Indiens Position in der Weltwirtschaft. Situationsanalyse und Zukunftsperspektiven


Hausarbeit, 2006

46 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Ziel und Struktur der Arbeit

2 Geschichtlicher Hintergrund des indischen Außenhandels

3 Indiens Dimensionen in Zahlen

4 Aktuelle wirtschaftliche Situation
4.1 Binnenwirtschaft
4.1.1 BIP
4.1.2 Wirtschaftsstruktur
4.1.3 Inflationsrate
4.1.4 Außenverschuldung
4.1.5 Arbeitslosigkeit.
4.1.6 Erwerbsfähige Bevölkerung
4.1.7 Arbeitsplätze nach Wirtschaftssektoren
4.1.8 Pro-Kopf Einkommen
4.1.9 Mitgliedschaft in Handelsorganisationen
4.2 Außenwirtschaft
4.2.1 Importe/Exporte.
4.2.2 Handelsbilanz
4.2.3 Ausländische Direktinvestitionen
4.2.4 Direktinvestitionen im Ausland
4.2.5 Währungsreserven
4.2.6 Globale Unternehmen

5 Soziale Situation
5.1 Armut
5.2 Slums
5.3 Analphabetismus
5.4 Lebenserwartung
5.5 Kindersterblichkeit
5.6 Korruption
5.7 Kinderarbeit

6 Beurteilung der Entwicklung und Ausblick

7 Die Herausforderung für die westlichen Industriestaaten

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung des Preisbereinigten BIP 1991/91-2003/04

Abbildung 5: Verteilung des BIP nach Wirtschaftszweigen 2004/05

Abbildung 2: Entwicklung des Nationaleinkommens pro Kopf 1991/92-2002/03

Abbildung 3: Entwicklung der Gesellschaftsschichten 2001/02, 05/06 und 09/10

Abbildung 4: Entwicklung der Importe und Exporte 1990/91-2003/04

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Ziel und Struktur der Arbeit

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die aktuelle wirtschaftliche Situation und Entwicklung Indiens darzustellen und anhand einer Analyse ihrer Stärken und Schwächen einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Indiens Rolle im globalen Handelsumfeld zu geben.

Dabei wird zuerst der geschichtliche Hintergrund des indischen Außenhandels analysiert. Es folgt eine Vorstellung des Landes mit Hilfe der wichtigsten geographischen und demographischen Parameter. In der Folge werden die Situation und die Entwicklung der indischen Binnenwirtschaft und des Außenhandels dargestellt und wenn sinnvoll, Vergleiche zu anderen aufstrebenden Ländern, vornehmlich China und Brasilien, gezogen. In einigen Fällen sollen auch Vergleiche zu Deutschland helfen Zahlendimensionen zu veranschaulichen. Nach der Analyse der Wirtschaft schließt sich die Darstellung der sozialen Situation an. Abschließend wird die wirtschaftliche Entwicklung Indiens gewürdigt und auf weiteren Entwicklungsbedarf hingewiesen. Im letzten Kapitel wird die Entwicklung Indiens und seine Position in der Weltwirtschaft zum Anlass genommen auf dadurch entstehende Herausforderungen für die entwickelten Industriestaaten hinzuweisen.

In diesem Kontext sei noch auf zwei lokale Besonderheiten der indischen Wirtschaft hingewiesen. Zum einen geht das indische Wirtschaftsjahr von Anfang April bis Ende März des darauf folgenden Jahres. Das führt bei der Datenanalyse dazu, dass für ein Wirtschaftsjahr immer beide Jahreszahlen angegeben werden müssen. Zum anderen verwendet Indien auch ein eigenes Wertesystem. Finanzzahlen werden dabei oft in Rs Crore angegeben, wobei eine Rs Crore 10 Millionen Rupien entspricht.

2 Geschichtlicher Hintergrund des indischen Außenhandels

Die neuzeitliche politische Geschichte Indiens lässt sich in drei große Epochen einteilen. Als erste Epoche gilt der Zeitraum zwischen 1500 und 1858, dessen Höhepunkt ab 1526 die Mogulherrschaft darstellt. Die zweite Epoche umfasst die Kolonialherrschaft der Briten zwischen 1858 und 1947 und die dritte Epoche hat 1947 mit der politischen Unabhängigkeit Indiens begonnen und dauert bis heute an.[1]

Bis ins 16. Jahrhundert hinein konzentrierte sich der Außenhandel Indiens auf Seerouten im Indischen Ozean und auf Handelsbeziehungen mit Hafenstädten am Roten Meer und dem Persischen Golf. Dabei wurden vor allem Textilien und Gewürze gehandelt, aber auch Opium und Sandelholz waren begehrte indische Exportgüter.[2]

Das Jahr 1600 spielt mit der Gründung der „East India Company“ in England eine bedeutende Rolle für Indiens Außenhandelsgeschichte. Sie bot die Grundlage für intensive Handelsbeziehungen zu England, bei denen Indien fast ausschließlich als Güterexporteur auftrat. Gehandelt wurden vor allem Gewürze, Textilien und Tee. Die steigende Nachfrage verursachte eine starke Inflation in Indien. Der Handel mit indischen Textilien führte aber auch zu einem Aufstand der englischen Wollweber, die den Schutz des heimischen Gewerbes forderten.[3]

Darüber hinaus unterhielt Indien in der Vorkolonialzeit auch Handelsbeziehungen zu anderen europäischen Ländern wie Portugal, Frankreich und Dänemark.

