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Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Sportunterricht

Eine Analyse didaktischer Konzepte und der empirischen Forschungslage unter besonderer Berücksichtigung des Lehrplans Sport Rheinland-Pfalz

Title: Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Sportunterricht

Examination Thesis , 2007 , 194 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Scherer (Author)

Sport - Sport Psychology
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Summary Excerpt Details

Der Zweck der Arbeit sollte darin bestehen, auf Grundlage aktueller Literaturrecherchen und empirischer Studien den Zusammenhang zwischen den drei Konzepten herauszuarbeiten. Um den Blick noch stärker auf den Schulsport zu lenken, wurde zum einen eine Lehrplananalyse des Lehrplan Sport Rheinland-Pfalz hinzugezogen. Zum anderen wurde durch gute Kontakte zur schulischen Praxis die Idee geboren, anhand von Interviews die Situation der in der Arbeit behandelten Problematiken direkt von den Lehrkräften zu erfahren und dieses Expertenwissen in die Arbeit einfließen zu lassen.
Anhand von leistungsthematischen Situationen des Sportunterrichts sollen stellvertretend für unzählige andere alltägliche Situationen aufgezeigt werden, wie sich Sportunterricht abspielen kann: z.B. hier der „unmotivierte“ Schüler, dort volle Leistungsbereitschaft beim Leistungskurs, usw. Es gibt viele Aspekte, die sich aus verschiedenen Unterrichtsszenen herausstellen lassen: zum einen Motivationsaspekte, zum anderen Leistungsaspekte, oder, auch im Hinblick auf die Prüfung in der Oberstufe und anhand der Zielsetzung in unteren Klasse, Benotungsaspekte und somit in gewisser Weise auch Lehrplanvorgaben.
Die vorliegende Staatsexamensarbeit mit dem Titel „Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Sportunterricht – Eine Analyse didaktischer Konzepte und der empirischen Forschungslage unter besonderer Berücksichtigung des Lehrplans Sport Rheinland-Pfalz“ soll einige Aspekte davon aufgreifen. Ziel ist es, anhand von Literaturrecherchen die Bedeutung der drei im Titel genannten Konzepte für den Schulsport herauszustellen, bzw. deren Nutzen und Einfluss für den Sportunterricht zu untersuchen und so festzustellen, inwieweit diese im Lehrplan, in den didaktischen Konzepten und in den Studien zum Schulsport verankert sind.
Abschließend folgt eine empirische Pilotstudie, in der anhand qualitativer Lehrerinterviews versucht werden soll aufzuzeigen, wie LehrerInnen im Schulalltag tatsächlich mit diesen drei Konzeptionen umgehen. Ein Fazit für den Schulsport soll die Darstellungen in dieser Arbeit abrunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und allgemeine Problemstellung

