Wirtschaftlicher Wandel und Formen der grenzüberschreitenden Kooperation im Großchinesischen Wirtschaftraum (GCWR)


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

133 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung, Zielsetzung und Ablauf der Analyse

2. Definitorische Einordnung und Systematisierung

3. Theoretischer Analyserahmen
3.1. Entwicklungszusammenhang der Regulationstheorie
3.2. Kritische Würdigung und Weiterentwicklung

4. Analyse des wirtschaftlichen Wandels und Formen der grenzüber- schreitenden Kooperation im GCWR
4.1. Modul I: Gesamtwirtschaftlicher Wandel und länderüber- greifende Kooperationen
4.1.1. Wirtschaftspolitischer Transformationsprozess
4.1.2. Formen der internationalen Wirtschaftskooperation
4.2. Modul II: Sozioökonomischer Wandel und grenzüberschrei-tender Austausch von Personen und Ideen
4.2.1. Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik
4.2.2. Internationaler Austausch von Personen und Ideen
4.3. Modul III: Veränderungen im Konsumverhalten und die Nach-fragestruktur des chinesischen Konsumenten
4.3.1. Wandel des Konsummusters
4.3.2. Relevanter Markt für ausländische Unternehmen
4.4. Modul IV: Wandel der Produktionsweise und Formen der grenzüberschreitenden Unternehmenskooperation
4.4.1. Wandel der Produktionsweise und Branchenstruktur
4.4.2. Formen der Unternehmenskooperation
4.5. Exkurs: Intra- und intermodulare Beziehungsanalyse

5. Analyseergebnisse und Handlungsempfehlungen

Literaturverzeichnis

Anhang 1

Anhang 2

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Analyseablauf

Abb. 2: Themengebiete

Abb. 3: Entwicklungszusammenhang der Regulationstheorie

Abb. 4: Weiterentwicklung eines Analyserahmens

Abb. 5: Anteil der Wirtschaftssektoren am BIP in 1978 und 2004

Abb. 6: Integrationsstufen und Kooperationsformen

Abb. 7: Kooperationsfelder im informell-kulturellen Bereich

Abb. 8: Konsummuster eines städtischen Haushalts

Abb. 9: Typologie des chinesischen Konsumenten

Abb. 10: Industrielle Gewinnverteilung

Abb. 11: Formen der Unternehmenskooperation

Abb. 12: Verteilung von ADI im Jahre 1996 und 2005

Abb. 13: Analysedimensionen von Modul I und II

Abb. 14: Analysedimensionen von Modul III und IV

Abb. 15: Intermodulare Beziehung

Abb. A1: Länderprofil China 2005

Abb. A2: Entwicklungsstand und Marktpotential 2000

Abb. A3: Formen des Wandels

Abb. A4: Verbindungen zwischen Staat und Partei

Abb. A5: Landwirtschaftlicher Output Chinas

Abb. A6: Chinas Rohstoffimporte aus Afrika

Abb. A7: Chinas Rohstoffimporte aus Afrika und Südamerika

Abb. A8: BIP Pro Kopf und Einkommensverteilung

Abb. A9: Internetnutzer in China

Abb. A10: Der Mediensektor in China

Abb. A11: Tourismus in China

Abb. A12: Chinesische Direktinvestitionen und Großunternehmen

Abb. A13: Chinas wichtigste Handelspartner in 2004

Abb. A14: ADI nach China in 2004

Abb. A15: Quantitativer Online-Fragebogen

Tabellenverzeichnis

Tab. A1: Chinas Interessen im internationalen Kontext

Tab. A2: Freihandelszonen mit China von 1989 bis 2005

Tab. A3: Ergebnisse der quantitativen Befragung

1. Einleitung, Zielsetzung und Ablauf der Analyse

Mit der Ernennung Deng Xiaopings auf der dritten Vollversammlung des Elften Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas im Dezember 1978 zum Nachfolger des verstorbenen politischen Führers Mao Zedong, begann eine neue Periode der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik.[1] Die zweite Füh-rungsgeneration erklärte zu ihrem politischen Schwerpunkt, die „sozialistische Modernisierung“ des Wirtschaftssystems, wie die Modernisierung der Landwirt-schaft, Industrie, Wissenschaft und Technik sowie des Militärs.[2] Der schritt-weise Umbau der sozialistischen Wirtschaftsordnung durch eine Entkollektivie-rung der Landwirtschaft, die spätere Legitimierung eines privaten Unternehmer-tums oder die Zulassung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) verhalf China zu einer überdurchschnittlichen Wirtschafts- und Wachstumsdynamik, die bis heute anhält (siehe Abb.A1).[3]

Der wirtschaftliche Strukturwandel wurde nach dem Tod des Reformers Deng Xiaoping auch von seinem Nachfolger Jiang Zemin ab Februar 1997 durch Reformen des Regierungs- und Verwaltungsapparates, der Staatsunternehmen sowie der Banken und Finanzmärkte fortgeführt.[4] Nach einem sprunghaften Anstieg der realen Zuwachsraten des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) Anfang der 90er Jahre auf über 14 Prozent reduzierte sich Chinas Wachstum in Folge der indirekten Auswirkungen der Asienkrise 1997/1998, wie der Rück-gang der ADI, Exporte und Inlandsnachfrage, auf unter 8 Prozent.[5] Dadurch gewann damals in der wissenschaftlichen Diskussion eine kritisch Analyse zur Asieneuphorie von Krugmann (1994) an Bedeutung, wonach die Zuwachsraten der „Newly industrializing countries“ bzw. „Tigerstaaten“ in erster Linie auf ihrem extensiven Wachstum beruhten.[6]

