Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten. Zusammenfassung

Von der Polizeischule (1962) bis zur Pensionierung (2004) und die Zeit danach


Zusammenfassung, 2020

560 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. Kapitel
Berufswahl

2. Kapitel
Landespolizeischule Niedersachsen, Hann. Münden
– Grundausbildung –
(April 1962 bis März 1963)

3. Kapitel
Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen, Hannover
(April 1963 bis September 1965)

4. Kapitel
Polizeiabschnitt Lingen / Ems
(Oktober 1965 bis März 1967)

5. Kapitel
Landeskriminalpolizeistelle Osnabrück
– Ausbildung für die Kriminalpolizei –
(April 1967 bis März 1968)

6. Kapitel
Landeskriminalpolizeistelle Osnabrück
(April 1968 bis September 1972)

7. Kapitel
Landespolizeischule Niedersachsen
– Oberstufenlehrgang –
(Oktober 1972 bis September 1973)

8. Kapitel
Zwischenstation in Osnabrück: Stress und nichts als Stress
(Oktober 1973 bis Juli 1974)

9. Kapitel
Der Kommissarslehrgang
(August 1974 bis Februar 1975)

10. Kapitel
Knapp drei Jahre Stabsarbeit in Osnabrück
(März 1975 bis Januar 1978)

11. Kapitel
Intermezzo bei der Kriminalpolizeiinspektion Lingen / Ems
(Februar 1978 bis Oktober 1978)

12. Kapitel
Ungewohntes und arbeitsintensives Lehrerdasein an der
Landespolizeischule Niedersachsen, Hann. Münden
(November 1978 bis Juni 1979)

13. Kapitel
Zwei Jahre Studium für den höheren Polizeivollzugsdienst
(Juli 1979 bis Juni 1981)

14. Kapitel
Erneute Rückkehr zur Landespolizeischule Niedersachsen
(Juli 1981 bis Juni 1982)

15. Kapitel
Fast sechs Jahre Polizeiausbildungsstätte (ASt) Bad Iburg
(Juli 1982 bis April 1988)

16. Kapitel
Kriminalpolizeiinspektion Osnabrück
(Mai 1988 bis Oktober 1993)

17. Kapitel
Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Lingen / Ems
(November 1993 bis September 1994)

18. Kapitel
Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt /
Leiter des Zentralen Kriminaldienstes
(Oktober 1994 bis zur Pensionierung im Februar 2004)

19. Kapitel
Exkurs „Frauengeschichten“

20. Kapitel
Begegnung mit gekrönten und ungekrönten Häuptern
(als Zusammenfassung)

21. Kapitel
Ende meiner Dienstzeit

22. Kapitel
„Pensionärsdasein“

Anhang

Autobiografien sowie Fach- und Sachbücher von Ernst Hunsicker sowie Fachbücher mit Ernst Hunsicker

Berufliche Vita des Verfassers in Kurzform

Vorwort

Meine „Authentischen Polizei- und Kriminalgeschichten“ habe ich auf vier Bücher/eBooks „verteilt“, und zwar:

- Teil 1 – 1962 bis 1988 (2., überarbeitete & ergänzte Auflage 2015, 194 Seiten),
- Teil 2 – 1988 bis 1996 (184 Seiten),
- Teil 3 – 1997 bis 2004 und die Zeit danach (204 Seiten) und
- Teil 4 – Nachträge von 1962 bis 2009 (53 Seiten).

Die Highlights aus Teil 1 bis Teil 4 sind in einem weiteren Buch/eBook enthalten (2., überarbeitete & ergänzte Auflage 2011, 231 Seiten).

Nun habe ich mich dazu entschlossen, über die Highlights hinaus weitere Details aus den Teilen 1 bis 4 in dieses neue Buch/eBook als Zusammenfassung aufzunehmen. Entsprechend wurde auch der Titel geändert.

Zudem gab es inzwischen immer wieder Hinweise und Dokumente auf/zu meine/r berufliche/n Tätigkeit/en, die in diese neue Arbeit eingeflossen sind:

- Neue Ermittlungsansätze zu der ermordeten Ute Werner (1988) – Hinweisaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 15.05.2019,
- Doppelmord in einer Arztpraxis Melle (2001) – Suizid des Täters im Mai 2019,
- Hinweis auf das Buch „ Keller, HaraldWolf, Reiner (Hg.), Hyde Park-Memories – Ein Osnabrücker Musikclub und seine Geschichte(n), Oktober Verlag 2011, Münster in Westfalen – unter besonderer Mitarbeit von Gisbert Wegener und Anne Rüther “,
- Kommunale Kriminalprävention in Osnabrück,
- Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Kripo/Schupo („AG Beschaffung“) und einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe Kripo/Schupo („EG Straße“),
- Dankschreiben von Margarethe Schreinemakers (Schreinemakers live),
- Sportgeschehen: Sportgemeinschaft der Landeskriminalpolizeistelle (LKP.-Stelle) Osnabrück; Gründungsversammlung der „Fußballabteilung“ am 09.11.1970.

Die Texte aus den Teilen 1 bis 4 wurden überarbeitet und ergänzt.

Die Fotos und Dokumente sind zum Teil leider nicht von guter Qualität.

Soweit mir (noch) bekannt, habe ich auch überlieferte Spitznamen eingefügt.

Von den namentlich genannten Personen sind inzwischen etliche verstorben.

Wer es allgemein noch genauer wissen möchte, kann sich in Teil 1 bis Teil 3 informieren, in denen alle Aktivitäten (Vorträge/Referate, Teilnahme an Veranstaltungen, Veröffentlichungen) und Personen- sowie Ortsregister enthalten sind.

Ernst Hunsicker Bad Iburg, im Mai 2020

1. Kapitel

Berufswahl

Nach erfolgreichem Abschluss der Realschule in Meppen (Ems) wollte ich zur Seefahrtsschule und später zur Handelsmarine. Meine Mutter Herta Lappe, verw. Hunsicker, geb. Bayer, die ihren ersten Ehemann – und somit meinen leiblichen Vater – Friedrich Wilhelm („Fritz“) Hunsicker im 2. Weltkrieg als „Flieger“ bei einem Feindflug über dem Mittelmeer verloren hatte, war jedoch strikt dagegen.1 Sie hatte große Angst, dass mich als ihrem einzigen Kind auf hoher See ein ähnliches Schicksal ereilen könnte. Da ich noch nicht volljährig war, hätte meine Mutter ihre schriftliche Zustimmung zu dieser Marineausbildung geben müssen. Dazu war sie aber nicht bereit, wofür ich heute großes Verständnis habe.

So schnell wollte ich mich aber nicht von meinem Plan abbringen lassen, und ich ging zu einer Info-Veranstaltung „Seefahrt“ des Arbeitsamtes. Im Anschluss erschien ein Polizeihauptkommissar, der über den Polizeiberuf informierte und diesen in den höchsten Tönen mit den abschließenden Worten „Sie haben den Marschallstab im Tornister!“ lobte. An den Marschallstab mochte ich nicht glauben, trotzdem fand ich wohl Gefallen an diesem Beruf. Meine Mutter hatte – wie wohl viele andere Mütter und Väter – auch hierzu leichte Bedenken. Unterstützung erhielt ich aber durch meinen zweiten Vater Heinrich Lappe, sodass das Unternehmen „Polizeidienst“ starten konnte.

Der für meinen Wohnort Rühle (heute Meppen, Landkreis Emsland) zuständige Stationspolizist Belling, Polizeistation in Groß Hesepe, war von meinem Berufswunsch begeistert, denn er war davon überzeugt, mich für diesen Beruf geworben zu haben. Wohl nicht ganz uneigennützig, denn damals gab es noch zwei Tage Sonderurlaub für eine erfolgreiche Werbung. Außerdem erklärte der Schutzmann Belling meinen Eltern, dass ich auf jeden Fall mit einer Kofferschreibmaschine ausgestattet sein müsse, die er selbstverständlich besorgen könne. So kam eine Kofferschreibmaschine „Olympia Monica“ frühzeitig ins Haus.

Tatsächlich hatte ich mich vorher bei der Landespolizeischule Niedersachsen in Hann. Münden (Kurzform: Münden) beworben, und ich wurde auch zum 1. April 1962 in den Polizeidienst des Landes Niedersachsen als „Polizeiwachtmeister“ eingestellt.

Vorher waren noch eine schriftliche und mündliche Eignungsprüfung zu bestehen sowie eine polizeiärztliche Untersuchung zu überstehen.

Damit nicht genug: Herr Belling musste sich zu meinem Leumund äußern; ein Beamter der polizeilichen Staatsschutzdienststelle Nordhorn „besuchte“ meine Eltern und erkundigte sich bei unseren Nachbarn.

Die Bahnfahrt von Meppen nach Münden war keine Anreise, sondern fast eine „kleine Weltreise“ von ungefähr acht Stunden.

Am Bahnhof Münden wurden wir bereits von unseren Ausbildern erwartet und mit einem „Grukw“ (Gruppenkraftwagen = Lkw mit Plane und Holzbänken) zur Polizeischule „kutschiert“, wo wir ab sofort Teilnehmer des 24. Grundausbildungslehrgangs waren.

2. Kapitel

Landespolizeischule Niedersachsen, Hann. Münden

– Grundausbildung –

(April 1962 bis März 1963)

Der Ton unserer Ausbilder, die mit ihrer Amtsbezeichnung („Herr Polizeioberwachtmeister“ usw.) angesprochen wurden, war überwiegend rau und wenig herzlich.

Meine Gruppe im 3. Zug der III. Lehr-Hundertschaft hatte Glück, denn unser Ausbilder (Hans-Hermann ( „Tulle“) Monnse) gehörte zu der humaneren Sorte, was auch – bei aller Härte – für unsere höherrangigen Vorgesetzten [Zugführer Jürgen Leithold 2 und Hundertschaftsführer Hans-Joachim („Henny“) Juretzky 3 ] galt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Polizeiwachtmeister Ernst Hunsicker (Juli 1962)

Das Zusammenleben auf einer „Stube“ (offizielle Bezeichnung) von ca. 30 qm Größe, die sich sieben Wachtmeister zum Schlafen und Leben teilen mussten, war schon gewöhnungsbedürftig. Das Mittagessen wurde im Speisesaal eingenommen; Frühstück und Abendbrot gab es in Form von „Kaltverpflegung“ auf der Stube. Duschen durften wir nur nach dem Dienstsport und nach schweißtreibender Formalausbildung („Nach hinten weg, Marsch, Marsch!“, „Volle Deckung!“ und immer wieder „Achtung!“).

