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Prinz Eugen von Savoyen und die Türkenkriege

Title: Prinz Eugen von Savoyen und die Türkenkriege

Seminar Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Andreas Schmidt (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Prinz Eugen von Savoyen. Kein anderer „österreichischer“ Feldherr ist bis heute so im Bewusstsein der Österreicher verankert wie der „edle Ritter“ aus franco-italienischem Adelshaus. Seine siegreichen Schlachten gegen Osmanen und Franzosen, das Volkslied „Prinz Eugen der edle Ritter“1 ( gedichtet nach seinem Sieg 1717 bei Belgrad der das Ende dieses Türkenkrieges bedeutete2) und schließlich sein Kunstmäzenentum, welches Wien einige seiner schönsten Bauwerke verdankt, tragen heute noch den Mythos Eugens.
Diese Arbeit betrachtet jedoch nicht sein Engagement im Spanischen Erbfolgekrieg oder seine Bedeutung als Förderer der Kunst, sondern konzentriert sich ausschließlich auf seine Rolle die der Prinz in den Türkenkriegen von 1683 – 1699 und 1716 – 1718 spielte, wobei auch in diesen beiden Bereichen kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird.
Hauptaugenmerk wird hier auf den Soldaten und Feldherren Eugen im Einsatz gegen die Osmanen gelegt: Seine Teilnahme an den Gefechten in Ungarn bis zur Erhaltung des Oberbefehls 1697, sein persönliches Eingreifen in entscheidenden Schlachtsituationen und seine für damalige Verhältnisse als riskant geltende Kriegsführung, welche anhand der Schlachten von Zenta, Peterwardein und Belgrad skizziert wird, sollen hier als Gründe für seine Erfolge angeführt werden. Empfehlenswerte umfassende Werke über Prinz Eugen sind besonders die Arbeiten des K.K. Kriegsarchivs3, Alfred Arneths4 und Max Braubachs5.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Herkunft

II. Der Türkenkrieg von 1683 – 1699

II.1 Der Entsatz von Wien 1683

II.2 Teilnahme an der Eroberung Ungarns bis zur Erhaltung des Oberbefehls 1697

II.2.1 Niederlage vor Ofen 1684

II.2.2 Die Eroberung Ofens 1686

II.2.3 1687 2.Schlacht von Mohács

II.2.4 Belgrad 1688

II.3 Die Schlacht von Zenta 1697

II.4 Der Überfall auf Sarajevo

II.5 Der Friede von Karlowitz 1699

III. Der Türkenkrieg 1714/16 – 1718

III.1 Die Schlacht von Peterwardein 1716

III.2 Die Einnahme von Temesvár

III.3 Die Schlacht von Belgrad 1717

III.4 Der Friede von Passarowitz 1718

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die militärische Rolle von Prinz Eugen von Savoyen während der Türkenkriege von 1683 bis 1699 sowie 1714/16 bis 1718. Dabei wird analysiert, inwieweit seine unkonventionelle und risikoreiche taktische Kriegsführung maßgeblich zu den kaiserlichen Siegen und zur Etablierung des Hauses Österreich als europäische Großmacht beigetragen hat.

  • Die militärische Karriere und der Aufstieg von Prinz Eugen
  • Analyse der entscheidenden Schlachten (Zenta, Peterwardein, Belgrad)
  • Die Bedeutung der offensiven Kriegsführung gegen die Osmanen
  • Der Einfluss von Eugen als Feldherr auf die territoriale Expansion

Auszug aus dem Buch

II.3 Die Schlacht von Zenta 1697

Nachdem 1697 der Pfälzische Erbfolgekrieg beendet war, kehrte Prinz Eugen, in der Zwischenzeit zum Feldmarschall befördert (1693), auf den osmanischen Kriegsschauplatz zurück. Der bisherige Oberbefehlshaber im Kampf gegen die Türken, Kurfürst Friedrich August von Sachsen, legte sein Kommando nieder, da er nach dem Tode Sobieskis zum König der Polen gewählt worden war.