Nach Angaben der Weltbank erhöhte sich das chinesische BIP in der ersten Jahreshälfte 2006 aufgrund gestiegener Investitionen und Exporte um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte damit das schnellste Wirt-schaftswachstum der vergangenen 10 Jahre.[7] Der chinesische Außenhandels-überschuss stieg im zweiten Quartal 2006 auf das Rekordniveau von 38 Mrd. US-Dollar (USD). Zeitgleich legte der Inlandskonsum im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Prozent und die Sachinvestitionen um 27,7 Prozent zu.[8] Angesichts dieser Entwicklungen werden aktuell die kritischen Stimmen gegenüber einem zu schnellen wirtschaftlichen Wandel und einer möglichen Überhitzung der Volkswirtschaft wieder lauter.[9]

Mit den Folgen der zunehmenden internationalen Handelsverflechtung und der beschleunigten Öffnung und Liberalisierung des chinesischen Marktes seit dem Beitritt Chinas zur WTO im November 2001 musste sich genau ein Jahr später auch der bis heute regierende Staatschef Hu Jintao auseinandersetzen.[10] Nach Schätzungen ausländischer Experten führte der staatliche Umbau defizitärer Großbetriebe, Abbau von Überkapazitäten und die Verschärfung der Wettbe-werbssituation zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf bis zu 200 Mio. der 1,3 Mrd. Menschen.[11] Das Zerbrechen der sog. „Eisernen Reisschüssel“, der staatlich geförderten Beschäftigungsgarantie und Mindestsozialversicherung, verstärkte die Einkommensdisparitäten und Migration zwischen den verarmten westlichen Provinzen und den prosperierenden östlichen Ballungszentren (siehe Abb.A2).[12]

Neben dieser Gefährdung der sozioökonomischen Stabilität Chinas steht das Land vor großen Herausforderungen bei der Außenwirtschafts-, Energie- und Umweltpolitik, und ist daher auf grenzüberschreitende Kooperationen im asia-tischen Integrationsraum und im globalen Kontext angewiesen.[13] Aus einzel-wirtschaftlicher Perspektive bleibt China aufgrund seiner Wirtschaftsdynamik, niedrigen Lohnkosten und hohen Marktpotentials ein anziehender Standort für ADI, die mit 60,3 Mrd. USD in 2005 zu den weltweit höchsten zählen. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass der zunehmende Preiswettbewerb mittelfristig zu einem Sinken der Gewinnmargen und dem Verlust von Marktan-teilen bei einzelnen Unternehmen des produzierenden Gewerbes führen wird.[14]

Der Pluralismus der Lebensstile, die Heterogenität des Marktes und kulturelle Vielfalt Chinas erfordern für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit sehr genaue Kenntnisse der volkswirtschaftlichen, sozioökonomischen und wirtschaftspolitischen Interaktionen. Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, den Transformationsprozess Chinas zur sozialistischen Marktwirtschaft und die Strukturen grenzüberschreitender Kooperationen unter Verwendung regula-tionstheoretischer Erkenntnisse zu analysieren sowie die Interdependenzen zwischen dem nationalen Wandel und den supranationalen Kooperations-formen aufzuzeigen. Der Ablauf der Analyse gliedert sich formal in vier Ab-schnitte (siehe Abb.1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im ersten Schritt erfolgt eine definitorische Einordnung und Systematisierung der wichtigsten Begriffe und getroffenen Abgrenzungen. Danach schließt sich ein kurzer Diskurs zu den Grundlagen der Regulationstheorie nach Bathelt (1994)[15] an, der einer theoretischen Weiterentwicklung eines modularisierten Analyserahmens dienen soll. Im dritten Abschnitt wird in vier Modulen die deskriptive Analyse durchgeführt, die jeweils nach dem Prozess des Wandels und der Struktur der Formen grenzüberschreitender Kooperation unterscheidet. Eine intra- und intermodulare Beziehungsanalyse (Exkurs) unter Verwendung von Ergebnissen einer quantitativen Online-Befragung in China und die aus der Arbeit resultierenden Handlungsempfehlungen schließen die Analyse ab.

2. Definitorische Einordnung und Systematisierung

Die wissenschaftliche Literatur zur internationalen Chinaforschung beschreibt unter dem Großchinesischen Wirtschaftsraum (GCWR) im weiteren Sinne die Produktionsstandorte in der Volksrepublik China (VRC), Hongkong, Macao und Taiwan sowie die wirtschaftlichen Handels- und Kapitalverflechtungen mit den südostasiatischen Auslandschinesen insbesondere in Singapur.[16] Durch die definitorische Offenheit kann sich der GCWR unter dem Begriff „Greater China“ in seiner globalen Dimension auch auf die transnationale Netzwerkökonomie zwischen allen ethnisch-kulturell verbundenen chinesischen Unternehmen er-strecken.[17]

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird der GCWR im engeren Sinne als das wirtschaftspolitische Gebiet der VRC und ihren Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao sowie Taiwan verstanden und nachfolgend als China bezeichnet. Wegen der ökonomischen Bedeutung von Direktinvestitionen und Handelsverflechtungen zwischen Hongkong und Taiwan mit der VRC werden diese Verbindungen jedoch berücksichtigt.[18] Am Untersuchungsgegenstand China analysiert die Arbeit die Themengebiete wirtschaftlicher Wandel und Formen der grenzüberschreitenden Kooperation (siehe Abb.2).

