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Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen im Französischen und Deutschen und ihre populärwissenschaftliche Vermittlung

Title: Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen im Französischen und Deutschen und ihre populärwissenschaftliche Vermittlung

Diploma Thesis , 2006 , 227 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Merle Ines Heidtmann (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

Das Forschungsgebiet der gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist ein weltweit expandierendes wissenschaftliches Themengebiet. Die Gentechnik wird im Leben jedes Einzelnen direkt oder indirekt eine immer größere Rolle spielen und erfordert, unabhängig von der jeweiligen persönlichen Haltung zu diesem Thema, eine kritische Betrachtung und Auseinandersetzung. Das Thema nimmt an Bedeutung ständig zu und stellt auch für Übersetzer ein noch wachsendes Arbeitsfeld mit hohen fachlichen Herausforderungen dar. Die zunehmende Relevanz der GVO war der Grund für die Wahl des Themas der vorliegenden Arbeit.
Mit Hilfe der Gentechnik wird das Erbgut von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen verändert und für die Forschung und kommerzielle Zwecke nutzbar gemacht. In Deutschland und Frankreich sind gentechnisch veränderte Organismen höchst umstritten. Die Kontroverse wirft nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische, politische, rechtliche sowie ethische Fragen auf. Es ist also ein Gebiet, mit dem sich nicht nur Wissenschaftler auseinandersetzen müssen, sondern das auch vermehrt in der Öffentlichkeit Fragen aufwirft.
Damit ein Übersetzer dem fachlichen Niveau angemessen übersetzen kann, ist es notwendig, dass er über fundierte Fachkenntnisse des jeweiligen Gebietes verfügt. Den Anfang dieser Arbeit bildet daher mit Kapitel 2 eine Einführung in das Thema gentechnisch veränderter Organismen. Es werden zunächst kurz verschiedene Arten der Gentechnik, bei denen gentechnisch veränderte Organismen zur Anwendung kommen, aufgezeigt. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, wurde die Betrachtung auf den Bereich der Gentechnik bei Pflanzen beschränkt, anhand dessen in das Thema eingeführt wird und Zusammenhänge verdeutlicht werden. Es werden die Ziele und Anwendungsbereiche beschrieben und die Methoden des Gentransfers vorgestellt. Die geschichtliche Entwicklung wird kurz dargelegt. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auf die Freisetzungen und den kommerziellen Anbau eingegangen, im Anschluss daran die Risiken für Mensch und Umwelt erläutert und mögliche Problemlösungsstrategien aufgezeigt. Den Abschluss dieses Kapitels bilden ein Blick auf den bestehenden rechtlichen Rahmen und ein Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen. Nicht selten sieht sich ein Übersetzer in der Praxis gezwungen, seine Arbeitsmittel wie Lexika oder Enzyklopädien durch selbst erstellte Terminologielisten zu vervollständigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Fachgebiet gentechnisch veränderter Organismen

2.1. Ziele und Anwendungsbereiche der Gentechnik bei Pflanzen

2.1.1. Gesteigerte Resistenzen und Toleranz gegen umweltbedingte Stressfaktoren

2.1.2. Veränderungen an Lebensmittel-Inhaltsstoffen

2.1.3. Veränderung von Zierpflanzen

2.1.4. Rohstofferzeugung

2.1.5. Entgiftung und Sanierung von Böden

2.2. Methoden des Gentransfers

2.3. Geschichtliche Entwicklung der Gentechnik bei Pflanzen

2.4. Freisetzungen und kommerzieller Anbau

2.5. Risiken für Mensch und Umwelt

2.6. Problemlösungsstrategien

2.7. Rechtlicher Rahmen der Gentechnik bei Pflanzen

2.8. Ausblick

3. Terminologiewissenschaftliche Grundlagen

3.1. Grundbegriffe

3.2. Eindeutigkeit und Eineindeutigkeit

3.3. Deskriptive und normende Terminologiearbeit

3.4. Zur Frage der Äquivalenz

4. Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen

4.1. Textkorpus und Vorgehensweise

4.2. Alphabetische Register

4.2.1. Alphabetisches Register Deutsch – Französisch

4.2.2. Alphabetisches Register Französisch – Deutsch

4.3. Glossar Deutsch – Französisch

5. Fachsprache und Gemeinsprache

5.1. Was ist Fachsprache?

5.2. Was ist Gemeinsprache?

5.3. Binnendifferenzierung von Fachsprache

5.4. Fachsprache und Gemeinsprache

6. Wissenschaftssprache

6.1. Makrostruktur

6.2. Darstellungsweise

6.3. Einfluss des Griechischen und Lateinischen

6.4. Einfluss des Englischen

7. Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge in populärwissenschaftlichen Texten