Rüdiger Graf Starhemberg, der berühmte Verteidiger Wiens während der Belagerung, und nunmehrige Präsident des Hofkriegsrates empfahl in einem Gutachten vom 15. März 1697: „[...] Ich weiß Keinen, der mehr Verstand, Experienz, Application [Hinwendung, Fleiß] und Eifer zu Euer Kaiserlichen Majestät Dienst hätte, ein generoses und uninteressiertes Gemüt, auch die Liebe und Respect bei der Miliz, als der Prinz von Savoyen [...] Er hat in Italien commandiert [...] die Armata jederzeit in großer Einigkeit, Respect und Gehorsam erhalten, welcher dagegen bei der Armata in Ungarn ganz zerfallen, weswegen wohl nötig, derselben einen solchen vorzustellen, der ihn wieder Einzuführen weiß, von allen Offizieren beliebt und hierzu secundiert wird, die alle und sonderlich die Vornehmeren dem Prinzen von Savoyen so viel geneigt, als sie dem anderen [Kurfürst von Sachsen] abgeneigt sind[...]“

Aufgrund dieser Empfehlung wurde Prinz Eugen am 5.Juli 1697 zum Oberbefehlshaber der Armee in Ungarn ernannt. Wie aus der Empfehlung Starhembergs zu entnehmen ist, befand sich die Armee in einem denkbar schlechtem Zustand:Von der Sollstärke von 70 000 Mann waren nur ca. 35 000 kampffähig, die Kriegskassa war leer und die Verpflegung miserabel. Abermals musste Eugen sich Geld leihen um wenigstens Verpflegung und Sold für seine Armee im ausreichenden Maße zur Verfügung zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Person Prinz Eugen und Eingrenzung des Themas auf die Türkenkriege unter besonderer Berücksichtigung seiner taktischen Erfolge.

I. Herkunft: Darstellung der familiären Hintergründe Eugens, seines Wechsels in kaiserliche Dienste und seines schnellen Aufstiegs in der Armee.

II. Der Türkenkrieg von 1683 – 1699: Analyse des ersten großen Konflikts, beginnend mit dem Entsatz von Wien bis zum für Österreich siegreichen Frieden von Karlowitz.

III. Der Türkenkrieg 1714/16 – 1718: Behandlung des späteren Krieges gegen die Osmanen, der mit bedeutenden Siegen bei Peterwardein und Belgrad sowie dem territorialen Höhepunkt durch den Frieden von Passarowitz endete.

Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung von Eugens unkonventioneller militärischer Strategie und seiner Bedeutung für den Aufstieg Österreichs zur Großmacht.

Schlüsselwörter

Prinz Eugen von Savoyen, Türkenkriege, Habsburger, Schlacht von Zenta, Schlacht von Peterwardein, Schlacht von Belgrad, Osmanisches Reich, Karl von Lothringen, kaiserliche Armee, Feldherr, Militärgeschichte, Frieden von Karlowitz, Frieden von Passarowitz, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die militärische Laufbahn von Prinz Eugen von Savoyen während der beiden großen Türkenkriege zwischen 1683 und 1718.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die militärische Strategie, der persönliche Führungsstil des Prinzen und die geopolitischen Auswirkungen seiner Siege für die Habsburgermonarchie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Eugens unkonventionelle und risikoreiche Kriegsführung seine Erfolge gegen die osmanischen Truppen ermöglichte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf zeitgenössischen Quellen, militärischen Berichten und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den detaillierten Ablauf der Feldzüge und die taktischen Analysen der Schlachten bei Zenta, Peterwardein und Belgrad.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Taktik, Offensivstrategie, militärische Risikobereitschaft, Großmachtstellung und den Kampf gegen die osmanische Expansion.

Warum war der Nachtangriff bei Belgrad 1717 so bemerkenswert?

Ein Nachtangriff galt zur damaligen Zeit aufgrund der mangelnden Kommunikationsmöglichkeiten als militärischer Wahnsinn; Eugen nutzte das Risiko dennoch, um das Überraschungsmoment für sich zu entscheiden.

Wie bewertet der Autor den Mythos des "edlen Ritters"?

Der Autor ordnet diesen Namen kritisch ein und stellt fest, dass die Kriegsführung dieser Zeit – auch durch Eugen selbst – durchaus brutal war und nicht den idealisierten Vorstellungen von ritterlicher Edelmütigkeit entsprach.

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Details

Title
Prinz Eugen von Savoyen und die Türkenkriege
College
University of Vienna  (Institut für Geschichte)
Course
Einführung in die wissenschaftliche Wissens- und Textproduktion
Grade
Gut
Author
Andreas Schmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V70120
ISBN (eBook)
9783638626293
ISBN (Book)
9783640651610
Language
German
Tags
Prinz Eugen Savoyen Türkenkriege Einführung Wissens- Textproduktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schmidt (Author), 2006, Prinz Eugen von Savoyen und die Türkenkriege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70120
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