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Ein ökonomisches Raumsystem lässt sich mit den Variablen Struktur, Prozess und Interaktion beschreiben.[19] Aufgrund der besonderen Relevanz von wirt-schaftlichen Akteuren[20] für die sozioökonomischen Veränderungen und inter-nationalen Kooperationen modifiziert die Analyse die Systemelemente. Die Struktur beschreibt hier die Formen der grenzüberschreitenden Kooperation auf gesamtwirtschaftlicher, informell-kultureller und einzelwirtschaftlicher Ebene im supranationalen Maßstab. Dabei spielen Akteure wie der Staat, Individuen oder Unternehmen als Wirtschaftssubjekte die entscheidende Rolle.

Der Prozess beinhaltet die Entwicklungsdynamik des wirtschaftlichen Wandels in seiner wirtschaftspolitischen, sozioökonomischen und volkswirtschaftlichen Dimension auf nationaler Ebene. Die Akteure bleiben die Gleichen. Der Begriff des wirtschaftlichen Wandels wird an dieser Stelle als evolutionäre Entwicklung durch den ökonomischen Veränderungsprozess verstanden und grenzt sich damit vom revolutionären Wandel[21] ab. Die eingangs geschilderte Reform- und Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping seit 1978 steht demnach am Anfang des Transformationsprozesses in China. Die Reduktion der vorliegenden Arbeit auf einen reinen Systemvergleich mit der VRC ab ihrer Gründung 1949 unter Mao Zedong[22] wird damit vermieden. Dieser erschließt sich jedoch implizit aus den Ausführungen zum wirtschaftlichen Wandel (siehe Abb.A3).

Die Interaktion steht für die Interdependenz zwischen der Struktur und dem Prozess. Der Analyse liegt die Annahme zugrunde, dass der wirtschafts-politische Reform- und Öffnungsprozess die Grundvoraussetzung für viele For-men der grenzüberschreitenden Kooperation darstellt und diese wiederum den wirtschaftlichen Wandel beeinflussen. Durch den unmittelbaren wechselseitigen Zusammenhang spiegelt sich die wirtschaftspolitische, sozioökonomische und volkswirtschaftliche Analysedimension des Wandels auf allen Ebenen der Struktur wider. Um diese Verflechtungen im Einzelnen beschreiben und bewerten zu können, wird im Nachfolgenden ein geeigneter Analyserahmen mit Hilfe regulationstheoretischer Erkenntnisse aufgestellt.

3. Theoretischer Analyserahmen

Zur Erklärung des wirtschaftlichen Wandels und Formen grenzüberschreitender Kooperation im GCWR greift die vorliegende Arbeit auf den regulationstheore-tischen Entwicklungszusammenhang nach Darstellung von Barthelt (1994)[23] zurück, der als konzeptionelle Grundstruktur für die Weiterentwicklung eines theoretischen Analyserahmens dient.

3.1. Entwicklungszusammenhang der Regulationstheorie

Die Regulationstheorie findet ihren Ursprung in den wirtschafts- und sozial-wissenschaftlichen Arbeiten von Aglietta (1976)[24], Lipietz (1985)[25] oder Boyer (1986)[26] und versucht durch die eklektische Verbindung und Transformation verschiedener sozioökonomischer Theorien die Komplexität der Entwicklungs-dynamik moderner kapitalistischer Gesellschaftssysteme in ihrer zeitlichen und räumlichen Differenzierung zu untersuchen.[27] Dabei bezieht die Regulations-theorie ihre historische Perspektive der Entwicklung von Produktionsweisen und die Betrachtung von Interessenskonflikten verschiedener ökonomischer Akteure aus der marxistischen Theorie. Die nicht-orthodoxe Makroökonomie liefert die Erkenntnis, wonach ein Zustand hohen Wachstums und Vollbeschäf-tigung eine historische Ausnahme darstellt und die zeitgeschichtliche Schule „École des Annales“ fügt hinzu, dass jede Gesellschaft ihre eigenen spezifi-schen Strukturkrisen durchläuft.[28]

Der Regulationsansatz nach Bathelt (1994) sieht die sozioökonomische Ent-wicklung als eine nicht-deterministische oder zyklische Abfolge von stabilen Entwicklungsphasen und -krisen.[29] Damit überwindet der Ansatz den marxist-ischen Determinismus eines zwangsläufigen Untergangs des Kapitalismus sowie die unzureichende Behandlung des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Wandels der sozioökonomischen Strukturen wie in der zyk-lischen Theorie der Langen Wellen von Kondratieff (1926) und Schumpeter (1939).[30] In der wissenschaftlichen Literatur findet die theoretische Konzeption am häufigsten bei der Erklärung des wirtschaftlich-gesellschaftlichen Wandels in den Industriestaaten im Übergang vom Fordismus zum Postfordismus An-wendung.[31] Die sozioökonomische Struktur einer Volkswirtschaft kann zu jedem Zeitpunkt mit Hilfe des interdependenten Entwicklungszusammenhangs beschrieben werden (siehe Abb.3).[32]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dabei unterscheidet man zwischen der Wachstumsstruktur (Akkumulations-regime), welche die Produktionsstruktur und das Konsummuster umfasst sowie

den Koordinationsmechanismus (Regulationsweise), d.h. die Organisations- und Lenkungsmechanismen von Wertschöpfungsprozessen. Die Voraussetz-ung für den gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprozess liegt im Zusammen-wirken der Produktionsstruktur, insbesondere des industriellen oder technolo-gischen Paradigmas, mit dem Konsummuster, das die Nachfragestruktur beschreibt. Zwischen allen Teilelementen des Modells herrscht eine interde-pendente Beziehung.[33]