Zum Duschen mussten wir vorher auf dem Flur antreten. Das Duschen wurde von den Ausbildern überwacht, weil sich zum Beispiel einige wenige Polizeiwachtmeister zierten, ihre Badehosen auszuziehen. Übrigens: Beamtinnen gab es zu der Zeit noch nicht im Polizeidienst.

Exzessives:

Bier aus Stöckelschuhen

Das mit den Beamtinnen stimmt nicht so ganz. Es gab ganz wenige bei der Weiblichen Kriminalpolizei (WKP). Besonders Qualifizierte schafften auch den Sprung in den gehobenen Dienst („Kommissarslaufbahn“). Dazu mussten die geeigneten Frauen und Männer der Kriminal- wie auch der Schutzpolizei grundsätzlich einen Oberstufenlehrgang (zwölf Monate), einen Vorbereitungslehrgang und danach einen Kommissarslehrgang (acht Monate) besuchen.

Unser spezieller Auftrag war es, die Damen und Herren des Oberstufenlehrgangs morgens mit Kaffee und Tee zu versorgen, d.h., wir mussten je eine Kanne Kaffee und Tee vor einem separaten Wohnbereich in einem anderen Wohnblock abstellen. Wenn wir diesen Auftrag mal vergessen hatten, gab es eine Beschwerde und wir erhielten einen Sonderdienst verpasst (z.B. einen zusätzlichen Wachdienst am Wochenende).

Doch dann geriet unser Bild von der anständigen Polizei ins Wanken. Wir, einige „Stubenkameraden“ und ich, gingen nach dem Abendessen und den täglich erforderlichen Schularbeiten in eine Mündener Kneipe. Dort trafen wir auf einen Teil unserer vermeintlich blitzsauberen „Oberstufler“, die wir jeden Morgen mit Getränken zu versorgen hatten. Sie, Damen und Herren gleichermaßen, waren ziemlich betrunken. Wir trauten unseren Augen nicht, als die „Herren“ den „Damen“ die Stöckelschuhe auszogen, die Schuhe mit Bier füllten und anschließend das Bier aus den Schuhen tranken.

Ich gehe davon aus, dass die „Oberstufler“ das Bestehen des Lehrgangs oder die Rückgabe gelungener Klausurarbeiten auf übermütige und unbekümmerte Weise ausgiebig gefeiert haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Formalausbildung („erste Gehversuche“) im April 1962;

Ernst Hunsicker als 5. von links

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat „Stube 37“ beim „Budenzauber“; vordere Reihe von links:

Ernst Hunsicker, Wilhelm Fleßner, Jochen Battefeld, hintere Reihe von links: Wilfried Gramann, Hartmut Kuntz und Reinhard Wittler

Hinweise zu dem Foto auf der Vorseite: Wir „lagern“ auf meinem Bett. Rechts unter der Abbildung „PISTOLE P 38“ das Aquarium mit der stinkenden Maus bzw. den stinkenden Mäusen, worauf ich weiter hinten noch näher eingehe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Stube 37“ im April 1962, auf dem Foto von links:

Jochen Battefeld4, Reinhard Wittler5, Ernst Hunsicker, Wilhelm Fleßner, Hartmut Kuntz, „Carlo“ Fischer (?) und Wilfried Gramann

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Ganz seriös am 1. Mai 1962 in Münden-Gimte, auf dem Foto von links:

Wilfried Gramann, Reinhard Wittler, Holmer Brandt, „Carlo“ Fischer (?), Ernst Hunsicker und Wilhelm Fleßner

Die Ausbilder achteten nicht nur auf körperliche Sauberkeit, sondern auch auf pünktliche Nachtruhe (in den ersten sechs Monaten grundsätzlich 22.00 Uhr, am Wochenende 23.00 Uhr), einen ordentlichen Kurzhaarschnitt (damals orientierten wir uns mehr an den Pilzköpfen der „Beatles“), saubere Stuben, Spinde und Kleidung. Unsere Wäsche wurde von der Reinigung „Schneeweiß“ gewaschen und geplättet.

In den ersten Wochen erhielten wir nach Dienstschluss wiederholt „Besuch“ vom so genannten Stammpersonal, das sich aus gutem Grund äußerst zuvorkommend und freundlich zeigte. Es wurde uns dringend empfohlen – und wer mochte sich da schon widersetzen – eine Kofferschreibmaschine anzuschaffen (die hatte ich ja bereits), in die „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP), in den „Polizeisportverein (PSV) Hann. Münden“ und in die „Deutsche Lebens- und Rettungsgesellschaft“ (DLRG) ein- sowie verschiedenen Versicherungen und Kassen beizutreten.

Besonderer Wert wurde auch auf körperliche Fitness gelegt. Neben der Formalausbildung (ein mehrere Stunden andauendes Hin und Her auf dem Ausbildungsplatz) standen Leichtathletik (das Sportabzeichen war Pflicht), Geräteturnen, Schwimmen (das DLRG-Leistungsabzeichen musste gemacht werden) und Waldlauf auf dem Wochenprogramm. Hinzu kam die Geländeausbildung im Bereich Meensen/Jühnde.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Vereidigung am 10. Mai 1962 in der Sporthalle:

Friedrich („Friedel“) Lubitz6 (2. von links) als Fahnenträger

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat 3. Lehrhundertschaft, III. Zug, Vereidigung am 10. Mai 1962, in der 1. Reihe von links: Rainer Gutsche 7 (Ausbilder), Jürgen Leithold (Zugführer), Hans-Hermann („Tulle“) Monnse (Ausbilder) und Dietrich („Fuzzi“) Schulz8 (Ausbilder)

Zur Abwechselung ein Ernteeinsatz Im September 1962 wurde unsere Hundertschaft vierzehn Tage lang jeden Morgen zu einem riesigen Bohnenfeld nach Geismar bei Göttingen gefahren. Die Bohnen waren notreif und mussten dringend vom Strauch. Pro Zentner gepflückte Bohnen gab es zusätzlich 20 DM, die jeden Abend bar ausgezahlt wurden. Wenn man sich anstrengte, konnte man pro Tag auf einen guten Zentner Bohnen kommen und mehr als 20 DM mit nach Hause nehmen. Ein Teil des Baren wurde am Abend in Getränke und halbe Hähnchen umgesetzt. Beim Pflücken tat sich besonders Ausbilder Rainer Gutsche hervor, der sich gerade einen nagelneuen VW Käfer gekauft hatte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fotos: privat und während der Mittagspause mit Kochgeschirr („Henkelmann“)

Apropos Geismar:

Orientierungsmarsch bei klirrender Kälte An einem Wintertag 1962/63, es waren etwa zwanzig Grad unter null und es lag ziemlich viel Schnee, wurde unsere Hundertschaft jeweils in Gruppenstärke am frühen Morgen im Raum Geismar „ausgesetzt“. Wir erhielten einen Kompass, eine Geländekarte und eine Marschzahl mit dem Auftrag, auf schnellstem Wege die etwa 25 km entfernt liegende Unterkunft (Kaserne) in Hann. Münden zu erreichen.

Meine Gruppe war besonders ehrgeizig. Ich und weitere Marschierer hätte lieber unterwegs im Jagdhaus Heede9 eine kurze Pause gemacht und etwas Alkoholfreies getrunken, da sich im Marschgepäck lediglich eine kleine Feldflasche mit schwarzem Tee befand. Die Mehrheit wollte aber durchmarschieren. Wir kamen total kaputt und mit blutverschmierten Gesichtern (Äderchen im Gesicht waren von der „beißenden“ Kälte aufgeplatzt) gegen Mittag in unserer Unterkunft an. Der Ehrgeiz hatte sich aber gelohnt: Da wir mit großem Zeitabstand als erste Gruppe zurück waren, gab es zur Belohnung am Nachmittag dienstfrei.

Nach unserer Rückkehr habe ich erst einmal zwei Liter Milch getrunken und eine Tafel Schokolade verspeist, um dann für mehrere Stunden in einen Tiefschlaf zu versinken. Das ging aber nicht nur mir so.

Nun darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Ausbildung überwiegend sportlich ausgerichtet war. Nein, wir wurden auch unterrichtet (Fachausbildung, Allgemeinbildung) und an der Pistole (P 38) sowie am US-Karabiner ausgebildet. Großer Wert wurde auf die Waffenpflege gelegt. Nicht nur nach jedem Übungsschießen mussten die Waffen in alle Einzelteile zerlegt und gründlich gereinigt werden.

„Erschossene Koreaner“ An den Rohren unserer US-Karabiner befanden sich eingefeilte Kerben. Es ging das Gerücht um, dass so markierte US-Karabiner bereits im Koreakrieg (1950 - 1953) im Einsatz waren. Jede Kerbe sei Indiz für einen erschossenen Nordkoreaner.

In diesem Zusammenhang konnte ich mich noch entsinnen, dass wir während meiner ersten Schuljahre, die ich in Lengerich (Westfalen) verbrachte, das Lied „Ei, ei, ei Korea, der Krieg kommt immer näher … “10 gesungen haben. Über die Bedeutung eines solchen Schwachsinns waren wir uns als Kinder offenbar nicht im Klaren.

Mit diesen US-Karabinern „zogen wir auch in den Krieg“, wie die Ausbildung im Gelände manchmal scherzhaft umschrieben wurde. Tatsächlich hatte diese Geländeausbildung mit der Grundausbildung bei der Bundeswehr viele Gemeinsamkeiten.

Einmal kam es knüppeldick:

Große Geländeausbildung Die letzten vierzehn Tage vor dem Sommerurlaub (1962) zogen wir täglich mit unseren US-Karabinern und Platzpatronen ins Gelände. Auf dem Dienstplan stand „Große Geländeausbildung, Ausbildungsorte Barlissen, Meensen, Wiershausen“. Wir wurden täglich von morgens bis abends durch die Gegend gescheucht. Laufend kamen angeblich Tiefflieger von vorne, von hinten oder von der Seite, verbunden mit dem Kommando „Volle Deckung!“. Tatsächlich waren weit und breit keine Flugzeuge zu sehen, schon gar nicht Tiefflieger.