1.1 Organisation und begriffliche Einordnung des Schulsports

1.2 Didaktische Konzepte des Schulsports

2. Die Perspektiven des Sports in der Schule

2.1 Die pädagogischen Perspektiven im Lehrplan Sport von Rheinland-Pfalz

2.2 Bedeutung der Perspektiven für den Sportunterricht

3. Theoretische Grundlagen zu Leisten, Leistung und Leistungsmotivation

3.1 Leisten

3.2 Leistung

3.2.1 Perspektiven des Leistungsbegriffs

3.2.2 Messen und Bewerten von Leistung

3.3 Leistungsmotiv und -motivation

3.3.1 Bedingungen leistungsmotivierten Handelns

3.3.2 Motivspezifische Komponenten

3.3.2.1 Hoffen auf Erfolg vs. Furcht vor Misserfolg

3.3.2.2 Kausalattribuierung

3.3.2.3 Die multithematischen Anreize

3.3.3 Das Prozessmodell der Leistungsmotivation

3.4 Der inhaltliche Zusammenhang zwischen Leisten, Leistung und Leistungsmotivation

4. Aktueller Stand der fachdidaktischen Diskussion bezüglich des Schulsports

4.1 Theoretische Aspekte

4.2 Empirischer Forschungsstand

4.3 SPRINT-Studie

4.3.1 Kernaussagen der SPRINT-Studie

4.3.2 Leisten, Leistung und Leistungsmotivation in der SPRINT-Studie

4.4 AOK-DSB-WIAD-Studie I und II

4.4.1 Kernaussagen der AOK-DSB-WIAD-Studien

4.4.2 Leisten, Leistung und Leistungsmotivation in den AOK-DSB-WIAD-Studien

4.5 Augsburger Studie zur Situation des Schulsports in Bayern

4.5.1 Kernaussagen der Augsburger Studie

4.5.2 Leisten, Leistung und Leistungsmotivation in der Augsburger Studie

4.6 Weitere Studien zur Situation des Schulsports

5. Beispiele zur Förderung der drei Konzepte

5.1 Bundesjugendspiele

5.2 Jugend trainiert für Olympia

5.3 Interventionen zur Leistungsmotivationsförderung

6. Eine empirische Pilotstudie: Qualitative Lehrerinterviews

6.1 Konkrete Problemstellung

6.2 Untersuchungsmethodik

6.3 Ergebnisse und Interpretation

7. Diskussion der Ergebnisse im Lichte der Konzepte, des Lehrplans und der Studien

8. Zusammenfassung und Ausblick: Perspektiven für den Schulsport

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Staatsexamensarbeit untersucht die Konzepte "Leisten", "Leistung" und "Leistungsmotivation" im Kontext des Schulsports unter Berücksichtigung didaktischer Konzepte, empirischer Forschungsergebnisse und des rheinland-pfälzischen Lehrplans.

  • Bedeutung und Zusammenhang der Begriffe Leisten, Leistung und Leistungsmotivation
  • Analyse aktueller didaktischer Konzepte des Schulsports
  • Auswertung empirischer Studien zur Situation des Schulsports in Deutschland
  • Untersuchung der Leistungsbeurteilung und -förderung im Sportunterricht
  • Empirische Pilotstudie mittels qualitativer Lehrerinterviews zur praktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und allgemeine Problemstellung

Szene 1: Sportunterricht in einer 6. Klasse. Thema der Stunde: Springen am Kasten. Der Lehrer erklärt zu Beginn, dass es das Ziel sei, am Ende der Unterrichtsreihe eine Hocke zu springen. Die Jungen und Mädchen haben nun zuvor die Möglichkeit, im freien Üben an verschieden hohen Längs- und Querkästen, an Pferd und Bock, auf beliebige Art und Weise verschiedene Sprünge auszuprobieren: Aufhocken in den Stand oder in den Kniestand, Grätschsprünge, Durchhocken, etc. Kinder, die gerade nicht üben, beteiligen sich mit dem Lehrer beim Helfen und Sichern. Alle Kinder sind fleißig am Üben und probieren ständig neue und schwierigere Sprungformen an den unterschiedlichen Stationen aus. Lukas versucht sich zunächst am Aufhocken an einem mittelhohen Kasten. Doch auf Grund seiner körperlichen Vorraussetzungen hat er deutliche Schwierigkeiten auf den Kasten zu kommen. Nach wenigen Versuchen stellt er seine Bemühungen mit dem Kommentar ein: „Ich schaffe es ja sowieso nicht später eine Hocke zu springen, ich habe keine Lust mehr, Sport ist ja sowieso doof“, und setzt sich auf die Bank. Der Lehrer versucht ihn zu überreden doch weiter zu machen, und an einen tieferen Kasten zu gehen und es dort zu versuchen. Nur mit größter Mühe gelingt es ihm Lukas zum weiteren Üben zu bewegen. Doch schon bald stellt Lukas, obwohl er nun mittlerweile ein gutes Aufhocken schafft und vom Lehrer auch gelobt wird, auch hier fest: „Ich bin aber immer noch der schlechteste.“ Er bricht seine Versuche erneut ab, woraufhin der Lehrer ihn auffordert, doch etwas motivierter zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und allgemeine Problemstellung: Einführung in die Thematik anhand von zwei Unterrichtsszenen und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Perspektiven des Sports in der Schule: Darstellung der pädagogischen Perspektiven nach Dietrich Kurz und deren Implementierung im Lehrplan Sport Rheinland-Pfalz.