3.2. Kritische Würdigung und Weiterentwicklung

Die Regulationstheorie erscheint aufgrund ihrer konzeptionellen Offenheit und ganzheitlichen Betrachtung sozioökonomischer Prozesse als ein geeigneter Untersuchungsansatz. Dennoch werden der Theorie Defizite vorgeworfen, die von Bathelt (1994) folgendermaßen zusammengefasst werden:[34]

1.) Der Regulationsbegriff kann durch den marxistischen Hintergrund als eine ausschließliche Staatskontrolle missverstanden werden
2.) Der Institutionenbegriff bleibt trotz der Betonung der Akteure bei der Gestaltung sozioökonomischer Prozesse unpräzise
3.) Die Vermischung verschiedener Betrachtungsebenen findet ohne eine theoretische Fundierung der Interdependenzen statt
4.) Aus wirtschaftsgeographischer Perspektive fehlt weitgehend der direkte räumliche Bezug
5.) Der phasenspezifische Krisenprozess verlangt eine historische Ursachenanalyse am konkreten Beispiel
6.) Der Determinismus einer ständigen Abfolge von stabilen und insta-bilen Entwicklungsphasen schließt einen dauerhaften Entwicklungs-zusammenhang und langfristige Trends aus
7.) Die exogenen Einflüsse auf den langfristigen Wandel werden durch eine zu starke Internalisierung der wirtschaftlich-gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse weitgehend vernachlässigt
8.) Der metatheoretische Charakter der Regulationstheorie macht eine Widerlegung praktisch nicht möglich und erschwert die theoretische Vergleichbarkeit und empirische Anwendung
Darüber hinaus fügen die Autoren Haas/Neumair (2006) am Beispiel des Phasenübergangs vom Fordismus zum Postfordismus hinzu:[35]
9.) Der paradigmatische Bruch eines Entwicklungszusammenhangs kann auch als eine Anpassung des Produktionssystems an verän-derte Wettbewerbsbedingungen interpretiert werden
10.) Der Dualismus zwischen zwei Phasen ist demnach nicht für alle Un- ternehmen und Wirtschaftssektoren gleichermaßen gegeben

Für die Weiterentwicklung des Analyserahmens greift die vorliegende Arbeit auf modelltheoretische Grundlagen der Regulationstheorie und ihren wichtigsten Kritikpunkte zurück, ohne dabei in einen tieferen Diskurs zu treten oder eine konzeptionelle Neuorientierung anzustreben. Die verän-derte Systematisierung soll die Anwendung der Themengebiete im Kontext China ermöglichen (siehe Abb.4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unter Regulation wird die Koordination der zentralen Analysedimensionen Volkswirtschaft, Sozioökonomie und Wirtschaftspolitik durch Institutionen [36] verstanden. Darunter fallen sowohl der chinesische Nationalstaat mit der kommunistischen Partei und den Fünf-Jahresplänen (siehe Abb.A4), als auch internationale Vertragsbeziehungen oder interkulturelle Normen und Werte. Demnach behandelt Modul I den gesamtwirtschaftlichen Wandel durch den wirtschaftspolitischen Transformationsprozess Chinas und For-men der länderübergreifenden Kooperation. Modul II setzt sich mit dem ideologischen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik und verschie-denen Feldern der internationalen Kooperation zwischen Individuen aus-einander.

Die Akkumulation umfasst die volkswirtschaftliche Entwicklung durch ex-tensives und intensives Wachstum, das vom Zusammenwirken der Pro-duktionsweise mit dem Konsummuster und von der effizienten Allokation der Inputfaktoren Arbeit, Kapital und technisches Wissen abhängt.[37] Daher beschäftigt sich Modul III mit den Veränderungen im Konsumverhalten des chinesischen Verbrauchers und dem Marktpotential für westliche Produkte. Modul IV analysiert den Wandel der Produktionsweise und Branchenstruk-tur sowie die Formen grenzüberschreitender Unternehmenskooperation.

Die Modularisierung des Analyserahmens verhindert eine Vermischung der verschiedenen Betrachtungsebenen und berücksichtigt die räumliche Per-spektive des nationalen Wandels und der supranationalen Kooperation. Mit Hilfe der vorangegangenen definitorischen Abgrenzung distanziert sich die Arbeit von der strikten Dichotomie der Paradigmen zweier Entwicklungs-phasen. Die Kritik zur Überbewertung endogener Einflüsse auf den lang-fristigen Wandel muss aufgrund der zentralen Bedeutung der Reform- und Öffnungspolitik für den sozioökonomischen Transformationsprozess Chinas in Kauf genommen werden. Auch der methatheoretische Charakter bleibt durch die konzeptionelle Offenheit des Analyserahmens erhalten, ohne die eine Übertragung der theoretischen Grundlagen zur Erklärung dynamischer kapitalistischer Gesellschaftsformen auf das sozialistische System Chinas nicht möglich wäre.

Auf weitere Kritikpunkte bei der exemplarischen Überprüfung des Analyse-rahmens durch eine quantitative Online-Befragung in China wird im Verlauf der Arbeit noch näher eingegangen.

4. Analyse des wirtschaftlichen Wandels und Formen der grenzüber- schreitenden Kooperation im GCWR

Im Nachfolgenden wird die deskriptive Analyse der Themengebiete mit Hilfe des modularisierten Analyserahmens am Beispiel von China durchgeführt. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen dabei auf den Modulen I und IV.