Einmal hatte ein genervter Wachtmeister die Faxen dicke. Er ging nach dem Kommando „Volle Deckung!“ nur in die Hocke, woraufhin sich etwa folgendes Wortgefecht ergab:

Ausbilder (schreiend): Volle Deckung! Volle Deckung!

Wachtmeister: Bin ich doch, Herr Oberwachtmeister!

Ausbilder: Sind Sie nicht!

Wachtmeister: Doch, ich hocke hinter einer Mauer!

Ausbilder (zornesrot): Ich sehe keine Mauer!

Wachtmeister: Ich sehe auch keine Tiefflieger!

Für solche Scherze hatte dieser Ausbilder überhaupt kein Verständnis. Das Ergebnis kann man sich vorstellen: „Volle Deckung!“ für diesen Wachtmeister und seine Gruppe bis zur völligen Erschöpfung.

Am Rande der Erschöpfung war ich auch einmal: Meine Gruppe musste über einen längeren Zeitraum durch einen kleinen Bach robben, der sehr moderig war. Der US-Karabiner baumelte um den nach oben gestreckten Hals, da die Waffe auf keinen Fall mit Wasser oder Moder in Berührung kommen durfte. Im und über dem Wasser war reichlich Getier (vorwiegend Schnecken und Mücken). An meiner Seite kroch Stubenkollege „Carlo“, der direkt neben meinem Ohr einen Schuss aus seinem Karabiner abgab. Ich dachte, mir fliegt das Trommelfell raus. Aber, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Ich robbte weiter, doch die Tränen flossen reichlich vor lauter Erschöpfung und Wut.

Kleine Abwechselungen boten nur die Pausen an der Feldküche („Gulaschkanone“), wo es Essen und Getränke gab.

Ach ja, Getränke. Behauptet wurde immer wieder, in den Getränken der Polizeiküche sei Hängolin, das angeblich den Sexualtrieb von Kasernierten „dämpfen“ soll, enthalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Rast während der „Großen Geländeausbildung“

(Juli 1962 im Raum Meensen11 )

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat Meine „Kampfgruppe“ mit Ausbilder „Tulle“ Monnse im Vordergrund

„Kurzer Prozess“ bei einem Fehlverhalten:

Die letzte Nachtzigarette Stubenkollege „Carlo“ hatte die Angewohnheit, nach dem abendlichen Stubendurchgang (22.00 bzw. 23.00 Uhr), der durch einen Ausbilder erfolgte, noch eine Zigarette zu rauchen. Der Rest der Stube lag dann schon im Bett. Einmal hörten wir Schritte auf dem Flur, die sich kurz nach dem Stubendurchgang rückkehrend unserer Stube näherten. „Carlo“ warf, bevor der erwartete Ausbilder unsere Stube betrat, seine noch glühende Zigarette in den Besenschrank. Ausbilder Jörg Malyska roch den frischen Qualm (auch wohl schon auf dem Flur), sah „Carlo“ in sein Bett springen und bemerkte den qualmenden Besenschrank. Am nächsten Tag musste „Carlo“ seine Sachen packen und den Polizeidienst quittieren.

Mit fünfzig Stunden Dienst pro Woche kamen wir nicht aus, zumal wir auch noch samstags bis 13.00 Uhr ausgebildet wurden. Und das alles bei einem Monatsgehalt von gut 200 DM, was aber 1962 bei freier Verpflegung und Unterkunft ein Haufen Geld war. Das meiste davon wurde für Essen und Getränke ausgegeben, denn die Kaltverpflegung bestand aus Brot, Margarine, Marmelade und überwiegend Leberwurst, die wir wegen ihrer Farbe und Konsistenz als „Betonwurst“ bezeichneten.

Es gab auch Kulturelles im Angebot:

Sommernachtstraum in Bad Hersfeld (mit Götz George)12

An einem lauen Sommerabend wurden wir mit Gruppenkraftwagen nach Bad Hersfeld gefahren, wo in einer Burgruine Shakespeares „Sommernachtstraum“ mit dem auch noch heute bekannten Schauspieler Götz George aufgeführt wurde. Dazu mussten wir unsere Uniformen anziehen. Ausnahmsweise war es erlaubt, weiße Oberhemden zur Uniform zu tragen. Ein Privileg, das sonst nur den so genannten „Oberbeamten“ (Kommissare, Räte, Direktoren) zustand. Einige dieser Spezies trugen selbst im Sommer private Handschuhe aus besonders feinem und hellem Leder.

Das Halten von Haustieren war strengstens verboten. Wobei sich die Frage stellte, sind weiße Mäuse Haustiere.

Stinkende Mäuse Eines Tages brachte Stubenkollege Hartmut Kuntz ein Art Aquarium mit, in dem sich eine weiße Maus befand. Kurz darauf musste ich wegen einer Erkrankung mit hohem Fieber ins Krankenrevier der Polizeischule, wo ich etwa zwei Wochen blieb. Meine Krankheit wurde im Wechsel mit rotem Pulver (Abführmittel) und schwarzem Pulver (Kohlepulver gegen Durchfall) behandelt. Das hohe Fieber, verbunden mit Appetitlosigkeit, hatte mich ziemlich geschwächt.

Als ich nach meiner Entlassung aus dem Krankenrevier auf meine Stube zurückkam, wimmelte es in dem Aquarium nur so von Mäusen. Ganz offenbar war die zunächst allein im Aquarium lebende Maus weiblich und bereits tragend bei ihrem Einzug in unsere Stube.

Die Mäuse verbreiteten einen solchen Gestank, dass ich mich erst einmal kräftig übergeben musste. Ich forderte Hartmut auf, sofort die Mäuse abzuschaffen. Aber wohin damit?

Schließlich wurde eine Lösung gefunden: Jeden Abend steckten sich Hartmut und auch wohl noch andere Polizeischüler ein paar Mäuse in die Taschen, um sie dann in Mündener Kneipen freizulassen. Hartmut und Kollegen haben sich nach ihren Erzählungen tüchtig amüsiert. Insbesondere darüber, dass die weiblichen Gäste beim Anblick der Mäuse auf Stühle und Tische sprangen.

Das „Bergfest“ als gesellschaftlicher Höhepunkt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach etwa einem halben Jahr und bestandener Zwischenprüfung wurde, wie sich aus der Einladung ergibt, zu einem offiziellen „Bergfest“ eingeladen. Eine besondere Herausforderung war die erwartete Damenbegleitung, denn so eine Dame musste ja erst einmal gefunden werden.

Sicherlich gab es in Hann. Münden viele junge und auch hübsche Frauen, um die Polizeischüler, Bundeswehrsoldaten und erst recht die einheimischen Jünglinge gleichermaßen buhlten. Deshalb bedurfte es erheblicher Anstrengungen, um eine „Bergfestdame“ zu finden. Hinzu kam die Erschwernis, dass wir während des 1. Halbjahres an den Samstagen um 23.00 Uhr im Bett sein mussten, was auch nicht gerade dazu beitrug, eine Frauenbekanntschaft zu machen. Viele junge Frauen waren auch noch an frühere Polizeischüler „gebunden“.

Da das „Bergfest“ rechtzeitig angekündigt worden war, befanden sich die Polizeischüler an den Wochenenden im „Jagdfieber“ und nutzten ihre Freizeit im „Bergschlößchen“13 und im „Schützeneck“14 sowie beim Tanztee im „Hotel Reinhardswald“15, wo dann ja auch bald das „Bergfest“ stattfinden sollte.

Ich lernte dann auch bei einem Tanztee eine nette, junge und hübsche Maid kennen, die aber leider aus Uslar (Solling) kam und nur zu Besuch in Hann. Münden weilte. Aus diesem Kennenlernen ergaben sich ein längerer Briefkontakt und auch ein Wochenendbesuch in Uslar, aber zu unserem „Bergfest“ konnte die Maid leider nicht anreisen.

Also ging die Suche weiter, und so lernte ich Helga Lindenblatt16 kennen, die in Hann. Münden am Sportplatz wohnte und bereit war, mich zum „Bergfest“ zu begleiten. Mehr war aber nicht.

Unsportliches:

Um eine einigermaßen ordentliche Note im Fach Sport zu erreichen, musste neben dem Sportabzeichen auch der DLRG-Leistungsschein gemacht werden.

Tauchen bis kurz vorm Ertrinken

Mit (Kleider-)Schwimmen, Retten und Tieftauchen gab es bei mir keine Probleme. Lediglich beim Streckentauchen über 25 Meter hatte ich 5 Meter vor dem Tauchziel immer wieder den Kopf vorzeitig aus dem Wasser.

Hinzu kam im Göttinger Hallenbad die Schwierigkeit, dass bei einer Beckenlänge von 20 Metern unter Wasser gewendet werden musste, um dann noch die restlichen 5 Meter tauchend zurückzulegen.

Außer mir gab es unter den Polizeischülern noch andere „Kurztaucher“, was nicht ohne Konsequenzen blieb: Jeden Sonntagmorgen fuhren im Winter 1962/63 um 07.00 Uhr die „Tauchschüler“ mit einem Ausbilder abwechselnd in die Hallenbäder nach Göttingen und Kassel, weil es in Hann. Münden noch kein Hallenbad gab.

Während meine Stubenkollegen sich noch in ihren Betten räkelten, musste ich bereits um 06.30 Uhr aufstehen.

Eingehüllt in einen Trainingsanzug, einen langen Wintermantel und einer „Hausmütze weich“ auf dem Kopf fuhren wir auf der Ladefläche eines Gruppenkraftwagens (kleiner LKW mit Plane) zu unseren „Tauchbecken“.

Nachdem ich zum 3. oder sogar zum 4. Mal erfolglos diese „Tauchreisen“ absolviert hatte, musste etwas passieren:

Die Nacht vor dem nächsten „Tauchgang“ habe ich im Bett mit Atemübungen verbracht. Manchmal glaubte ich, dass mir durch das lange Luftanhalten der Kopf platzen würde. Aber diese Strapazen hatten sich gelohnt – ich tauchte nach der Ankunft in Göttingen in das Hallenbecken ab, um erst nach 25 Metern wieder mit dem Kopf aus dem Wasser zu kommen. Ich glaubte, kurz vorm Ertrinken zu sein.

Halleluja, ich hatte es geschafft und konnte danach sonntags ausschlafen.