7.1. Erzählerische Darstellung

7.2. Metaphern

7.3. Veränderungen bei Stil und Syntax

7.4. Verringerte Menge und Dichte der wissenschaftlichen Information

7.5. Veranschaulichungsmaterial

8. Vermittlung von Fachtermini in populärwissenschaftlichen Texten

8.1. Erklärung der Termini durch explizite, eingehendere Definitionen

8.2. Erklärung der Termini durch kurze Definitionen

8.3. Implizite Erklärung der Termini

8.4. Umschreiben der Termini

8.5. Nichterklären der Termini

8.6. Sprachliche und wortspielerische Anknüpfung

8.7. Scheinverständlichkeit

9. Schlussbetrachtung

10. Bibliographie

10.1. Quelltexte

10.2. Nachschlagewerke und Internetquellen

10.3. Fachliteratur Gentechnik und fachspezifische Internetquellen

10.4. Fachliteratur Terminologiewissenschaft und Sprachwissenschaft

10.5. Populärwissenschaftliche Artikel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Sprachgebrauch und die Vermittlungsstrategien von Fachbegriffen im Kontext gentechnisch veränderter Organismen (GVO) im Deutschen und Französischen. Ziel ist es, Übersetzern eine fundierte terminologische Grundlage zu bieten und aufzuzeigen, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte adressatenadäquat für ein populärwissenschaftliches Publikum aufbereitet werden.

  • Grundlagen der Gentechnik bei Pflanzen
  • Terminologiewissenschaftliche Prinzipien
  • Erstellung eines zweisprachigen Fachglossars
  • Vergleich von Wissenschafts- und Gemeinsprache
  • Strategien zur Vermittlung von Fachtermini in Laienmedien

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Gesteigerte Resistenzen und Toleranz gegen umweltbedingte Stressfaktoren

Herbizidresistenz

Die meisten transgenen Pflanzen sind Pflanzen mit Herbizidresistenz (Resistenz gegen Pflanzengift). Herbizidresistenz wird verliehen, damit gegen Unkraut gespritzt werden kann, ohne der Nutzpflanze zu schaden. Bei Herbiziden gibt es die Unterscheidung zwischen selektiven und nicht-selektiven Wirkstoffen. Nur die selektiven Wirkstoffe können zwischen Unkraut und Nutzpflanze unterscheiden. Ihre Entwicklung ist jedoch aufwändig und sehr kostspielig, da das Herbizid spezifisch auf die Pflanzenart abgestimmt sein muss. Ein Erfolg der Gentechnik ist daher, die Pflanze dem Herbizid-Wirkstoff anzupassen und nicht umgekehrt das Herbizid der Pflanze. Durch die Herbizidresistenz werden die Pflanzen dazu befähigt, den toxischen Stoff des Herbizids zu entgiften und daraufhin nicht wie die Unkräuter abzusterben. Auf diese Art und Weise können nicht-selektive Herbizide eingesetzt werden, ohne der Kulturpflanze zu schaden (vgl. Wenzel 2004/2005: 18). Der amerikanische Agrarkonzern Monsanto stellt sowohl das Saatgut als auch das entsprechende Gift Roundup her. Ein Problem besteht darin, dass mit der Zeit auch die Unkräuter gegen das Herbizid resistent werden und es daraufhin wieder mehr gespritzt werden muss (vgl. Laufmann 2005: 56).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Themenfeld der Gentechnik ein, begründet die Relevanz für Übersetzer und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Das Fachgebiet gentechnisch veränderter Organismen: In diesem Kapitel werden grundlegende Anwendungsbereiche, Methoden und Risiken der Gentechnik bei Pflanzen sowie deren rechtlicher Rahmen dargestellt.

3. Terminologiewissenschaftliche Grundlagen: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Basisbegriffe der Terminologiearbeit, wie Eindeutigkeit und Äquivalenz, als Vorbereitung auf das Glossar.

4. Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen: Dieses Kapitel präsentiert das zentrale, zweisprachige Glossar (Deutsch-Französisch) sowie die methodische Vorgehensweise bei dessen Erstellung.

5. Fachsprache und Gemeinsprache: Hier werden die Unterschiede und Binnendifferenzierungen zwischen Fach- und Gemeinsprache untersucht, um die Grundlage für die spätere Analyse der populärwissenschaftlichen Texte zu schaffen.

6. Wissenschaftssprache: Dieser Teil befasst sich mit den Charakteristika der Wissenschaftssprache, einschließlich der Makrostruktur von Fachartikeln sowie sprachlichen Einflüssen.

7. Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge in populärwissenschaftlichen Texten: Hier werden narrative Strategien und Methoden zur vereinfachten Darstellung wissenschaftlicher Inhalte für Laien erläutert.

8. Vermittlung von Fachtermini in populärwissenschaftlichen Texten: Dieses Kapitel analysiert spezifische Techniken wie Definitionen, Umschreibungen und implizite Erklärungen, die in populärwissenschaftlichen Medien zur Vermittlung von Fachbegriffen eingesetzt werden.

9. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf den praktischen Nutzen sowie mögliche Erweiterungen für Übersetzer.

10. Bibliographie: Das Verzeichnis sämtlicher für die Arbeit herangezogener Quelltexte, Fachliteratur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Gentechnik, Pflanzenzüchtung, GVO, Terminologie, Übersetzung, Fachsprache, Wissenschaftssprache, Populärwissenschaft, Gentransfer, Resistenz, Glossar, Fachtermini, Risikobewertung, Sprachvergleich, Vermittlungsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht den Sprachgebrauch und die terminologischen Herausforderungen im Bereich der gentechnisch veränderten Organismen (GVO) beim Sprachenpaar Deutsch-Französisch.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft biologische Fachgebiete der Gentechnik bei Pflanzen mit terminologiewissenschaftlichen Grundlagen und linguistischen Analysen zur Wissensvermittlung in Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Übersetzer und Dolmetscher bei der fachgerechten Einarbeitung in das Themengebiet GVO zu unterstützen und Strategien aufzuzeigen, wie Fachtermini für ein Laienpublikum verständlich gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine korpusbasierte Analyse von wissenschaftlichen Fachartikeln sowie populärwissenschaftlichen Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen, aus denen ein zweisprachiges Fachglossar abgeleitet wurde.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Einführung in die Gentechnik bei Pflanzen, die terminologischen Grundlagen und eine detaillierte Analyse der Strategien, mit denen wissenschaftliche Zusammenhänge populärwissenschaftlich vermittelt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gentechnik, GVO, Terminologie, Fachübersetzung, Wissenschaftssprache, Wissensvermittlung und Glossar.

Welche Rolle spielt das angefertigte Glossar für die Arbeit?

Das Glossar dient als praktische Arbeitsgrundlage für Fachübersetzer, um die Äquivalenz zwischen deutschen und französischen Fachtermini im Bereich der Gentechnik sicherzustellen.

Wie unterscheidet sich die Vermittlung von Fachtermini im Deutschen und Französischen?

Die Autorin stellt fest, dass im Französischen Begriffe oft aufgrund ihrer lateinischen Herkunft weniger als "fremd" wahrgenommen werden und daher seltener explizit erklärt werden als im Deutschen, wo häufiger auf muttersprachliche Dubletten zurückgegriffen wird.

Was sagt die Arbeit über die Verwendung von Metaphern in populärwissenschaftlichen Texten?

Metaphern werden genutzt, um komplexe biologische Vorgänge anschaulicher zu machen, wobei die Autorin beobachtet, dass ähnliche Metaphern in beiden untersuchten Sprachen verwendet werden.

Excerpt out of 227 pages  - scroll top

Details

Title
Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen im Französischen und Deutschen und ihre populärwissenschaftliche Vermittlung
College
Humboldt-University of Berlin  (Romanistik)
Grade
1,0
Author
Merle Ines Heidtmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
227
Catalog Number
V70078
ISBN (eBook)
9783638608374
Language
German
Tags
Terminologie Organismen Französischen Deutschen Vermittlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Merle Ines Heidtmann (Author), 2006, Terminologie der gentechnisch veränderten Organismen im Französischen und Deutschen und ihre populärwissenschaftliche Vermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70078
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