4.1. Modul I: Gesamtwirtschaftlicher Wandel und länderübergreifende Kooperationen

Das vorliegende Modul untersucht die wichtigsten Reformmaßnahmen für den chinesischen Transformationsprozess und ihre Implikationen für die Gesamt-wirtschaft. Anschließend stehen die Formen länderübergreifender Kooperation im Mittelpunkt der Betrachtung.

4.1.1. Chinas Transformationsprozess

Mit der Reform- und Öffnungspolitik durch Deng Xiaoping Ende der 70er Jahre kam es zu einer Neuorientierung der chinesischen Wirtschaftspolitik, die in den vier „sozialistischen Modernisierungen“ der Sektoren Landwirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technik sowie Landesverteidigung zum Ausdruck kommt.[38] Die Modernisierung der Landwirtschaft umfasst die Entkollektivierung durch Auflösung der Volkskommunen und Neuordnung des Landbesitzes zu Gunsten des Einzelbauern, die Erhöhung der Agrarpreise und Subventionierung von Produktionsmitteln sowie die Stärkung der Rechte der Bauern, beispielsweise Überschüsse nach Abgabe eines Pflichtanteils selbst zu vermarkten.[39] Durch dieses neue Verantwortlichkeitssystem stieg der landwirtschaftliche Bruttopro-duktionswert in den Folgejahren mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,5% auf 7,5% und die Produktionsmenge einzelner Erzeugnisse erhöhte sich um mehr als 200% (siehe Abb.A5).[40]

Aufgrund der verbesserten Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung wuchs die Bevölkerung Chinas von 500 Millionen auf heute 1,3 Mrd. Menschen.[41] Die chinesische Regierung wirkt daher seit 1979 mit einer Strategie der Ein-Kind-Politik regulierend auf das Bevölkerungswachstum ein.[42] Heilmann (2005) sieht weitere Probleme der hohen Bevölkerungszahl bei der künftigen Versorgung der Menschen, der zunehmenden Urbanisierung, Umweltzerstörungen oder der Gefährdung der sozialen Stabilität.[43] Bereits heute ist China in Folge von Bodenerosion und Wasserknappheit der weltgrößte Importeur von Agrar-produkten wie Sojabohnen, Baumwolle oder Holz, was grenzüberschreitende Kooperationen erfordert.[44] Darüber hinaus wird das Phänomen der 80 bis 150 Millionen Wanderarbeiter aus dem ländlichen Raum auf die Einkommens-disparitäten zwischen der Stadt- und Landbevölkerung zurückgeführt.[45] Obwohl der Anteil des Agrarsektors an der BIP-Entstehung von 28% im Jahre 1978 auf 15% in 2004 zurückgegangen ist und auch der Anteil an Erwerbstätigen von 71% auf heute ca. 50% sank, bleibt für die chinesische Regierung der Primär-sektor bei der Steuerung der sozioökonomischen Entwicklung des Landes von höchster Bedeutung (siehe Abb.5).[46]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Politische Maßnahmen zur Modernisierung der Industrie sollten die Produk-tivität und Wettbewerbsfähigkeit der Staatswirtschaft steigern. Darunter fallen Maßnahmen, wie die sukzessive Marktöffnung für nichtstaatliche und auslän-dische Unternehmen, die Etablierung von Sonderwirtschaftszonen (SWZ) und die damit verbundene Liberalisierung des Konsumgüter-, Arbeits- und Kapital-marktes sowie die Freigabe von staatlich festgesetzten Preisen.[47]

Die Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft lief jedoch nicht ohne Anpassungsschwierigkeiten für die chinesischen Staatsunternehmen ab. So führten die ineffizienten Strukturen der Großbetriebe bei der Organisation der Wertschöpfungskette, die geringen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und fehlende Managementerfahrungen zum Konkurs zahlreicher Unternehmen und einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf schätzungsweise 150 bis 200 Millionen Menschen. Schüller (2001) empfiehlt daher die Förderung wettbe-werbsfähiger und Schließung ineffizienter Betriebe sowie einen beschleunigten ausländischen Technologietransfer.[48]

Nach Expertenschätzung sank der Anteil der Staatswirtschaft am BIP von 60% im Jahre 2000 auf heute ca. 30%. Gleichzeitig stieg die Beschäftigung im tertiären und privaten Sektor.[49] Die Entwicklung der Privatwirtschaft, die seit 1988 in der Verfassung verankert ist, wurde erst durch den Wandel in der marxistischen Sichtweise des ausbeuterischen und klassenfeindlichen Unter-nehmertums ermöglicht.[50] Seit 1992 öffnete die Politik den Markt schrittweise für ADI und transnationale Unternehmen investierten zwischen 1991 und 2001 rund 370 Mrd. USD bei der Errichtung von Gemeinschafts- und Tochterunter-nehmen in arbeitsintensiven Wirtschaftsbereichen.[51]

Bereits zu dieser Zeit stieg die reale Wachstumsrate der Wirtschaft durch In-vestitionen in Industrieanlangen und Immobilien auf 14,2% und blieb seitdem mit einer durchschnittlichen Rate von 9,6% auf hohem Niveau.[52] Nach Ansicht von Bergsten et al. (2006) ist das Wirtschaftswachstum in China auf die schritt-weise Liberalisierung der Marktpreise und des Arbeitsmarktes, den Kapitalzu-fluss durch ADI sowie auf staatliche Investitionen in die Bildungspolitik zurück-zuführen.[53] Die Schattenseiten des Wirtschaftsbooms zeigen sich bei der zu-nehmenden Umweltbelastung durch industrielle Emissionen und extensive Bodennutzung. Nach Steingart (2006) machen bereits heute die negativen externen Effekte dieser Entwicklung rund 10% des BIP aus und sind damit ebenso hoch wie das Wirtschaftswachstum selbst.[54] Darüber hinaus stieg seit 1996 der Energie- und Ressourcenverbrauch exorbitant an und machte China von einem Exportland von Rohöl zum weltweit drittgrößten Rohölimporteur und weltgrößten Importeur von Eisenerz, Mangan, Blei und Chrom.[55] Der Ver-brauch an Inputfaktoren steht in einem groben Missverhältnis zur globalen Wirtschaftsleistung, zu der China lediglich 4% beiträgt. Zudem verschärft die flächendeckende Regionalförderung einzelner Wirtschaftszweige das Problem von Überkapazitäten.[56]

