertainment Ausstellung.

[4] Leichtmann Research Group Inc. (2006)

[5] Nach: Wong, M. (2006)

[6] Jones, M. (2006)

[7] Vgl. Weber, I. / Evans, V. (2002)

[8] Society of Motion Picture and Television Engineers

[9] Mehr zur Geschichte des analogen HDTV siehe Kapitel 2.2.

[10] Hi-Vision wird Mittlerweile auch digital mit 1080 Zeilen ausgestrahlt.

[11] Siehe weiter unten.

[12] Für eine genaue Erklärung dieser Schreibweise siehe weiter unten.

[13] Advanced Television Systems Committee. Eine internationale Organisation von Hardware Herstellern, Sendern, Produzenten und Infrastruktur Betreibern, die vor allem in 60Hz-Ländern freiwillige Standards für digitales Fernsehen entwickelt.

[14] Vgl. European Broadcast Union (2004), S. 3

[15] Für eine Erklärung der Begriffe NTSC und PAL siehe weiter unten.

[16] Siehe weiter unten.

[17] Vom japanischen Unternehmen Sharp entwickelt und auf der CeBIT 2006 vorgestellt.

[18] Größerer Sehwinkel bei gleichem Abstand zum Bild.

[19] Da man sich bei der Benennung nicht einigen konnte, ob die Buchstaben DVD für Digital Versatile Disc oder Digital Video Disc stehen sollten, ist DVD heute keine Abkürzung sondern ein eigenständiger Begriff.

[20] Die ITU-T ist ein Sektor der International Telecommunication Union, der für internationale Empfehlungen und Standardisierungen der Telekommunikation zuständig ist.

[21] Im Unterschied zu MPEG-4 ASP, was H.263 entspricht. DivX und XviD sind beispielsweise H.263 Codecs.

[22] Society of Motion Picture and Television Engineers

[23] Vgl. Diepold, K. (2005)

[24] Es können mit zu der im Juni 2006 veröffentlichten HDMI 1.3 Spezifikation kompatiblen Geräten Farbtiefen von bis zu 48Bit übertragen werden.(16Bit pro Komponente).

[25] Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radiorécepteurs et Téléviseurs

[26] Die European Information, Communications and Consumer Electronics Technology Industry Associations wurde 1999 gegründet und ist eine Vereinigung von nationalen und internationalen Verbänden und Elektronikherstellern.

[27] DVB-S und S2 für Sat-Receiver bzw. DVB-C mit 256 QAM für Kabel-Receiver.

[28] Manchmal auch von Digital Terrestrial Transmission abgekürzt.

[29] Schaffer, G. (2004), S. 194

[30] In den 25 Berliner Fernsehstuben wurde ein 'Fernseh-Sprechdienst' eröffnet, bei dem aus Telefonzellen heraus Ferngespräche mit Bildschirmsicht des Gesprächspartners geführt werden konnten. Die Verbindungen waren jedoch auf die durch Kabel überbrückte Strecke Berlin – Leipzig beschränkt.

[31] Consultative Committee for International Radio, heute ITU-R.

[32] Schwarzweiß und nur in Ballungszentren, da eine hohe Sendeleistung erforderlich war. Mit der Einführung des Farbfernsehens Umstieg auf die Gerber-Norm.

[33] Otto von Bronk hatte sich eine Apparatur für die Auflösung und Rekonstruktion von Bildern in den Grundfarben Rot, Grün und Blau bereits 1902 patentieren lassen.

[34] Vgl. Swoboda, W. (1997), S. 90

[35] Vgl. GSDZ (2005), S. 60

[36] Nippon Hoso Kyokai. Wörtlich: Japanische Rundfunkgesellschaft.

[37] Advanced Television Systems Committee. 1982 gegründet von der National Association of Broadcasters.

[38] Consultative Committee for International Radio, heute ITU-R.

[39] Multiplexed Analogue Components

[40] Zunächst DF1 über Satellit, 1997 auch über Kabel. Im selben Jahr startete auch Premiere sein Digitalangebot.

[41] Die IDR ist eine von Bund und Ländern gemeinsam geleitete Initiative und arbeitet seit 1997 am Übergang von analogem zu digitalem Fernsehen. Sie untersteht dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

[42] Federal Communications Commission

[43] Abhängig von der Größe der Sender.

