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Personbezogene Gesprächsführung nach Carl Rogers

Title: Personbezogene Gesprächsführung nach Carl Rogers

Term Paper , 2005 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Kruse (Author)

Social Work
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Die personbezogene Gesprächsführung nach Rogers stammt aus dem psychotherapeutischen Raum und hat auch außerhalb des therapeutischen Sektors eine weite Verbreitung gefunden.
Insbesondere in der Sozialen Arbeit stößt diese Methode auf vielfache Anwendung, da sie eine gewisse Nähe zu der traditionellen sozialen Einzellhilfe aufweist. Gemeinsame wesentliche Merkmale, wie z.B. die Hilfe zur Selbsthilfe, die Beziehung zwischen dem Klienten/ der Klientin und dem Sozialarbeiter / der Sozialarbeiterin und die Vernachlässigung der Vergangenheit zugunsten der Gegenwart, stellen die Grundlage der beiden Methoden dar.

Inwieweit die personbezogene Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit anwendbar ist, bleibt jedoch strittig. In der folgenden Ausarbeitung möchten wir uns daher zunächst den wesentlichen Grundlagen des personbezogenen Ansatzes widmen, um anschließend eine Beurteilung dieser Methode, insbesondere der Anwendung in unserem Arbeitsbereich, vorzunehmen.
In unseren Ausführungen beziehen wir uns größtenteils auf die männliche Form, um ein flüssiges Lesen zu ermöglichen. Natürlich meinen wir damit auch die weibliche Form.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Persönlichkeitstheorie nach Rogers

3.1. Aktualisierungstendenz

3.2. Inkongruenz

3.3. Prozess der Veränderung

4. Grundlagen der Personbezogenen Gesprächsführung

4.1. Prinzipien der Personbezogenen Beratung

4.2. Haltungen der Personbezogenen Beratung

4.2.1. Einfühlendes Verstehen

4.2.2. Unbedingte Wertschätzung

4.2.3. Echtheit / Kongruenz

4.3 Techniken zur Umsetzung der personbezogenen Gesprächsführung

5. Anwendung der Personbezogenen Beratung in der Sozialen Arbeit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der personbezogenen Gesprächsführung nach Carl R. Rogers im Kontext der Sozialen Arbeit, um die theoretischen Grundlagen des Ansatzes kritisch zu beleuchten und dessen methodischen Nutzen für den Berufsalltag zu bewerten.

  • Historische Entwicklung des personbezogenen Therapie- und Beratungsansatzes
  • Zentrale Aspekte der Persönlichkeitstheorie: Aktualisierungstendenz und Inkongruenz
  • Die drei grundlegenden Haltungen: Einfühlendes Verstehen, Unbedingte Wertschätzung und Echtheit
  • Techniken zur praktischen Umsetzung in der Gesprächsführung
  • Kritische Analyse der Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Einfühlendes Verstehen

Das „Einfühlende Verstehen“ ist eine fundmentale Haltung in der personbezogenen Beratung. Der Berater versucht sich in der therapeutischen Vorgehensweise in seinen Klienten einzufühlen, um somit seine gefühlsmäßigen Empfindungen nachzuvollziehen (Galuske 2003, 184).

Zwei zentrale Aspekte in dieser Haltung sind das „Zuhören“ und das „Zuschauen“. Der Berater hat die Aufgabe alle akustischen und visuellen Signale des Klienten wahrzunehmen mit der Intention, das Verstandene in dem therapeutischen Prozess zu integrieren. Dies erfolgt durch eine möglichst exakte Wiedergabe und Wiederspiegelung des Verstandenen (Galuske 2003, 184). Der Klient wird in die Lage versetzt das eigene Erlebte aus einer gewissen Distanz heraus zu hören und kann somit die distanzierten Erlebnisse besser in sich aufnehmen und sich mit diesen auseinander setzen (Bsp.: Briefe oder Tagebücher) (Weinberger 2004, 38).