Es war übrigens ein harter Winter, in dem die Polizeischüler auch zum Schneeräumen eingesetzt wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Im 2. Halbjahr gab es an Samstagen keine Torschlussstunde mehr, und die Polizeischüler trafen sich weiterhin im „Bergschlösschen“ (Restaurant, Pickelgasse 14, 34346 Hann. Münden) und im „Schützeneck“ (Bergkaffee und Gaststätte). Beide Lokalitäten waren nur nach einem langen Fußmarsch und überwiegend – hinter dem Bahnhof liegend17 – bergauf zu erreichen. Aber: Durchtrainiert waren wir ja und zurück ging es meistens bergab.

Die einjährige Grundausbildung an der Polizeischule war hart und lehrreich. Nach dem Bestehen der Prüfungen, - „U-Prüfung“ (Deutsch, Geschichte, Heimatkunde, Rechnen bei Polizeioberlehrern, u.a. „Charly“ Dörnte, einem Mündener Urgestein) und - „Fachprüfung I“ [Staatsbürgerkunde, Allgemeines Polizeirecht, Besonderes Polizeirecht, Dienstkunde/polizeipraktische Psychologie, Fußdienst/Ausbildungsunterricht, Körperschulung/Selbstverteidigung bei Felix Mattner 18, Strafrecht, Strafprozessrecht, Verkehrskunde bei POK Helmut Schirrmacher 19, Beamtenrecht/Berufsethik bei PK Karl Steinmeier 20 (später: Stellvertretender Leiter der Landespolizeischule Nds.), Erste Hilfe], wurden wir in die Landesbereitschaftspolizei, Abteilungen Hannover und Braunschweig, versetzt. Mich führte der Weg nach Hannover. Später kehrte ich wiederholt nach Hann. Münden zurück, wo ich insgesamt annähernd fünf Jahre meiner Dienstzeit als Polizeischüler und Fachlehrer verbracht habe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

III. Lehr-Hundertschaft in Gesamtstärke

3. Kapitel

Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen, Hannover

(April 1963 bis September 1965)

Am 1. April 1963 kam ich in die 1. Ausbildungs-Hundertschaft. Reinhard Kirchhöfer, unser Ausbilder, war wieder so ein Glücksfall. Er scheuchte uns in der „Vahrenwalder Heide“ bis hinter den nächsten Erdhügel. Außerhalb des Blickwinkels von Vorgesetzten war er dann ein toller Kumpel und verordnete „Erst mal hinsetzen und ausruhen!“. Erinnerung habe ich auch noch an „Schorse“ Rehbein 21, unseren „Spieß“.

Das Wohnen in der neuen Wohngemeinschaft war schon wesentlich luxuriöser (Mitbewohner: Gunter Böhm, Wolfgang Buddenbohm, Wilhelm Fleßner, Wilfried Gramann und Wolfgang Rathmann 22 ). Wir waren nur noch zu sechst auf der Stube; insbesondere gab es einen separaten Schlafraum.

Das Jahr in der 1. Hundertschaft verging ziemlich schnell. Der Dienst war aber nicht so kurzweilig wie im Jahr davor: Beispielsweise wurden wir nachts zu Bezirksstreifen eingeteilt. Das waren Doppelstreifen zu Fuß oder auf dienstlichen Fahrrädern in den Außenbezirken von Hannover. An der Polizeischule hatte man uns viel Theorie vermittelt; die polizeiliche Praxis war uns dagegen völlig fremd. Wir waren immer froh, wenn wir mal angesprochen und lediglich nach dem Weg bzw. einer Straße gefragt wurden. Einen Stadtplan hatten wir ja dabei. Den Verantwortlichen in der Polizei war dabei offensichtlich auch nicht ganz wohl, denn alle zwei Stunden musste ein festgelegter Kontrollpunkt „angelaufen“ bzw. „angefahren“ werden, um festzustellen, ob wir uns nicht verlaufen oder verfahren hatten. Funkgeräte standen uns nämlich nicht zur Verfügung.

Streifentätigkeiten:

Kleine Ruhepausen im „Hainhölzer Bahnhof“

Einer meiner Streifenkollegen war im Stadtteil „Hainholz“ groß geworden und kannte sich dort bestens aus. Im „Hainhölzer Bahnhof“ gab es ein paar lauschige Ecken, und im Winter war es dort auch einigermaßen warm. Publikumsverkehr gab es dort zur Nachtzeit nicht. Zwischen den Kontrollzeiten haben wir dann hin und wieder diesen Bahnhof aufgesucht, um uns mit geschlossenen Augen ein wenig von dem nächtlichen Streifendienst zu erholen.

„Verpflegung“ durch einen Krankenpfleger

Ein Streifenbezirk befand sich auch im Bereich des „St. Vinzenzstiftes“. Wenn wir uns dem Vinzenzstift näherten, lag ein bestimmter Krankenpfleger („K.“ wie Krankenpfleger) bereits auf der Lauer. Er galt als überaus polizeifreundlich, verpflegte uns mit geschmierten Broten und zeigte uns, sofern es die Zeit zuließ, Fotos von seinen vielen Reisen. Nicht bekannt war mir bis dahin seine schwule Neigung. Später bekam ich diese dann aber hautnah zu spüren. (Einzelheiten folgen unter „K., der mehr als fürsorgliche Krankenpfleger“).

Besonders unbeliebt war die Bestreifung des Innenministeriums an der „Lavesallee“. Jeweils zwei Polizeiwachtmeister wurden während der Nacht dem Pförtner zugeteilt. Eine Stunde war für den Rundgang um das Innenministerium eingeplant. Danach war der andere Kollege dran und man selbst hatte eine Stunde Pause, um danach wieder das Ministerium zu umkreisen.

Auch nicht viel Abwechselung bot die Industriemesse während der Messetage. In meinem ersten Dienstjahr in Hannover durfte ich den Verkehr an einer Parkplatzein-/ausfahrt regeln. Der Messeeinsatz begann aber schon eine Woche vor Beginn der eigentlichen Messe, sodass sich in dieser Vorphase der Verkehr von selbst regelte.

Später gab es dann aber aus einem anderen Anlass ein Highlight:

Verkehrsregelung auf einer Großkreuzung

Bei Fußballländerspielen kamen wir auch zum Einsatz. Einmal erhielten wir den Auftrag, einen erfahrenen Verkehrspolizisten auf einer Kreuzung am Maschsee zu unterstützen (Arthur-Menge-Ufer /Culemannstraße/Willy-Brandt-Allee/Rudolf-von-Bennigsen-Ufer) . Der „Verkehrskollege“ stand mit seinem Verkehrsregelungsstab mitten auf der Kreuzung. Auf sein Zeichen hin mussten wir Wachtmeister an vier Stellen dafür sorgen, dass die Fußgänger sicher auf die andere Straßenseite kamen.

Nach Ende des Spiels, als der abfließende Verkehr stark zunahm, winkte mich „Kollege Verkehrspolizist“ zu sich. Ich dachte, dass er auf der Kreuzung Unterstützung braucht. Mir sackte fast das Herz in die Hose, als er mir seinen Verkehrsregelungsstab in die Hand drückte, um sich dann in Richtung Toilette zu verabschieden. Nach etwa zehn Minuten kam er zurück.

Ich war heilfroh, als der Kollege wieder auftauchte und dass ich kein Chaos auf der Kreuzung verursacht hatte. Er blieb aber am Straßenrand stehen, und ich durfte den Verkehr bis zum Einsatzende verantwortlich regeln. Hinterher war ich mächtig stolz, dass alles so glatt gelaufen war.

Beteiligt war ich auch an anderen Großeinsätzen: Besonders ist mir der Besuch von Queen Elizabeth II. und Prinzgemahl Philipp im Mai 1965 in Erinnerung.23 Auf dem Flughafen Hannover waren wir als Ehrenhundertschaft eingesetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Ministerpräsident Dr. Diederichs neben der Queen (Mai 1965)

Aus einem anderen Anlass mussten wir für Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem Militärflughafen Wunstorf einen Streckenabschnitt schützen.24

Eine Polizeischau der besonderen Art:

Alkohol an der Kugel

Aktiv beteiligt war unsere Hundertschaft auch an Polizeischauen in Hannover, Braunschweig und Salzgitter. Wir mussten Kugeln, die sonst beim Kugelstoßen zum Einsatz kamen, synchron durch die Luft werfen. Das wurde Wochen vorher auf dem Ausbildungsplatz mit Hingabe geübt.

Bei den Polizeischauen waren wir mit unserer Übung immer erst zum Schluss an der Reihe. Die Polizeischau in Braunschweig fand bei Dunkelheit statt. Für diesen Zweck waren die Kugeln, um im Scheinwerferlicht einen besonderen Leuchteffekt zu erzielen, mit Phosphorfarbe präpariert worden.

Wir saßen auf unserem Gruppenfahrzeug und verbrachten die Wartezeit mit Tee trinken. Sehr schnell fiel uns ein, dass der Tee mit ein bisschen Rum noch besser schmecken könnte.

Aus der Stadiongaststätte wurde eine Flasche Rum auf unser Gruppenfahrzeug geschmuggelt. Die Kollegen, die auf den anderen Kfz saßen, bekamen Wind von der Aktion „Tee mit Rum“ und versorgten sich auch mit diesem Zuckerrohrschnaps. Unsere Ausbilder waren ahnungslos. Da es ziemlich kalt war, tat uns dieses Getränk so richtig gut.

Bei unserem Kugeleinsatz war die gesamte Hundertschaft mehr oder weniger angesäuselt (keineswegs betrunken). Das führte zu allerhand Kugelverlusten, und mancher Kugelakrobat suchte krabbelnd nach seiner Kugel. Die Zuschauer haben das, wie wir später hörten, so gut wie nicht bemerkt, wohl aber unsere Ausbilder. Es gab ein Donnerwetter und bei der nächsten Polizeischau waren wir unter strenger Bewachung der Ausbilder.

Fahrschulausbildung:

Im Herbst 1963 begann für mich und viele andere Kollegen die Fahrschule, die etwa drei Monate dauerte. Wir wurden sehr intensiv für die Führerscheine der Klasse III (Pkw und Lkw bis 7,5 t) und der Klasse I (Motorräder) ausgebildet.

