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Jenseits von Gut und Böse: 'Pluralität des Willens' und 'Wille zur Macht'

Titel: Jenseits von Gut und Böse: 'Pluralität des Willens' und 'Wille zur Macht'

Hausarbeit , 2005 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marcel Behringer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Ein Wort zum Geleit

„[M]ein Ehrgeiz ist, in zehn Sätzen zu sagen, was jeder andre in einem Buche sagt (…).“1

Die nachfolgende Hausarbeit setzt sich mit Friedrich Nietzsches Werk „Jenseits von Gut und Böse“ auseinander. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den zwei großen Themen „Pluralität des Willens“ sowie dem „Willen zur Macht“, den Schlussteil der Arbeit stellt ein persönliches Resümee über den Gegenstand der Hausarbeit dar. Die beiden Hauptpunkte habe ich als Thematik für die Hausarbeit gewählt, da sie meines Erachtens nach die grundlegendsten Gedanken des Werkes sind, sie stellen gleichsam die Basis für die im weiteren Verlauf des Werkes entwickelte Philosophie dar. Ohne diese beiden Aspekte fundamental verstanden zu haben sind nicht nur die weiteren Gedanken Nietzsches innerhalb des Werkes unverständlich, sie stellen sogar einen wichtigen Einblick in Nietzsches grundsätzliches anthropologisches Bild und Kulturverständnis dar, die jedwede von ihm entwickelte Philosophie beeinflusst haben muss.

Zudem entwickelt sich vor allem aus dem Gedanken zum „Willen zur Macht“ ein Großteil des negativen Nietzschebildes, vor allem auch im Bezug auf den Nationalsozialismus, auf das man heute trifft und das im Kopf der meisten Menschen vorherrscht. Es ist dies ein Vorurteil, dass sich zumindest nach dem Studium des Werkes „Jenseits von Gut und Böse“ nicht bewahrheiten kann. Ein weiterer Beweggrund gerade diese Aspekte als Thema zu wählen ist die Tatsache, dass ich die Gedanken zum „Willen zur Macht“ und die Überlegungen zur „Pluralität des Willens“ zunächst einmal als äußerst interessant und untersuchungswert empfinde und zweitens der späte Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse“ meines Erachtens nach nicht mehr nur und ausschließlich kritische Philosophie betreibt, sondern vielmehr einen neuen Glauben, eine Philosophie für kommende Generationen verkündet und offenbart2: „Eine neue Gattung von Philosophen kommt herauf: ich wage es, sie auf einen nicht ungefährlichen Namen zu taufen. (…) So wie ich sie errathe (…) möchten diese Philosophen der Zukunft ein Recht (…) darauf haben, als V e r s u c h e r bezeichnet zu werden“3.(...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Ein Wort zum Geleit

2. Der Wille und der Mensch

2.1 Der Wille im Allgemeinen

2.2 Kurzerläuterung „Determinismus“

2.3 Der Wille und das Wollen bei Nietzsche

3. Pluralität des Willens

4. Der Wille zur Macht

4.1 Macht im Allgemeinen und in „Jenseits von Gut und Böse“

4.2 Der Wille zur Macht: Oberflächenstruktur

4.2.1 „Wille zur Macht“ und „Herren-Moral“

4.2.1 Kurzerläuterung „Übermensch“ und „Herden-Tier“

4.2.3 „Wille zur Macht“ und „Sklaven-Moral“

5. Persönliches, Allzupersönliches – Ein Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Friedrich Nietzsches Werk „Jenseits von Gut und Böse“ mit dem primären Ziel, die zentralen Konzepte der „Pluralität des Willens“ sowie des „Willens zur Macht“ zu erschließen und als fundamentale Basis für Nietzsches Philosophie aufzuzeigen.

  • Analyse der Begriffe Wille, Macht und Determinismus
  • Untersuchung der inneren Willenspluralität als psychologische Struktur
  • Differenzierung zwischen Herren- und Sklaven-Moral
  • Kritische Einordnung des Nietzsche-Bildes und seiner Philosophie

Auszug aus dem Buch

3. Pluralität des Willens

Im alltäglichen Leben erscheint es dem Menschen gerade so, als habe er einen, in seltenen Fällen auch zwei nahezu gleich starke, festen Willensstrom, einen Willen der ihm sowohl seine Handlungen vorgibt als auch dasjenige Element ist, dass ihn zwischen mehreren verschiedenen Handlungsweisen unterscheiden lässt. Diesen Gedanken dementiert Nietzsche in seinem Werk „Jenseits von Gut und Böse“ grundlegend. Er betrachtet den Willen nicht als isoliert, für ihn stellt sich der Mensch respektive dessen Leib als ein „Gesellschaftsbau vieler Seelen“6 dar, der „Wollende“ wird förmlich von den unterschiedlichen Willensströmen „zerrissen“.