[44] Simultane Ausstrahlung von Sendungen in SDTV und HDTV.

[45] Probleme mit Interferenzen zwangen dazu, zuvor einigen analogen UHF Sendern andere Frequenzen zuzuweisen.

[46] Meist in 1080i und nach der ISDB Norm in MPEG-2 Komprimiert.

[47] Vgl. Bücken, R. (2005), S. 535

[48] Ursprünglich war der 1.11.2005 anvisiert worden.

[49] Der Premiere-taugliche Receiver von Philips erscheint nach zahlreichen Verzögerungen im September 2006.

[50] Heute HD1, HD2 und HD5

[51] Dort wird HDTV mittels DVB-T auch terrestrisch ausgestrahlt.

[52] Mit eigener DMB-T Norm HDTV auch terrestrisch.

[53] Auf CBS seit dem 28.11.2005 in 1080i zu sehen.

[54] Dreyer, S. (2005), S. 22

[55] Die 'Deutsche TV-Plattform' ist ein Zusammenschluss von Programmherstellern und -anbietern, privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Netzbetreibern und Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten, Bundesministerien, Landesregierungen und Medienanstalten sowie anderen, mit dem Fernsehen der Zukunft befassten Unternehmen und Institutionen.

[56] Quadrature Amplitude Modulation. Je höher die Punktzahl, desto mehr Daten können pro Symbol gesendet werden. Bei 256 QAM sind dies 8 Bit.

[57] Z.B. der Medion MD30132 LCD-TV, der keine 60 Hz Signale darstellen konnte.

[58] Vgl. Fleischner, F. / Mattig, M. (2006), S. 94 ff

[59] Der Start im Kabelnetz war ohnehin erst für die WM geplant.

[60] Vgl. GSDZ (2005), S. 15

[61] Vgl. Kapitel 3.2.1

[62] Für die Entwicklung des analogen HDTV erarbeitete Dr. Takashi Fujio in seinen Untersuchungen für die NHK viele der in diesem Zusammenhang verwendeten Grundlagen.
Vgl. dazu auch Poynton, C. (2003), S. 8

[63] British Broadcasting Corporation

[64] Quelle: Drewery, J. O. / Salmon, R. A. (2004), S. 6

[65] Alle Regelungen beziehen sich auf die terrestrische digitale Übertragung. Falsch sind z.B. Behauptungen in den U.S.A. sei die Einführung von HDTV per Gesetz festgeschrieben worden.

[66] Butzek, E. (2005), S. 30

[67] Siehe Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (2006)

[68] Vgl. Kohring, M. / Hug, D. M. (1997), S. 15 f

[69] Vgl. Gerhards, J. / Neidhardt, F / Rucht, D. (1998), S. 38 f

[70] Wehrle, F. / Busch, H. (2002), S. 85

[71] Wehrle, F. / Busch, H. (2002), S. 86

[72] Erscheint bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH in Leipzig

[73] Erscheint bei der redtec publishing GmbH in Poing, einem Unternehmen der Gruppe Süddeutscher Verlag / Hüthig Fachinformationen GmbH (SVHFI)

[74] Siehe dazu Kapitel 4.4

[75] Z.B. Film TV Video (http://www.film-tv-video.de)

[76] Vgl. CUT das broadcast-magazin (2000)

Ende der Leseprobe aus 145 Seiten

Details

Titel
Inhaltsanalytischer Vergleich der Darstellung von HDTV in Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen und populärtechnischen Zeitschriften
Hochschule
Technische Universität Ilmenau  (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft)
Note
1,8
Autor
Jahr
2007
Seiten
145
Katalognummer
V69958
ISBN (eBook)
9783638608053
ISBN (Buch)
9783656561590
Dateigröße
1443 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich, Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen, Zeitschriften, HDTV, Fernsehen, Fernsehtechnik, Inhaltsanalyse
Arbeit zitieren
Kai Lamberton (Autor), 2007, Inhaltsanalytischer Vergleich der Darstellung von HDTV in Programmzeitschriften, Nachrichtenmagazinen und populärtechnischen Zeitschriften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69958

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