Die Fahrschule erfolgte mit Gruppenkraftwagen (Grukw) der Firma „Hanomag“25 und auf Motorrädern (250 ccm) aus dem Hause „BMW“26.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Fahrschulausbildung auf dem Krad mit Fahrlehrer POM „Fritze“ Gleich,

Ernst Hunsicker als 3. von links Die Fahrlehrer gingen nicht gerade zimperlich mit uns um. Wenn bei der Fahrt mit dem Gruppenkraftwagen ein Verkehrszeichen nicht beachtet wurde, gab es schon mal einen Schlag auf den Schädel mit der Anhaltekelle.

Nach bestandener Prüfung erhielten wir unsere Polizeiführerscheine, mit denen auch Privatfahrzeuge geführt werden durften.

Nach der Führerscheinausbildung meldete ich mich als Kraftfahrer und kam so in die 2. Hundertschaft, die als Elitehundertschaft galt und in Anlehnung an die berühmt-berüchtigte US-Militärakademie allgemein als „West Point“27 bezeichnet wurde.

Meine Wohngemeinschaft aus der Erinnerung: Gerhard Heß, Heinz-Hermann („Puck“) Janßen, Walter („Tino“) Kastorf 28 und Günter Westermann.

Ich gehörte jetzt auch zum Stammpersonal, was mit etlichen Privilegien verbunden war. So kam ich dienstlich beispielsweise nach Hamburg (während der Freizeit Besuch im legendären „Star-Club“29 ) und nach Helgoland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Ernst Hunsicker (im Vordergrund) als Kraftfahrer in der 2. Hundertschaft in einem Gruppenkraftfahrzeug der Firma „Hanomag“ (Mai 1965) – im Hintergrund Polizeihauptwachtmeister (PHW) und Gruppenführer Jahnke (?)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Offenbar nicht mehr so ganz nüchtern beim Kraftfahrerfest 1964, auf dem Foto von links:

„Willi“ Baden, Elke Schiereck und Ernst Hunsicker

Freizeitaktivitäten:

Während meiner Freizeit war ich häufiger im „Savoy“ am Marstall30. Das „Savoy“, in dem es täglich Livemusik gab, war wegen der vielen hübschen Mädchen auch im Kollegenkreis sehr beliebt.

Dort lernte ich auch Bodil Nørgård (Nørgaard ?) Andersen, eine Dänin, kennen, die längere Zeit meine Freundin war. Ihr Vater arbeitete als Dolmetscher bei den britischen Streitkräften in Hannover.

Bodil wohnte zusammen mit ihren Eltern und einem großen Hund in der Dickensstraße (Nähe Kuppelsaal), besuchte eine englische Schule und beherrschte mehrere Sprachen (dänisch, englisch, deutsch, französisch).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Bodil im Herbst 1964 in der „Eilenriede“, Hannover

Ein Streifenbezirk (Bezirksstreife) lag auch im Bereich der Dickensstraße. Wenn ich dort im Einsatz war, dann habe ich zusammen mit meinem Streifenkollegen auch kurz Bodil besucht.

Es gab aber auch noch andere Interessen wie der Besuch von Fußballspielen. „Hannover 96“ spielte in der gerade gegründeten 1. Bundesliga. Dann waren da noch die Fußballländerspiele, die ich zusammen mit Kollegen besuchte, wenn wir nicht selbst durch den Polizeieinsatz gefordert waren.

Hin und wieder bin ich auch zum Berufsboxen in die Stadionsporthalle gegangen. Eine besondere Show boten die Veranstaltungen mit Norbert Grupe („ Prinz von Homburg“)31 und dem niederländischen Schwergewichtler Wim Snoek 32, der für seinen kurzen Prozess bekannt war.

An Wochenenden begleiteten wir oft unsere polizeieigene Beatkapelle „the stoker“, die vorwiegend im Raum Peine „einheizte“. Hin und wieder gingen wir auch in die nahe gelegene Kneipe „Gibraltareck“ (lag am gleichnamigen Gibraltarweg) oder wir hielten uns in der Polizeikantine auf.

Selbstverständlich wurde in der Freizeit auch für die Polizeiberufsschule gelernt („M-Stufe“; Fächer: Deutsch, Staatsbürgerkunde/Geschichte, Erdkunde, Rechnen). Unterrichtet wurden wir u.a. von den Polizeioberlehrern Genderjahn und Rudolph.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Polizeiband „the stoker“ im Februar 1965, von links:

Rolf-Dieter („Träne“) Traenapp33, Lothar („Lude“) Lugert, Jürgen („Penner“) Jacobs und Bodo Kunz

Insgesamt bot Hannover viel Abwechselung in der Freizeit: Konzerte mit Tony Sheridan 34, der schon zusammen mit den legendären „ Beatles“ aufgetreten war, und den damals populären Chubby Checker 35 und Jack Hammer 36, die die Musik für die damaligen Modetänze „Twist“ und „Hully Gully“ lieferten, gehörten ins private Programm.

In Hannover habe ich auch wieder angefangen, Fußball zu spielen. Meine Fußballkarriere war mit meiner Entscheidung – zur Polizei zu gehen – abrupt zu Ende. Immerhin stand ich bis dahin im Tor der A-Jugend des „SV Meppen“ und gehörte auch zur Kreisauswahl. Im „Polizeisportverein Hannover“ reichte es nach längerer Pause und mit nicht mehr ganz so großer Begeisterung für die 2. Herrenmannschaft.

Kontakt mit einem schwulen Krankenpfleger:

K., der mehr als fürsorgliche Krankenpfleger In einem Spiel sprang ich als Torwart einem gegnerischen Angreifer entgegen, der, obwohl ich den Ball bereits unter Kontrolle hatte, voll durchzog und mir heftig gegen die linke Schulter trat. Ich verspürte einen starken Schmerz, der auch nicht nachließ. Man brachte mich zum Sanitätsbeamten, der meine sofortige Einlieferung ins „St. Vinzenzstift“ veranlasste. Dort fixierte man meinen linken Arm mit viel Verbandsmaterial auf der Brust, sodass ich nur noch bedingt handlungsfähig war.

Freudig begrüßt wurde ich von K., dem mir von meinen Streifengängen ja bereits bekannten Krankenpfleger. Er tat sehr fürsorglich. Von dem Fußballspiel war ich noch ziemlich verdreckt und K. erklärte, dass ich erst einmal duschen müsste. Das war auch in meinem Sinne. K. kam mit.

Ehe ich wusste, was mir geschah, fing K. an, mich im Genitalbereich besonders sorgfältig zu waschen. Das war zu viel der Fürsorge. Ich schubste ihn mit meiner freien rechten Hand zurück und erklärte ihm deutlich, dass er umgehend das Badezimmer verlassen möge. Fortan waren die Verhältnisse geklärt und seine Fürsorge hielt sich von nun ab sehr in Grenzen.

Alarme und Probealarme:

Flächenbrand am „Steinhuder Meer“

Es kam hin und wieder vor, dass während der Freizeit Alarm oder auch Probealarm ausgelöst wurde. An einem Abend, es war schon ziemlich spät, kam es zu einer echten Alarmauslösung. Eine größere Wald-, Busch- und Heidefläche am „Steinhuder Meer“ brannte. Ich hielt mich mit einigen Kollegen in einem Nebenraum der Kantine auf, wo wir gerade Tischfußball spielten.

Alles was Beine hatte, rannte auf die Stuben, um sich in die Einsatzanzüge zu werfen und das Einsatzgerät „an den Mann zu bringen“.

Danach war Antreten auf dem Ausbildungsplatz. Die 1. Ausbildungs-Hundertschaft, zu der ich ja gehörte, rückte mit den Gruppenkraftfahrzeugen in Kolonne aus.

Auf dem Weg zum Einsatzort kam ein solches Fahrzeug in einer scharfen Rechtskurve von der Fahrbahn ab, d.h., es fuhr geradeaus und kam in einem großen Sandhaufen zum Stehen. Zwei folgende Kolonnenfahrzeuge schafften die Kurve auch nicht und fuhren ebenfalls in den Sandhaufen, sodass drei Autos nebeneinander im Sand „parkten“. Da ansonsten nichts passiert war, gab es erst einmal ein großes Gelächter; die drei Kraftfahrer waren nicht nur an diesem Tage Zielscheine spöttischer Bemerkungen.

Als wir am „Steinhuder Meer“ ankamen, brannte es immer noch. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und mit Feuerpatschen in das Feuer geschickt. Jeder war eifrig bemüht, die immer wieder auflodernden „Buschfeuer“ mit den Feuerpatschen zu bekämpfen.

Auf einmal stellte ich fest, dass ich keinen Kontakt mehr zur Gruppe hatte und mutterseelenallein zwischen kleineren Feuern und mitten im Qualm stand. Ich bekam leichte Panik und rief nach meiner Gruppe. Aber weit und breit war nichts zu hören und erst recht nichts zu sehen, weil die Augen brannten und zusätzlich tränten. Es war ein Gemisch aus Angst- und Qualmtränen.

Wie Phönix aus der Asche tauchte dann ein Kollege auf. Gemeinsam haben wir es geschafft, uns mit den Feuerpatschen aus dieser bedrohlichen Lage zu befreien.

Tragisches:

Tod eines Kollegen durch fahrlässige Waffenhandhabung

Während meiner Zeit in der 1. Hundertschaft lagen wir während der Mittagspause auf unseren Betten und dösten bis zum Dienstbeginn vor uns hin. Durch einen schussartigen Knall, der aus unserer unmittelbaren Nähe kam, wurden wir schlagartig hellwach, ohne diesen Knall zunächst irgendwie zuordnen zu können.

Es stellte sich dann aber bald heraus, dass etwas Tragisches passiert war: Kraftfahrer der 1. Hundertschaft, die in dem Stockwerk über uns wohnten, hatten kurz zuvor auf dem Ausbildungsplatz vor dem Unterkunftsgebäude ihre Waffen entladen (Waffenappell).

Nach der Rückkehr auf die Stuben hat ein Kraftfahrer – aus welchen Gründen auch immer – seine Dienstwaffe (Pistole P 1 bzw. P 38, Walther) gezogen und in Richtung eines anderen Kraftfahrers abgedrückt. Dabei ging der „Waffenhantierer“ davon aus, dass seine Waffe entladen war, sich also keine Patrone im Lauf befand. Dem war aber nicht so, denn es löste sich ein Schuss, von dem ein Kollege getroffen wurde, der kurz darauf an den Verletzungen verstarb.

Ein weiterer Kollege hatte Glück, weil das Geschoss, das den Körper des tödlich Verletzten durchschlug, an seinem Kopf vorbeiflog, um dann in der dahinter liegenden Wand einen Schussdefekt zu verursachen.