Die Modernisierung der Wissenschaft und Technik wurde insbesondere im Zuge der marktwirtschaftlichen Reformen durch den teilweisen Rückzug des Staates und einer Entideologisierung geprägt. Der Wandel in der Bildungs-politik geht auf die dramatischen wirtschaftspolitischen Auswirkungen der Zwangshomogenisierung und Verfolgung von Intellektuellen während Maos Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976, die sog. „zehn verlorenen Jahre“, zurück.[57] Heberer (2002) spricht in diesem Zusammenhang von einer Ökonom-isierung der Politik, die auf eine effizientere Gestaltung staatlicher Strukturen abzielt ohne dabei demokratische Institutionen zu etablieren oder das politische System der Parteiherrschaft anzutasten.[58] Zu den wesentlichen Reform-schritten zählen die Möglichkeit zur Aufnahme eines Auslandsstudiums, eine Teilautonomie chinesischer Universitäten oder die seit 1986 existierende staat-liche Wissenschaftsförderung im Rahmen des sog. „Fackel“-Programms, das durch Investitionen in die Grundlagenforschung für Schlüsseltechnologien die Innovationsfähigkeit und Lebensqualität verbessern sowie internationale Kom-petenzen nach China bringen soll (brain gain).[59]

Die Modernisierung der Landesverteidigung unter Deng Xiaoping umfasste eine deutliche Reduktion der militärischen Mannschaftsstärke auf heute ca. drei Millionen Mann. Zudem wurde das Militär als wirtschaftliche Institution stärker in die Produktion von zivilen Gütern eingebunden und trug mit Einnahmen aus Hotels, Fluglinien oder Fuhrunternehmen zum Verteidigungshaushalt bei.[60]

4.1.2. Formen der internationalen Wirtschaftskooperation

Durch die zunehmenden internationalen Finanz- und Handelsverflechtungen im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung ökonomischer Aktivitäten, konnte China mit seiner hohen Wachstumsdynamik, niedrigen Lohnkosten und großem Absatzmarktpotential zu einer der führenden Wirtschaftsregionen im asiatischen Raum avancieren.[61] Aus den negativen Erfahrungen der Asienkrise 1997/1998 wurde der Trend zur stärkeren Regionalisierung und grenzüber-schreitenden Kooperation zwischen den Anrainerstaaten verstärkt.[62] Darüber hinaus sieht Liu (1996) die asiatische Kooperation als eine Reaktion auf die regionale Integration der europäischen Länder zur EU sowie die Blockbildung Nordamerikas zusammen mit Kanada und Mexiko zur Freihandelszone NAFTA.[63] Auf dem Weg zu einem asiatischen Integrationsraum nach europä-ischem Vorbild[64] sind einzelne Stufen der gemeinsamen Kooperation zu über-winden (siehe Abb.6).

Dabei lassen sich aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung die internationale Zusammenarbeit bei der Sicherung der Rohstoffversorgung Chinas, Bilaterale und Multilaterale Kooperationsabkommen für die Liberalisierung von Handels-beziehungen, die wirtschaftspolitische Kooperation beim Aufbau von Freihan-delszonen (FHZ) und gemeinsamer Zollgebiete sowie die langfristige Zielset-zung eines gemeinsamen Marktes und Währungsraumes wie in Europa oder einer politischen Union wie in den USA als höchste Integrationsform unter-scheiden.[65]

Für die Aufrecherhaltung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und die hohen Wachstumsraten Chinas ist die Versorgungssicherheit des Landes mit Rohstoffen von geopolitischer Bedeutung.[66] Durch den erhöhten Ressourcen-bedarf und die niedrige Energieeffizienz lag China mit 14% des Weltverbrauchs 2005 bereits an zweiter Stelle nach den USA.[67]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dies schürt die Sorgen der Industriestaaten vor weiteren Preissteigerungen auf den internationalen Rohstoffmärkten und verdeutlicht die Notwendigkeit nach Dialog- und Kooperationsmechanismen wie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ).[68] Zur SOZ gehören neben den Gründerstaaten Zen-tralasiens[69] seit 2001 auch China und Russland sowie die Länder mit Beo-bachtungsstatus Indien, Iran und Pakistan.[70] Um das Risiko internationaler Konflikte zu minimieren, müssen nach Experteneinschätzung die Energie-Kooperationen mit Japan, Korea und den USA intensiviert werden.[71]

Neben den diplomatischen Bemühungen im Rohstoffmanagement verfolgt die chinesische Regierung auch eine Investitionsstrategie.[72] Nachdem 2004 Strom-ausfälle in China zu einer Zwangsabschaltung von Produktionsstätten und wirt-schaftlichen Einbussen führte, beschloss die Staatsregierung in den nächsten 5 Jahren ca. 100 Mrd. USD in den Bau neuer Elektrizitätswerke zu investieren.[73] Außenpolitisch liegen die Schwerpunkte chinesischer Direktinvestitionen bei der Sicherung von Rohstoffquellen und Marktzugängen.[74] So wurde 2001 das China-Afrika-Kooperationsforum gegründet, um Handels- und Investitions-tätigkeiten mit 44 afrikanischen Staaten zu fördern.[75] Bereits heute gehört Afrika mit 28% aller Erdölimporte neben dem Mittleren Osten mit 45% zu den wichtigsten Öllieferanten Chinas (siehe Abb.A6).[76]

[...]


