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Good Governance als Leitkonzept der deutschen Entwicklungspolitik. Nachhaltiger Ansatz oder kurzlebige Maßnahme?

Titel: Good Governance als Leitkonzept der deutschen Entwicklungspolitik. Nachhaltiger Ansatz oder kurzlebige Maßnahme?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll einen Beitrag dazu leisten, den Zusammenhang zwischen einer sorgfältigen Evaluierungsarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und der Wirksamkeit der „guten Regierungsführung“ herzustellen und den Bedarf einer nachhaltigen Evaluierungspraxis durch die deutschen Durchführungsorganisationen (DOs) zu erläutern. Dazu wird sich im ersten Teil der Arbeit der Theorie des Good Governance-Konzepts angenähert, um deren Anwendungsgebiet nachfolgend erst auf die EZ im Allgemeinen und anschließend speziell für die deutsche EZ zu erweitern. Der zweite Teil der Arbeit bezieht sich im Folgenden auf die Wirkungsevaluierung in der IZ und stellt die Bewertungspraxis in der deutschen EZ vor. Anhand des Berichtes von Noltze et al. über die Nachhaltigkeit in der deutschen EZ wird abschließend die Arbeit der beiden großen DOs nochmal näher dargestellt, miteinander verglichen und darüber auch Grenzen innerhalb der Evaluierung aufgezeigt.

„Die Zweifel an der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, die in der Alltagssprache immer noch „Entwicklungshilfe“ genannt und deshalb mit allerlei Erwartungen überfrachtet wird, werden nicht nur von dem mehr oder weniger gut informierten und seriösen medialen Diskurs, sondern auch von vielen Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen genährt“. Mit dieser Aussage beschrieb Nuscheler bereits im Jahr 2008 die damals kontrovers geführte und heute immer noch aktuelle Debatte über die Wirksamkeit und dem damit suggerierten Erfolg von Entwicklungspolitik.

Vor dem Hintergrund des gewachsenen Stellenwerts von EZ und der bisher gemischten Bilanz in der Zielerreichung der UN-Entwicklungsziele, stellt sich die Frage der Überprüfung des Erreichten und des Lernens aus Fehlern stärker denn je. Gerade in einem mit neuer Relevanz versehenen und gleichzeitig umstrittenen Politikfeld wie der EZ ist die Gefahr politisch motivierter Fehlbewertungen sehr hoch. Im politischen Wettbewerb neigen die Akteure jedweder Couleur dazu, etwaigen Politiken Wirkungen zu unterstellen oder abzusprechen. Damit ist der Bedarf für eine unabhängige und neutrale Bewertung von Wirkungen klar formuliert, denn nur so ist eine informierte Öffentlichkeit herstellbar und mithin demokratische Meinungsbildung möglich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Good Governance

2.1. Theorie des Good Governance-Konzept

2.2. Das Good Governance-Konzept für eine nachhaltige EZ

2.3. Das Good Governance-Konzept als Leitbild der deutschen EZ

3. Wirkungsevaluierung in der internationalen Zusammenarbeit

3.1. Evaluierung der deutschen EZ

3.2. Bewertungspraxis in der Deutschen EZ

3.3. Nachhaltigkeitsbewertung der GIZ und KfW

3.3.1. Notenvergabe für Nachhaltigkeit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Qualität der Evaluierungspraxis von deutschen Durchführungsorganisationen und der Wirksamkeit des Leitkonzepts „Good Governance“ in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, um zu beurteilen, inwieweit dieses Konzept einen nachhaltigen Ansatz darstellt.

  • Theoretische Fundierung und Entwicklung des Good Governance-Konzepts
  • Bedeutung von Good Governance als Leitbild in der deutschen Außenpolitik
  • Strukturen und Herausforderungen der Wirkungsevaluierung in der EZ
  • Vergleichende Analyse der Bewertungspraxis von GIZ und KfW
  • Zusammenhang zwischen entwicklungspolitischer Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1. Theorie des Good Governance-Konzept

Bereits zu Beginn der 90er Jahre, also nach der Befreiung der Entwicklungspolitik aus den geostrategischen Fesseln des Kalten Krieges, wurde Good Governance zum Mittel und Zweck der EZ. Der Begriff tauchte erstmals 1989 in einem viel beachteten Weltbank-Bericht über die Entwicklungskrisen im subsaharischen Afrika auf, die er als „Governance-Krise“ deutete (Nuscheler 2008, S. 25). Als Hauptursache für das Versagen der Wirtschaftshilfen sah man, dass die ohnehin nicht gut funktionierenden öffentlichen Institutionen keiner Kontrolle und Anleitung unterlagen (Czada 2010, S. 202).