Das erste eigene Auto:

Im April 1964 konnte ich mir mit finanzieller Unterstützung meiner Eltern mein erstes Auto kaufen. Es war ein DKW 1000, mit dem es häufiger auf Reisen ging.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

„DKW 1000“, blau/weißes Dach, H - ME 464, mit

Ernst Hunsicker als stolzem Halter

Sonderaufgaben:

Bei unserem Schirrmeister, Polizeiobermeister (POM) Münchow, der im 2. Weltkrieg bei der Luftwaffe war, hatte ich „ein Stein im Brett“, nachdem er wusste, dass mein leiblicher Vater „ Fritz“ Hunsicker im Oktober 1943 von englischen Spitfirepiloten über dem Mittelmeer vor Italien abgeschossen worden war, als vermisst galt und später für tot erklärt wurde.

Fortan durfte ich seinen privaten „Opel-Rekord“ pflegen, was eine große Ehre war. Außerdem wurde ich bei Übungen und Kontrollen als Fahrer eines „DKW-Munga“37 für den Hundertschaftsführer und für Beamte des höheren Dienstes eingesetzt.

Als der Sachbearbeiter für das Kraftfahrzeugwesen einmal für längere Zeit ausfiel, musste ich ihn vertreten. Meine wichtigste Aufgabe war es, die Fahrtenbücher der Hundertschaftsfahrzeuge nach den Monatsenden abzuschließen, d.h., Listen über gefahrene Kilometer, Benzin-/Ölverbrauch, Reparaturen usw. zu führen. Beim ersten Mal wurden im Gruppenstab (vorgesetzte Stelle), dem die Fahrtenbücher und Listen vorzulegen waren, noch ein paar kleine Systemfehler festgestellt. Das nächste Mal war alles fehlerfrei. Mein Schirrmeister war begeistert, denn eine fehlerlose Monatsabrechnung hatte es bis dahin nach seinen Angaben noch nie gegeben.

Prompt kam auch eine Anfrage aus dem Gruppenstab, ob ich Interesse an einer dortigen Verwendung hätte. Hatte ich aber nicht, weil ich unbedingt in den Einzeldienst im Emsland oder im Raum Osnabrück wollte. Verantwortlich dafür war meine Freundin Walburga Wehkamp aus Rühle; später (1968) haben wir geheiratet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Walburga (März 1966)

Kombattantenstatus: Spezialausbildung38 In der Bereitschaftspolizei erhielten wir spezielle Ausbildungen: An der Handgranate wurden wir in Nienburg-Langendamm (Weser)39 ausgebildet, zum Gefechtsschießen mit dem Maschinengewehr ging es nach Ehra-Lessien (Lüneburger Heide)40. Dort wurde uns auch der Umgang mit dem Granatwerfer vorgeführt.

Zu einer Hundertschaftsübung fuhren wir auch in das ferne Ostfriesland.

Hundertschaftsübung in Wiesmoor/Ostfriesland (September 1965):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat „Wigwam“ auf einem Sportplatz in Wiesmoor

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto: privat

Jürgen („Omo“) Wellermann (links) hat unter Beobachtung von Manfred („Manni“) Knapp (Mitte) und Polizeimeister Schatta („Meister Schatta“, rechts) wieder einen Grillauftrag41

Das letzte schöne Ereignis während der Zeit bei der Bepo Hannover war eine zweitägige Weiterbildungsfahrt der Kraftfahrer im September 1965 nach Hamburg.

Drei Tage danach wurde ich nach Lingen/Ems versetzt. So war ich wieder in der Nähe von Rühle.

[...]


1 Kapitel 2 Tod meines leiblichen Vaters „Fritz“ Hunsicker (1943), in: Hunsicker, Ernst, Kindheits- und Jugenderinnerungen …, 2., überarbeitete & ergänzte Auflage (2018), GRIN Verlag, S. 37 ff.

2 Vgl. Grundschüler lernten, wie wichtig Reflektoren an Ranzen und Kleidung sind – Blinkis für die Sicherheit: GIMTE. Eindrucksvoll präsentierte Jens Wilhelm, Schulleiter der Grundschule Gimte, wie wichtig Reflektoren an Schulranzen und Kleidung sind. … Diesem Experiment vorangegangen war eine Aktion der Verkehrswacht Münden. Hans Groeneveld und Jürgen Leithold hatten vor Schulbeginn die Grundschulen in Gimte, Hedemünden, Königshof und am Wall aufgesucht, um zu sehen, ob die Grundschulkinder für die dunkle Jahreszeit richtig ausgestattet sind. …, HNA, URL: https://www.hna.de/lokales/hann-muenden/blinkis-sicherheit-572945.html (21.12.09)

3 Hans-Joachim Juretzky (Autor), Botho Noack (Autor), Das neue Balkenkreuzzielen für Waffen mit Lochkimme und Balkenkorn, Verl. Dt. Polizei (1960), 20 Seiten, und: Juretzky, Hans-Joachim /Schünemann, Hans-Joachim/Klauschies, Gerd: Grundlagen der Befehlstechnik, Verlag Deutsche Polizeiliteratur, Hilden (1982), 8. Aufl., 384 S.

4 VTR baut Vorstandsstruktur um / Haushalt 2018 verabschiedet - Es sind tiefgreifende Neuerungen, die bei der Jahreshauptversammlung der Vereinigten Turnerschaft Rinteln (VTR) bekanntgegeben wurden: Rintelns mitgliederstärkster Verein baut die komplette Vorstandsstruktur um. … Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Jochen Battefeld geehrt, …, in: Rinteln-Aktuell.de (Datum:15. März 2018)

5 Vor 39 Jahren: Hannover schlägt Hamburg - Das war einer Mannschaft aus Hannover zuletzt vor 39 Jahren gelungen, am 10. November 1974: In der Stadionsporthalle von Hannover verloren sich damals nur 860 Zuschauer, die gingen aber gut gelaunt nach Hause. Der Lokalmatador, der Polizei SV Hannover, hatte den Nordrivalen Hamburger SV mit 15:14 geschlagen. Edmund Franke, Jürgen Kloth, Gerd Haase und Torwart Reinhard Wittler hießen die Leistungsträger. Doch ein Happy End gab es damals nicht. Am Ende der Serie stiegen die Niedersachsen aus dem Oberhaus ab - und seitdem konnten die Handball-Fans in Hannover keinen Bundesliga-Sieg mehr gegen ein Team aus Hamburg feiern., in: Pressespiegel DIE RECKEN TSV HANNOVER-BURGDORF, Saison 2013/14, URL: https://www.die-recken.de/fileadmin/user_upload/Pressespiegel/RECKEN_Pressespiegel_20131204.pdf

6 „Friedel“ Lubitz habe ich 1982 an der Polizeiausbildungsstätte Bad Iburg wiedergetroffen, wo „Friedel“ als Fachlehrer eingesetzt war (nachfolgend: 15. Kapitel – Fast sechs Jahre Polizeiausbildungsstätte (ASt) Bad Iburg (Juli 1982 bis April 1988)

7 Vgl. Rainer Gutsche verabschiedet: POLIZEI / Wechsel an der Spitze der Polizei im Landkreis Soltau-Fallingbostel - Am kommenden Mittwoch erfolgt der offizielle Wechsel an der Spitze der Polizei des Landkreises. Dann wird Polizeioberrat Günter Schell den Platz von Polizeidirektor Rainer Gutsche einnehmen. Gutsche, der 1994 im Zuge der Polizeireform in Niedersachsen die Leitung der neuen Polizeiinspektion übernahm, wurde gestern in Hörsten bei Bergen von Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt in den Ruhestand versetzt. …, Walsroder Zeitung, URL: https://www.wz-net.de/lokales/rainer-gutsche-verabschiedet_10_102877326-21-.html (27. April 2001) und: Vgl. Tennis im PSV – schon über 30 Jahre: Die Tennisabteilung des PSV wurde 1970 von Angehörigen der Landespolizeischule Niedersachsen (später Bildungsinstitut der Polizei Niedersachsen, heute Polizeiakademie Niedersachsen) gegründet. Erster Abteilungsleiter war Rainer Gutsche . Später folgten Bernhard Preidel, Willibald Schnieders und andere. …, PSV Hann. Münden e.V., URL: http://www.psv-muenden.de/sparten/tennis/

8 Sehr geehrte Damen und Herren, Es ist der Initiative des neuen Leiters der damaligen Polizeiinspektion Uelzen, Hans-Jürgen Felgentreu, zu verdanken, dass es vor 10 Jahren im April 2001 zur (Wieder-) Gründung des Präventionsrates im Landkreis Uelzen (damals noch unter dem Titel »Kriminalpräventionsrat«) kam. … Tatsächlich handelt es sich um eine Wiedergründung, weil bereits 1996 auf Initiative des damaligen Polizeidirektors Dietrich Schulz der Präventionsrat ins Leben gerufen worden war. …, 10 Jahre Präventionsrat im Landkreis Uelzen, URL: http://neu.praeventionsrat-uelzen.de/wp-content/uploads/2017/01/Broschuere-10_Jahre_Praeventionsrat_Uelzen.pdf [Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sich um den ehemaligen Ausbilder Dietrich („Fuzzi“) Schulz handeln.]