[1] Vgl. Seitz, K. (China 2006), S.227f.

[2] Vgl. Brinkmann, T. (Unternehmen in China 2004), S.21f.

[3] Vgl. Heilmann, S. (Aufstieg zur Weltmacht 2005), S.8.

[4] Vgl. Seitz, K. (China 2006), S.384.

[5] Vgl. Fischer, D. (Weltwirtschaft 2005), 19ff.

[6] Vgl. Krugman, P. (Asia`s Miracle 1994), S.72ff; Fischer, D. (Regionale Integration

2003), S.2f.

[7] Vgl. Li, L. (Quarterly Update 2006), S.1ff.

[8] Vgl. China9.de, (Chinas Wirtschaft 2006).

[9] Vgl. Fischer, D. (Sozialistische Marktwirtschaft 2005), S.11.

[10] Vgl. Plasschaert, S. (China and the WTO 2004), S.5ff; Heilmann, S. (Parteitag 2003), S.1f.

[11] Vgl. Bosch/Dolles/Reichenbach/Schramm (Chinas Transformationsprozess 2003), S.21.

[12] Vgl. Dietrich, H. (Arbeitssystem China 1993), S.102f.

[13] Vgl. Fischer, D. (Sozialistische Marktwirtschaft 2005), S.14.

[14] Vgl. Abele, C. (VR China 2006), S.4f;US-China Business Council (Foreign Investment 2006).

[15] Vgl. Bathelt, H. (Regulationstheorie 1994).

[16] Vgl. Meyer-Clement/Schubert (Greater China 2004), S.1ff; Möller, K. (Ferne Osten

1998), S.5.

[17] Vgl. Meyer-Clement/Schubert (Greater China 2004), S.1ff.

[18] Eine Darstellung weiterer binnenwirtschaftlicher Verflechtungen findet nicht statt.

[19] Vgl. Schätzl, L. (Wirtschaftsgeographie 2003), S.21ff.

[20] Vgl. Bathelt/Glückler (Wirtschaftsgeographie 2003), S.21ff.

[21] Heberer (2002) definiert in diesem Zusammenhang: „Dabei muss zwischen radikalem und
fundamentalem Wandel einerseits und graduellem, evolutionärem Wandel andererseits
unterschieden werden. Radikaler Wandel ist in der Regel Folge massiven Widerstands der
Herrschenden gegen Wandel, so dass diejenigen, die Veränderungen wollen, kollektive
Macht gegen diesen Widerstand mobilisieren müssen. Gradueller Wandel hingegen bedingt,
dass die Widerstände der Herrschenden gegen Wandel nicht konfrontativ betrieben werden,
sondern Gegenstand von Verhandlungen sein können.“, Heberer, T. (Dilemma politischer
Reformen 2002), S.3.

[22] Vgl. Schmidt-Glintzer, H. (Neues China 2006), S.74f.

[23] Vgl. Bathelt, H. (Regulationstheorie 1994), S.63ff.

[24] Vgl. Aglietta, M. (Régulation 1976).

[25] Vgl. Lipietz, A. (Akkumulation 1985).

[26] Vgl. Boyer, R. (La théorie de la régulation 1986).

[27] Vgl. Krätke, S. (Regulationstheoretische Perspektive 1996), S.6; Benko, G. (Wirtschafts-

geographie 1996), S.188f; Haas/Neumair (Internationale Wirtschaft 2006), S.35.

[28] Vgl. Benko, G. (Wirtschaftsgeographie 1996), S.188.

[29] Vgl. Bathelt, H. (Regulationstheorie 1994), S.64f.

[30] Vgl. Bathelt, H. (Regulationstheorie 1994), S. 65; Benko, G. (Wirtschaftsgeographie 1996),

S. 188; Schätzl, L. (Wirtschaftsgeographie 2003), S.219.

[31] Vgl. Dunford, M. (Theories of Regulation 1990), S.306ff.

[32] Vgl. Haas/Neumair (Internationale Wirtschaft 2006), S.35f; Bathelt, H. (Regulationstheorie

1994), S.65f.

[33] Vgl. Haas/Neumair (Internationale Wirtschaft 2006), S.35ff.

[34] Vgl. Bathelt, H. (Regulationstheorie 1994), S.64ff.

[35] Vgl. Haas/Neumair (Internationale Wirtschaft 2006), S.33f.

[36] Nach Picot (2002) lassen sich Institutionen als Koordinations- und Motivationsinstrumente

bezeichnen, die sowohl Normen und Regeln als auch korporative Gebilde einschließen. Vgl.

Picot/Dietl/Franck (Organisation 2002), S.11.

[37] Vgl. Becker, J. (Regulation 2002), S.67ff.

[38] Vgl. Brinkmann, T. (Unternehmen in China 2004), S.21f.

[39] Vgl. Bergmann, T. (Rotes China 2004), S.93.

[40] Vgl. Bosch/Dolles/Reichenbach/Schramm (Chinas Transformationsprozess 2003), S.20;

Wei, Z. (Agricultural Economy 2004), S.15ff.

[41] Vgl. Heilmann, S. (Aufstieg zur Weltmacht 2005), S.5.