Der allgemeine Begriff Governance fand in der Historie unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, sei es bspw. als Corporate Governance im Zuge der Unternehmenskontrolle innerhalb der Wirtschaft oder gemäß der Möglichkeit, den Begriff von „to govern“ als „lenken“ oder „leiten“ zu übersetzen, als Lenkungsform innerhalb staatlicher Hierarchien (Czada 2010, S. 204).

So findet man auch in der Good Governance-Debatte eine unterschiedliche Herangehensweise der Wissenschaft hin zu einer einheitlichen Begriffsbestimmung. Die Weltbank definierte Good Governance im Jahr 1989 zunächst als „ein effizienter öffentlicher Dienst, ein verlässliches Justizsystem, und eine Regierung, die gegenüber der Öffentlichkeit rechenschaftspflichtig ist“ (Nuscheler 2008, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Debatte um die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit und begründet das Ziel der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Evaluierungsqualität und dem Good Governance-Leitbild aufzuzeigen.

2. Good Governance: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen von Good Governance, dessen Einbindung in die internationale Entwicklungszusammenarbeit sowie die spezifische Ausgestaltung als Leitbild der deutschen Politik.

3. Wirkungsevaluierung in der internationalen Zusammenarbeit: Dieser Abschnitt analysiert die Rahmenbedingungen der Evaluierungspraxis in Deutschland, vergleicht die Ansätze von GIZ und KfW und erläutert die Systematik der Nachhaltigkeitsbewertung.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die deutsche EZ auf einem guten Weg ist, jedoch eine stärkere Standardisierung der Evaluierungsberichte notwendig bleibt, um die Legitimation gegenüber der Öffentlichkeit zu stärken.

Schlüsselwörter

Good Governance, Entwicklungszusammenarbeit, Wirkungsevaluierung, Nachhaltigkeit, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, GIZ, KfW, Politische Steuerung, Demokratieförderung, Menschenrechte, Agenda 2030, Evaluierungspraxis, Wirksamkeit, Institutionen, BMZ-Kriterien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Leitkonzept „Good Governance“ in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit angewendet wird und ob eine sorgfältige Evaluierung der Nachhaltigkeit von Entwicklungsprogrammen entscheidend für dessen tatsächliche Wirkung ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Entwicklung von Good Governance, dessen Bedeutung für die deutsche Entwicklungspolitik sowie ein kritischer Vergleich der Wirkungsevaluierung und Bewertungspraxis der Durchführungsorganisationen GIZ und KfW.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Good Governance ein nachhaltiger Ansatz ist oder eine kurzlebige Maßnahme, indem untersucht wird, warum eine präzise Evaluation für die Wirksamkeit dieses Konzepts unumgänglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Berichten und Evaluierungsergebnissen (insbesondere des DEval und der GIZ/KfW) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Good Governance-Begriffs und einen empirisch orientierten Teil, der die Evaluierungsmechanismen und die Notenvergabe für Nachhaltigkeit bei deutschen Entwicklungsprojekten detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Good Governance, Wirkungsevaluierung, nachhaltige Entwicklung, institutionelle Kapazitäten und die spezifischen Kriterien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen der GIZ und der KfW bei der Evaluierung eine so wichtige Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass beide Organisationen unterschiedliche Evaluierungsformate und -zeitpunkte nutzen, was einen direkten Vergleich der Nachhaltigkeitsbewertungen erschwert und die Notwendigkeit einer stärkeren Standardisierung unterstreicht.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die deutsche EZ auf einem guten Weg ist, jedoch der Nachweis der Wirksamkeit durch standardisiertere Evaluierungsprozesse zwingend erbracht werden muss, um die öffentliche Legitimation und den Erfolg von Good Governance zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Good Governance als Leitkonzept der deutschen Entwicklungspolitik. Nachhaltiger Ansatz oder kurzlebige Maßnahme?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (GSI)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V703194
ISBN (eBook)
9783346176707
ISBN (Buch)
9783346176714
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationale Beziehungen Good Governance Deutsche Außenpolitik Entwicklungspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Good Governance als Leitkonzept der deutschen Entwicklungspolitik. Nachhaltiger Ansatz oder kurzlebige Maßnahme?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703194
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Leseprobe aus  15  Seiten
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