Während der Kolonialzeit änderte sich Indiens Exportstruktur: Weg vom überwiegenden Export produzierter Waren hin zum Rohstoffexport.

Bedingt durch die zunehmende Industrialisierung in Europa, Amerika und Japan stieg die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen enorm an und verhalf Indien zu ständig steigenden Exportquoten.[4]

1947 erlangte Indien die Unabhängigkeit von England und 1950 trat die indische Verfassung in Kraft, die Indien als unabhängige demokratische Republik ausweist, aber in ihrer Präambel auch sozialistische Züge hat.[5] In der Folge wurde die indische Wirtschaft über staatlich implementierte Fünfjahrespläne gesteuert, die zum Ziel hatten, Indien zu einem hoch industrialisierten Selbstversorgerland zu entwickeln. Dies schränkte die Aktivitäten der Privatwirtschaft stark ein und die damit einhergehenden strikten Importkontrollen ließen den Außenhandel einbrechen. Hatte Indien 1950 noch einen Anteil von 2% am Welthandel waren es 1980 noch lediglich 0,5%.[6]

Das Jahr 1991 markiert, dank umfangreicher wirtschaftlicher Reformen einen Wendepunkt in der indischen Wirtschaftspolitik. Viele staatliche Einschränkungen für die Privatwirtschaft, zum Beispiel bei Firmengründungen, wurden gelockert und Handelsbarrieren für Im- und Export reduziert. Für die indische Rupie wurde ein freies Wechselkurssystem mit „managed floats“ implementiert. Damit wurde der Grundstein für das Wirtschaftswachstum in den folgenden Jahren gelegt.[7]

3 Indiens Dimensionen in Zahlen

Indien ist mit einer Größe von 3.287.000 km² das siebtgrößte Land und die größte Demokratie der Welt. Mit über einer Milliarde Menschen liegt es hinter China auf Platz 2 der bevölkerungsreichsten Länder. Damit leben auf einer Fläche, die etwa der Europäischen Union entspricht dreimal soviel Menschen, wie in der EU.

In den 28 indischen Bundesstaaten gibt es etwa 635 verschiedene Volksstämme, es werden 325 verschiedene Sprachen gesprochen und man unterscheidet zwischen 4693 Kasten. Neben Englisch, als einer von 18 Amtssprachen, ist Hindi die am häufigsten gesprochene Sprache in Indien.

Von den zahlreichen Religionsgruppen ist der Hinduismus, dem 82% der indischen Bevölkerung angehören, die am weitesten verbreitete Religion. Gefolgt von Moslems mit 12,1%. Darüber hinaus spielen auch der Jainismus und die Religion der Sikh eine bedeutende Rolle.

Indien verfügt über große Rohstoffvorkommen. Neben Lagerstätten von Eisen- und Manganerzen, Bauxit und Chrom sind auch umfangreiche Kohlevorkommen vorhanden. Die eigene Erdölförderung kann jedoch nur die Hälfte des Bedarfs decken. Die Landeswährung ist die Indische Rupie.[8]

[...]


[1] Vgl. Mann, Michael: Geschichte Indiens vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, Paderborn 2005, S. 26-28

[2] Vgl. Raychaudhuri, Tapan, Ifran Habib (Editors): The Cambridge Economic History Of India Volume 1, Cambridge 1982, S. 407ff

[3] Vgl. Rothermund, Dietmar: Grundzüge der indischen Geschichte, 2. Aufl., Darmstadt 1986, S. 64-66

[4] Vgl. Kumar, Dharma, Meghand Desai (Editors):The Cambridge Economic History Of India Volume 2, Cambridge 1983, S. 807

[5] Vgl. Mansingh, Surjit: Historical Dictionary of India, Lanham 1996, S. 110

[6] Vgl. Brass, Paul R.: The politics fo India since independence, Cambridge 1990, S. 251ff

[7] Vgl. Shyamal, Roy: Economic Policy in India, Students’ Britannica India, Selected Essays, New Dehli 2000, S. 343ff

[8] Vgl. Stang, Friedrich: Indien, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 64ff, 68ff, 101ff Johnson, B.L.C.: Geographical Dictionary of India, New Delhi 2001, S. 15ff Singh, K.S.: India’s Communities, Volume VI, N-Z, Oxford University Press, Oxford 1998, S. ix

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten

Details

Titel
Indiens Position in der Weltwirtschaft. Situationsanalyse und Zukunftsperspektiven
Hochschule
Hochschule Reutlingen
Veranstaltung
Welthandel
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
46
Katalognummer
V70125
ISBN (eBook)
9783638624312
ISBN (Buch)
9783638688932
Dateigröße
1139 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die aktuelle wirtschaftliche Situation und Entwicklung Indiens darzustellen und anhand einer Analyse ihrer Stärken und Schwächen einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Indiens Rolle im globalen Handelsumfeld zu geben. Dabei werden Außen- und Binnenhandel analysiert und auch auf die soziale Situation in Indien eingegangen. Dies alles geschieht anhand ausgewählter Parameter, wie BSP, Handelsbilanz, Inflation, Arbeitslosigkeit etc.
Schlagworte
Indiens, Position, Weltwirtschaft, Situationsanalyse, Zukunftsperspektiven, Welthandel
Arbeit zitieren
Christine Kury (Autor), 2006, Indiens Position in der Weltwirtschaft. Situationsanalyse und Zukunftsperspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70125

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