9 Aktuell: Hotel & Restaurant Jagdhaus Heede, Hermannshägerstr. 81, 34346 Hann. Münden

10 Als dankbare Schüler nach dem Muster Ost- & West-Deutschland sowie Nord- & Süd-Korea in der Frontstadt West-Berlin sangen wir in der Schule: „Ei, ei, ei Korea, der Krieg kommt immer näher ...“, URL: http://www.alfredmente.de/Gesammelte_Spruche.pdf

11 Meensen ist ein Ortsteil der Gemeinde Scheden, die wiederum Teil der Samtgemeinde Dransfeld im niedersächsischen Landkreis Göttingen ist. … (Meensen – Wikipedia)

12 Götz George (* 23. Juli 1938 in Berlin; † 19. Juni 2016 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, der über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg dem breiten Publikum vor allem im deutschsprachigen Raum durch seine Rollen in Film und Fernsehen bekannt wurde, sich jedoch auch an verschiedenen Theaterbühnen etablieren konnte. Große Popularität erlangte er vor allem ab den 1980er Jahren als Darsteller des unkonventionell-nonkonformistisch auftretenden fiktiven Duisburger Kriminalhauptkommissars Horst Schimanski in der TV-Krimireihe Tatort. Bei einer Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2008 wurde er mit einer Quote von 37 % zu deren beliebtestem „Ermittler“ gewählt. … In einem seiner letzten Filmauftritte stellte Götz George im Jahr 2013 vor dem Hintergrund der Frage nach der Verantwortung des Künstlers in einer Diktatur im TV-Dokudrama George seinen Vater, den Schauspieler Heinrich George dar. (Götz George –Wikipedia) und: Die Bad Hersfelder Festspiele finden alljährlich von Anfang Juli bis Anfang September in Bad Hersfeld statt. Das „Salzburg des Nordens“ ist dadurch auch überregional bekannt. … Dieterle brachte 1961 mit dem Sommernachtstraum von Shakespeare das erste Lustspiel auf die Bühne. Es war aber immer noch üblich, dass man in der Stiftsruine nicht applaudierte oder lachte. (Bad Hersfelder Festspiele – Wikipedia)

13 Mehrere Brandherde in ehemaligem Hotel in Hann. Münden - Hann. Münden. Mit 49 Feuerwehrleuten rückten am Donnerstag um 17.50 Uhr die Ortswehren Münden, Oberode, Laubach und Gimte zu einem gemeldeten Zimmerbrand in der Pickelgasse aus. Dabei handelte es sich um das leerstehende Gebäude Bergschlösschen, ehemaliges Hotel und Restaurant sowie Diskothek und Kegelbahn. …, HNA, URL: https://www.hna.de/lokales/hann-muenden/fotos-mehrere-brandherde-ehemaligem-hotel-hann-muenden-7452431.html (03.03.2017)

14 Ansichtskarte „Gruß aus Hann. Münden“ (Münden, Gasthaus Pension Schützeneck Preissenkung), URL: http://www.ansichtskarten-center.de/muenden/3510-muenden-gasthaus-pension-schuetzeneck-preissenkung [Ich habe das „Schützeneck“, wie auf den Fotos dargestellt, noch in Erinnerung.]

15 Im Netz werden Ansichtskarten vom „alten Reinhardswald“ angeboten.

16 Name und Anschrift habe ich auf der „Bergfest-Karte“ handschriftlich notiert, sodass der Name noch präsent ist.

17 Stadtgliederung … Stadtgebiet Über der Bahn (Galgenberg, Vogelsang, Kattenbühl) … (Hann. Münden – Wikipedia)

18 Vgl. Mit Hanteln vor dem FernseherFelix Mattner ist mit 86 Jahren fit wie ein Turnschuh, Hann. Münden. Urkunden, Plaketten, Pokale, Felix Mattner hat so viele davon, dass er einen Teil bei seinem Sohn aufbewahrt. Bei dem 86-jhrigen ist im Laufe der Zeit einiges zusammengekommen, denn er hat von kleinauf Leistungssport betrieben. Mit 18 Jahren wurde er im turnerischen Neunkampf Landesmeister von Schlesien. Der Neunkampf beinhaltete jeweils Pflicht und Kür in den Disziplinen Reck, Barren und Boden, 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen. Das war 1940. …, Mündener Rundschau, URL: https://www.lokalo24.de/lokales/hann-muenden/hanteln-fernseher-8215366.html (30.01.09, von Helga Piekatz), und Hann. Münden. Spendenparlament unterstützt die DLRG. … Felix Mattner war Gründungsmitglied und langjähriger Schatzmeister der DLRG Ortsgruppe Polizei Hann. Münden e.V. Dieter Arend überreichte dem 90-jährigen eine Urkunde über dessen Ehrenmitgliedschaft "in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste". Diese höchst seltene Ehrung "kann verliehen werden, weil auch der Landesverband Niedersachsen so die besonderen Leistungen von Felix würdigen will"., Mündener Rundschau, URL: https://www.lokalo24.de/lokales/hann-muenden/betreuung-fulda-werra-weser-gesichert-7111979.html (14.10.14, von Helga Piekatz)

19 Helmut Schirrmacher (* 6. Mai 1923 in Elbing, Westpreußen; † 11. Mai 2009 in Bielefeld) war von 1975 bis 1981 Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und danach Polizeipräsident in Bielefeld. Helmut Schirrmacher trat 1947 in den Polizeidienst ein und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der GdP in Niedersachsen. Nach Tätigkeiten im Vorstand der GdP wurde er 1969 Landesvorsitzender in Niedersachsen. Von 1970 bis 1975 war er stellvertretender Vorsitzender der GdP auf Bundesebene, bis er 1975 auf dem Bundeskongress zum Vorsitzenden gewählt wurde. Im Jahr 1981 trat er von diesem Amt zurück, da er zum Polizeipräsidenten von Bielefeld ernannt wurde. … Schirrmacher war SPD-Mitglied und Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. … (Helmut Schirrmacher – Wikipedia)

20 Karl Steinmeier , Denkschrift zu Funktionen und Aufgaben der Landespolizeischule Niedersachsen in Hann. Münden sowie ihre Perspektiven im Rahmen der zweigeteilten Laufbahn der Polizei, masch. Hann. Münden 1993, Literatur zu „Polizeiakademie in Nienburg (mit Standort u.a. in Hann. Münden), vormals Landespolizeischule in Hann. Münden“, URL: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b1916

21 „Schorse“ Rehbein hatte immer ein paar kernige Sprüche auf Lager, z.B.: „Wachtmeister X, Sie sehen ja heute so münde aus, haben Sie schon wieder onaniert?“

22 „Urgestein, Vollblutpolizist und Dampfmaschine“ Heute ist ein historischer Tag für die Polizei, die im Osnabrücker Land unter einheitliche Leitung gestellt wird. Wolfgang Rathmann ist nicht mehr dabei. Bersenbrücks Polizeichef schied gestern nach 42 Jahren regulär aus dem Dienst. Massive Polizeipräsenz in Zivil ohne Beulen im Jacket im Alfhausener Heimathaus, wo der 60-Jährige seine Dienstmarke an Kriminaldirektor Hermann Niermann zurückgab. Der beschrieb seinen Untergebenen als ein „Urgestein der Polizei Osnabrück, Vollblutpolizist und Dampfmaschine, die andere mit Geschwindigkeit mitgenommen hat, während einige den Anschluss nicht halten konnten“. …, Neue Osnabrücker Zeitung, URL: http://www.noz.de/archiv/vermischtes/artikel/363437/urgestein-vollblutpolizist-und-dampfmaschine (30.11.2004)

23 Elisabeth II. in Hannover 1965, Kurzbeschreibung: Im Mai 1965 stattete die englische Königin Elisabeth II. der Bundesrepublik Deutschland einen Besuch ab. Es war der erste Staatsbesuch eines britischen Staatsoberhauptes in Deutschland seit über 60 Jahren und nach zwei Weltkriegen. Dementsprechend wurde dies von der Presse als „Besuch des Jahrhunderts“ gefeiert. Dass die Queen auf ihrer elftägigen Deutschlandreise am 27. Mai auch Hannover besuchte, war in der Landeshauptstadt ein unglaubliches Ereignis, das ca. 200.000 Menschen auf die Straßen zog. Der Film dokumentiert diesen Hannover-Besuch in mehreren Abschnitten. Nach der Fertigstellung waren 16mm-Kopien für viele Jahre im Verleihbestand kommunaler Bildstellen sowie im Presseamt der Stadt Hannover. Filmographische Angaben Regie: Horst Latzke Produktion: G.V. Graf v. Bethusy-Huc & Co. Kamera: Heinz Wiele und Erhardt Meyer-Sewering Länge: 9 Minuten Format:16mm, f Filminstitut Hannover, Film und Geschichte, URL: http://www.geschichte-projekte-hannover.de/filmundgeschichte/hannover_im_film/die-filme/elisabeth-ii-in-hannover.html

24 Vgl. Adenauers Rücktritt: 15. Oktober 1963: Eine Ära geht zu Ende. Nach über vierzehnjähriger Amtszeit tritt Konrad Adenauer vom Amt des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland zurück. … Bereits in den vorangegangenen Tagen hatte Konrad Adenauer verschiedene Abschiedsbesuche absolviert und Ehrungen entgegengenommen. So ehrte ihn die Bundeswehr mit einer großen Truppenparade am 12. Oktober 1963 auf dem Übungsplatz im niedersächsischen Wunstorf. und: Bundeskanzler Adenauer bei der Abschiedsparade der Bundeswehr in Wunstorf (Video), URL: https://www.konrad-adenauer.de/biographie/lebensstationen/adenauers-ruecktritt

25 Unsere HANOMAG-Flotte Der HANOMAG-Gruppenkraftwagen (GruKW) AL 28 ein sehr seltener Oldtimer ist, der in einer geringen Stückzahl als Spezialanfertigung für Überfallkommandos für die Bereitschaftspolizei und Bundesgrenzschutz produziert wurde. Mit viel Liebe und Leidenschaft konnte Hanomag-Tours diese seltenen Fahr-zeuge erhalten. Die Polizei wollte von der Tradition her mit einem offenen Fahrzeug als Überfallkommando in Schwarzmärkte und Demonstrationen hineinfahren und die Mannschaften sollten in alle Richtungen das Fahrzeug schnell verlassen können und ggf. aus dem Fahrzeug heraus ohne Sichtbehinderung schießen können. Insofern ist der Hanomag-GruKW das erste Fahrzeug welches für Mannschaftstransporte wie ein Kleinbus mit richtigen Sitzbänken gebaut wurde. …, URL: http://www.hanomag-tours.de/unsere-hanomag-flotte.php

26 Das Modell R 27 ist ein von 1960 bis 1966 von BMW hergestelltes Motorrad mit Einzylinder-Viertaktmotor und das letzte Baumuster der klassischen Einzylinder-BMWs mit Kardanantrieb. BMW als Behördenmotorrad Das Modell R 27 wurde auch für die Bundeswehr in Bundeswehr-Standardlackierung, beim Deutschen Roten Kreuz in elfenbeinfarbener Lackierung und bei den Polizeibehörden in Polizei-Grün (RAL 6009 Tannengrün) beschafft und zumeist zu Ausbildungszwecken verwendet. Zehntausende von Soldaten der 1960er- und 1970er-Jahre erlernten das Motorradfahren auf BMW R 26 und R 27. (BMW R 27 – Wikipedia)