[42] Vgl. Wang, F. (One-Child Policy 2005), S.2f.

[43] Vgl. Heilmann, S. (Aufstieg zur Weltmacht 2005), S.5ff.

[44] Vgl. Trinh/Voss/Dyck (Chinas Rohstoffhunger 2006), S.3f.

[45] Vgl. Fischer, D. (Sozialistische Marktwirtschaft 2005), S.14.

[46] Vgl. Kuhn/Ning/Shi (Markt China 2001), S.59ff; Abele, C. (VR China 2006), S.16; Fischer, D.

(Sozialistische Marktwirtschaft 2005), S.12.

[47] Zu den SWZ zählen Shenzhen, Zhuhai, Shantou, Xiamen, Hainan und Pudong New Area,

vgl. Haas/Rehner (Raumstrukturen 2003), S.122ff; Brinkmann, T. (Unternehmen in China

2004), S.23f.

[48] Vgl. Bosch/Dolles/Reichenbach/Schramm (Chinas Transformationsprozess 2003), S.20ff.

[49] Vgl. Bosch/Dolles/Reichenbach/Schramm (Chinas Transformationsprozess 2003), S.22f.

[50] Vgl. Heilmann, S. (Aufstieg zur Weltmacht 2005), S.8.

[51] Vgl. Seitz, K. (China 2006), S.324ff.

[52] Vgl. Seitz, K. (China 2006), S.352f.

[53] Vgl. Bergsten/Gill/Lardy/Mitchell (Emerging Superpower 2006), S.23ff.

[54] Vgl. Steingart, G. (Weltkrieg um Wohlstand 2006), S.69; Veste/Gao/Sun/Breckle

(Desertification in China 2006), S.14ff.

[55] Vgl. Trinh/Voss/Dyck (Chinas Rohstoffhunger 2006), S.3f.

[56] Vgl. Haas, H.-D. (Wirtschaftsboom 2004), S.16.

[57] Vgl. Döring, O. (Bildung und Forschung 2005), S.54.

[58] Vgl. Heberer, T. (Dilemma politischer Reformen 2002), S.3ff.

[59] Vgl. Brinkmann, T. (Unternehmen in China 2004), S.27.

[60] Vgl. Brinkmann, T. (Unternehmen in China 2004), S.27f.

[61] Vgl. Wang, J. (China`s Changing Role 2004), S.2f.

[62] Vgl. Fischer, D. (Regionale Integration 2003), S.4f.

[63] Vgl. Liu, F.-K. (Fragmented Asia 1996), S.141; Melo/Panagariya (Regionalismus 1992),

S.39; Diez, J. R. (NAFTA 1997), S.688ff; Brand, D. (Regionale Blockbildung 1992), S.11.

[64] Vgl. Fischer, D. (Regionale Integration 2003), S.5.

[65] Für einen Überblick der Integrationsformen vgl. Haas/Neumair (Internationale Wirtschaft

2006), S.269ff; Kutschker/Schmid (Internationales Management 2005), S.178ff.

[66] Vgl. Wesner/Braun (Chinas Energiediplomatie 2006), S.1f.

[67] Vgl. Haas, H.-D. (Heißhungriger Drachen 2005), S.73.

[68] Vgl. Bénassy-Quéré/Mignon/Penot (China and the Oil Price 2005), S.8ff; Wesner/Braun

(Chinas Energiediplomatie 2006), S.2; (siehe Tab.A1).

[69] Dazu zählen Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan, die ebenfalls zu den

Gründungsmitgliedern der Zentralasiatischen Kooperationsorganisation (2002) zählen, vgl.

Krumm, R. (Zentralasien 2006), S.113.

[70] Vgl. Krumm, R. (Zentralasien 2006), S.114.

[71] Vgl. Wesner/Braun (Chinas Energiediplomatie 2006), S.7f.

[72] Vgl. Heberer/Senz (Internationale Politik 2006), S.10.

[73] Vgl. Haas, H.-D. (Wirtschaftsboom 2004), S.16.

[74] Vgl. Lunding, A. (Chinesische Firmen 2006), S.3.

[75] Vgl. Heberer/Senz (Internationale Politik 2006), S.10.

[76] Nach Experteneinschätzung wird der Ölverbrauch bis 2020 von ca. 100 Mio. t. in 2004 auf

über 620 Mio. t steigern und die Importmenge aus den Hauptlieferländern Angola, Saudi-

Arabien, Oman und Iran jährlich um 20% erhöhen, vgl. Trinh/Voss/Dyck (Chinas Rohstoff-

hunger 2006), S.4ff; Heberer/Senz (Internationale Politik 2006).

Ende der Leseprobe aus 133 Seiten

Details

Titel
Wirtschaftlicher Wandel und Formen der grenzüberschreitenden Kooperation im Großchinesischen Wirtschaftraum (GCWR)
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Wirtschaftsgeographie)
Veranstaltung
Regionale Entwicklungsprobleme im Großchinesischen Wirtschaftraum (GCWR)
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
133
Katalognummer
V70176
ISBN (eBook)
9783638614955
Dateigröße
3053 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Präsentationsfolien zusätzlich enthalten.
Schlagworte
Wirtschaftlicher, Wandel, Formen, Kooperation, Großchinesischen, Wirtschaftraum, Regionale, Entwicklungsprobleme
Arbeit zitieren
cand. rer. oec. Manuel Rimkus (Autor), 2007, Wirtschaftlicher Wandel und Formen der grenzüberschreitenden Kooperation im Großchinesischen Wirtschaftraum (GCWR), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70176

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