Peeping Tom interpretiert mit der Filmtheorie von Laura Mulvey


Referat (Ausarbeitung), 2006

9 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ihre Thesen

2.Peeping Tom
Inhaltsangabe:
Der Zuschauer als Mörder:
Das typische Schema:

Literatur:

1. Ihre Thesen

- Die Frau im Film als Symbol der manifestierten Angst des Penisverlustes des Mannes.

Durch das tatsächliche Fehlen eines Penises, produziert sie die ständige Gegenwart des Penis. Die Frau hat damit zwei Funktionen:

1. Durch den tatsächlichen Penismangel symbolisiert sie die Kastrationsangst. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten für das männliche Unterbewusste dieser Angst zu entkommen. Entweder erlebt er das Trauma von neuen (untersuchen der Frau, ihr Geheimnis aufdecken und klären). Dies geschieht meist in einer

Abwertung, Bestrafung oder Rettung des Objekts.

2. Oder die Kastrationsangst ignorieren und durch einen Fetisch (also etwas nicht bedrohliches) zu ersetzen. Die Frau wird zum Lustobjekt.

- Voyeurismus/Skopophilie nach Freud:

Instinktkomponenten, die schon im Kindesalter entstehen und befriedigt werden wollen. Im Voyeurismus werden andere Leute zu Objekten, die einem kontrollierenden und neugierigen Blick ausgesetzt sind. Bei einem Kind beruht der Voyeurismus meist auf Neugierde von Genital- und Körperfunktionen. Basis ist eine andere Person als erotisches Objekt. Im Extremfall kann es zu einer Perversion kommen. Die Person kann sexuelle Befriedigung nur empfinden, wenn sie ihrer Schaulust nachgibt.

- Zwei verschiedene Prinzipien der Skopophilie (Schaulust) und wie Laura Mulvey sie in ihrer Filmtheorie verbindet und aufs Kino überträgt:

Die Lust auf Kino wird von zwei Faktoren beeinflusst:

3. Durch den lacanisches Spiegelmoment mit narzisstischen Zügen (Ich-Identifikation mit der Hauptperson des Films) als Schnittstelle um in die diegetische Welt einzutauchen.

4. Im Akt des Schauens wird das beobachtete Objekt unterworfen durch den Blick erfährt der Voyeur dadurch sexuelle Befriedigung.

Kurz gesagt: Der Zuschauer im Kino baut ein lustvolles visuelles Verhältnis zur Leinwand auf indem er aktiv der Schaulust nachgeht. Die Person auf der Leinwand als Objekt sexueller Stimulation und gleichzeitig als narzisstische Identifikation mit dem Bild, das gesehen wird. Dies wird noch gesteigert durch die illusionistischen Handlungsräume im Film, die der realen Welt um uns herum nachempfunden worden ist.

Das Objekt Frau verbindet somit gleich zwei Funktionen: Der Zuschauer verbindet einmal mit dem Blick die Befriedigung seiner Schaulust am Objekt der Frau und einmal wird er in die Diegese durch das handelnde Objekt Frau hingezogen durch den illusionären fast gleichen Raum, in der die Diegese stattfindet. Die Frau hat somit eigentlich keine Bedeutung.

- Der männliche Blick im Kino:

In der patriarchalen Gesellschaft weigert sich der Mann den Blick auf ein exhibitionierendes Ähnliches (also einen Mann) zu richten. Somit bestimmt der Mann, was gesehen werden soll/will. Meist identifiziert sich der Rezipient mit dem männlichen Protagonisten und folgt automatisch seinem Blick (oft durch kameratechnische Möglichkeiten beeinflusst). Somit hat auch der weibliche Rezipient einen männlichen Blick. Und somit ist auch der Blick des Erotischen vorgegeben.

- Warum identifiziert der Rezipient sich mit dem männlichen Protagonisten und macht ihn nicht zum erotischen Objekt?

Die oft glanzvollen Eigenschaften des männlichen Protagonisten werden nicht zum erotischen Objekt, sondern vielmehr zu einem perfekteren und vollständigeren Ideal-Ich angefügt, durch den Augenblicks des lacanischen Wiedererkennens vor dem (Leinwand-)Spiegelmoment.

- Der Zuschauer als Voyeur entlarvt:

Damit das Kino funktioniert, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, dass der Zuschauer ein kleiner Voyeur ist. Die Welt des Film entfaltet sich ungeachtet dessen, ob es den Zuschauer gibt oder nicht. Obwohl der Film so konstruiert ist, damit man in sieht, vermittelt er doch das Gefühl, dass er sich völlig unbeobachtet fühlt. Der Rezipient/Voyeur denkt er beobachtet Menschen in Situationen, die sich unbeobachtet fühlen.

Der Zuschauer wird durch den starken Kontrast zwischen dunklem Zuschauerraum und dem Licht- und Schattenspiel auf der Leinwand noch zusätzlich in die illusionistische Situation eines voyeuristischen Akt eingeführt. Obwohl der Film gemacht wurde um gesehen zu werden, geben die Erzählbedingungen des Dispositivs Kinos eine andere Atmosphäre wieder. Durch dieses Zusammenspiel sieht Mulvey die lustbringenden Strukturen des Kino.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Peeping Tom interpretiert mit der Filmtheorie von Laura Mulvey
Hochschule
Universität Konstanz  (FB Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Psychoanalyse und Kino
Autor
Jahr
2006
Seiten
9
Katalognummer
V70089
ISBN (eBook)
9783638624213
Dateigröße
368 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peeping, Filmtheorie, Laura, Mulvey, Psychoanalyse, Kino
Arbeit zitieren
Kerstin Steinert (Autor), 2006, Peeping Tom interpretiert mit der Filmtheorie von Laura Mulvey, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70089

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