3. Theoretische Grundlagen zu Leisten, Leistung und Leistungsmotivation: Definition und theoretische Herleitung der drei Kernbegriffe sowie deren inhaltlicher Zusammenhang.

4. Aktueller Stand der fachdidaktischen Diskussion bezüglich des Schulsports: Analyse aktueller Studien zum Schulsport und deren Berücksichtigung der Leistungs- und Motivationsaspekte.

5. Beispiele zur Förderung der drei Konzepte: Vorstellung konkreter Praxisbeispiele zur Förderung von Leistung und Motivation wie Bundesjugendspiele und Jugend trainiert für Olympia.

6. Eine empirische Pilotstudie: Qualitative Lehrerinterviews: Vorstellung der Methodik und Durchführung der Lehrerinterviews sowie Analyse und Interpretation der Ergebnisse.

7. Diskussion der Ergebnisse im Lichte der Konzepte, des Lehrplans und der Studien: Synthese der theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Daten und den Ergebnissen aus den Experteninterviews.

8. Zusammenfassung und Ausblick: Perspektiven für den Schulsport: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Entwicklung von Ausblicken für die weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Schulsport, Leisten, Leistung, Leistungsmotivation, Sportpädagogik, Sportdidaktik, Lehrplan, Sportunterricht, Motivationsförderung, Empirische Forschung, Qualitative Interviews, Leistungsbeurteilung, Sportpsychologie, Handlungsfähigkeit, Bewegungspädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konzepte von Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Kontext des Schulsports, wobei didaktische Grundlagen, aktuelle empirische Studien und die praktische Sicht von Sportlehrkräften einbezogen werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Fundierung des Leistungsbegriffs, pädagogische Perspektiven in Lehrplänen, empirische Untersuchungen zur Schulsportsituation (wie die SPRINT-Studie) sowie die Förderung von Leistungsmotivation durch Sportlehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der drei Konzepte für den Schulsport herauszustellen, ihren Einfluss auf den Unterricht zu untersuchen und deren inhaltlichen Zusammenhang zu klären.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche, eine Analyse bestehender Lehrpläne (speziell Rheinland-Pfalz) und Studien sowie eine qualitative empirische Untersuchung durch Experteninterviews mit sechs Sportlehrkräften.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse des aktuellen Forschungsstandes (SPRINT, AOK-DSB-WIAD, Augsburger Studie), Beispiele für die Praxis (Wettbewerbe, Interventionen) und eine qualitative Pilotstudie.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulsport, Leistung, Leistungsmotivation, Sportpädagogik, Lehrplananalyse und Motivationsförderung.

Welche Erkenntnisse lieferten die Lehrerinterviews bezüglich der Notengebung?

Die Interviews zeigen, dass Lehrkräfte zwar objektivierbare Leistung messen, jedoch den "pädagogischen Freiraum" nutzen, um soziale Faktoren (Mitarbeit, Einsatz, Hilfsbereitschaft) in die Notenfindung einzubeziehen, wenngleich dies oft als subjektiv empfunden wird.

Wie bewerten Lehrkräfte die Umsetzbarkeit theoretischer didaktischer Konzepte?

Die befragten Lehrkräfte betrachten viele wissenschaftliche Konzepte als "idealtypisch" oder praxisfern und greifen stattdessen auf eine Kombination aus intuitiven Ansätzen und eigenen, über Jahre entwickelten Unterrichtskonzepten zurück.

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Details

Title
Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Sportunterricht
Subtitle
Eine Analyse didaktischer Konzepte und der empirischen Forschungslage unter besonderer Berücksichtigung des Lehrplans Sport Rheinland-Pfalz
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich Sport)
Grade
1,3
Author
Stefan Scherer (Author)
Publication Year
2007
Pages
194
Catalog Number
V70064
ISBN (eBook)
9783638608350
ISBN (Book)
9783638933940
Language
German
Tags
Leisten Leistung Leistungsmotivation Sportunterricht Eine Analyse Konzepte Forschungslage Berücksichtigung Lehrplans Sport Rheinland-Pfalz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Scherer (Author), 2007, Leisten, Leistung und Leistungsmotivation im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70064
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