Durch diesen bedeutsamen Faktor, den der Berater realisiert, entsteht für den Klienten ein Gefühl der Sicherheit und des Verständnisses. Der Klient erfährt, dass der Berater all seine Wahrnehmungen in Worte fassen und diese Erlebnisse auch wiedergeben kann (Galuske 2003, 184).

Das „Einfühlende Verstehen“ versteht sich somit als eine Haltung, die sich nicht nur auf die Gefühlesebene des Klienten bezieht, sondern ebenso auf die Empfindungen, die seitens des Klienten nicht verbalisiert, nur körpersprachlich zum Ausdruck gebracht werden. Der Berater soll nun wahrnehmen, was der Klient spürt und welche Bedeutung er diesem gibt (Weinberger 2004, 39).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der personbezogenen Gesprächsführung und deren Relevanz für die Soziale Arbeit.

2. Historischer Hintergrund: Darstellung der Entwicklungsphasen des Beratungsansatzes von Carl R. Rogers.

3. Persönlichkeitstheorie nach Rogers: Erläuterung der zentralen psychologischen Konstrukte wie der Aktualisierungstendenz und der Inkongruenz.

4. Grundlagen der Personbezogenen Gesprächsführung: Detaillierte Analyse der therapeutischen Prinzipien, Haltungen und Techniken.

5. Anwendung der Personbezogenen Beratung in der Sozialen Arbeit: Kritische Diskussion über Stärken und Grenzen der Methode in der sozialen Praxis.

Schlüsselwörter

Personbezogene Gesprächsführung, Carl R. Rogers, Aktualisierungstendenz, Inkongruenz, Einfühlendes Verstehen, Unbedingte Wertschätzung, Echtheit, Kongruenz, Soziale Arbeit, Selbstexploration, Selbstkonzept, Beratung, Humanistische Psychologie, Selbstaktualisierung, Klientenzentrierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die personbezogene Gesprächsführung nach Carl R. Rogers und deren Übertragbarkeit auf die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die Theorie der Persönlichkeit, die drei Grundhaltungen des Beraters sowie die methodischen Techniken und ihre kritische Würdigung im sozialen Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grundlagen des Rogers-Ansatzes darzulegen und zu prüfen, inwieweit diese für die tägliche Arbeit von Sozialarbeitern geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die primär auf der Literaturanalyse relevanter Fachwerke (u.a. Rogers, Weinberger, Galuske) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Persönlichkeitstheorie, die Erläuterung der beratungsspezifischen Haltungen sowie die kritische Reflexion des Ansatzes für die soziale Praxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das einfühlende Verstehen, die unbedingte Wertschätzung, Kongruenz und das Selbstkonzept.

Wie unterscheidet sich die "klientenzentrierte" von der "nicht-direktiven" Phase nach Rogers?

Die nicht-direktive Phase fokussierte auf die Abwesenheit von Ratschlägen, während die klientenzentrierte Phase den Fokus zusätzlich aktiv auf das Potenzial und die Selbstheilungskräfte des Individuums legte.

Warum ist die Anwendung des Rogers-Ansatzes in der Sozialen Arbeit umstritten?

Kritiker führen an, dass der Ansatz das Individuum zu stark auf die innere Gefühlswelt konzentriert und lebensweltliche oder gesellschaftliche Rahmenbedingungen, wie etwa materielle Nöte, vernachlässigt.

Welchen Stellenwert nimmt die "Echtheit" für den Berater ein?

Echtheit ist essenziell, da nur durch ein authentisches Auftreten des Beraters eine vertrauensvolle Basis geschaffen werden kann, die den Klienten zur Selbstöffnung motiviert.

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Details

Title
Personbezogene Gesprächsführung nach Carl Rogers
College
University of Applied Sciences Dortmund
Grade
1,0
Author
Nina Kruse (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V70312
ISBN (eBook)
9783638625180
Language
German
Tags
Personbezogene Gesprächsführung Carl Rogers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Kruse (Author), 2005, Personbezogene Gesprächsführung nach Carl Rogers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70312
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