Der Mensch ist nicht etwa von einem Willen beseelt, vielmehr herrscht in ihm ein Krieg differenziertester, unterschiedlich starker und in Konkurrenz zu einander stehender Willensströme, welche, in einem fortwährendem Kampf mit einander, eine Struktur schaffen, in welcher sich der stärkste dieser Willensströme durchsetzen kann. Diese Struktur ist schlichtweg nach der „Wertigkeit“ der einzelnen Willensströme gestaffelt, es herrscht die Formel „schwacher Wille vs. starker Wille vs. stärkerer Wille“, die Willensströme werden nach ihrer „Stärke“ sortiert und angeordnet, der stärkste Wille dominiert die schwächeren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ein Wort zum Geleit: Einführung in das Thema der Arbeit, die sich mit Nietzsches Werk „Jenseits von Gut und Böse“ befasst und die Relevanz der Themen „Pluralität des Willens“ und „Wille zur Macht“ hervorhebt.

2. Der Wille und der Mensch: Definition des Willensbegriffs, kurze Erläuterung des Determinismus und Darstellung von Nietzsches Verständnis des Wollens.

3. Pluralität des Willens: Erläuterung der nietzscheanischen Auffassung, dass der Mensch kein einheitliches Ich, sondern ein „Gesellschaftsbau vieler Seelen“ ist, in dem verschiedene Willensströme konkurrieren.

4. Der Wille zur Macht: Untersuchung der Macht als universelles Prinzip, das sowohl die interne Struktur des Menschen als auch sein äußeres Handeln im Kampf um Dominanz bestimmt.

5. Persönliches, Allzupersönliches – Ein Resümee: Zusammenfassende kritische Reflexion des Autors über Nietzsches Philosophie und die eigene Auseinandersetzung mit dem Werk.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, Wille zur Macht, Pluralität des Willens, Herren-Moral, Sklaven-Moral, Übermensch, Herden-Tier, Determinismus, Philosophie, Freiheit des Willens, Selbsttäuschung, Werteumkehrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Friedrich Nietzsches Werk „Jenseits von Gut und Böse“ und beleuchtet die philosophischen Grundgedanken zur Struktur des menschlichen Willens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Begriffe „Pluralität des Willens“ und den „Willen zur Macht“ sowie deren Bedeutung für das anthropologische Bild Nietzsches.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, diese beiden Kernaspekte als Basis für Nietzsches Philosophie verständlich zu machen und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und Interpretation, die sich auf die Primärquelle von Nietzsche sowie etymologische Erläuterungen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Willens, die Theorie der inneren Willenspluralität und die Auseinandersetzung mit der Machtstruktur sowie den Moralvorstellungen (Herren- und Sklaven-Moral).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wille zur Macht, Pluralität des Willens, Moral, Übermensch, Sklaven-Moral und Selbsttäuschung sind hierbei die prägenden Begriffe.

Wie definiert der Autor das „Herden-Tier“ im Kontext von Nietzsche?

Das Herden-Tier wird als Mensch beschrieben, der sich den gängigen Moralvorstellungen der Gesellschaft unterwirft und sich der wahren Erkenntnis aus Bequemlichkeit verweigert.

Was kritisiert der Autor an Nietzsches Begriff der „Freiheit des Willens“?

Der Autor kritisiert die Dementierung eines freien Willens als potenzielle Quelle für Verantwortungslosigkeit, da Nietzsche den Willen als eine Art Selbsttäuschung oder Illusion darstellt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jenseits von Gut und Böse: 'Pluralität des Willens' und 'Wille zur Macht'
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse
Note
1,3
Autor
Marcel Behringer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V70316
ISBN (eBook)
9783638625197
ISBN (Buch)
9783638939652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jenseits Böse Pluralität Willens Wille Macht Nietzsche Jenseits Böse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Behringer (Autor:in), 2005, Jenseits von Gut und Böse: 'Pluralität des Willens' und 'Wille zur Macht', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70316
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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