27 Die United States Military Academy (USMA) ist eine Militärakademie der Vereinigten Staaten in West Point, New York, und eine Einrichtung des übergeordneten US Army Training and Doctrine Command (TRADOC). Sie bildet einen Anteil von etwa 25 % des Offiziernachwuchses des US-Heeres aus. .. Die USMA ist eine der renommiertesten Hochschulen der Vereinigten Staaten. Absolventen der Akademie erhalten den akademischen Grad eines Bachelors und sind gleichzeitig Second Lieutenant des Heeres. Nach Abschluss haben sie eine Dienstpflicht von mindestens 5 Jahren, gefolgt von 3 Jahren in der Reserve. Die herausragende Bedeutung der Akademie ist an der synonymen Verwendung des Ortsnamens „West Point“ mit der Institution abzulesen. West Point ist der am längsten ununterbrochen benutzte Standort des US-Heeres. Das Motto der Akademie ist „Duty, Honor, Country“ („Pflicht, Ehre, Vaterland“). … (United States Military Academy – Wikipedia)

28 Auf dem Kasernenhof standen damals mehrere »Polizei-Cabrio 1951er Mercedes-Benz 170 D „OTP“ (Offener Tourenwagen Polizei)«, die versteigert wurden. Walter Kastorf hat für unter 1000,00 DM ein solches Kfz ersteigert und in feuerwehrrot umlackiert. (Foto „OTP“: http://www.mercedes-fans.de/thumbs/lib/74/21/00/i_full/2174.jpg)

29 Der Star-Club war ein Hamburger Musikclub, der am 13. April 1962 eröffnet und am 31. Dezember 1969 geschlossen wurde. Die Adresse des Star-Club im Hamburger Stadtteil St. Pauli war Große Freiheit 39. … Weltweite Berühmtheit erhielt der Star-Club allerdings durch die Gastspiele der Beatles, die dreimal im Club gastierten: Das erste siebenwöchige Gastspiel begann am 13. April 1962 und endete am 31. Mai 1962. Vom 1. bis zum 14. November 1962 gaben sie 28 Konzerte ihres zweiten Gastspiels. Das dritte Gastspiel dauerte vom 18. Dezember bis zum 31. Dezember 1962. Das letzte Konzert am Tag der Schließung (31. Dezember 1969) gaben Hardin & York. (Star-Club – Wikipedia)

30 Das Savoy war ein Tanzlokal am Marstall. „Das war wie im Hamburger Star Club. Unter der Woche spielte eine englische Band, die in einem heruntergekommenen Hotel irgendwo um die Ecke untergebracht war. Und am Wochenende gab es auch Bands aus Hannover,“ sagt Fischer. Solche Geschichten können hier alle erzählen, egal wie alt sie sind. Geschichten über die Beatles und über die eigene Liebe zu deren Musik. …, Fantastische Erlebnisse mit den Beatles, Hannoversche Allgemeine, 10.01.2015, URL: https://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Ost/Fantastische-Erlebnisse-mit-den-Beatles-am-Stammtisch-in-Hannover

31 Norbert Grupe junior , (*25. August 1940 in Berlin; †10. März 2004 bei Puerto Vallarta, Mexiko), war ein deutscher Profiboxer. Grupe begann seine sportliche Karriere in den 50er Jahren an der Seite seines Vaters in Wrestling-Shows. Bei Auftritten in den USA legte er sich hierfür den Namen Prinz Wilhelm von Homburg zu, unter anderem auch weil sein deutscher Name im Englischen „Groupie“ ausgesprochen wurde.[…] 1962 wechselte er über zum Profiboxen. Von 46 Profikämpfen gewann er 29; jedoch konnte der Halbschwergewichtler nie einen Weltmeister- oder Europameistertitel erringen. Legendär ist sein Auftritt am 21. Juni 1969 im Aktuellen Sportstudio des ZDF nach seiner Niederlage in der dritten Runde gegen Óscar Bonavena, als Grupe im Laufe des Interviews auf Fragen des Moderators Rainer Günzler nicht mehr antwortete. […] Hintergrund war ein vorangegangener Beitrag Günzlers für die ZDF-Sendung Sportspiegel, in dem sich Günzler kritisch mit den sportlichen Leistungen Grupes auseinandersetzte und sich eher abfällig zu Grupes manchmal skurrilen Auftritten in der Öffentlichkeit ausließ. Daraufhin soll Grupe vor Freunden geschworen haben: „Das kriegt der zurück!“ … (Norbert Grupe – Wikipedia)

32 Albert Westphal , Datum: 29.04.1965 – Gegner: Wim Snoek – Ort: Hannover – Resultat: W KO 1, Deutsches Boxmuseum, URL: http://www.deutsches-boxmuseum.de/westphalalbert.htm

33 Unter der Leitung von Kriminaldirektor Rolf-Dieter Traenapp wird die ZKI mit 86 Mitarbeitern für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, der Bandenkriminalität, von Korruption und besonderen Fällen der Wirtschaftskriminalität zuständig sein. Die ZKI bearbeitet Fälle im Organisationsbereich der Polizei-Direktion Göttingen; das heißt von Hannoversch Münden bis Nienburg. …, URL: http://www.tonkuhle.de/nachrichten/aktuell/zeige-nachrichten/9-unkategorisierte/24466 -zentrale-kriminal-inspektion-nimmt-arbeit-in-hildesheim-auf.html

34 Tony Sheridan (* 21. Mai 1940 in Norwich, England; † 16. Februar 2013 in Hamburg, Deutschland; eigentlich Anthony Esmond Sheridan McGinnity) war ein britischer Musiker. In den frühen 1960er Jahren war er einer der Begründer der Beatmusik. … Die Beatles begleiteten Tony Sheridan nicht nur auf der Bühne, man wohnte auch monatelang zusammen und verbrachte einen Großteil der knappen Freizeit gemeinsam. Noch heute spricht Paul McCartney von Sheridan als dem „Teacher“ (deutsch: ‚Lehrer‘), und George Harrison sowie John Lennon erlernten einige Techniken und Tricks auf der Gitarre von ihm. … (Tony Sheridan – Wikipedia)

35 Chubby Checker (* 3. Oktober 1941 in Spring Gulley, South Carolina; bürgerlich Ernest Evans) ist ein US-amerikanischer Rock’n’Roll-Sänger, der durch den Hit The Twist weltbekannt wurde. … Im folgenden Jahr setzte Checker seine Erfolgsserie mit Pony Time (geschrieben von Don Covay und John Berry) und Let’s Twist Again fort. Slow Twistin’, Limbo Rock und Popeye the Hitchhiker machten ihn auch 1962 zu einem der erfolgreichsten Künstler. … (Chubby Checker – Wikipedia)

36 Earl Solomon Burroughs (16. September 1925 - 8. April 2016), professionell als Jack Hammer bekannt, war ein US-amerikanischer Pianist, Sänger und Songwriter, der als Mitautor von " Great Balls of Fire " gilt. … Er lebte später in Hollywood. Er starb am 8. April 2016 zu Hause in Oakland, Kalifornien …, (Jack Hammer – Wikipedia)

37 Der DKW Munga ist ein leichter, allradangetriebener Geländewagen, den die Auto Union in Ingolstadt zwischen Oktober 1956 und Dezember 1968 in Serie baute. Rund 46.700 in Serie gefertigte Fahrzeuge verließen in drei Karosserievarianten das Werk; außerdem wurde eine große Anzahl von Teilesätzen produziert. In weiterer Literatur wird auch von ca. 55.000 Einheiten gesprochen; doch selbst unter Berücksichtigung der Fertigungszahlen für den in Brasilien produzierten Typ „Candango“ erscheinen diese Zahlen überhöht. Munga ist die Abkürzung für Mehrzweck-Universal-Geländewagen mit Allradantrieb. … (DKW Munga – Wikipedia)

38 Was viele von den jungen Polizeibeamten nicht wussten, war die Tatsache, dass ganz nebenbei noch eine militärähnliche Ausbildung stattfand und es den so genannten Kombattantenstatus für die Polizei gab. (Im Kriegsfall in die Landesverteidigung eingebunden). Man sprach bei den militärischen Geländeübungen nicht vom Feind, sondern vom Störer. Es war immer die Rede von der Bekämpfung von Agenten aus der SBZ (sowjetische Besatzungszone). …, in: Niedersachsens Polizeigeschichte, URL: http://blog.polizeigeschichte-niedersachsen.de/

39 Die Bewaffnung mit Handgranaten und Maschinengewehren wurde 1979 abgeschafft. … (Polizei Niedersachsen – Wikipedia)

40 Pressemitteilung 01.10.2013 – Konversion des ehern. Truppenübungsplatzes Ehra-Lessien (Landkreis Gifhorn); … So wurde der TrÜbPI von 1938 bis 1942 als Bombenabwurfplatz zum Testen von Beutemunition und von 1942 bis 1945 als Versuchsstelle der Reichsanstalt der Luftwaffe für Luftschutz genutzt. … Zeitgleich wurde im Jahr 1954 mit dem Gefechtsschießen des Grenzkommandos Nord begonnen. Im Jahr 1956 erfolgte die Übernahme durch die Bundeswehr, die den Schieß- und Übungsbetrieb zum 30.06.2013 eingestellt hat. …, URL: http://www.grüne-gifhorn.de/Gr/pdf/PM_ Landkreis_TrUebPl_Ehra.pdf

41 Zusammen mit „Omo“ Wellermann und „Manni“ Knapp habe ich in der 2. Herrenmannschaft des Polizeisportvereins (PSV) Hannover Fußball gespielt.

Ende der Leseprobe aus 560 Seiten

Details

Titel
Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten. Zusammenfassung
Untertitel
Von der Polizeischule (1962) bis zur Pensionierung (2004) und die Zeit danach
Autor
Jahr
2020
Seiten
560
Katalognummer
V703167
ISBN (eBook)
9783346176271
ISBN (Buch)
9783346176288
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Laufbahn Polizei/Kriminalpolizei, Aufstiegsbeamter, Kriminalitätsverfolgung, Kriminalprävention, Einsätze/Großeinsätze, Fachlehrertätigkeit, Vorträge bundesweit, Veröffentlichungen
Arbeit zitieren
Ernst Hunsicker (Autor), 2020, Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten. Zusammenfassung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703167

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten. Zusammenfassung



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden